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Die Stimme · 1959-03-01 · Heft 111 (März 1959) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1959
Issue
Heft 111 (März 1959)
Date
1959-03-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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DIE STIMME 3 Osteuropäische Olim Gäste Am ("Toitag, dom 20. roher 1950 fand in den Räumen des Zion. Landesverbandes ein Oneg Schabbath statt, der den Olim, die sich auf der Durchreise nach Israel in Wien avifhielten, galt. Der Zion. Landesverband erachtet es als seine brüderliche Pflicht und rechnet sich es zur Ehre an, die Sheril llaplejta herzlich zu empfangen und sie zu bewirten. Hs erschienen 85 Olim, Männer, Frauen und Kinder, denen man die Vorfreude ansah, ins Land unserer Väter zu kommen, wo sie endlich auf heimatlichem Hoden Ruhe, Frieden und frohe Zukunft finden werden. Unter den Ehrengästen befanden sich der Präsident der Israel. Kultusgemeinde, Dr. Emil Maurer, Hofrat Max Birnstein, Hofrat Prot. Dr. Berthold Hirschl und ein Vertreter der Jewish Agency, Herr Eisenthal. Der Kulturreferent Herr Brod begrüßte die Erschienenen, besonders die Brüder und Schwestern aus Rumänien sowie die Ehrengäste. Er segnete die Menschen, die ihre Alijah antraten, zitierte aus den Schriften unserer großen Lehrer Gedanken des Trostes, der Zuversicht und der Versicherung, daß wir Juden im Lande der Väter Glück finden und des Daseins froh werden. Hierauf ergriff der Präsident Dr. Maurer das Wort, gab seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß er sich heute in einem Kreis von Menschen befindet, denen das Glück zuteil wird, nach Israel zu gehen, dort zu leben, zu arbeiten und den Weg zu ebnen allen jenen, die ihnen in Bälde folgen werden. Dr. Maurer kündigte an, daß er zu Pessach ins Heilige Land fahre und freue sich darüber, daß es ihm vergönn! sei, das dritte Mal im Lande zu weilen und sich an den neuen Fortschritten des Landes zu erfreuen. Aus meiner Erfahrung, setzte der Präsident fort, kann ich sagen, daß es für junge, gesunde Menschen die einzige Möglichkeit gibt, nur in Israel zu leben und zu gedeihen. Dies umsomehr, als in Europa das Dasein dem Juden erschwert wird. Er wünschte den Olim Glück und Segen. Der Präsident des Zion. Landesverbandes Herr Wolf Tischenkel führte aus: Sie ziehen, meine Freunde, aus der Galuth, wo sie aus mehreren Gründen weder leien, noch Ihre Kinder erziehen können, nach Israel. Dort werden Sie innerhalb des des Zion. Landesverbandes wahren, zukunftsirohen und ethisch gesunden Kreises unter Bedingungen leben, die sie nirgends sonst zu finden hollen können. Die heutige Weit, mit ihrer unerträglich komplizierten politischen Konstruktion, «nacht uns Juden das Leben nicht leicht. Niemand vermag uns, unsere Loyalität gegenüber dem jeweiligen Wohnland, unseren Fleiß und unsere Fähigkeiten auf den Gebieten der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunst ernstlich abzustreiten und doch tritt man uns in der Galuth tadelsüchtig entgegen. In der Medinath Israel werdet Ihr, meine lieben Freunde, nicht nur Eure Menschenrechte haben, sondern auch Euer Selbstbewußtsein stärken, Eure Fähigkeiten voll entfalten u nd Eure Kinder zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft erziehen können, zu Eurem und zum Wohle unseres Volkes. In diesem Sinne wünsche ich Euch Masal und Bracha, Der israelische Funktionär Herr Eisenthal schilderte die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse Erez Israels, gab praktische Beispiele des Lebens in Israel, hob den Enthusiasmus und den Opfermut der israelischen Jugend besonders hervor, wünschte den Olim recht viel Glück und schloß mit dem Ruf: ,,Nun, an die Front Brüder und Schwestern!“ Der Zion. Landesverband, als die einzige Organisation in Wien, läßt sich es mit sittlichem und nationalem Gefühl, mit dem Gefühl der Freude und Liebe angelegen sein, die potentiellen Bürger Israels zu empfangen, zu bewirten und ihnen den Beweis unserer brüderlichen Zusammengehörigkeit zu geben, auf daß das jüdische Volk gleich allen freien Völkern, auf eigenem Boden leben könne. ,,Jugend voran! Schaffe, baue, gestalte glücklich das Land der Juden, denn im Glücke geht ein wunderbares Walten!“ Das war die Devise dieses Oneg Schabbath, im Bewußtsein, daß das Leben des Menschen im zwanzigsten Jahrhundert reicher und bedeutungsvoller ist. JUDEN ÖSTERREICHS! Diese Kinder haben ihre Alijah bereits angetreten, aber tausende Kinder warten auf ihre Einreise nach Israeli. Es sind Kinder jedeis Alters, die von diesem Auszug und dieser Heimkehr späteren Nachfahren berichten werden. Unzweifelhaft muß man für die ältere Generation alles erdenkliche tun, um sie im

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