Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1956
- Issue
- Heft 98-99 (August 1956)
- Date
- 1956-08-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 DIL STIMME Nr. 98 99 Aus dem jüdischen Leben in Wien Zionistischer Landesverband EMPFANG H R DR. WEISL. Am 22 März veranstaltete der Zionistische Landesverband in seinen Räumen einen Empfang für Dr- Wolfgang von Weisl Nach seinem ausgezeichneten Referat verblieben unsere Freunde bis in die späten Nachtstunden in angeregtem Gespräch mit unserem verehrten Dr Weisl Einen Tag später nahm der Gast an einem zu seinen Ehren veranstalteten Oneg Sahath teil BERICHT IBER DEN KONGRESS. Am 22 Mai erstattete unser Präsident Wolf Tischenkel, der als Delegierter der Allgemeinen Zionisen Österreichs am 24 Kongreß in Jerusalem teilnahm einen ausführlichen Bericht, den wir an anderer Stelle gekürzt wiedergeben Die vielen Zuhörer dankten dem Referenten durch wiederholten Beifall Den Dank des Zionistischen Landesverbandes für die aufopferungsvolle und erfolgreiche Arbeit wurde von Vizepräsidenten Bernhard Braver ausgesprochen Konferenz der Allgemein.n Zionisten in London. Einer wichtigen und interessanten Konferenz in London, die von der Konföderation der Allgemeinen Zionisten Europas einberufen wurde, wohnte unser Präsident W Tischen'-e! bei ".'ährend dieser Zusamni'-ntunb wurden neu:1 Wege gesu.ht die allgemein Zionistischen Organia-Ionen in den cu-opäischen Ländern zu konsolidieren Uns"' Delegierter betonte die Notweoc) i g k Dt die Einheit d e r Z i o n i m KI a - lim in dm Gallith zu erhalten womit *>• großen Anklang fand- Ir einer Sitzung des Vorstandes hot Präsident Tischer, ke! ausführlich über diese Konferenz berichtet und die volle Zustimmung de»- Vo; standsm i t g t i d e r e rh a jt •'*n Km ss dh- \ hem ordnete» Babe in Wien. Der allgemein ■ Zion jstisch“ Knes soth-Abgeorcine» '■ Hab'* weilte zu kurz en Aulenthalt in Wien und I e nützte die Gelegenheit mit dem Präsidium des Zionistischen Landesverbandes in Kontakt zu treten. V u verdanken Herrn Balm Anregungen für unsere künrtig'*i'! Ar b'dten An unsere Leser! Wir bitien unsere Leser und f reunde um Nachsicht, daß wir bis jetzt mit der .,Stimme" nicht herausgekommen sind Das Motiv hienir ist in unserer schlechten pekuniären Lage zu suchen Wir geben uns der zuversichtlichen Hoffnung hin. daß unsere Freunde Interesse an clen Tag legen werden, daß die Zeitschrift „Die Stimme" regelmäßig erscheinen kann. Aus vielen Urqenzen die uns zugekommen sind, geht klar hervor, daß ,,Die Stimme" ein wichtiges Organ ist. das uneingeschränkte Förderung verdient. Die Redaktion ..Die Stimm e'’ Zionistische Föderation VORTRAG PR WFISL Der Brahmssaal im Musikverein war am 24 März, überfüllt: Dr. Wolfgang v W eisl, der Askan dei Zionistischen Bewegung, von seiner Wiener Tätigkeit bestens bekannt, sprach über ,,Israel im Brennpunkt des Weltinteresses” Präsident L.eitner würdigte die Verdienste des Vor»ragenden, dankte zum Schluß für den ausgezeichneten Vortrag und lichtete an Dr Weisl die Bitte, unseren kleinen Jischuw bald wieder die Ehre eines Besuches zu erweisen Wir halten den Vortrag Dr Weisls für lehrreich und inhaltsvoll, weshalb wir ihn. mit Erlaubnis des Autors, zum Abdruck b ringen ZI JOM HAZMAUTH. Die Zionjstische Föderation in Österreich hatte aus Anlaß d^s Jom Hazmautb, am 16 April zu Onem festlichen Beisammensein eingeladen, dem — zu unserer Freude — der Gesandte des Staates Israel Minister Stimmt Bentsur beiwohnte und vom Präsidenten Leitner aufs herzlichste begrüßt winde VORTRAG PROF TAL. .‘in ausgezeichneter Vortrag des Professors an der Hebräischen Universität in Jerusalem, Josef Tal, über Musik in Israel, fand ungeteilten Beifall Professor Ta! eriäute-rto seinen Vortrag mit Original- Schallplatten die er aus Israel mitgebracht hatte. Vizepräsident Dr. Josef Schapira sprach im Namen der zahlreichen Zuhörer den herzlichen Dank der Föderation aus Diesei Veranstaltung wohnte auch Minister Bentsur bei GEDENKFEIER Für unsere Märtyrer und Helden des Warschauer Ghettos fand am JO Mat (Kaf Siwanl eine Gedenkleier statt, die vom Präsidenten Direkten' Leitner eröffnet wurde Heu Oborrabbiner Dr- Akiba Eisenbnrg gedachte der sechs Millionen Opfer des harbarischen Nazismus. Dr D Schlang schilderte den heroischen Kamp) unserer Brüder im Warschau':! Ghetto Kantor Alexander Goldi eich sang das El mnlf. ra- Hiamim AM KAE-TAMUS. Die t raditionelle Kaf-T amus-Feier dei Föderation fand am 28 Juni statt In den einleitenden Worten führte Präsident Gustav Leitrrm aus. Nach den Worten Theodor Herzls ist der Zionismus durch die Schaltung des Judenslaales noch nicht et lullt Das ganze Judentum zu erlassen. Einigkeit und Verbundenheit der Golah mit Israel herzuslellen 'das muß die Parol - des Zionismus sein! Dr- David Gelles sprach über die Persönlichkeit Theodor llerzls und definierte das große Verdienst des Visionärs nicht nur durch die Lebendigmachung der alten Idee, sondern auch durch Schaffung aller jener Institutionen, die letzten Endes zur Entstehung des neuem Israel geführt haben. Bialik — der Mensch und das Werk" betitelte das Referat Dr Viktor E. Bordes, der Redner gezeichnete Bialik als Mahner lind Rufer der das Werk Theodor HerzI; au s Beste ergänzte 5 it d >m Absingen der Hatikwah schloß die solenne Feime VORTRAG DR- GOSHAN. Aus der Zionisi»schon Föderation. Am 24 Juli 195b war der Festsaal des Alten Rathauses bis auf den letzten Platz gcefiillt, als Herr Dr M. Go'han von der Hebräischen Universität in Jerusalem mit seinen Ausführungen begann. Dr. Go*-- han sprach als Gast der Zionistischen Föderation über die sensationellen Funde der Pergament rollen am Toten '.Meer. Der ausgezeichnete Redner (mit sein Publikum vom ersten Augenblick an in Atem und erwies sich als Kenner dieser Materie Dem Vortrag wohnten außer Persönlichkeiten des jüdischen Lebens auch ein'* große Anzahl Gelehrter aus dem Kreise des Katholischen Klerus bei Wizo ■ Wien VORTRAG FR \U JOLAN HERBST Wizo-Wien konnte nach A.iop tierung de? Mädchenhmms Bet!': Nehemia in ojnem Grenzorte bei Tel Aviv in Anwesenheit des Vorstandsmitgliedes. Frau Tolan Herbst und prominenter Funktionännnen der W i z o - I? r a e I rnd des Aus lande? der Ud-'rlichan Einvv 'ihung der Tatet beiwohnen. di? an dem Hause des MädchonhOm's ang. - bracht wurde über diesen riihrmdon Festakt einer dreifachen f 'jer de- Schwuofh - Festes der Adoption durch die Wir-nei Vize-Gruppe und dein Besuch prominent v Frauen der Wizo-Exekutivon des Auslandes, berichtet? Frau Jol-ni I terbst während eines Wizo- Frauen-Rendezvon? vom Abschluß des Arbeiisjahres l°’5-5b im (Tale Landtmann. Dienstag, den 2b Juni. Nicht nur als Berichters!alterin uridN Delegiert1' bei diesem Anlaß fand Frau Herbst rührende Worte über die Leist iingmi d -r Wizo im algemeinen, s.ondern auch als begeistere Touristtin. die das Land und seine gemeinnützigen Institutionen. besonders aber die Wizo- Institutionon besuchte könnt ' Frau Herbst die zahlreichen Zuhörerin nen der Wizo und Freund'' mit ihrem Bericht lessein und für Israel und die Sache der Wizo interessieren Im Geiste konnten also di ' Anwesenden mit Frau Herbst deren Reise nach unserem Lande mit Enthusiasmus mit machen und so das von Frau Herbst vor dem Mädchenheim gegebene Versprechen bekräftigen, daß Wizo-Wien sich der Schwierigkeiten bewußt ist, gegen die alle Menschen und besonders die eingewanderten Frauen in Israel zu kämpfen haben, daß Wizo im lernen Wien ständig an sie denke und alles tun werde, was in ihren Kräften stehe, um bei der Überwindung dieser SchwieHgkeiten der Einordnung im neuen Lande zu hellen. SIMCH AT-T HÖR \-EEIER. Die neue Zielsetzung der Wiz - die Erhaltung und .Nusgestaltung des Mädchenheimes Beth Nehemia hei Tel Aviv soll auch jin Neuen Arhoitsjahr 1956-57 das vordringlichste Bestreben der Wizo sein. Auch in Befolgung der Devise „Feiern Sie dje Jüdischen Feste mit Wizo-Wien" soll die SIMCIIATH-TT K) RA-FEIER am 29. September 1956 im Kursalon dev Stadt Wien nicht nur ein Sammelpunkt der jüdischen, in ihrem Beste?ben für Israel einigen Gesellschaft werden, sondern auch dem Sinne des Festes entsprechend, ein frohes Zusammensein bei künstlerischen, erstklassigen Darbietungen einer Akademie mit nachfolgendem Tanz gewährleisten. Kartenbestellungen ab 1. September 1956 bei: W i z. o, Wien I . Sei|ensIet!engasse Nr. 4, II. Stock, jeden Mittwoch Nachmittag von 17 bis i9 Uhr und bei den Ausschuß-Mitgliedern: B. 52. 4. 67 A. 11. 1. 56 Z A 22. 1. 03 B. DIL ISRAELITISCHE KULTUS- GEMEINDE. voranslaltete aus Anlaß des achten Jahrestages der Gründung des Staates Israel eine (eierliche Kundgebung im Großen Musikvereinssaal Bei diesem festlich n Anlaß hielt MinjSter Bentsur, Gesandter des Staates Israel, o,ine großangolegte Red':', die in der Erkläumg gipfelte, Israel und seiner Armee zu vertrauen, falls der Feind einen Krieg aulzwingen sollte. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde hat die östsrreichischne Juden lüt Israel einzutreten Der Präsident des „Magbith Meuchedeth ' Direktor Gustav Leitner, 4ppelIi;• rIe rin die Juden der Golah und insbesondere an die Wiener luden dem Staate Israel Opfer zu bringen, die der iunge Staat in Zeiten der Gelahr von uns mit Recht verlangen kann Die Wiener Symphoniker unter Leitung von Hans Swarowsky trugen künstlerisch zu dieser machtvollen Kundgubung hei Mit dem Abspiclen der Hatikwah und der Bundeshymne schloß die Kundgebung HEINE GEDENKKONZERT. Am 6 Juni 1956, sang Frau Margit Reich-Szanto im Mozart-Saal Lieder zu Texten von Heine. Diese Lieder v'on Brahms, Mendelssohn, Schubert, Schumann und Rubinstein haben e rwiesen daß Lleines Verskunst die großen Tonsetzer entscheidend inspiriert hat. Diesen Beweis wollte Frau Reich-Szanto erbringen Es ist ihr gelungen, nicht nur Dank der gelieferten Auswahl, sondern auch Dank ihrer feinen Altstimme —- einer nur selten zu hörenden Qualitätsstimme und ihrer vollendeten Technik. Herr Dr. Otto Luttinger begleitete am Flügel mit feiner Einfühlung.