Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1959
- Issue
- Heft 113 (Oktober 1959)
- Date
- 1959-10-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE STIMME (.;> Orgciniseil-ionsrofereilt David Dauher; Redaktion'-,!< on 7 nr Chefredakteur Braver, Dr. Brande, Müll er. AnCprdem gehören dom Vorstand an TV. Davys Bek- :■ n MeCcit Vax Bimstein, Samuel Brod, Dr. Max Gollis, D . 7.'oll Herzherr,, Stefan Pnnfy und Oskar Kova - , Reaktivierung der Jugendgruppe „Hanoar Hazioni“ (’D - /iom■ 11<--clie Landesverband in Österreich hat die Jugendgruppe , Hanoar Hazioni" reaktiviert. Vom Be streben qeleitet, den jungen Menschen eine gediegene indische und zionistische Erziehung angedeihen zu Hissen, heb der Zionistische Landesverband eine israelische Pädagogin verpflichtet, deren Aufgabe es ist, die Jugendlichen des „Hanoar Hazioni" die hebräische Sprache und israelische Tänze, nach modernen Gesichtspunkten zu lehren. Mir Rücksicht darauf, daß der Kurs in Bälde beginnt, werden die Eltern von in Frage kommenden Kindern, ersucht, die Anmeldungen im Büro des Zionistischen Landesverbandes Wien IX, Universitätsstraße 4M bald vorzunehmen. Amtsstunden täglich von 14 — 18 Uhr. Minister Sahar - Botschafter Die israelische Gesandtschaft in Österreich wurde zur Botschaft erhoben. Der bisherige verdienstvolle Gesandte Herr Minister Jeheskel Sahar wjrde zum Botschafter ernannt. Der Zionistische Landesverband und die Redaktion „Die Stimme" gratulieren herzlichst! Die israelitische Kultusgemeinde veranstaltete zu Ehren Des Botschafters Sahar einen Empfang, an dem namhafte i ei sönlichkeiien des politischen und gesellschaftlichen Lebens teilnahmen, Stärkung der Zion. Föderation in Österreich ln der Vorstandssitzung am 3. September gab der Vertreter der Heruth, Herr Fred M. Geller, bekannt, daß seine Partei der Zionistischen Föderation beitrete. Der Heruth hat seit dem letzten Delegiertentag der Föderation nicht ongehört und der Beitritt dieser Organisation bedeutet eine wesentliche Stärkung der Zionistischen Föderation. Anschließend an die bedeutsame Erklärung des Herrn Geller fand eine Neukonstituierung des Präsidium der erweiterten Föderation statt. Einstimmig gewählt wurden: zum Präsidenten Herr Gustav Leitner, zu Vizepräsidenten die Herren Wolf Tischenkel, Isidor Neugröschl und Fred M. Geller, zum Generalsekretär Herr Dr. David Schlang, zum Finanzreferenten Herr Hofrat Dr. Berthold Hirschl, das Jugendre- :eraf erhielt Herr Jacob Schönfeld. Dem erweiterten Präsidium gehören weiters an: die Herren Dr. Ernst Brande, Elieser Schwimmer, Dipl.-Kfm. Otto Herz, Chaim Gordon und Frau Horpaczky. Präsident Leitner dankte für das ihm neuerdings bekundete Vertrauen, begrüßte die Neugewählten und sprach den Vizepräsidenten Herrn Geller den Dank dafür aus, daß die Heruth bereit ist, die Bestrebungen der Föderation zu fördern und so die Zionisten - Arbeit zu intensivieren. In prägnaten Worten umriß Präsident Leitner die weiteren Aufgaben der Föderation, die sich hauptsächlich der jüdisch-kulturellen Arbeit gewidmet sein weiden . Jugend - Aliyah Dos Komitee der Kinder- und Jugend - Aliyah in Wien verrrr faltete in Wien am Montag, den 21. September 19')? einen Vortrags- und Film-Abend im Kammersaal des Mu'ikvereinshauses, der sehr gut besucht war. Zur Zeit ist eine Sammelaktion im Gange. Spenden können auf das Bankkonto, Bankkommanditgesellschaft Winter & Co., Wieg I, Singerstraße 2, überwiesen werden. Der Zweck der nunmehr schon 25 Jahre lang tätigen Organisation ist die Betreuung und Erziehung der Kinder in Israel, die durch diese dorthin gebracht und dort erzogen und behütet werden. Uber 90.000 Kinder von 12 Ländern wurden im Lauf der Jahre unter der Obhut dieser an die „Internationale Union für Kinderwohlfahrt" (Genf) angeschlossenen Organisation zu nutzbringenden Bürgern Israels erzogen und haben in bedeutendem Maße zum Aufbau des Landes beigetragen. Die eingangs erwähnte Veranstaltung fand auf I n i liative von Frau Hilde Leitner statt, die an der Sp,iize der Jugend-Aliyah Bewegung in Österreich steht. Frau Leitnei eröffnete den Abend mit einer zu Herzen gehenden Ansprache an das Publikum, in welcher sie erschütternde persönliche Erlebnisse der Kinder in der Kriegszeit schilderte. Den Ehrenvorsitz des Abends hatte seine Exzellenz Herr Jeheskel Sahar, Botschafter des Staates Israel in Wien, übernommen, der selbst eine kurze Ansprache hielt, in der er auf die große Rolle, die die Jugend- Aliyah in Israel spielt, hinwies. Frau Ellen Hilb aus Paris, die Leiterin der Kinder- und Jugend-Aliyah der Europa-Zentrale, berichtete über die diesjährige Weltkonferenz der Jugend-Aliyah in Jerusalem und die Arbeit des Komitees der Freunde dieser Organisation, die in jedem Lande Europas ihren Sitz haben. Auch Herr Dr. Emil Maurer, Präsident des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, hielt eine Ansprache, in der er auf Theodor Herzl hinwies. Das Hauptreferat der Veranstaltung hielt Herr G. G. Bunzl, von der weltbekannten Firma Bunzl & Biach, der Kassier der Kinder- und Jugend-Aliyah in London und Wien und langjähriger Förderer der humanitären Ziele dieser Organisation. Er gab einen großzügigen Überblick der Entwicklung der Jugend-Aliyah in den letzten 25 Jahren, die 1934 zu dem Zweck ins Leben gerufen wurde, um vom Nazismus gefährdete Jugend rechtzeitig von Deutschland nach Israel, damals Palästina, zu bringen. Später folgten viele Tausende Kinder aus allen jenen Ländern, in welchen Juden durch den Nationalsozialismus gefährdet waren. Ein Vierteljahrhundert lang war jedes Blatt der Weltgeschichte auch ein neues Blatt im Buche der Jugend- Aliyah. Was die Herkunftsländer der nach Israel eingowanderter Kinder betrifft, stammen ein Drittel aus Ost- und Südosteuropa, ein weiteres Drittel aus Asien und Afrika und über 10"/<> aus Deutschland und Österreich. Herr Bunzl eröffnete die diesjährige Aktion des Jugend-Aliyah-Komitee in Österreich mit einer großzügigen Spende, und auch die Kultusgemeinde verdoppelte ihre in den Vorjahren erfolgte Leistung. Der Abend schloß mit der Vorführung der letzten Israel-Wochenschau und einem Farbfilm, genannt „Joseph", der die Rehabilitierung eines kleinen Jungen in Israel zeigt, der aus dem Mellah Marokkos stammte.