Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1963
- Issue
- Heft 119 (Dezember 1963)
- Date
- 1963-12-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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DIL SM M M! NIJMMI R auf dem Weg zur Überwindung von Vorurteilen und zur Beseitigung des Mißverständnisses. durch das das jüdische Volk .Jahrtausende hindurch unsagbare Leiden hat ertragen müssen. Das Dokument, das den Weg zu gegenseitiger Achtung freimache. könne dazu beitragen, die Menschheit von der Geißel des Antisemitismus zu befreien. Er hoffe sehr, daß das Dokument offene Merzen finde und ratifiziert werde. Besonderer Dank für das Zustandekommen der Vorlage gebühre Kardinal Bea. In der Tat geht das vierte Kapitel des Schemas über den Ökumenismus, das in der Konzilsaula den Vätern überreicht worden ist. davon aus, daß die Kirche ihre Wurzeln in dem Bunde hat. den Gott mit Abraham und seinen Nachkommen geschlossen hat. Dieser Heilsplan für die ganze Menschheit gipfle in der Ankunft Jesu Christi, des Sohnes Davids und des Nachkommens Abrahams dem Fleische nach. Durch ihn ist das göttliche Wort zuerst an das jüdische Volk gerichtet und durch die Kirche auf die ganze Welt ausgedehnt worden. Die Kirche, so heißt es, kann niemals vergessen, daß aus dem Stamm Abrahams Christus, seine Mutter und die Apostel hervorgegangen sind. Der Entwurf geht nicht den verschiedenen Ursachen des Antisemitismus nach. Er weist jedoch darauf hin, daß die Bibel und besonders der Bericht über die Kreuzigung nicht zum Haß oder zur Verfolgung der Juden Anlaß geben können. Die Prediger und die Katecheten sind ermahnt. niemals eine gegenteilige Auffassung zu vertreten, vielmehr eingeladen, eine gegenseitige Verständigung und Wertschätzung zu fördern. Die Schuld für den Kreuzestod Christi falle nicht nur den jüdischen Führern, sondern der ganzen sündigen Menschheit zu. Das jüdische Volk könne infolgedessen nicht als verflucht und gottesmörderisch bezeichnet werden. Das Dokument will weder pronoch antizionistisch genannt werden, weil es diese Position als politisch ansieht. Jeder Versuch, den Text in dieser Hinsicht zu bestimmten politischen Zwecken zu mißbrauchen, so heißt es, wäre vollständig ungerechtfertigt und widerspreche der Absicht des Dokuments. Die Kirche wendet sich an die Juden nicht als Rasse oder Nation, sondern als auserwähltes Volk des Alten Testaments. Offenbar sollte mit dieser Unterscheidung auf die schwierigen Verhältnisse zwischen Arabern und Juden im Nahen Osten Rücksicht genommen werden. Damit hängt wohl auch zusammen, daß das Sekretariat für die Einheit der Christen die Aufnahme eines Beobachterdelegierten des Jüdischen Weltbundes beim Konzil im letzten Jahr abgelehnt hat und auch heute nicht in Erwägung zieht. ir stehen vor neuen, uiichHnen Aulnaben! VonJ.Wa Unsre Welf konföderation hat ideologisch ('in einziges Ziel vor Augen und das ist das Interesse der jüdischen Medinah und der zionistischen Bewegung. Dieses Interesse verficht sie auch gegenüber den engherzigen, sektirerischen Außenseitern, die die Lage nur verdunkeln und der Allgemeinen Zionistischen Bewegung Schaden zufügen. Unsre Tätigkeit, in diesem Sinne hat ein glänzendes Resultat erzielt, so daß wir immer tiefer in die großen jüdischen nationalen Organisationen in der Golah eindringen und dort festen Fuß fassen. Juden außerhalb Israels identifizieren sich mit dem Staate Israel als Einheit, tragen Sorge für dessen Bestand und Gedeihen und nehmen teil am kulturellen Renaissanceprozeß des jüdischen Volkes. Jedoch distanzieren sieh die Juden, die in der Welt verstreut leben, wohlweislich von den täglichen politischen Auseinandersetzungen. die die Parteien in Israel untereinander in freier, demokratischer Gemeinschaft austragen. Die politischen Parteien in Israel wünschen jedoch nicht, ihre Willensbildung außerhalb ihrer Staatsgrenzen zu streuen. Sie sind sich dessen bewußt, daß ihre Parteiinteressen in ihrem Schoß zu ruhen haben, weil diese keinesfalls geeignet sind, dem Zionismus in der Galuth in irgend einer Form Nutzen zu bringen. Der Zionismus in der Galuth kann nicht und darf nicht die spezifischen israelischen Parteiinteressen mit den dortigen Organisationen teilen. Der sinnlose, unbesonnen heraufbeschworene Kampf, ist geeignet, die Kraft unserer zionistischen Gemeinschaft zu lähmen und uns daran zu hindern, Israel treu und opferbereit beizustehen und als sicheres Hinterland dem Lande Kraft zu leihen. Die Weltkonföderation, treu der herrlichen Tradition des überparteilichen Weizmann- Zionismus, entfaltet ihre volle Tätigkeit ausschließlich zugunsten der Interessen der Medimath Israel und der zionistischen Bewegung. Die breiten jüdischen national eingestellten Massen in der Welt haben die Überzeugung gewonnen von der Aufrichtigkeit der rszowski manifesten Erklärung der Konföderation, daß ihre Ziele unparteiischen Gharakter besitzen und ihre Sorge, ebenso wie die ihr angeschlossenen Abteilungen ..Iladassa" :n Amerika und die Zionistische Föderation in England. Israel und dem Zionismus gilt. Es ist von besonderem Wert, hervorzuheben, daß sich der großen Konföderation- Familie. die mehr als eine halbe Million Mitglieder zählt, und die größte organisatorische Kraft darstellt, immer mehr neue Kreise, große Organisationen und einzelne Persönlichkeiten von geistigem und nationalem Gewicht zugesellen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß zwei große Organisationen, welche sich vor kurzem der Föderation angeschlossen haben, dieChowewi Zion in Uruguay, an der Spitze Dr. Paska 1. und die wichtige Massenorganisation, die Vereinigung der Zionisten in Frankreich, die von Dr. Modiano, Präsident des repräsentativen Rates des französischen Judentums geführt wird, nunmehr unserer Gemeinschaft angehören. Viele Kreise schließen sich unserer Konföderation an, um zusammen als zentrale zionistische Potenz zionistische Probleme zu lösen und die Kraft der Bewegung zu ballen. Der neue Zufluß von dynamischen, großen Organisationen der Welt stärkt unsere Reihen beträchtlich und stellt unsere Führung vor ernste, schwere und wichtige Aufgaben in den Kontinenten. Um unsere Existenz zu sichern, hat die Konföderation-Führung viel Zeit für unsere Jugend gewidmet und sie in unserem gesunden Geist erzogen. Außer unserer Jugendbewegung „Darchenu“ in Europa, der zionistischen Jugend in England, fst auch letztens die wichtige Bewegung der sefardischen Jugend ,.Or Zion“ ins Leben gerufen worden. Wir befinden uns im Stadium der Vorbe-7 reitung zum Zionistischen Kongreß und zu1 den Wahlen zur Zionistischen Föderation in Europa. Wir dürfen hoffen, d >ß unsere zielbewußte, mühevolle Arbeit auf fruchtbaren Boden fallen wird. Zahlende Gäste im Kibbuz Bekannt sind die Luxushotels in den Großstädten Israels. Weniger bekannt sind die Gästehäuser der Kibbuzim, obwohl einige von ihnen schon seit Jahren bestehen und gut frequentiert sind. Kürzlich hat der schöne Kibbuz Klar Blum im oberen Calil ein Gästehaus eingerichtet, welches im israelischen Landleben, das an sich faszinierend ist, eine luxuriöse Unterkunft bietet, die man im allgemeinen nicht mit dem Gedanken an Kibbuzleben zu verbinden gewöhnt ist (inklusive Schwimmen und Fischen im Jordan, Sport und Camping). Jedes Zimmer hat nicht nur fließendes Kalt- und Warmwasser, sondern auch ein eigenes Badezimmer. Frühstück und Abendessen werden im Gästehaus serviert, die Mittagsmahlzeit aber nehmen die Gäste im großen Speisesaal, zusammen mit den Mitgliedern des Kibbuz, ein, wobei nach Herzenslust Kontakte angeknüpft werden können. Es gibt viele interessante Ausflüge in | die Umgebung, so an den Jordan, der Geschichte birgt, in die Kibbuzim der Grenze, nach Tel Chaj oder in das 30 Meilen entfernte Safed. Nach Haifa ist eine Autofahrt von zwei Stunden und nach Tel-Aviv ein Flug von 35 Minuten erforderlich. Autobusse nach allen Richtungen verkehren dreimal täglich und sind billig. Die Preise sind weitaus niedriger als in den städtischen Hotels.