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Die Stimme · 1964-03-01 · Heft 121 (März 1964) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
1964
Issue
Heft 121 (März 1964)
Date
1964-03-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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NIJMMfk 17 r; 11 stimm t: CI TE S Die Araber und wir Kriedensworto sprach Israels Außenminister, Frau Golda Moir. aut ihrer derzeitigen Furopareise über die Beziehungen Israels zu den Nachbarländern. Die Erhaltung des Friedens mit den Nachbarländern sei Hauptziel der israelischen Außenpolitik. Sie erklärte, Israel sei jederzeit, an jedem Platz, zu Verhandlungen über alle schwebenden Probleme bereit und stelle selbst keine andere Forderung, als die Anerkennung des Existenzrechtes, Auf einer Pressekonferenz in Den Haag brachte Frau Meir zum Ausdruck, daß die arabischen Staaten ihre Haltung gegenüber Israel vermutlich schon in absehbarer Zeit ändern würden. „Sobald die arabischen Bänder ('insehen“, sagte sie, „daß sie die Israelis nicht ins Meer treiben können, werden sie sich dazu entschließen müssen, mit Israel zu leben.“ Die spannungsgeladene Gegenwart zwingt einen Ausblick in die Zukunft zu suchen, falls von den richtigen Voraussetzungen ausgegangen wird. Drei Strömungen kennzeichnen das öffentliche Leben in der arabischen Welt, soweit sie politische Bedeutung umfassen: 1. Das Feudalsystem. repräsentiert. durch die Könige und Scheichs in einzelnen arabischen , Staaten, deren Machtstreben auf Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes gerichtet ist. eifersüchtig darauf bedacht, allen Fortschritt in der übrigen Welt dem eigenen Lande j fernzuhalten, um den bestehenden Einfluß i nicht zu schmälern. 2. Das System der Volkstribunen in anderen arabischen Staaten bemüht sich, auf dem Rücken der stumpfen Massen zu Macht und Einfluß zu gelangen und zögert nicht, an die niedrigen Instinkte wie den Wunsch nach Raub, Plünderung und Mord zu appellieren, wobei Israel als geeignetes Objekt für dieses Programm ausnimmt, gäbe es nicht nur Lebensraum für ersehen ist, und schließlich 3. die kommualle Juden, sondern es würde wahrscheinlich nistischen Strömungen in verschiedenen, auch noch Raum geben für eine klaglose wohl den meisten arabischen Ländern, b; nicht nur Israel, sondern auch die arabischen Feudalen den Massen auszuliefern, um so ihren „Lebensstandard“ zu heben. Nirgends aber eine Spur vom Gedanken, daß an Stelle t Unterbringung aller künftigen Einwanderer. Daraus ergibt sich nun eine neue Alternative. Anstatt in Israel einen Feind zu sehen. dessen Bedrohung infolge von Rüstungsausgaben allen arabischen Ländern von Ausbeutung durch Gewalt, durch Raub. | gewaltige Aufbausummen entzieht, könn- Plünderung und Mord, es noch eine andere j ten die israelischen Aufbauerfahrungen und Möglichkeit gibt, das Leben des Volkes zu; Erfolge auch den arabischen Ländern nutzverbessern. i bar gemacht werden. Wenn dies schon vor Hier aber tritt Israel in Erscheinung. Wähj cin P‘i;ir Jahren geschehen wäre, gäbe cs rend afrikanische Studenten aus fast allen j wohl heute an Stelle arabischer Füehtlinge. neuen Staaten Afrikas die israelischen Unij dic ein kümmerliches Dasein fristen und versitäten bevölkern, um das dort erwor-! eine schwelende soziale Gefahr bilden, zubene und augenscheinlich so glänzend bcj fviedene arabische Kolonisten, die ein zuwährte Wissen, in ihr Land zu verpflan-! friedenes und menschenwürdiges Leben zen, ergehen sich ihre Staatenlenker, die j führen würden. Die Welt wäre eines überarabischen Machthaber, dauernd in wüsten I flüssigen politischen Problems ledig und Drohungen Israel gegenüber. Sie wissen da- | dem Frieden ein beträchtliches Stück näherbei ganz genau, daß die politische Weltsituaj gekommen Ingavv tion es den Großmächten gar nicht erlaubt, j irgendwo einen neuen Brandherd entstehen; zu lassen, halten aber trotzdem an ihrer J Methode der Massenaufreizung fest, da innen ein anderes Programm einstweilen | jc-hlt. Wie steht es nun um die angebliche j Gjner nuklearen Aufrüstung in diesem Geisraclische Gefahr die den arabischen Län-! biet zu beenden. Der Aufruf wurde unter anderem von Bertrand Rüssel, Jean-Paul Sartre, Linus Pauling, Martin Niemöller und Max Born unterzeichnet. Rüssel erklärte in London, eine Ausdeh- Appell an Israelis und Araber Führende Persönlichkeiten des Geist esj lebens haben an Araber und Israelis einen i Aufruf gerichtet, die Streitigkeiten im . Nahen Osten beizulegen und den Schrecken dem droht? Wer den schmalen, zumeist aus! Wüstenland bestehenden Gebietsstreifen : Israel auf der Landkarte betrachtet und da-! mit die arabischen Gebiete vergleicht, dem! muß sofort klar werden, daß Israel, als Ge- I bietszuwachs gesehen, für die arabischen! Länder bedeutungslos ist.! nung der nuklearen Rüstung auf den Nahen Osten würde sich katastrophal auf den Weltfrieden auswirken. Die arabischen Wenn man die jüdische Aufbauarbeit im I Staaten und Israel werden aufgefordert, sich gleichen Tempo und Ausmaß auf das ge-; sumte derzeitige Israel als verwirklicht ancincr internationalen Kontrolle der Waffenlieferungen in ihr Gebiet zu unterziehen. Oeifmette l/eeoHslattuupe** m „Hut&olon Stodtftock" Der Verband der Köche stellte am 7. März 1. J. im Kursalon kulinarische Spezialitäten aus, die auf die Wiener so starken Anreiz übten, daß polizeilich der Besuch wegen Überfüllung geschlossen werden mußte. Anschließend fand ein Ball statt, dessen Besucher die Chance hatten, durch Kauf von Losen die ausgestellten Kostbarkeiten zu gewinnen. Der neugestaltete, elegante Kursalon verspricht wieder, wie früher zum Treffpunkt auch der jüdischen Gesellschaft zu werden. HHBNER'BETRIEBE LADEN EIN # SPEISEN SIE WELTMÄNNISCH im neugestalteten, eleganten „Kursalon Stadtpark" # BLICKEN SIE AUF WIEN vom „Bellevue" am Kobenzl — Restaurant, Cafe, Selbstbedienung zu volkstümlichen Preisen # WOHNEN SIE FEUDAL im renommierten „Parkhotel", Hietzing, mit allem Komfort Zur Jause im „Splendid" und abends Tanz in der Bar MIT BESTEN 0STERWÜNSCHEN HÜBNER-BETRIEBE

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