Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1958
- Issue
- Heft 105 (März 1958)
- Date
- 1958-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 105 DIE STIMME Seite’ Aus dem zionistischen Leben in Wien Jliebe (}äste bei nt Oneq (Sehubluilh Was sich der Zionistische Landesverband mit der Veranstaltung seiner Ongei Schabbath zum Ziele gesetzt hat, ist zum großen Teil erreicht, Schon heute Hilden diese Schabbathfeiern, die jeden Freitagabend stattfinden, eine jüdische Kulturveranstaltung, hei we'char allwöchentlich prominente jüdische und zionistische Redner zu Wort kommen. Wir konnten schon darüber berichten, daß wir unter anderem zu unseren Gästen die Herren Oberrabbiner Dr. Akiba Eisenberg, Dr. Sam Segal spricht S&"? :'**«*■' Aron Zwergbaum, Delegierter der Exekutive Jerusalem, Dr. Victor E. Pordes zählen konnten. Unsere Vortragsre he erreichte in den Darlegungen des Herrn Sam Segal, Mitglied der Exekutive der Konföderation für Europa u. Nordafrika und Leiter der Magbith-Akschon Juden ihre Pflicht gegenüber Israel rrfiT on werden und bereif sind für dieses Land Opfer zu bringen. Am 31. I. hielt der Erste Sekretär der Israelischen Gesandtschaft in Wien, Herr Moshe Dak einen überaus interessanten und populären Vortrag über die Möglichkeiten der Einordnung in Israel für alle Berufs- und Altersklassen. Ein immer gerne gesehener Gast ist unser Herr Oherrabbiner Dr. Akiha Eisunhcrg, der es versteht, seine Zuhörer stets im Bann zu halten, so auch am Orieg Schabbath am 14. II. wo sich Oherrabbiner Dr. Eisenberg als ein ausgezeichneter Kenner jüdischer Geschichte und jüdsichen Wissens erwies. Einer Einladung des Vorstandes unserem Oneg Schabbath beizuwohnen, leistete der Präsident der Isr. Kul usgemeinc’e W;e.i Folge und so konnten wir Herrn Dr. Emil Maurer am 2!. Feier in unseren Räumen begriOer Herr Samuel Brnd, der den Vorsitz iührte, Konnte; den neuuewähllon VP/enräsidenten des Bundesverbandes österreichischer Kultusgemeinden Herrn Gustav I . citiver zu seinem neuen Amt beglückwünschen. Unser Ehrenpräsident Dr. Wolf Herz borg würdigte aus Anlaß des 80. Geburtstag die Verdienste Martin Bubers, den er persönlich zu kennen das G'iick hatte. Der Redner nannte Martin Buber den Neuerwecker jüdischen Wissens und jüdischer Gelehrsamkeit. über Wunsch des Vorsitzenden ergriff Präsident Dr. Maurer das Wort und berichtete mit großer Freude über die eben abgeschlossenen Verhandlungen mit der Orthodoxie, die ein neuer wertvoller Markstein auf dem Wege der Befriedung der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde sind. Er forderte alle gutgesinnten Juden auf, an der Sam Segal beim Oneg Schabbath im Kreise des Vorstandes. tion für Europa einen neuen Höhepunkt. Am 24. I. sprach Herr Segal über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Galuth mit Israel und betonte, das diese gemeinsame Arbeit für beide Teile unerläßlich und für Israel und die Galuth von großem Vorteil ist. Er zweifle nicht daran, daß auch die österreichi- Aufbauarbeit der Gemeinde mitzuwirken. Der Präsident des Zionistischen Landesverbandes Wolf Tischenkel dankte dem Redner und ,'lud Herrn Dr. Maurer ein, bald wieder unserem Oneg Schabbath beizuwohnen. An diesem Abend weilten in unserer Milte der Vertreter desHerzlk<lubs tfofraf Dr. Bertold Hirschl und Herr Lininski, ein früheres verdienstvolles Mitglied unseres Vorstandes samt Gattin, die zur Zeit ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Wir benützen gerne die Gelegenheit, dem Initiator der Ongei Schabbath unserem Vorstandsmitglied Samuel Brod aus Anlaß seines Geburtstages die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln und seiner lieben Gattin Dank und Anerkennung für ihre Opferwilügkeit. auszusprechen. F. M. FURNIERE HARTFASERPLATTEN SPERRHOLZPLATTEN PANEELPLATTEN SPEZIALITÄT: NUSSEURNIERE Paul Engländer Holzhandlung Wien IX, Müllnergasse 6 Telefon 32-82-980 r.afrer : Wien X, Reumannplatz 9 Telefon «4-18 702 SEPARATISTEN Vor kurzem fand die gründende Versammlung der vom Zion. Landesverband in Österreich ahgesplit- (eiten rechtsgerichteten Gruppe statt, die sich „Organisation Allgemeiner Zionisten" nennt. Nach ihrem Verhalten und ihrer Kooperation mit den Revisionisten muß man daran zweifeln, daß sie Al'- uemeine Zionisten sind. Obgleich den maßgebenden Herren der AOZ bekannt ist, daß der Zion. Landssnach keiner Richtung hin zu beschränken. Jedes Mitglied, besonders jedes Vorstandsmitglied, konnte, sofern es dem zionistischen Ideal treu war, seine Sympathie für die sogenannte Gruppe ,,A" oder für die sogenannte Gruppe ,,B" bekunden, doch mußte er naturgemäß darauf bedacht sein, organisatorische und taktische Notwendigkeiten nicht zu verletzen und sich auf realem Boden zu bewegen. Freunde des Zion. Landesverbandes! KOMMT ZU UNSEREN ONEG SCHABBATH JEDEN FREITAG UM 19 UHR IN UNSEREN RÄUMEN Wien IX, Universitätsstraße -5t verband seit eh und je diejenige Institution ist, die in Österreich weltanschaulich den Gedanken des Allgemeinen Zionismus repräsentiert, fanden sie es für notwendig, sich zu separieren und eine Spaltung in unseren Reihen herbeizuführen. ln dieser gründenden Versammlung der AOZ hat der sehr populär gewesene Revisionist Dr. von Weisl das Wort geführt und sich nicht darauf beschränkt, den Zuhörern über die wahren Absichten der neugegründeten Organisation Aufschluß zu geben, sondern fand es vielmehr für richtig und moralisch tragbar, den Zion. Landesverband zu verunglimpfen, mich den Präsidenten des ZLV zu verleumden und dem Staate Israel gegenüber keine klare Sprache zu führen. Nicht genug damit, streuen die Herren dieser Gruppe aus, daß der Zion. Landesverband in Österreich im Fahrwasser der Mapai segle und den Sozialisten Tribut zahle. Diese Ausstreuung ist ebenso böswillig wie aus den Fingern gesogen. Jahrelang saßen die führenden Personen des neugegründeten AOZ im Vorstand des Zion. Landesverbandes, nahmen an dessen Arbeiten teil und gaben ihr Votum ab, das respektiert wurde. In den weltanschaulichen Fragen, den Al gemeinen Zionismus betreffend, kam es in unserem Vorstand niemals zu Meinungsverschiedenheiten. Im Zion. Landesverband herrscht nach wie vor, der unerschütterliche Grundsatz, die Meinungsfreiheit Als im September 1957 eine Tagung der Konföderation für Europa u. Nordafrika angesetzt war, traten 15 von insgesamt 17 Vorstandsmitgliedern des Zion. Landesverbandes zu einer Sitzung zusammen und faßten den einstimmigen Beschluß, den Schreiber dieser Zeilen, nach London zu delegieren, wobei er beauftragt wurde für die Nichtidentifikation mit einer der zwei Gruppen in Israel zu stimmen. Der strikte Auftrag für die Nichtidentifikation zu stimmen, ergab sich aus der klaren Überlegung, daß wir im Verbände keine einschneidende Veränderung herbeiführen, noch uns Rechte anmaßen dürfen, einer israelische Partei, deren organisatorische, wirtschaftliche und politische Handlungen von ihrem täglichen Leben beeinflußt werden, unseren Standpunkt aufzudrängen. Dies umso weniger, als uns die dortigen Verhältnisse nicht in genügendem Maße bekannt sind und uns ein Mitspracherecht nicht zusteht. Würden wir uns mit einer oder der anderen Gruppen in Israel tatsächlich identifizieren, träte eine unhaltbare Situation ein, da dem Zion. Landesverband in Österreich lediglich die Rolle eines untergeordneten Organs zugewiesen wäre. Der Zion. Landesverband tritt unbedingt für eine Kooperation mit dem arbeitenden Jishuw in Israel ein und verfolgt die Politik der bedingungafosen Unterstützung der Medinath Israel gleichgültig wer an der Spitze der Regierung steht, vorausgesetzt, Fortsetzung Seite 6 Unser ALLGEMEINER ZIONISMUS ist der Zionismus Herxls und Weizmanns