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Die Stimme · 1958-03-01 · Heft 105 (März 1958) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
1958
Issue
Heft 105 (März 1958)
Date
1958-03-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite ö DIL S r I M M L Nr. 105 Separatisten — Forts. v S o i t o o daß sie vom Volk legal gewählt ist. Dies sind klare und eindeutige Grundsätze des Zion. Landesverbandes. mit welchen einige Herren um Dr. David Genies nicht ühereinstimmten, weshalb sie An laß nahmen, dem Zion. Landesverband den Rücken zu kehren. Die vom Zion. Landesverband abgespaltete Gruppe vernachlässigt die zionistischen Lehren Herzlsund berücksichtigt nicht die Zionistischen Grundsätze Sokolows, Dr. Nahuni Goldmann und Dr. Israel Goldsteins. Mit falschen idealisierenden Vorstellungen wirbt die separatistische Gruppe NLtglieder, streut Verdächtigungen gegen den Zion. Landesverband aus, und unzulänglich entwickelt sie ihr zionistisches Programm. Bei ihrer Mitgliederwerbung zeihen sie den Zion. Landesverband der Feindseligkeit gegen das Großbürgertum. Nebst den Aufgaben, Israel mit aiien moralischen und mate.riel.en Kräften beizustehen, erwächst uns Zionisten in der Galuth die unerläßliche Pflicht, die Existenz und die Entwicklung des jüdisch - nationalen Geistes innerhalb der Masse des jüdischen Volkes zu stärken. Bis zur endgültigen Realisierung des Kibbuz Galujoth muß die zionisti- Bewegung den gesunden nationalen Geist pflegen, die ewigen Werte jüdischer Kultur hüten und sie verbreiten. Dies kann aber nur unter der Voraussetzung in die Tat umgesetzt werden, wenn die zionistische Bewegung auf festen, geistigen und moralischen Pfeilern Stütze findet, und wenn das Interesse der Allgemeinheit, das des Einzelnen überwiegt. Dies ist das Ideal, das Streben und die Hoffnung des Zion. Landesverbandes. In Liebe zur Medinath Israel jetzt und in der Zukunft bleiben wir von ganzem Herzen und von ganzer Seele ihr verbunden! Der Zion. Landesverband ist treu "den Lehren und Grundsätzen des verewigten ersten Staatspräsidenten des Staates Israel, Prof. Weizmann, der in Wort und Schrift diepo^itische Einstellung der rechtsgerichteten Klaiiim perhorresziert hat. Was wollen die Herren, die, die Organisation der ,, Allgemeinen Zionstien" in Wien gegründet haben? Authentisch wird gemeldet, daß in Israel, die seit langer Zeit laufenden Verhandlungen zwischen der Gruppe rechtsgerichteter Kla'iiim einerseits und den Revisionisten andererseits in ein akutes Stadium getreten sind. Die Gespräche nehmen ernsten Charakter an und werden in absehbarer Zeit zu einer Verschmelzung dieser Gruppe mit dem extremen Cheruth führen. Es ist klar, daß die geschäftigeren Revisionisten, diese Klaliim vollkommen ins Schlepptau nehmen werden. Daraus kann geschlossen werden, daß die AOZ früher oder später ins extrem nationalistische Lager wechseln wird. Die Geschichte lehrt, daß der extreme Nationalismus eine politisch unrosunde Erscheinung ist und niemals zum Nutzen ebnes Staatswesens tiereicht Für den jungen, im Aulhau begriffenen Staat ist ein extremer Nationalismus völlig untragbar, da er die gegebenen Tatsachen außer Betracht läßt und den podtisch-m Konstellationen kein Verständnis entgegenbringt. Wir müssen nun Um er den S hlag eien: We n ,,g *■ hört" der KKLV prangert d.ts in Wien ers heißende revisioni s!is; ne Organ ..Heruih" in der Numnv'r! 2 vom Januar 1 DGB. Merkwürdig- Keiteu .ernster" Natur an und fordert, deren Urheber auf die Finger zu klopfen. Ja weshalb auf die Finger klopfen? Weil der Zionistische Landesverband in Österreich am 3. November vorigen Jahres eine Generalversammlung halte und ..Die Stimme" merkwürdige Sätze? aus dem Tätigkeitsbericht des Präsidenten Tischenkel brachte. Die ,,merkwürdigen Sätze" lauten:,,Wir veranstalteten den ersten Sederabend zu Pessach dieses Jahres im Cafe Babenbergerhof, an dem eine Anzahl von Chawerim teilnahm. Diesen Sederabend nahmen wir zum Anlaß, um das Ensemble des Josefstädter Theaters, das in der Aufführung des Stückes ,,Das Tagebuch der Anne Frank" die tragenden Rollen spielte, zu ehren, ihm die Atmosphäre unseres Sederabends vor Augen zu führen und es nach jüdischem Brauch zu bewirten." Nach den eingezogenen Erkundigungen, schreibt ,,Heruth, können wir dazu feststeüen, daß dieser Sederabend gar nicht vom Zionistischen Landesverband veranstaltet wurde, sondern vom Keren Kayemeth Leisrael. D-er ,,Heruth" gibt vor, diesbezügliche Erkundigung eingeholt und festgestellt zu haben, daß dieser Sederabend garnicht vom Zionistischen Landesverband veranstaltet wurde, sondern vom Keren Kayemeth. Demgegenüber stellt die Leitung des Zion. Landesverbandes kategorisch fest, daß der Sederabend, an dem auch das Ensemble des Josefin der Sitzung des Kultusvorstandes vom 13. Februar 1958 erfolgte statutengemäß die Neuwahl von 2 Vizepräsidenten sowie der Mitglieder des Vertreter-Kollegiums. Zu Vizepräsidenten wurden Dr. Ernst Feldsberg und Dr. Otto Wolken gewählt. Dr. Ernst Feldsberg ist bekanntlich schon seit Jahren Vizepräsident der Kultusgemeinde. klar hervorheb,en, daß der Zion. Landesverband die Politik des Allgemeinen Zionismus unbeirrt verfolgt hat und verfolgen wird, und daß keine andere Gruppe in Wien sich das Recht arrogieren kann dem AI gemeinen Zionismus zu vertreten. Die SoaHung, die di'' AOZ willkürlich herbeigelührt hat, ist eine Sünde pecen den Allgemeinen Zionismus, Wolf Tischenkoj Städter Theaters teilnahm, vom Zionistischen Landesverband und sonst von keiner anderen Steile veranstaltet wurde. Die Herrn Revisionisten. die im Keren Kavemeth vertreten sind, konnten sUh, bei einiger Gewissenhaftigkeit., davon üb erzene n.n, daß ihre Behauptung tolle Erfindung ist und daß sie die Wirklichkeit der Dinge mißachten. Lrnsor Präsident Tischenkel hat weitaus mehr Karten für die Aufführung „Anne Frank" abgesetzt u. Geldbeträge abgeliefert, als alle zionistischen Organisationen Wiens zusammen. Wir fragen, welchen Beitrag für die großartige Aufführung haben die Revisionisten geleistet? in der Redaktion des Hieruth'" scheinen horrible Zustände zu herrschen, da sie ihre Leserschaft mit einer Anhäufung von Unwahrheibeheligt, sich auf der Flucht vor der Verantwortung befindet und einenL Tatbestand erhascht, den sie als gegeben und nicht weiter erklärungsbedürftig annimmt. Das Abbild ihres Wesens geht auch aus ihrer Behauptung hervor, daß die Zionistische Föderation in Österreich praktisch nicht mehr besteht, obgleich die Revisionisten es wissen müßten, daß die Zionistische Föderation von der Zion. Exekutive in Israel geschaffen und nach den Bestimmungen der offiziell genehmigten Statuten legalisiert wurde. Kurios ist es, daß die Zionistische Föderation in Österreich von den Wiener Revisionisten negiert wird, Wir kennen sonst keine andere Stelle die eine ablehnende Haltung der Zionistischen Föderation gegenüber einnimmt, es sei denn, daß man in diesem Zusammenhang die Arabische Liga in die Diskussion zieht. Dr. Otto Wolken übernahm die Funktion des am 23. Jänner 1958 verstorbenen Vizepräsidenten Kommerzialrat Arnold Weiner. In das Vertreter-Kollegium wurden gewählt: Paul Bernstein, Ernst /fein, Karl Lazar, Dr. An ton Pick (die Vorgenannten gehören der Fraktion des ,,Bundes werktätiger Juden" an); ferner Isidor Neugröschl (Zionistische Föderation) und Salomon Fried (1 lock re i .böser Juden). ln der gleichen SiGun > wurden auch die Vertreter der Werner Kullusgemeinde im Bundesverl and der Israelitischen Kultusge neinrlen gewählt bzw. nominiert. Zum Vizepräsidenten des Bundesverbandes wurde Kultusvorsleher Gustav 1 eitner l esMl! (Zionistische Föderation). Zu Mitgliedern des Vorstandes des Bundesverbandes wurden nominiert: Dr. Rudolf Braun, Dr, Ernst. Feidsberg, Ernst Hein, und Dr. Otto Wolken (..Bund werktätiger Juden") sowie' Elias Schipira (Zionislisc he Föderation). Ferner wurden sechs Delegierte für die Generalversammlung des Bundesverbandes bestimmt, die den drei genannten Fraktionen angehören. Schließlich wurden in der Plenarsitzung am 13. Februar 1958 die Mitglieder der Steuerschätzungskommission neu bestellt. Ihr gehören Mandatare des Bundes werktätiger Juden, der Zionistischen Föderation und der Orthodoxie an. Durch die Neuwahl der Funktionäre in die Körperschaften der Kultusgemeinde, in denen nunmehr nebst den Vertretern des Bundes werktätiger Juden auch Vertreter der Zionistischen Föderation und der Orthodoxie Sitz und Stimme haben, wurde die Arbeitsbasis in der Kultusgemeinde ganz bedeutend erweitert. Die drei Fraktionen, welche derzeit in der Verwaltung der Kultusgemeinde Zusammenwirken, repräsentieren 87",, des aus den Wahlen vom 27. November 1955 hervorge«angenen Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde. Ein neuer Weltrekordflug London—New York Eine Bristol Britannia Maschine der EL-AL Israel Airlines hat einen neuen Rekord aufgestellt und wieder das Blaue Band vom Atlantik auf der Strecke London — New* York westwärts gewonnen, indem sie den Flug in 9 Stunden 52 Minuten zurücklegte. Der reguläre Kursflug wurde von Kapitän Tohar, Chefpilot der EL-AL gellogen und die Maschine hatte 47 Passagiere, Fracht, und Post an Bord. Der frühere Rekord auf dieser Strecke betrug 10 Stunden und wurde vorige Woche ebenfalls von EL-AL ers reicht. EL-AL hält auch den Rekord für die ostwärts führende Strecke New York — London, der ebenfalls mit der Bristol Britannia gewonnen wurde und zwar in 7 Stunden, 44 Minuten. Daher ist EL-AL im Be-t sitze des Blauen Band vom Atlantik für beide Strecken westwärts und ostwärts, New York — London, London — New York und hat in ih-en Dicnis1 en das schnellste Passagierlleug/cup der Welt. Wem gehört die KKL? WIR GEBEN DIE EINFÜHRUNG DER Jet PfOp Britannia BEKANNT Das größte, das sulurettste, das midiste TUtyveufy du Wett AUF DER ROUTE TEL-AVIV— ROM —PARIS —LOK DON — NEW YORK MIT BESTER VERBINDUNG VON WIEN ZWEIMAL WÖCHENTLICH NONSTOP VON WIEN NACH TEL-AVIV H HL Israel Airlines 4X-AGC

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