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Die Stimme · 1960-09-01 · Heft 115 (September 1960) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
1960
Issue
Heft 115 (September 1960)
Date
1960-09-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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DIE STIMME 11 Israelnachriehlen Kleine BIBELFORSCHUNG Die Israel-Gesellschaft für Bibelforschung hat dem Bedürfnis des Volkes Israel, sich dem Studium der Bibel zu widmen, öffentlich in organisatorischer Form Rechnung getragen. Sie hat verschiedene Methoden zum Studium der Bibel ausgearbeitet, um in dem breiter» Publikum jüdische geistige Werte einzupflanzen. Diese Methoden s'nd dem Standard aller Kreise angepaßt. Die populärste Form ist die Einrichtung regelmäßiger Studienzirkel, die im allgemeinen in Privathäusern zusammen kommen. Es gibt etwa hundert solcher Zirkel im lande. Der wichtigste und meist bekannte von ihnen tagt alle 14 Tage im Heim des Ministerpräsidenten David Ben Gurion. Dieser Zirkel, dem einige der größten Gelehrten auf diesem Gebiet angehören, hat jetzt seine Diskussionen über das Buch der Richter abgeschlossen und widmet sich nun dem eingehenden Studium des Buches Samuel. Der stenographische Bericht der Beratungen über das Buch Joshuah erscheint in kurzem im Druck. Die »Gelehrten, die an der Spitze dieses Studienzirkels stehen, haben jedes Buch der Bibel in eine Anzahl Themen eingeteilt und einem Sachverständigen auf dem betreffenden Gebiete ein Thema zugewiesen. Dieser hält ein einleitendes Referat, dem dann eine Diskussion folgt. Der Zirkel umfaßt Experten auf jedem Wissensgebiet im Bereich der Bibel, wie Bibel-Versionen, Sprache, Exegesis, Geschichte, Geographie, Geschichte der Religionen, Archäologie, Kultur der Völker in biblischen Ländern wie Griechenland, Ägypten, Babylonien, etc. Christen und Mohammedaner in Israel. Die christliche Bevölkerung von Israel beträgt 52.000 Seelen. Tausend von ihnen sind Geistliche. Es gibt ungefähr zweihundert christliche Kirchen in Israel. Im Verlaufe des Jahres kümmerte sich das Ministerium um die Erhaltung von achtzig Moscheen und zahlte an ungefähr 200 mohammedanische Religionsbeamte Gehälter. — Das Jahresbudget sieht die Errichtung einer mohammedanischen Religionsbibliothek vor, die in Jaffa gebaut werden wird. Studentenbesuch Eine Gruppe von 21 deutschen katholischen Studenten traf in Israel ein. Sie gehört einer Sekte an, die man mit den amerikanischen Quäkern vergleichen kann. Sie wird sich 2 Monate im Lande aufhalten und hier arbeiten. 15 Männer gingen nach Ramat Jochanan und sechs in die Achvah Institution. Die Fahne Israels über der Moskauer Universität Der Berichterstatter der Londoner „Jewish Chronicle" stellt mit Befriedigung fest, daß anläßlich des großen Orientalisten-Kongresses in Moskau die israelische Fahne unter den Fahnen von 70 Nationen flattert. Israel war durch eine beachtliche Anzahl von Wissenschaftlern vertreten (unter ihren Professor Jigael Jadin), die über eine große Zahl von Themen referierten. ^ichtjude hinterläßt Vermögen dem KKL "lvAonriche mein ganzes Vermögen, das bewegliche und unbfc^r'-,e( in welcher Form immer und wo immer es sich befinudem Jüdischen National Fonds in Jerusalem, Israel, zur Förderung der Ideen, die einen Teil des göttlichen Planes bilden, der im Volke Israel verkörpert ist," Dies ist der Wortlaut des Testamentes von James Dell, einem Nichtjuden aus Südafrika. Herr Jakob Tsur, Vorsitzender des KKL-Direktoriums, berichtete bei der kürzlich stattgefundenen Direktoriumssitzung, daß James Beils Nacülaß IL 107.742 beträgt und von der Bank Leumi nach Israel transferiert wurde. James Bell gehörte der Christadelphia Sekte an, die in der Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel eine Manifestation des Willens Gottes sieht. In vielen Ländern beteiligen sich Mitglieder dieser Sekte an zionistischer Arbeit und spenden Geld für verschiedene israelische Fonds. Israel braucht Waffen Das israelische Parlament trat zu einer Sondersitzung zusammen, um die Frage einer zusätzlichen indirekten Besteuerung zu erörtern. Die Mehreinnahmen von zehn Millionen Israel-Pfund sollen für den Ankauf von Waffen verwendet werden. Ministerpräsident Ben Gurion erklärte in der Knesseth, angesichts der großen Bedeutung des Waffenkaufs unter Umständen, die nicht von Israel, sondern von seinen Feinden bestimmt würden, die Israel vernichten möchten, könnte diese Angelegenheit für das Schicksal des Landes entscheidend sein. Er teilte mit, daß die gewünschten Waffen von einem bestimmten Land geliefert werden könnten. Es seien bereits ausgedehnte Verhandlungen geführt worden. Erfolgreicher Gerstenanbau für Brauereien In dieser Saison wurde zum ersten Male der Versuch unternommen, Gerste im kommerziellen Maßstabe für die Biererzeugung anzubauen; es wurden insgesamt 10.000 Dunam Gerste auf 25 Feldern in verschiedenen Teilen des Landes gesät. Man rechnet mit einem Ertrag von 200 Kilogramm pro Dunam, das heißt mit einer Ernte von insgesamt 2000 Tonnen Gerste; der Jahresbedarf' der Brauereien beträgt 6000 Tonnen. Man rechnet damit, daß bereits im nächsten Jahre der Gesamtbedarf an Brauereigerste lokal gedeckt werden kann, wenn 25.000 Dunam Gerste gesät werden. Exportsteigerung bei „Carmel Misrachi" Die Ausfuhr von Weinen, Schnäpsen und Likören seitens der Weinbau- und Kellerei-Genossenschaft „Carmel Misrachi" hat sich im Jahre 1959 auf mehr als eine halbe Million Dollar belaufen. Der Export, der im ständigen Aufstieg begriffen ist, übersteigt heuer die vorjährige Ziffer um 15<>/o. Die Weinkellereien von Rischon Lezion und Sichron Jaakov, die größten Weinproduzenten im Lande, exportierten ihre Erzeugnisse hauptsächlich nach den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Südafrika und Südamerika. Wein wurde auch an die verschiedenen Filialen von „Carmel Misrachi" in Europa versandt. Jüdische Erziehung in der Diaspora Zwei Sitzungen des Aktions-Komitees waren der Frage der jüdischen Erziehung in der Diaspora gew:dmet. Salman Schasar, der Leiter der „Abteilung für Erziehung

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