Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1956
- Issue
- Heft 97 (März 1956)
- Date
- 1956-03-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE STIMME Waffen zur Verteidigung Alijah 1948-1955 Ministenprüsldenl und Si( herheitsministoi Ben (lurion wies hei einer Veranstaltung des Keren Hctiiiii'^ n in Tel Aviv darauf hin, daß Israel alles tul, um Waffen zu erhalten um auf diese Weise diu Kriegsgefahr verheilten zu können. Falls es aber zum Kriege kommen sollte, so würden wir mit erprobter Stäi ke kämpfen und den Sieg erringen. Ken Gun >n maeht diese Ausführungen im Rahmen einer Keren flanuigen-Kuu .iqehimq, die unter Teilnahme von St.iliselud Kaw Alm Dajan i'em \ nrsitzenden des otlentlu h n Beirates des Keren tlama'en Kaw Alif Dori und zalilreieher ehrenaml tu her EunktEmäre des RüstinuM mds im f )alu mafi-( 5*häude in Tel Aviv slatttand. Der Ministerpräsident und Mi h-e'heii smimsler überreichte Fei die,er Gelegenheit dem *rsten Spendern, welche sieh an der Freiwilligen (d/'ulsammelakt um lür den Walfentonds b Oeiliqt and somil zu Initiatoren des Keren Hamayen geworden waren, ducmcle Erkunden. Ben Gurinn gab bekannt, daß Monat Für Monat Waffen für Millionen von Dollar, nach Israel strömen — leider nicht moderne Flugzeuge und Tanks, von denen gerade die Möglichkeit der Kriegs*, erhlnderung abhünqt. Doch wir brauchen Kriegsmaterial nicht für Millionen, sondern für Dutzende Millionen Dollar, und dies Monat für Monat, betonte der Ministerpräsident und Sicherheitsminister. In der Londoner Times" war kürzlich ein Telegramm veröffentlicht worden, das von Ben Gurion verlesen wurde. Es besagt, daß fortgesetzt schwere, moderne \Vraffen nach Ägypten strömen, darunter Düsenflugzeuge. Düsen-Bomber und schwere russische Tanks, alles modernste Modelle und neuartige Typen. Auch britisches Kriegsmaterial trifft in Kairo ein. Offenbar hat der britische Außenminister nichts von solchen britischen Lieferungen gehört und verfolgt die Berichte der .Times" auch nicht, bemerkte Ben Gurion, Und, wie es scheint, hat der britische Außenminister keine Informationen darüber, daß auch wir Centurion-Tanks — sechs an der Zahl — erbeten hatten, diese Bestellung aber von Lng and zurückgewiesen wurde. Die Großmächte müssen wissen daß die Wallen die die Ägypter erhalten keinestallis ..zur Verteidigung’’ bestimmt sind smulem sich um reine Anqriffswaffen handelt, die der Aggression dienen können. Und der ägyptische Ministerpräsid'mt bemüht sich überdies garniehi. seine Ziele zu verheimlichen, sondern g 'braue ht ollen eine aggressive Sprache. Bei dieser Sachlage könnte nur die Lieferung von F'l ug/.migen und schweren Tanks an Israel - m demselben Masse wo sje Kau.) zur Verfügung gestellt werden - die K negsgefali r bannen. Denn dann uiird* es sich der ägyptische Machthaber reichlich überlegen, oh es lohnend erscheint. Israel an/.ugreilon. Und der Ausbruch eines Krieges würde nicht nur uns beireffen! liier winde zwar dm' Anlang der knegerisehen Auseinandersetzung sein, doc h wo der Krb'q enden würde, kann niemand Vorhersagen, und niemand vermag zu en Isrheiden, welche weltpolitischen Ersehnt terun gen solch eine' kriegerische Aiiseinancl'o-seizuu!) 11orvomilen v. ürde. Auch die Argumentation, daß man ..einen Rüslungswetllaul in diesem Teil Welt vermeiden müßte", erscheint völlig gegenstandslos. Sowohl .Ägypten wie wir können schwere Waffen und Flugzeuge nur bis zu einer bestimmten Grenze annehmen und em- .elzon, da ja KD die Verwendung dieser Krie gs w: rKzem.y he so n de re Voi bo d i n gu ngen, he sonde re Fach mannschaflen iisv\ . notwendig sind. Doch es steht keinesfalls lest, daß wir die uns notwendigen Waffen erhalten, trotz, aller schönen Worte, die wir zu hören bekommen. Und unser Schicksal ist in unsere Hand gegeben. Wir allein sind für unsere Zukunft verantwortlich. Wir dürfen uns nichi von Parolen wie der . Freundschaft von (Großmächten wie der USA, Englands und Frankreichs" beruhigen lassen. Diese Länder in allen Ehren, doch wir können nicht vergessen, daß seinerzeit 35 Staaten und an ihrer Spitze die Vereinigten Staaten und Rußland, iüir die Errichtung des jüdischen Staates gestimmt hatten. Aber als uns die arabischen Armeen überfielen, rührte; sic h kein Finger, und niemand untem dem Macht cm kam uns zu Hilfe. Im .fahre DG5 kamm 3h.33b Olim mic h Isiael und 1300 I lurisUm erhielten Niederlassunes-u la ubiiis. Seil dem Bestehen ob's Staates sind 773.701) Olim eingewandert laut mu hst diender Tabelle; 1 048 (14. \ . -01. \ll.) 101.835 13,1 10 10 330.424 41.0 10 50 160.720 31,0 1051 17 4.014 42.5 10 53 73. JOB 4,3 1 0.53 10.388 1.3 105 4 17.48.5 2,3 105 5 37.526 17 773.700 1 1)0,1) Sardinen Ms die Schul':- der Fischerei ■>< hule am Strand von Asch'kalon in der verqaneCMien Woche wieder aul l isehlaiu.' luh- ’en, kniinioii sic* n~-0 Tonnen Sardinen luivmn. Der Strand von Aschk.iLon konnti' in dieser Saison die israelische K onserven i ndust rie mit genügend Bischen s osargen, wenn man sich dorl Oisliei nicht mit primitiven Fanqmethnden tvemi;en müßte. Die Schuh' hofft, Luid eimverbesserte Ausrüstung zu erhaben und cif*11 Fischfang in vergrößertem Umfang aul nehmen zu können. Perserteppiche In Israel worden jetzt Perserteppiche Lihri/jert und zwar mit israelischen Dessins. Unter f| ui orientalischen Eiviwundorern gibt es zahlreiche Krille*, die schon I näher aul diesem Gebiet - so in Kurdistan und Persien — gearbeitet haben. In den Man bo roth werden neue Kräfte angelernt und es ist nun auch möglich, das Rohmaterial in Israel selbst zu bekommen. Man erwartet, daß diese neuen Teppiche; mit Zeichnungen aitor Synagogen und Mosaiken, sowie Leuchtern und hebräischen Münzen einen guten Absatz im Ausland linden werden. Baumwolle und Erdnüsse Die Anhaul üe h ' im Neue-, lür BiUmnwnlle und Erdnüsse wird dieses Jahr erheblich erweitert. Gegenüber 1500 Dunum in diesem Jahre, werden nächstes Jahr 5000 Dunum mit Baumwolle und anstatt 4500 Immun sollen 6000 Du muri mit Erdnüssen Impllanzi werden. FrisoJtie Israelisch© f> - Ütü'tifytto' und Jaffa-feapefuUU in Österreich süß — kernlos — vita m inreioti Vor dem 2-4. ZionistervKongreß Piastikmdtmrie Die Plastikindustrie beschäftigt in 05 Weiken 1)00 Arbeiter. Der Jahresumsatz betrügt I Millionen Plund. Der Import hat einen beträchtlichen Umfang angenommen. Bleistifte Die Lnusalom Pcncil Limited stellt 170 verschiedene Sorten von Bleistiften her. De, Export im Jahre* 1055 hat sich um 30 Prozent aul Ml 000 Dolllar vergrößert. Das Organisaitonsdepartment der Jev.osh Agency hat die bisher bekannten Ergebnisse; der Wahlen zum Kongreß hokaantgegeben. Der Kongreß wird am 24. April in Jerusalem eröffnet. 490 Delegierte we*rden an den Verhandlungen teilnehmen, davon 208 aus Israel. Die Parteistärken ergeben, daß die Mapai 155 Delegierte haben wird. Dm Konföderation der Allgemeinen Zionisten und Progressiven und Hadassah bringt es auf eine ebenso große Fraktion. Misrachi hat 70 Delegierte Mapam und Achduth Uaawoda erreichen zusammen 60 und die Revisionisten 50 Mandate . Die Kongreßzeitung wird in Englisch und Hebräisch während den zehn Tagen des Kongresses erscheinen. Die ersten zwei Tage* der Verhandlungen gelten der Sicherheit Israels und dem Aulrufe der Welt Juden heit zur Hille. Die F'raktionen werden eine* Woche vor Beginn des Kongresses ihre Konferenzen abhalten. um zu den einzelnen Fragen Stellung zu nehmen, zu denen auch die Fusion zwischen Keren Hajessod und Keren Kajemeth gehört. Nach dem Kongreß werden weitere Konferenzen stattfinden, wie z. ß. der Jugendalijah. Die Plenarversammlungen werden in der Ussischkinhallle des Kongreßgebäudes s tattfinden, die 3000 Personen faßt, weitere 40 Fraktionszimmer und Säle bis zu 600 Sitzen werden vorbereitet. Marmor Die bisher grüßte Exportsendung an Marmor mit 60 Blöcken zu 400 Tonnen wurde; mich Belgien verschifft. Din vorliegenden Bestellungen aus Amerika überschreiten die Produktionsmöglichkeiten. Diamantenschleiferei In Beer Schewa wird eine Diamäntenschleifeiei errichtet, die 150 bis 200 Arbeiter beschäftigen soll. Zur Ausbildung von Facharbeitern hat das Arbeitsministerium Subventionen zur Verfügung gestellt. Nr. 07 Keren Masen Wie der Vorsitzende des ölfent liehen Beirates des Keren Magen, Raw Aluf Jaakovv Dori in r*iiir*r Tel Aviver Pressekonferenz mitteilte, gingen hei dem Rii*- sluncsfoiids bis Ende* Jänner IE. 14.3 Millionen ein davon 9-2 M?11 on.’ii in bar (der Rest in form von Verpflichlunqserklärunqen zugunsten des Eonds|. Die erste; Etappe* der Sammelaktion soll bis Mitte n ’er spätestens Ende März abgeschlossen werden; bis zu diesem Zeitpunkt will man iusegsamt IE. 25 Miflienen aufhringen. In den nächsten Wochen wiid eine Iniensi v iei ung der Samt mi’ltiiligkeit <*(*;>!, nt, am eie Eingänge zu verstärken und auch diejenigen Kreise zu ei fassen, die sich bisher ihrer Verpflichtung gegenüber dem nationalen WMfenionds enE/oqcn haben. Insbesondere soll die Fm/n'Innig der Spenden entsprechend der generell feslge dzteln Gnade bei den Eestangesleilten nnqeschIi -is<*ii wrden. Wan hofll, von den im festen Arhcilsverhallnis stehenden Lohn- und Gehaltsempfängern noch etwa vier Millionen zu erhalten. 20 Jahre Goldberg-Stiltung Dieser Farn* ist der zwanzigste Jahresbin, der Stiftung des verstorbenen J. L. Gm|dhere und o'iuer Gattin. Die Summe von!L. 63.000. — selbst entfiel an den KKI. (das größte bisher in Israel zugunsten des Ponds ausgestellte Testament), während die* Zinsen Kuli iiriusl il utionen zugute; kommen. Während der vergangenen zwanzig Iah re hat (P*r Verwalt ung.;rat der Goldherg-Stifhing ülmr II- -10.000.— an verschiedene kullurel e Unternehmen verteilt und die Veröffentlichung vieler Werke von literarischen und wissenschaftlichem Wert un'er,stützt, darunter die hebräische Übersetzung der Odyssee (durch den Dichter Saul Tsclc nic.howsky) onci verschiedene literarische;, historische, archäologische und philosophische Zeitschriften. Glühlampen Im Industrieviertel Jerusalems wurde die neue Fabrik zur Herstellung elektrischer Birnen in Bel riet; genommen. Das Kapital von 550.000 Pfund wurde gleichmäßig in Israel und im Ausland aulgebraclil. Israel henötigl jährlich 3 Bis I Millionen Birnen, wovon jetzt 2,5 Millionen im Lande hergeslelil werden können. Später soll der Hxporl aufgeluunmen werden. Export nach Kanada Der Kxporl nach Kanada isl in der /.weilen llällle des Jahres 1055 um (4)0.000 Dollar postieren. BekleidungsgegenstänPe und Zi I rusfriiehI e sind die 'hauptsächlichsten Ex porlartikel, während v.m Kanada Hol/, Maschinen und Papier eiigyfülli I ivird. Neue Textilfabrik ln ()r Akiba bei Caesarea wurde der Grundstc'in lür eine neue Textilfabrik ge'eyi.die vonl n eri.eliiiiem inFrankreich betrieben werden wird. Vorerst werden 30 Webstühle in Bel riet) genommen, denen später noch weitere 60 hinzugelügt werden sollen. Zur Ausbildung wurden einige nordafrikanische Einwanderer in die Fabrik eines Teilhabers nach Lyon gesandt. Der Rassen gelang es im Jahre 1955 von amerikanischen Investoren 1,4 Millionen Dollar für Bauzwecke in Israel zu (erhalten.