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Die Stimme · 1957-12-01 · Heft 104 (Dezember 1957) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1957
Issue
Heft 104 (Dezember 1957)
Date
1957-12-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 104 DIE STIMME Seite d Allg. Zionisten abschrer ken. In Frankreich gibt es eine jüdisch;' Gemeinschaft von nahezu 000 000 Menschen, der Verband der Allg. Zionisten wurde dort schon 1948 wegen dieser Frage cespalten. Das traurige Resultat ist, daß di ' zionistische Arbeit in keinem andcen Land der Well so viel Schaden gelitten hat. wie in Frankrerh. Hin leuchtendes Beispiel für die Einheit ist England. Kaum ein andere' | ltldesverband hat so glänzende Resultate in Arbeit und Geldaufbringung für Israel aulzuwei- ■' i; dies deshalb, weil er nicht gespalten ist Ich und meine Freunde ha.ten dafür, H iß. angesichts der Entwicklung nach der Richtung Spaltung und Zerklüftung, unsere Ha tung nur die sein kann: Wir bleiben gegenüber den Parteien des Allgemeinen Zionismus in Israel neutral! Wir identifizieren uns mit keiner Partei. Auf dieser Basis und nach unserer Ansicht muß dies für je. den akzeptabel sein, wenn man es mit dem Zionismus ehrlich meint, keine eigenen Interessen verfolgt, keine Konventikel macht und keine Zwergparteien züchtet! Verzetteln wir unsere geringe Kraft nicht mit Dingen, die uns ferne stehen, da wir die beiden Parteien der Allg, Zionisten in Israel aus der Nähe gar nicht beobachten können, widmen wir unsere Kräfte den uns gesetzten wichtigen Zielen: KKL, Keren Hayesod-Magbith, Cha'uziuth, Alijah, Jugenderziehung, Shnat Sherut, und was man sonst von einem redlichen Zionisten erwarten darf, Ich appelliere an alle, dieses Programm der Erhaltung der Einheit unseres Verbandes sich zu eigen zu machen. Ich bemerke, daß wir von "keinem Mitglied ein Bekenntnis für öfter gegen eme Partei in Israel verlangen. Jedes Mi'g ie'd unse es^Vei - handes kann seine Sympathie, einer Partei in Israel zu wenden. Wir befrei’ en hier keine engherzige Parteipolitik. Wir wollen die Organisation aller Allg. Zionisten sein ohne Gruppierung, Unser Bekenntnis als Allg. Zionisten lautet: keine Identifikation mit einer Partei oder Gruppe in Israel, aber vollste Identifikation mit der Medinath Jisrae1, mit dem geistigen Zentrum der Juden. Die Versammlung nahm einen glänzenden Verlauf und die erschienenen Gesinnun sg^nos^en zollten uneingeschränkten Dank und sprachen die Anerkennung fü> das Geleistete aus. Die Opposition konnte sich keinesfal s behaupten, da ihre Jf'udenz, Spaltungspolitik 7u treiben, durchschaut wurde, Die Oppositionellen, die einfach nichts zu bieten halten, entpuppten sich schließlich als Separatisten, dir für den Allgemeinen Zionismus nicht mehr übrig haben, als für eine rechtsgerichtete Partei, der die großen Probleme des Aufbaues Israels einfach fremd sind, Menschen, die eine nic ht gewünschte Identifikation mit einer Partei in Israel anstreben und den, Werte schaffenden Faktor in Israel, neg!egieren, hat Prof. Weizmann öffentlich getade.t. Unsere Freunde, die sich von uns separieren, schädigen die Allgemeine zionistische Bewegung in Österreich Sie sind für eine nutzlose Identifikation mit einer Partei in Israel, wir hingegen sind für eine fruchtbare Arbeit zum Wohle der Medina'h Israel. Freunde d. Zion. Landesverbandes! Kommt zu unser,n ONEGI SCHABBATH Jeden Freitag um 19 Uhr in unseren Räumen Wien IX, Universitätsstraße Ansprache: Samuel Brod ONEGI Die schon zur Tradition gewordenen Onegi Schabbalh, verainstaltet vom Zion. Landesverband, erfreuen sich nach wie vor der Beliebtheit und des regen Besuches. Der erste Oneg Schabbath des Jahres 5718 fand am 15. November statt. Der Präsident Tischenkel begrüßte die Gäste und das Vorstandsmitglied Samuel Brod erläuterte das Wesen des Oneg Schabbath und hob hervor, daß es bei uns Juden von Altiersher Brauch ist, die Geselligkeit zu pflegen. Diesem Zweck sollen die vom Zion. Lan desverband veranstalteten Onegi Schabbath dienen und Freunde gesellschaftlich und auch kulturell näher bringen. Auch beim zweiten Abend, dem 22. November hatten sich über 40 Gäste eingefunden, die der Gastfreundschaft des Zion. Landesverb, vollste Anerkennung zollten. ' W MX Besonders feierlich gestaltete sich der Oneg Schabbath am 29. November, der gerade auf den 10. Jahrestag des UNO-Beschlusses betreffend die Gründung des Staates Israel fiel. In prägnanten Worten würdigte der Delegierte der Zion. Exekutive Dr. Aron Zwergbauin die Bedeutung dieses Tages. Um das Arrangement dieser Onegi Schabbath, welche zu einer ständigen Einrichtung des Zion. Landesverbandes werden sollen, macht sich das Ehepaar Samuel Brod besonders verdient. Sie scheuen keine Mühe, die Abende zu wirklichen Festen zu gestalten und sind bestrebt der Sache des Zionismus vorbildlich zu dienen. Es ist eine Genugtuung zu wissen, daß sie ihrem zionistischen Wirken keine Schranken setzen. Der nächste Oneg Schabbath findet am Freitag, den 20, Dezember statt und wir laden unsere F'eunde ein, dieser Feier beizuwohnen. Kiddusoh: Präsid« Unsere Gäste Fortsetzung von Seite 1. Uel erlegung und bei gutem Willen nicht in Erscheinung hätten treten können. In Erkenntnis der Tatsache, daß in Österreich Nuancierungen zwischen den Prog,essiven und Klaliim garnicht von Bedeutung waren, hat der Landesverband die unsinnige Störung zielbewußt und kraftvoll zurückgewiesen. Als spiritus rector der Spaltungstendenzen agiert Herr Dr. David Gelles, der mit Starrsinnigkeit eine Sache verficht, der keine Idioiogie anhaftet, sondern vielmehr Mange! an guter Toleranz, die bei seinem Anhang landläufige primitive Vorstellungen hervormft. Ein seltsames Unterfangen war es, als Herr Dr. David Gel'es ein Pamphlet an unsere Mitglieder richtete, worin er unseren Präsidenten Wolf Tischenkel des Verrats und des Mißbrauchs seiner Stellung zieh, was er bei der Konferenz am 8. September 1957 begangen haben soll. Dem stellen wir gegenüber die Einmütigkeit unseres Vorstandes anläß ich der abgeführten Debatten und die Ermächtigung, in London für Nichtidentifikation zu stimmen. Weiters verweisen wir auf das impardonnable Vorgehen des Emissärs Dr. Weisl, der erst am 2. September 1957 einen Europäischen Rat der Allg. Zionisten in Paris zum Zwecke gründete, um die engere Gemeinschaft in einigen europäischen Ländern, s > auch in Österreich, zu zerstören. Nun überiassen wir es unseren Freunden und dem objektiv denkenden Sympathikern zu beut teilen, wem die bereits vollzogene Spaltung anzulasten isl, wobei wir ein Geheimnis lüften, daß d e rechtsgel ic h'eten Spalter zu den Re rii'o nisten tendieren und ihr erster schriftlicher Erguß des Heizens, fand in der Oktobernummer des Cheruth auf Seite 5 statt. Es scheint, daß FTerr Dr. David Gel'es seinen irri en Glauben nicht auf einmal loszuwerden vermag, obwohl er ein geistvoller Mensch ist. Männer des Geistes haben zuerst gedacht und dann gehandelt; soll doch der Intellekt dazu dienen, Ersprießliches zu leisten, Denken wir an das, was uns Juden in Israel gelang, was wir erreichten, welch eine Fü’le von überwältigen den Ereignissen die Medinah uns gebracht hat und schöpfen wir daraus die Kraft in Zuversicht vorwärts zu schreiten. Bernhard Braver

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