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Die Stimme · 1959-10-01 · Heft 113 (Oktober 1959) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1959
Issue
Heft 113 (Oktober 1959)
Date
1959-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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DIE STIMME 3 Zionistisches Leben in Wien ltfCHeMtuccsa-infntÜH^. des 2ioft. Xeutde&vecfaiftdM Am Sonntag, dem 27. September fand in unseren Räumen die ordentliche Generalversammlung des Zion. Landesverbandes in Österreich statt. Der Präsident Herr Tischenkel, erstattete einen ausführlichen Tätigkeitsbericht, dessen wesentlichen Inhalt wir nachstehend wiedergeben . Als Alterspräsident tu;,gierte Herr Hofrat Birnstein. Werte Mitglieder, meine Damen und Herren! Ich eröffne die heutige ordentliche Generalversammlung und begrüße Sie auf das herzlichste. Bevor ich den Tätigkeitsbericht erstatte, wollen wir der verstorbenen Mitglieder und Freunde unserer Organisation gedenken, die seit unserer letzten Generalversammlung verschieden sind. Ebenso wollen wir jener großen Männer der Zionistischen Weltbewegung gedenken, die in letzter Zeit gesierben sind, es sind dies-, Dr .Hans Klee aus Zürich, Israel Rokach, Tel Aviv und Melecl. Noy, Tel Aviv. Ich bitte Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren zum Zeichen der Trauer, sich von den Sitzen zu erheben. über die Tätigkeit unseres Verbandes ist zu berichlen, daß die Vorstandsmitglieder unserer Organisation in allen Gremien des jüdischen Lebens maßgeblich beteiligt sind und in diesen Gremien nehmen wir einen wichtigen Platz ein, z. B. In der Kehila, im Keren Hayessod, im Keren Kayemeth Leisrael, in der hebräischen Schule, in der Zionistischen Föderotion in Österreich, im ORT, im Hilfsfond für die im Ausland lebenden ehemaligen Österreicher usw. In der Kehila sind unsere Delegierten in vielen Kommissionen vertreten. In der Zionistischen Föderation haben unsere Vertreter bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung aller Veranstaltungen und Vorträge maßgeblichen Anteil genommen, außerdem haben wir während der Wintermonate in unseren Räumen Ongei Shabbath veranstaltet, die sehr gut besucht waren. Ich möchte jene Ongei Shabbath ganz besonders hervorh*ben, an welchen hauptsächlich rumänische Olim teilgenommen haben, die auf der Durchreise über Österreich nach Israel 1 oder 2 Tage in Wien verweilten. Wien war die erste Station wo sie im Kreise von Zionisten in einem zionistischen Lokal einen richtigen Oneg Shabbath feiern konnten. Ich möchte hier all jenen danken, die es uns ermöglicht haben, sei es durch manuelle Arbeit, oder durch Aufbringung der finanziellen Mittel, diese Leistung zu vollbringen. Seif unserer letzten Generalversammlung (das war am 3. November 1957) hat unsere Weltkonföderation 2 Konferenzen abgehalten, die eine Konferenz hat im März 1958 in London stattgefunden und die zweite im August 1959 in Stockholm. An der Londoner Konferenz haben einige Mitglieder unseres Vorstandes teilgenommen. Diese Konferenz diente in erster Linie der Reorganisierung unserer Weltkonföderation nach der Spaltung der zwei Allgemeinen Zionistischen Parteien. Ich glaube, Ihnen mit ruhigem Gewissen und mit aller Bescheidenheit sagen zu dürfen, daß unser Landesverband, durch seine klare Linie und seine nicht schwankende Haltung während der Krisenzeit der Spaltung, in der Weltbewegung eine ansehnliche Position einnimmt. Ich glaube einen Teil dieses Verdienstes für mich in Anspruch nehmen zu dürfen und ich danke auch jenen Vorstandsmitgliedern, die mir damals und auch jetzt treu zur Seite standen und stehen. Die Konferenz in Amsterdam war nicht eine Konferenz unserer Partei, sondern eine Konferenz aller Zionistischer, Parteien, einberufen von der Jewish Agency in Jerusalem. Diese Konferenz stand damals im Zeichen der zu erwartenden Massenaliyah aus den Ostblockländern und ich glaube, in Anbetracht des Scheiterns dieses gewaltigen Problems, die Berichterstattung darüber mir ersparen zu können. Die letzte Konferenz in Stockholm hat sich ebenfalls mit allen Problemen der Londoner Konferenz befaßt und als einen sehr wichtigen Punkt ist die kommende Schekelaktion für die nächsten Kongreßwahlen besprochen worden. Der nächste Zionistische Weltkongreß wird im Juli 1960 in Jerusalem stattfinden. Österreich hat das Recht auf maximurrt 3 Mandate und um diese Mandate werden, mit aller Sicherheit, sechs Parteien kämpfen. Von Ihnen allein, meine Damen und Herren, wird es abhängen, ob wir eines, zwei oder gar kein Mandat bekommen werden. Das Schicksal unseres Verbandes liegt in diesem Fall in Eueren Händen. Und nun, meine sehr geehrten Damen und Herren, komme ich zu einem der schwierigen Probleme unserer Organisation, das uns schon jahrelang beschäftigt, das ist das Problem einer Jugendgruppe. Wie Sie wissen, gibt es in Wien 2 Jugendgruppen, die eine Gruppe wird durch den „Haschomer Hazair" und die zweite Gruppe durch die „Bnei Akiba" geleitet. Es fehlt somit diese Gruppe, die wir schon frühem hatten, das ist die Jugendgruppe des „Hanoar Hazioni", eine Gruppe, die im jüdisch-nationalem Geiste erzogen wird und nach keiner politischen Richtung hin gravitiert. Es ist uns gelungen eine junge Pädagogin aus Israel zu gewinnen, die mit der Führung unserer Jugendgruppe „Hanoar Hazioni" betraut wurde. Am 1. Oktober 1959 beginnt der regelrechte Unterricht. Die Generalversammlung nahm einen sehr würdigen Verlauf und auf Antrag des Vorstandsmitglied Brod wurde dem abtretenden Vorstand, besonders dem Präsidenten Tischenkel Dank und Anerkennung ausgesprochen. Im Namen der Revisoren sprach Dr. Zuckerkandl dem Kassier, Herrn Esriel Seifert, den Dank aus und stellte fest, daß die Kasse vorbildlich geführt wurde. Besonders hervorzuheben ist, daß die Verbandskasse ein Sufizit aufzuweisen hat. Statutengemäß erfolgte die Wahl der Vorstandsmitglieder. Konstituierung In dei anschließenden konstituierenden Sitzung wurden gewählt: Präsident Wolf Tischenkel, Vizepräsidenten Dr. Ernst Brande, Bernhard Braver; Schriftführer Marian Bankier, Fritz Müller; Kassier Esriel Seifert, Norbert Salz-

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