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Die Stimme · 1960-03-01 · Heft 114 (März 1960) · page 14

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Journal
Die Stimme
Volume
1960
Issue
Heft 114 (März 1960)
Date
1960-03-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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12 DIE STIMME Die prominentesten Schauspieler, wie Vilmci Degischer, Susi Nicolefti, Walter Reger, Erik Frey, Hans Jungbauer und Ernst Waldbrunn lasen die Dichter und wurden mit stürmischen Beifall bedankt. Dem Theater in der Josefstadt tiefgefühlten Dank. Braver. Dokumente gesuchtl Für ein Dokumentationsarchiv der österreichischen Widerstandsbewegung werden Dokumente, Zeugenaussagen und sonstige Unterlagen über den Widerstand von Österreichern gegen den Nationalsozialismus in der Zeit von 1938 — 19-15 gesammelt. Alle Teilnehmer am bewaffneten oder zivilen Widerstand, in welcher Form immer dieser geleistet wurde, ob im Betrieb, bei Partisane verbänden, im Ausland, durch oder im Wege von Religionsgemeinschaften, in der Wehrmacht, durch Hilfe für Kriegsgefangene oder Fremdarbeiter, in Konzentrationslagern oder Gefängnissen, in illegal wirkenden Gruppierungen oder auch als Einzelpersonen, werden ersucht, solche Dokumente, Zeugenaussagen etc. an das DOKUMENTEN- ARCHIV des Bundesverbandes österr. Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ - Verband), Wien II, Ccistellezgasse 35 zu übermitteln. Originaldokumente werden sofort fotokopiert und dem Abesnder umgehend zurückgesendet. Eine Frage Am 22. Oktober 1959 hielt die Leitung der Israel. Kultusgemeinde Wien eine Pressekonferenz ab, bei der das Problem der Wiedergutmachung an die Juden erörtert wurde. Zu dieser Pressekonferenz lud die KG. die nichtjüdische Presse ein, woran nichts auszusetzen ist. Hingegen muß die Frage aufgeworfen werden, von welchen Motiven die Leitung der Kultusgemeinde sich hat leiten lassen, als sie die jüdische Presse von der Teilnahme an einer Pressekonferenz, die ein jüdisches Thema zum Gegenstand hatte, fernhielt. Allerdings räumte man einer einzigen zionistischen Zeitung die Prärogative ein. Wir sprechen die Hoffnung aus, daß hierauf eine eindeutige Antwort öffentlich und nicht nach dem Prinzip „Wem der Zweck erlaubt ist, dem sind auch die Mittel erlaubt", erfolgen wird. Wiener Messe 3.800 Aussteller werden sich an der kommenden Wiener Frühjahrsmesse beteiligen. Hervorgehoben werden muß die Teilnahme von 1619 ausländischen Firmen, was gegenüber der Herbstmesse 1959 eine Zunahme von über 100 Firmen bedeutet. Dazu kommt die Veranstaltung von 4 ausländischen Kollekiivschauen (Großbritannien, Belgien, Niederlande, Luxemburg). Ein „Hamburger Fenster" mit ßilddarsfellungen der Leistungen des Hamburger Hafens vervollständigt die internationale Schau auf der Wiener Frühjahrsmesse 1900. Die Zahl der aus den österreichischen Bundesländern außerhalb Wiens kommenden Firmen beträgt 490, wobei Niederösterreich mit 157 und Oberösterreich mit 112 Firmen an der Spitze stehen. GESUCHT werden frühere Einwohner der Stadt Allenstein in Ostoreußen, besonders solche, die während des zweiten Weltkrieges dort cinsäßiy, oder im Arbeitseinsatz tätig gewesen sind. Die Anschriften wollen gesandt werden an Kulturdezerncit des Zentrcilrales der Juden in Deutschland, Düsseldorf, Fischersfraße 49. ANGESTELLTER, 38jährig in guter Stellung sucht Partnerin aus gutem Pfctuse, zwecks späterer Ehe. Zuschriften unter „Gutes Einvernehmen" an die Red. der „STIMME". Eine beachtenswerte Schrift Aus der Feder des in Wien populären, im Dienst des Lebensrechts der Judenchristen und Juden gleichermaßen stehenden Dr. Felix Propper erschien eine Broschüre, die betitelt ist: „Sein oder Nichtsein. — Die Frage der Existenz des jüdischen Volkes." Einleitend wird darauf hingewiesen, daß das Judentum einer derart verheerenden Katastrophe anheimgefallen ist, wie es noch kein Volk erlebt hat. Gerade jener Teil ist der nazistischen Ausrottung anheimgefallen, der die alte Eigenart bewahrt hatte und die Quelle war, von der der Strom jüdischen Eigenlebens gespeist wurde. Auf die Fragen, was hat das jüdische Volk, was die Menschheit gelernt, wie denken die elf Millionen Juden, die die Katastrophe überlebt haben und über die ganze Welt verstreut sind, gibt der Autor folgende Antwort. Es scheint nicht leicht zu sein, aus der Geschichte zu lernen. Nur ganz selten ist dies der Fall. Aber die Geschichte Israels enthält nicht nur wichtige Lehren für das jüdische Volk, sondern für die ganze Menschheit. Nach einem Hinweis darauf, daß die Lehren der Gescfichte nicht nur von der Menschheit überhaupt, sondern von Juden selbst im Laufe der Jahrhunderte, vergessen worden sind, deutet der Autor an, daß die Assimilanten es nicht vermochten, irr, Ablauf der Ereignisse im Leben der Völker, einen Sinn zu finden und deshalb es unterließen, der Geschichte eine Sinndeutung zu geben. Erkennen wir aber, daß die Geschichte einen höheren Sinn hat und machen wir uns zur Aufgabe, diesen Sinn zu verstehen, so müssen wir uns der Gesch chte Israels zuwenden. Wir finden diese Geschichte in der Heiligen Sehriftv deren Sinndeutung uns möglich macht, die geschichtlichen Ereignisse zu ermitteln und daraus zu lernen. Zweitausend Jahre vor Christi Geburt, tritt das Volk der Hebräer in das Licht der Geschichte. Kriege, Wanderung und Not haben die Juden ertragen, aber an ihrer Identität als Volk haben sie immer festgehalten. Im Land Israel, das durch Jahrzehnte währende Pionierarbeit opferbereiter, tapferer Juden wiederbesiedelt, wieder selbständiger Judenstaat geworden ist, entfaltet sich nur das jüdische Leben, auf gemeinsamem Siedlungsboden wohnend und die hebräische Sprache redend. Der erste schreibende Prophet Arnos rief der Menschheit zu: WIENER INTERNATIONALE MESSE

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