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Die Stimme · 1958-03-01 · Heft 105 (März 1958) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1958
Issue
Heft 105 (März 1958)
Date
1958-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 105 Dir STIMMT: Sei7 Seriöse Persönlichkeit für Vor t rauonsstel I e in jüdischer Institution gesucht! Alter SO — 55 Jahre. Anhots unter ,,Gute Referenzen Nr. 105 0" an die Adm. Dora I1IIRZB ERG gestorben Die Gattin unseres Ehrenpräsidenten Dr. Wolf Fforzberg ist vor einigen Wochen unerwartet gestorben. Einer Frau von besonders pulen moralischen Qualitäten, sozialer Einsicht, treu dem Zionismus und .Judentum, wahrheitsliebend und hilfsbereit trauern wir Zionisten nach. Unser Mitgefühl wendet sich Herrn Dr. Herzberg zu. Wir hoffen, daß unser Ehrenpräsident Trost darin finden wird, daß ihm Jahrzehnte lang eine treue, gütige Gefährtin zur Seite stand, die ihm in guten und in bösen Zeiten half, seinen vielfältigen Pflichten Rechnung zu tragen. HANDELSAGENTUR Wilhelm LUSTNAUER Wien XII, Schönbrunnerstraße 241 Tel. 5441-5« Alleinvertretung für Wien v. Herrenu. Damenwäsche -- geschützter Marken Konstituierung des KKL Am 24. Februar 1958 fand die Konstituierung des neugewählten Ausschusses des Keren Kayemeth statt. Unter großem Beifall wurde der Oberrabbiner Dr. Eisenberg zum Präsidenten des KKL einstimmig gewählt. Die Frage der Stellung der im Sinne des Heskems bestimmten geschäftsführenden Vizepräsidenten wurde bis zur nächsten Sitzung des KKL vertagt. Wir wünschen dem neugewählten Ausschuß recht viel Erfolg in seiner Tätigkeit. TEXTILWAREN EXPORT IMPOHT Josef Limberg & Co. Wien I, Eßlinggasse 7 - Tel. 63 73 12 KÄTHE DORSCH ist gestorben Die Burgschauspielerin Käthe Dorsch ist in Wien gestorben. Käthe Dorsch war eine überragende Künstlerin, als Mensch ein geliebtes Wesen und eine geniale Erscheinung, der wir Juden aufrichtig nachtrauern. Im Schillortheater in Berlin fand eine Trauerfeier für Käthe Dorsch statt, bei der ins Gedächtnis zurückgerufen wurde, wie sie sich in den Jahren der deutschen Schmach mit beispiellosem Mut für ihre jüdischen Kollegen einsetzte, wie sie mit kluger Ausnützung ihrer ,,Beziehungen“ die wiederum auf die Wirkung ihrer genialen Persönlichkeit beruhten, vielen hunderten jüdischen Koll-om das Loben redete. Als einem verdienlmi Kol e s;cn io Berlin die Nazis die Pension oe.l/o 'on, klagte er und t»ing zu Gericht. Für die beklagte Pensionskasse ersc hien zur Verhandlung ein SS-Recht san v alt. für den indischen Kläger erschien als Fürspreche.Jn Käthe Dorsch. Mit unbeugsamen Fanatismus verteidigte die Dorsch das Recht, des Juden, gegenüber dem Unre.ch» der Nazi und sie gewann den Prozeß für den verfolgten Kollegen. Als sie das günstige Urleil hörte, edle sie aus dem Verhandlunpssaal und auf dem Korridor des Gerich'es fiel sie vor Erregung in Ohnmacht. Nach dem Erwachen aus der Ohnmacht stürzten die Tränen aus ihren Augen und man konnte sie nur schwer beruhigen. in Gesprächen äußerte sich die Dorsch oft: ln allem Eiend war ich glücklich, meinen jüdischen K.o:logen in der großen Not bei zu stehen und ihnen irgendwie zu helfen. Vor der ehrfurchtgehietendon Gestalt Käthe Dorsch's beugen sich die Zionisten Österreichs. Braver Tagung der Wellkonferenz Vom 8. bis 10. Februar findet in London eine Weltkonferenz dei Allgemeinen Zionisten statt, an welcher nicht nur Vertreter Europas und Nordafrika teilnehmen werden, sondern auch Delegierte der Vereinigten Staaten von Amerika, unter Führung des Präsidenten der Weltkonföderation der Allgemeinen Zionisten Dr. Israel Goldstein und der Ko-Präsidentin Ros Halperin, Präsidentin der Frauenorganisation ,,Hadassa“. Weiters werden Delegierte aus Mittel- und Südamerika und Kanada anwesend sein. Der Zion. Landesverband in Österreich wird durch die Herren Wolf Tischenkel und Samuel Brod vertreten sein. T. Gedenktage im Monat Äda.v 1. Geburts- und Todestag Mosis am 7. Adar. 2. Fasten - Esther am 13. Adar (5. März). 3. Purim am 14. Adar (Donnerstag, 6. März). Wir feiern das Purim- Fest in dankbarer Erinnerung an die Errettung der Juden im persisch-medischen Reiche durch Mordechai und Esther vor dem Anschläge des Haman. Die Purim-Erzählung ist in der Megilath-Estber (Rolle-Esther) enthalten. Zu Purim sollen wir die Armen unterstützen und unsere Freunde durch Geschenke erfreuen. Purim-Bräuche: Am Fasttag Esther werden die Kinder zu den Armen mit Geldspenden geschickt, damit auch diese sich ein frohes Fest bereiten können. Zu Purim tragen die Kinder Geschenke zu Verwandten und Freunden der Eltern. Wohlhabende Familien bereiten in ihren Häusern reich gedeckte Tische mit Pension „Cosmopolite“ mm Haus ersten Ranges Zt'ntrale Ldi-e Mäl.iif>e PreiHe Wien VIII, Alserstr. 23 Telephon 33 61 74 schmackhaften Speisen, an denen jeder l’esneher — arm und reich — uneingeladon, ein gern gesell ener Gast Nt. VielfrKh werden ’r healerstm'ke (Purim - Spiele) nif- Mefübrl, in rP'ren Mittelpunkt die 1 lau p! "e> sonen der Meyilaih - Mordeehai und Esther — König Achaschwerosch und Haman —- sieben. Als l'urim-Backwerk gelten Mohn- und Nußkindl beziehungsweise ,, Harr a n-J asc heil" TAGUNG DER ZION. FÖDERATION Schabbatbausuang den 2'.). Tevotb 5718/11. D 1958 wurde der Dolegiertenta.» der Zionistischen Föderalion in Österreich im fostsaa! des Aiien Rathauses in Wien bei Anwesenheit von 280 Delegierten, Deleaier1 ernste!'vertre'ern und Gästen eröffnet. Unter den Letzteren befand sich Minister Shmuel Bentsur, Gesandter des Staates Israel, der Gesandte Israels in Ungarn Dr. Meir Tuva!, der Erste Sekretär der Israelischen Gesandtschaft in Wien Dr. Mesche Dnk, der Oherrabbiner Dr. Eisenberg und viele andere Persönlichkeiten. Der De'egiertentag wurde vom Präsidenten der Föderalen Direktor Gustav Deitner eröffnet. Minister r-’hmuel Pentsur, Gesandter des Staates Israel, begrüßte den Dele.’iertentag in hebräischer und denIscher Sprache und wies auf die glänzende zionistische Tradition Wiens hin, sowie auf die Verpflichtungen, die sich heute aus ihr für die Juden und Zionisten von Wien ergaben. Der Oberrabbiner Dr. Akiha Eisenberg wünschte in einer prägnanten Rede dem Delepiertentag vollen Erfolg bei seiner Arbeit. Hierauf erklärte ein Sprecher der revisionistischen Delegierten, daß seine Partei mit der abwesenden Organisation Allgemeiner Zionisten, denen, ihrer Ansicht nach, ein Unrecht geschehen sei, so’idarisch ist, worauf die Revisionisten die Tagung verließen. Präsident Leitner gab im Namen der Anwesenden seinem Befremden und Bedauern über diese Haltung Ausdruck. Der Delegierte der Zionistischen Exekutive in Jerusalem Dr. Aron Zwergbaum verlas Begrüßungstelegramme und Schreiben und sprach über die Aufgabe der Zionistischen Föderation im Jubiläumsjahr des Staates Israel, sowie über die Mizwoth, die Verpflichtungen, die jeder Zionist erfüllen soll, damit Zionismus kein bloßes Lippenbekenntnis, sondern eine jüdische Lebensform und Lebenshaltung sei. Präsident Leitner erstattete dann einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Föderation seit dem letzten Delegiertentag im Herbst 1954, aus dem unter anderem hervorging, daß die Föderation in dieser Periode 43 Veranstaltungen abgehalten und an vielen allgemein jüdischen Aktionen einen hervorragenden Anteil genommen hat. Bei der Sitzung am Sonntag, den 21. Teveth 12. 1. sprach der Generalsekretär der Föderation Dr. David Schlang über das Arbeitsprogramm und Herr Wolf Tischenkel erstattete den Kassa- und Revisionsbericht. Hierauf wurde dem ab! rötenden Vorstand das Absolutorium einstimmig orieill und der Dank dos Delegierten Vigos ausgesprochen. Dr. Zwergbaum sprach über die Statut enänderung''n, welche die Besc.h’üsse des Zion islen kongresses und des Zionistischen Aktionskomitees erfordern. Schließlich brachte der Vorsitzende der Nominierungskommission deren Vorschläge vor, die einstimmig und mit großem Beifall ang e n o m men wurden. Es wurden folgende Funktionäre und Organe der Föderation gewählt: Präsident: Gustav Leitner Vizepräsidenten: fsid. Neugrösch!, Wolf Tischenke! Generalsekretär: Dr. David Schlang Genera I sekretärstell Vertreter: Elieser Schwimmer Kassier: I.azar Kahan Präsident Trumau nach Israel eia ge lade n Der frühere amerikanische Präsident Tjurnan hat eine Einladung, zu den Feierlichkeiten anläßlich des 10. Jahrestages der Gründung Israels im April nach Israel zu kommen, angenommen. Mein Weisgal, der Vorsitzende des Jubiläums-Weltkomitees sagte: ,,Er wird einer der willkommendsten Gäste sein, die jemals nach Israel kamen.“ SCHALOM KLINGHOFFER Wir i reuen uns mit unserem Freund u. Mitarbeiter David Klinghoffer, Tel Aviv, daß sein Sohn Schalom Klinghoffer mit der kommerziell und wirtschaftlich außerordentlich wichtigen Mission betraut wurde eine israelische Niederlassung der Gesellschaft ,,ZIM" in Honkong zu leiten. Am 29. Dezember 1957 fand in Bad Nauheim die Hochzeit des früheren Vorstandsmitgliedes unserer Jugendgruppe „Hanoar Hazioni“ Frau Maria Taubenblatt geb. Lipinski statt. Wir wünschen dem jungen Paar und dessen Eltern herzlichen Masal Tow. Am 10. Jänner 1958 feierte unser sehr verehrtes Mitglied Herr Moritz Grünberg, Gesellschafter der Firma N. Grünberg seinen 60. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar ad meah weesrim Schana. KLEINE ANZEIGEN KAUFMANN Gelernter Elektromonteur sucht jede beliebige Arbeit unter ,.Ungarflüchtling 105 1“ an die Adm. DOKTOR wünscht die Bekanntschaft einer Dame bis 34 Jahre zwecks Heirat unter ,,Zu zweit geht's besser 105 2“ an die Administration. STUDENT oder STUDENTIN geeignet einwandfreien Unterricht in der englischen Sprache zu erteiHn, wird gegen freies Quartier gesucht. Angebote unter ,,Fähig 105 8“ an d. Adm. _^en-er_ ■IF internationale messe 1<s- MÄRZ 1958 MIT INTERNATIONALER A U TO M O B I L - A U S S T E L L U N G

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