Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1960
- Issue
- Heft 114 (März 1960)
- Date
- 1960-03-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2431292-2431421-2431422--0915-2432572- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
DIE STIMME 13 „Nur eine gerechte Sozialordnung könne das Leben verbürgen und der Prophet Jesaja sagt: Nur durch Recht und Gerechtigkeit könne Zion erlöst werden, so will es Gott, der Heilige in Israel." Danach lebt auch das Volk in Israel. Der Autor erinnert daran, daß Jesus von Nazareth, edler Sohn des jüdischen Volkes war, daß das jüdische Volk der Mittler des Willens Gottes ist und schließt mit der Erkenntnis, daß aus der Schar der Getauften so mancher, durch das Erlebnis der Massenvernichtung, und durch den gewaltigen Eindruck der Staatsgründung, vom Gefühl der wiedererwachten Freude an seinem jüdischen Volkstum erfüllt, den Weg vom Evangelium zum Alfen Testament, zu seinem Volk gehen wird. Wir Zionisten sind davon durchdrungen, daß die Daseinsberechtigung des Judentums nicht erloschen ist und sind dankbar für die Schrift, die Dr. Felix Propper verfaßt hat. Die Broschüre ist seinaufschlußreich und kann dem breiten Publikum sehr empfohlen werden. Bernhard Braver. Zum 100. Geburtstag Nahum Sokolows ln den Annalen der jüngsten jüdischen Geschichte wurde Nahum Sokolow als einer der Weisen seiner Nalion, als einer der großen Matadore des Zionismus bezeichnet. Er war wirklich eine faszinierende Persönlichkeit, ein hervorragender Redner. Er verkörperte die Haskala-Epoche in der Geschichte des polnischen Judentums und war in o'er jüdischen Welt ein Universalist mit einem phänomenalen Gedächtnis. Ein schöngeistiger Literat, ein tiefgründiger Philosoph. Seine Sprachenkenntnisse waren enorm und vollkommen. Nahum Sokolow war ein Wunderkind und das Judentum ist stolz auf ihn. Sein grandioses Wissen, ausgleichendes Wesen, seine konziliante Art des Benehmens und K'ugheit, erwärmte und gewann jeden, mit dem er es zu tun hatte. Wie Moses Mendelssohn, so bezauberte und brillierte Nahum Sokolow in seinen Gesprächen und Unterhaltungen. Zu seinen Freunden gehörten Könige, Fürsten, Diplomaten, Präsidenten und alle großen Persönlichkeiten seiner Zeit. T. G. Masaryk, der erste Präsident der Tschechoslowakei, Staatsmann und Wissenschaftler, lud 'ihn des öfteren ein, um in seiner Residenz auf dem Hradschin in Prag mit ihm tiefsinnige und genußreiche Gespräche zu führen. Der frühere Papst, den er oft besuchte, hegte für ihn große Zuneigung und Sympathie. Ob er mit dern österreichischen Bundespräsidenten Hainisch oder mit der rumänischen Königin Maria, mit den englischen Ministern und Lord’s, den französischen Diplomaten sprach, überall gewann er s ch aufrichtige und tiefe Freundschaft. Alles, was aus seiner Feder hervorging, war voll Wissens. Er verstand seine großen talmudischen Kenntnisse zu „europäisieren", weltlich zu gestalten. Dieser scharfsinnige Gaon aus Wischegrad, in Piock in Polen erzogen, hat die Methode des talmudischen Denkens in sein geistreiches journalistisches Schaffen transplatiert. Er hat den Geist, die Seele des Talmuds aktuell gemacht und in vielen Sprachen in bewundernswerter Perfektion zum Ausdruck gebracht. Die Porträts seiner Persönlichkeiten („Ischirn"), eine Perle des hebräischen Schrifttums, sind Emanation seines Genies. Mit welchem Charme zeichnet er den dem polnischen Judentum entstammenden berühmten französischen Philosophen Bergsohn und seine Ahnen. Sein Buch über Baruch Spinoza und seine Zeit ist eine erquickende Quelle sprühenden Geistes. Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei Österreich in Farben von Kurt Peter Karfeld — Josef Friedrich Perkonig BO Seiten Umfang, mit 10 ganzseitigen und 30 in den Text eingeklebten Bildern in vierfarbigem Buchdruck. Eleganter Ganzleineneinband und wirkungsvoller, vierfarbiger Schutzumschlag. Erhältlich in deutscher, englischer und französischer Sprache. Preis jeder Ausgabe S 163.20 DasLOsterreichbuch von Emst Marboe f 01, —1 100. Tausend. Format 15.5x21 cm. 592 Seiten Umfang, auf holzfreiem, blütenweißem Papier gedruckt und reich illustriert mit 470 zum Teil ganzseitigen Textbildern und Karten in Vier- und Mehrfarbenoffsetdruck sowie 10 Vollbilder. Vornehmer Ganzleineneinband mit künstlerisch ausgoführter Goldprägung. Erschienen in deutscher und englischer Sprache. Preis jeder Ausgabe S 145 — A.E.I.O.U.-Ars Venandi in Austria Kunsthistorische Bearbeitung: Bruno Grimschitz und Bruno Thomas Ein prachtvolles Bildwerk, eine historische Darstellung der Jagd in Österreich. Format 23x31 cm. 16 Seiten Titelei und Vorwort. 56 schwarzweiß und ö vierfarbige, ganzseitige Bilder in Buchdruck. In Ganzleinen gebunden, mit Goldprägung und mit Schuber. Text und Bildbeschriftungen in deutscher, englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache. Auflage 1.000 numerierte Vorzugsexemplare. Preis S 350 - „Belvedere Wien - 15. Mai 1955" Die Unterzeichnung des Staatsvertrages Eine Reproduktion nach dem Gemälde von Professor Robert Fuchs. Hergestellt in. sechsfarbigem Lichtdruck. Bildgröße: 60x71 cm. Papiergröße: 65 x 78 cm. Preis S 170.- Zu beziehen durch alle Buchu. Kunsthandlungen und durch die Verkaufsstelle der Staatsdruckerei-Wiener Zeitung, Wien I, Wollzeile 27 a