Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1959
- Issue
- Heft 110 (Januar 1959)
- Date
- 1959-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1>1E STIMME 3 Aus dem Ü&nisiiscUcu m XaHcUsKeefktHel "5 mi i*t ÖsleeeeUU Der am 9. Jänner statgefundene Oneg Schabbath stand im Zeichen unserer Gäste aus den Oststaaten, die ihre Alijah von Wien aus antreten. Einer Initiative unseres Präsidenten Tischenkel Folge leistend, hat der Zionistische Landesverband 40 dieser Olim eingeladen, unserem Oneg Schabbath beizuwohnen. Dieser Einladung wurde gerne entsprochen und wir begrüßten Chawerim aller Altersklassen, Männer, Frauen und Kinder. Ihre frohe Mienen verrieten die Freude, mit Gesinnungsfreunden einen Atend zu verbringen und wir waren glücklich, den zukünftigen Israelis etwas bieten zu können. In seiner Eigenschaft als Kulturreferent begrüßte Herr Samuel Brod die ausländischen Gäste, den! Oberrabbiner Dr. Akiba Eisenberg, den Präsidenten der Zionistischen Föderation Gustav Leitner, den Präsidenten des Herzlklubs Hofrat Dr. Hirschl, den Generalsekretär der Zionistischen Föderation Dr, Schlang und alle Freunde, die gekommen waren an unserer Sabbalhfeier teiizunehmen. Anschließend ergriff der Präsident des Zion. Landesverbandes Wolf Tischenkel das Wort und beglückwünschte die Olim zu ihrer baldigen Alijah. Der Redner schilderte mit prägnanten Worten das große Aufbauwerk in Israel, seine große Eedeutung für das gesamte jüdische Volk. Er gab eine Übersicht über die sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben, die bis jetzt geleistet wurden und die noch zu erfüllen sind. Präsident Tischenkel verhehlte aber nicht, daß es in Israel noch großer Anstrengungen bedürfe, ehe alle Erfordernisse des Landes erfüllt seien. Er gab cer Hoffnung Ausdruck, daß die anwesenden Gäste in Israel einer gesicherten Zukunft entgegensehen. Herr Oberrabbiner Dr. Eisenberg war mit seinei Gattin erschienen und leistete dem Wunsche de« Präsidiums gerne Folge, an die Anwesenden einige Worte zu richten. Auch Oberrabbiner Dr. Eisenberg befaßte sich mit den Problemen des neuen Vaterlandes und führte lehrreiche Beispiele aus dem> laufenden Wochenabschnitt an. Seine Ausführungen fanden großen Widerhall und reicher Beifall wurde dem Redner gezollt. Anschließend sprach noch der Präsident der Zionistischen Föderation Gustav Leitner und der Generalsekretär Dr. Schlang, die sich den Glückwünschen der Vorredner anschlossen. Im Namen der Gäste dankte eine junge Medizinstudentin für die genossene Gastfreundschaft und versicherte den Veranstaltern dieses feierlichen Oneg Schabbath, wie sehr sie und ihre Landsleute sich wohlgefühlt hätten. Sie gab ihrer Freude darüber Ausdruck, ihr weiteres Leben im Lande ihrer Sehnsucht verbringen zu können und gelobte, ihre ganze Arbeitskraft in den Dienst ihres Volkes zu stellen. Die Gäste, die vom Zionistischen Landesverband reich bewirtet wurden, verblieben bis spät Nachts bei uns und ihre Erzählungen fanden großes Interesse bei unseren Chawerim. Der Zionistische Landesverband wird es sich zur Aufgabe machen, auch künftighin zu seinen Sabbathfeiern, die jewleils in Wien weilenden Olim einzuladen, um diesen den Kontakt mit den Wiener Zionisten zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang darf der Zuversicht Ausdruck gegeben werden, daß die anderen zionistischen Organisationen in Wien, dem Beispiel des Zion. Landesverbandes folgen und Empfangs¬ und Begrüßungsabende für die zuströmenden Olim veranstalten werden. Freitag, den 16. Jänner 1959 fand im Zeichen der Alijah ein Oneg Schabbath statt, der Freunde und Olim freudig vereinigt hat. Zum Abend War die Sherit Haplejta aus den Oststaaten, die auf dem Wege nach Israel in Wien kurzen Aufenthalt genommen hatte, geladen. Es war für den Zion. Landesverband eine große Genugtuung, diese Brüder und Schwestern im intimen Kreis der Organisation als Gäste begrüßen zu können, Den Abend leitete der Kulturreferent Herr Samuel Brod ein. Er begrüßte mit innigen Worten die Erschienenen besonders den Leiter der Jewish Agency in Wien, Herrn Direktor Shamit und den Vizepräsidenten der Misrachi, Herrn Lasar Kaluin.