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Die Stimme · 1957-09-01 · Heft 103 (September 1957) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1957
Issue
Heft 103 (September 1957)
Date
1957-09-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 103 DIE STIMME Seite 3 Der Vorstand und das Präsidium der Israelitischen Kultusgemeinde Wien übermitteln allen Gemeindemilgliedern die besten Glückwünsche zum Neuen Jahr! rtaiö nw nahe gebrach' EN hat fr de Schifffahrt im Golf von Akaha sich residiert. Es hat sich große Sympath en in manch'•n J dl01 dar Welt errungen, un:l wir "/ar^n in der Lave, Israel hei dar Erroichu»ip dieses Ziep's helliIf i h zu sei c Wi ■ sind Aucenruir ' der neuen Massaneinwand 'runo und d's Anfan 'c s der Rückkehr von wEhdc n Toi Du des euroGrschan JucE'n'um; zu »»idischem Lehen und zu Is iel. 1 i >s sind die beiden großen j5?-r>* I min ume er Generation — Kor oli:E rung l.nnels in md ir Hi seht und Reifung der \1;1 io.i m o:t 'iiropäjscher Juden für eine jüdWha Zukunlt. beides wird g-oßa A.ust enguiron verlangen; beide; bedarf einer vol en Zusammenarfeif a En- Teil1 des jüdischen Volkes. 'Es ist die historische Aufgabe der zionistischen Hewes'un \ wcl:.he so lange existieren muß, as in ’elöste jüdische Probleme in de - We I gibt, das jüdische Volk zur Lösung dieser beiden Probleme zu führen, Möge die Bewegung die Vision und die Lebenskraft, die staatsmännische Führung und die moralischen Qualitäten haben, sich der Erfüllung dieser beiden großen historischen Verpflichtungen anzupassen! Generaldebatte Am folgenden Morgen begann die eintägige Generaldebatte, welche den Delegierten Gelegenheit gab, ausgiebig zu den von Dr. Goldmann gemachten Vorsihlägn und Vorwiir'en Stelung mi nehmen, Gleichzeitig konnten sie. auch den Standounkt ihrer verschiedenen Parteien klar egen. Als erster Redner gab Mer«- Baruch Weins1 ein seiner Überzeugung Ausdruck, daß organisatorische Reformen aTein nicht genii ien, um aus der zionistischen Bewegung wieder eine dynamische Kraft zu machen. Was not tut, ist vermehrte AJijah und zwar nicht nur eine solch1, welche einer Notlage entspringt. Mr. S. Dev enbug warnte vor Selbstzufriedenheit im Zusammenhang mit der erfolei-on hon Sinai- Aktion. Er teilt nicht den Optimismus von Goldmann, was e rm baldigen Friedensschluß im Nahen Osten betrifft. Im weiteren schlug er vor, ein Weißbuch über die Lage de; russischen Judentums zu veröl len t liehen, um di1 Gel uh e der Solidarität mit diesem zu wecken, Abschließend nab er seiner Hoffnung Ausdruck, daß es Dr. Goldmann gelingen werde, die Bewegung aus ihren derzeitigen Schwierigkeiten he raus?n I ii h ren. If/ak Raphael wandte sich gegen eine Pefätigune der zionistischen Bewegung auf erzieherischem Gebiet. Auch w um die zionistische Bewegung eine geistige Bewegung ist, so woben wir doch nicht, daß sie den Charakter des Judentums ändert Ein Blick aut das russische Judentum beweist, wie1 stark die Bande: mit der Synagoge sind, als Folge des alten Belli llamidrash und der Stärke denreligiösen Überzeugung, Soll die Zionistische Organisation diese Grundlagen nute rin in i neu? Rabbi Herbert Eii dmann, Vizepräsident des United Jewish Appeal, gab einige Zahlen über die Sammetergehnisse des U.J.,A. im laufenden Jahr, welche an die1 achtzig Mill. Dol'ar eri eic hen werden. Von di eser Summe werden 56 M: Pionen der Jewish Agency lind 12 MiP. ,A1ALBEN" zur Verfügung gestellt werden, Im Seolember ds .1. wi«rl der U..I.A. -ne große Rrooaga 'B i- Kampagre I eginnen, nicht um Geld zu sammeln, sondern um Israels Problem1 und jüdische Weröe den Gemeinden näher zu bringen. Jakov A int». erb l';'-le sich s'h zufrieden mi' Gri 'cDmuos ..Zahlengesang". ist a1'er der Ansicht, daß Zionismus nicht nur dazu da ist. den Unglück'ichen zu he fen, sondern eine Pionrmhewegun > d -o - zus'ei en, eine Bewegung zur Auto- Emanzipation. fizak Harakavi s»>' ,r h von der Aufgabe der Jewish A.gencv als Brücke zwischen Isra d und d -n Juden der Welt. Er erklärte, da"« die Bewegung ibner Aufgabe ne h mrecht werd ■ und viel zu stüevh und unei is1 isch sei. r’le A i ah aus den freien I.ändern hänge nich1 iiiir von den Bedingungen in Israel ah. sondern ganz besonders von den zionistischen Führern in der Golah, welche diesem Problem zu wenig Beachtung schenken. Rabbi Zemach Zamhrowsky erklärte ,daß der Weg zum Zionismus nicht zu leicht gemacht werden sollte. Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, daß die Bewegung zu einer Institution dagonadert sei, E Tabenkin erklärte sich im Gegensatz zu Dr. Goldmann für e;ni Stärkung der Parteien, da keine anderen zionis* ischen Körperschaften sich aktiver als diese betätigten, Gleichzeitig forderte er eine Neutralität der Juden zwischen den beiden Machtblöcken Rußland und Amerika. Dr. Shiinon Eeclerbush fordert eine Intensivierung der jüdischen Erziehung in der Diaspora auf national-religiöser Grundlage. Jüdisches Leben kann nur auf der Basis der Tradition erhalten werden, Jehudit Simchonit erklärte sich von der Zusammenarbeit zwischen Bewegung und dem Staat. Israel befriedigt. Wir müssen alle jene, die nach Israel kommen, willkommen heißen und unsere hePeode Hand ausstrecken. Dr. Isaac Goldenhavg beschdeG wie in Argentinien bereits vor jnem Beschluß des Aktions-Komitees die territoriale °reanisut i on geschaffen wurde und kann nicht verstehen, warum es so sch Ga d .» sein soll, in anderen Ländern das Gleiche zu machen. I in weiterm Verlauf reiner Aus'ühi liegen spra. h er von den wichtigen Aufkl'mmosaklionen bei argentinischen Politikern, deren Unterstützung immet wieder aufs neue gesichert werden muß. Die Zionistische Organisation muß reorganisiert werden. Jedermann ist sich darüber einig, daß es so nicht mehr weiter gehen kann, aber jedermann ist dev A.nsuht, daß es trotzdem so weiter gehen muß. Dr. Hermann Seidel vermiß':: eine leierliche Zeremonie zu Ehren der Sinai-Kampagne lind wundel sich gegen eine politische Betätigung der Zionistischen Bewegung. Dies1 habe1 andere Aufgaben-.'ebiele. Laut Herrn Abraham Shenk\'r, Mitglied der Executive, sind wir die Vorhut des jüdischen Volkes in Pe ug aul Israel. Er setzt sich für vermehrte ideologis he Erziehung in der zionistischen Bewegung und für vermehrte Informationstätigkeit ein. Nur wenn wir das Banner des Idealismus hochhaiten, werden wir die Jugend heranziehen. Herr Jacov Zerubavel will, daß das Aktions - Komitee das zehnjährige Jubiläum des Staates Israel diskutiere, um eine Beteiligung der Bewegung an der Zehnjahresausstellung vorzubereiten. Rabbi Mordechai Kirshblum unterstützt nur bedingt Goldmanns Reformpläne und möchte, daß d: Zionistische Bewegung wieder kämpferisch und aktiv werde. Dr. Israel Goldsi-e.n, Mitg iedder Exekutive, berichtet, wie die Zionistische Organisation Amerikas dazu beigetracen hat, das amerikanische Publikum über Israels Motive während der Sinai-Kampagne aufzuklären. Er bedauert den Unterton von Entmutigung in Dr. Goldmanns Ansovache. Die Zionis ische Bewegung hat eine große Aufgabe in der Rettung des Judentums vor völliger Assimilation zu leisten. Wir benötigen einen Gesamtplan für diese Aufgabe. Es ist bedauerlich, daß die junge Generation Israels diese Probleme nicht, sieht. Ohne Zweifel erfül en Synagogen und Jeshivot eine große Aulgal e in der Pawalmm1 jüdischer Zentren vor der AiPläsu-i’. Aber es gibt Juden, welche mehl durch die Synagoge -erreicht werden können, und hier setzt die Verantwortung der zio.nistisc.hui Bewegung ein . Ezra Z. Shapivo glaubt, daß die amerikanische zionistische Bewegung die Jugend vernachlässigt, und es scheint ihm, daß bereits eine ganze Generation veHo'en wurde, Manche von diesen sind gegen eine Identifizierung mit politischen Parteien in Israel und begrüßen daher die neue American Jewish Leagu? tor Israel, welche ihnen einen Ein .«atz zugunsten Israels ermögiieht. Herr Abraham llarman, Mitglied der Exekutive, unterstreicht die Bedeutung der Alijah des ahgeiauianen Jahres, S:e war ein Beweis, daß wir o»st am Anfang eines neuen We es in der jüdischen Gesell ic h ’ o steh e n. YV i r m ii s s e n d a f ii r sorgen, daß jed ug der kommen wil;, auch kommen kann. Eine Analyse der neuen Alijah zeigt, daß Einwanderer aus Ländern Kommen, in welchen die Zionistische Organisation verboten ist. Wir sehen darin den unvermeidlichen historischen Impuls, nach Israel zu kommen. Dis Diskussionen über das arabische Flücht.lingsprob’em basieren auf humanitären Überlegungen, Wir müssen aber der Welt klar machen, daß ein anderes humanitäres Problem besteht, dasjenige der jüdischen Flüchtlinge, welche nach Israel kommen, und das nur durch Israel allein gelöst werden kann. Obwohl Israel poteo' -ul in :1er La - ge ist, die Einwanderer zu absorbieren, ist es im Augenblick vom technischen Standpunkt aus gesehn, kaum möglich. Wir erlauben die Einwanderung nicht im Verhältnis zu unseren jetzigen Möglichkeiten, sondern unter Berücksichtigung der Notwendigkeit der Juden h'eherzukommen. Wir heißen diese Einwanderer wil:kommen, auch wenn ihre Zahl unsere Kräfte übersteigt, wir absorbieren gerne neue. Arbeitskräfte, so ar zu einem Zeitpunkt, in dem wir Arbeitslosigkeit in unserem Lande haben. Wir können dies tun in Anbetracht. der potentiellen Mög.ichkeiten des Landes und des'Willens des jüd;schen Volkes, uns bei der Ausnützuno d e-er Möglic h1 eiten zu helfen. Für diese Hilfe bieten wir eine Gegenleistung. Wir haben den jüdischen Selbstrespekl gehoben, wir ha' e » die jüdische Selbstverteidigung geschallen, und wir haben der Gewohnheit, voda ■ Gelahr da von zu »-enn an. e in Ende gesetzt. Es wurde gesagt, daß die Gelahr besteht, das russische Judentum zu verlieren. Es gibt wohl eine erzwungene Entjudäisiariuvr, aber keine Assimilation und auch keinen Identitätsverlust mit dem Judentum. Die Wiedervereinigung dor Juden Rußlands mit dem jüdischen Volke ist daher notwendig und unvermeidlich; denn die Ereignisse haben gezeugt, daß eine Assimilation ganz, einlach nicht statt gefunden hat, Die Bewegung muß dafür sorgen, d iß wir die russist h ut Juden nicht vergessen, und wenn wir an sie denken, dann werden wir zum Schluß ihi e Wiedervereinigung herbePiihren. Herr Jacques Torc/mr glaubt, daß ohne die zionistisch1 Bewegung die Anstrengungen des jüdischen Volkes wählend d u Sinai-Krise un- Stärken Sie unseren Jke#sefond$ Ermöglichen Sie uns die regelmäßige Herausgabe unserer ZEITSCHRIFT enützen Sie, bitte, den beiliegenden; r I a g s ch e n! „DU $U*H*ne>

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