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Die Stimme · 1956-03-01 · Heft 97 (März 1956) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1956
Issue
Heft 97 (März 1956)
Date
1956-03-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 97 Dir STIMME Seite 3 Masbith Meuchedeth Lröfhumg der Aktion Israel 1956. Dom Ernst rp*r Sltinde entsprechend nahm die Leitung des Maebith Mewchedelti von “iner großen feierlichen Eröffnung in diesem Jahre Al)sl<ind und lud um I iiensla g, d“n 13, März zu einer ersten Sitzung des A rheitskomilees im Festsritdo der israelitischen Kulluseemeinrle, ein. Den Abend loilele der Präsident ries Magbilh, Herr i 5 i r r* Gustav leilner, mil einer Darstellung der besonderen Situation f'in und gab bekannt, daß sowohl der Gesandte des Sinnlos fsr.ie), llerr Minister Slunii“! Benlsur, wir« auch dir; Isrueiitischo K u Ilus' emeinde Wien, in der Person ihres Präsidenten Herrn Dr. Emil '-’nurer, da s Prob'k Io: nt iil er die Aktien Reses Jahres übernommen haben. I: wurde ein“ I "klnrnli “ des Gesandten des Slnnle. I.,rnei verlesen, in do> er (hon Ma; >bith vwlh's Gelingen wen-.rlile unrl ihm seine weitgehendste IJidersI iii /iin‘> zusn;lw Als re-,her Redner sprach f ferr Präsidenl Dr. Maurer und führte mil großer Findrinelich keil die \ erpfIic hluin.en der öslerreic bischen .Juden am Aulhnu fsrciel leilzunehmen, rlem l'uhlikum vor Alicen. ,,Israel ist in Gefahr, nlie ideologischen A u so inandersol zungen haben zu schwei')f>ri, wenn es gilt in der Stunde der Gefahr unseren Brüdern in Israel helfend zur Seile* zu stehen." Um ein Beispiel zu setzen, deklarierte Präsident Dr. Maurer am eieichen Abend den Beitrag der Israel i tischen Kult usgoineinde für die Aktion dieses Jahres. Die nächste Rednerin war die Sonderdeleeierto rler /.c'ntrale Jerusalem, Frau Jel'ka l.,evy-Stein, die vor Kurzem zur Leitune des Magbith in Wien eingefre/ffen ist. * Die Rodnerin gab ntil großer Sachkenntnis ein anschauliches Bild der wirtschaftlichem und geistigen Situation des Israel von heute und schilderte di“ Gefahr für die Existenz, des jungen Staates durcJi die Feindschaft der arabischen Nachbarstaaten. Aus unserer Jugend sind wieder ,,biblische rb'slaben" geworden, in der einen Hand die Keule und in der anderen das Schwert, und wir wissen daß wir von allen Seilen von Feinden 'umrund sind, daß wir die letzte Station erreicht haben. Von Israel gehen wir nicht mehr fort. Vcn Israel kann man uns nicht vertreiben. Wir sGlion mit dem Rücken zur Wund wenn auch döse W.ind das Meer ist." krau levy-SFun forderte die Anvve* .'.enden auf. alle Kräfte* eiuzusetzrui, um dem Maglulh dieses Jahres zu einem erMbui Frlolg zu verhelfen. ,.Wir müssen die BMI UP e verdoppeln, \'b*nschen die zu uns noch uichl gehört liaGm, müssen erlaßt werden, damit auch dir« kleine Judenheil in Österreich in dieser ('nisten Stunde den Brüdern in Israel ihr«' Verbundenheit, und MiOerantwortuno dokumentiert. Wir bauen das Fand Israel nicht nur für ue i, i r kau ■ 11 es Iiir alle Juden in der Well und wenn es uelinek so wird (las die Freude und der Stolz. A I!(*i > *in." ■ •Wenn wir ak w (Gott behüte) uulereeti n sollten, so wird jeder Jude in der ganzen Well Rechenschaft ablogen müssen. vvanou er in diesem Augenblick seine Verpl li< hUngen nie ht erfüllt hat. Wii uek.en unser Reben und unser Blut, Ihr bezahlet nur in i<- li ugender Münze, aber das ist d >r beilr.is. nei Judenscliali in der Golah, umd wenn wir wissen, daß ihr hinter uns stehet, dann werden wir an der Front, den Mut haben, den Kampf zu führen. Gebt uns Waffen in die Hand — wir werden sie führen."! , ' Anwesenden waren sichtlich ororiflen von den ernsten und eindringlichen Worl 'ii der Rednerin und versprachen alles zu tun, um die Arbeit für den Magbilh Mmichedoi li zu einem Erlolk zu I ühren. Herr Elias Schapirn. Co-PräsirGnf des Magbith der atu selben Tage aus Israel zurnokeokomm?n war, unterstrich die Worte von Frau Fovy-Stein mit der Aullorderun'.', keine Zeit zu verlicien, sondern sofort mit allen Kräften die Aktion zu beginnen. Fine Diskussion über die besten Me- 1 horten der Durchführung der Arbeit beschloß den Abend, der einen würdigen Auftakt für die Aktion Israel 1956!jeden tet. Aus dem Zionistischen Landesverband Leseraum Liebe Freunde! Die jüdisch“ Kulturarbeit in Wien he- IriediM kMnoslalls unsere l< ulturhediiii nissf', da sie vor allem roornlns ist und jedes Systems entbehrt. Fs fohlt das jüdische gesellschaftliche /'.entmin, welches geeignet war.“, das gegense11 ige Kf*n neu lernen, den Meinungsaustausch zu ermöeüc hen und Erfahrungen zu sammeln. Die Not, in die wir Juden, nach der u n vorsb'l (baren K<i last roplie, ro aten sind, gebietet es, rlaß wir uns sammMii und ein“ Rlattlone schallen, von der d;e G “ir’e1 in-a me 11 fk'slall anneliuieii soll. Wir let;en in einer großen gemeine blochen Epoche. Der S aat Israel ist wieder erstanden und seine staatspolil is, heu und kultui “(cm Mrri(*'e•.i• ■ erfüllen uns mit großem Interesse und loeen iiilz vick fällipe 151)it 111 “n auf. Dieser Erkenntnis dürfen wii uns nicht verschließen und miissen altes daran setzen, um mit den israelischen Verhältnissen vertraut zu werden. Der Zionistische Landesverband hat es sich zur Aufgabe '»emacht, in seinen Räumen, Wien IX, Universitätssfraße I 4, einen Treffpunkt, der jüdischen Gesellschaft zu schallen. Hier wird die Möglichkeit i/'boten sein, zionistische, kultureile und yeseilschalfliehe Yortre >,e zu hören, Meinungsaustausch zu pfleoen, Zeitungen und Zeitschriften in |i! Rscher hebräischer, deutscher, englische und französischer Sprache zu lesen und an interessanten geselligen Abenden teilzune Innen. Alle Juden, die Ihr Interesse für das jüdische' Sein wach halten wollen, werden Inemil eingeladen, in unser Heim, Wien k\, Universitäfsstraße J 4, zu kommen. Fs ist täglich von 14 — 20 Uhr. offen. -k v' ( .1 1 .-, / ' 11 des Zinn. Landesverbandes in Österreich Oneg Sabbath Im Sinne d'*s Beschlnsses d(*r letzten (i(*ti''ralvers.unmliing, hat rter Vorstand dos zionistischen LandesvoiTnndes nuni'ii'tir ■ “me i «r.uun-.atoru.cfu* T';!i'’keit intensiviert und die Basis 'erbreilert. Der Kontakt mit (Mn N!ilglied(*ni ist von I i r'iindschal I und I lerzlic hkei I uekennzeichnet und uie i’IU'-k* des zioni-4 ischen ( 'u-driii k i’iis sorul ä itig. Die Frlolgf* der bisher entfalteten Tätigkeit sind zunächst darin zu erblicken, daß von einer Reihe von bewußten Chawerim zusi im monde A uBe nur-t;u voiliei'On und “in Ansporn sind lür die wei-;o4nihb( he Ar'neit. Di(* Auspizien lür die Zu kau ft sind die Ic'slon, dies ums.»mehr. aH Zusam- ,nc n k ürd b* nsriür ' k'si u ii n e nossen aUmähtieh häutiger \v’r*rden. Der zioiusl isch * Ginr.'esv.erl a nd veranstaltet s'*il einer Reihe von Wochen On'ge Sabbat, die sich eines sehr r(-e“n Zuspruchs erfreuen. Diese Sabba‘1b'iern trauen wesentlich zur Anuäheiung der Chawerim,Festigen,1 der Freundschaft und zur Wjederaulielu.in ’ der alten /ion i s! i * ■ e l' (■ 11 Tradition l'('i, (tu* immer erhebend war. Die Sa libat.1 eiern werden von ernsten Vorträgen begleitet, die bisher von Erof vir Do Kupfer und Dr. Gellem m populärer Weise lehrreich und iider-'ssant geha'len vvurdon. R \ i r ergreifen mb Heliiedipung die Ccisienheil, den eennn.ut.en Rersfnilichkf'ilen Dank zu sagen mid (jie große Muhe zu erwähnen, der sich unser Rräsidi.öui Iglied Herr Saum ei ßrod, Frau Ti-udienkel und Frau 'Mittler unterzogen ' d n. ew ..Ri , s'.'lräir.' Ce!i**:y*n der Sabb,bleiern zu gewährleisten. Die Mühe der letztgenannten RersönkiHikeiGn kann nicht hoch genug eilige;ch b/i werden, da es sich hier nich1 nur um c-:: m-mueile ArR*;l, sond tuauch um eine ideelle handelt, die von •’en r' ntee mi» vjr>' ipehe, mit Treue t ■ ii n : i ’i ib.ie u'ut iuteresse unserer gemeinsamen Sache vollbracht wird. | Dr. Emil Neuspiel wurde am 30. Jänner 1956 bestattet. Die Nachricht von seinem plötzlichen Hinscheiden hat seine zahlreichen Freunde*, Kollegen und Gesinnungsgenossen tief erschüttert. Ais Mensch und Jurist in gleicher Weise hochgeschätzt, hat er durch s-in liebenswertes, hilfreiches, wahrhaft giith es Wesen, seinen Humor und seine philosophische Einstellung zu allen Problemen des Lebens immer danach gestrebt, das Vorbild eines guten Juden zu sein. Seiner Erziehung nach mit gut fundiertem, jüdischen Wissen ausgestattet, war er seit seiner frühen Jugend als Mittelschüler, Student und später in seinem Berufsleben der zionistischen Arbeit von Herzen ergeben und hat als Jude und Zionist immer seine Pflicht erfiilllt. ln ihm verliert die Wiener zionistische Gemeinschaft einen, allein falschen Ehrgeiz und Pathos abholden Menschen von aufrichtiger Wesensart; nicht viele Persönlichkeiten dieser Art konnten nach den Stürmen der Vernichtungsjahre an ihre ursprüngliche Wirkungsstätte zurückkehren und den Idealen, denen sie ihr Leben gewidmet haben, mit besten Kräften weiter nachstreben. Anläßlich der Neugründung des Zionistischen Landesverbandes im Jahre 1945 hat Dr. Neuspiel für diesen Zweck vorbildliche Arbeit geleistet. Dr. Neuspiels reiches Fachwissen, gepaart mit wahrer Bescheidenheit und feinem Humor haben ihm die Wertschätzung aller Menschen, die beruflich mit ihm in Berührung gekommen sind, gesichert. Seinem Wunsche entsprechend wurden an seiner Bahre nur kurze Worte der Würdigung, durch den Präsidenten der Zionistischen Föderation, Herrn Gustav Gülner, und für den llerzlklub, mit dem der Dahingeschiedene eng verbunden war, von Herrn Dr. Heinrich Sokal gesprochen. Die Wiener Judenschaft und Anwaltschaft hat einen aufrechten Menschen verloren, der ihnen wahrlich zur Ehre gereichte. Mendel Karger in Wien Men tet Karger, der israelische Scheliach und Leiter des Magbith Meuchedeth in Deutschland, hat seine Tätigkeit in Europa beendet. Auf der Durchreise hielt sich Karger in Wien auf und gewährte unserem Präsidenten Tischenkel ein Interview, das wir in der nächsten Nummer bringen werden. Pension Cosmopolite jMjjTVLMk Haus ersten Runges I IßWÖl Zentrale Luise I Mäüige Preise yj|¥/ Win VUl, Alsiritrile 23 Telephon A 25 0 60 Einigung der Zionistischen Parteien in Österreich Nach dem Vorbild Israels sowie einiger Länder, haben in Österreich Verhandlungen /wischen den Allgemeinen Zionisten, (fein Misrachi und der Paule Zion s;aRgeluncl“i>, um eiron Wahlkampf zum bevorstehenden Zionistenkongreß durch eine Einigung der Paite.cn zu vermeiden. Dabei war der Gedünkt* ausschlaggebend, daß heule eine Demonstration der inneren Geschlossenheit der zionistischen Bewegung, ja des ganzen jüdischen volkes wichtiger sei als jo, um vor der Welt unsere Finheil und Solidarität mvi dem Staate Israel zu bekunden, der sich gegenwärtig so großen und zahlreichen Schwierigkeiten oegeniibersieht. Keim* Richtung könnte es verantworten, in diesem Augenblick Energie*, finanzielle Mittel und kostbare Zeit für Partei.iuseinandersetzungen zu opfern, statt sich mil edlen Kräften konstruktiven Aufgaben zu widmen. Die Einigung der Parteien, welche die Träger der zionistischen Arbeit in Österreich sind, wurde dadurch erleichtert, daß die Ergebnisse der Schekelaktion zur Entsendung von fünf Kongreßdelegierten aus Österreich berechtigen. Besonderer Dank gebührt daher den disziplinierten Schekelzahlern, die auch diesmal wieder durch den Erwerb des Schekels ihre Treue bewiesen und dieses Ergebnis ermöglicht haben. Jüdische Jugend! Mit Hilfe einer großzügigen Subvention der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, hat der Zionistische Landesverband in Österreich die Möglichkeit, drei junge jüdische Menschen zu einem 18 Monate dauernden Aufenthalt in Israel cin-ua Ren. Die Reise ins Land und Aufenthalt dort, werden aus die-ev Subvention voll bestritten. Bewerber und Bewerberinnen, die von dieser einmaligen Gelegenheit Gebrauch machen wollen, wenden sich an das Sekretariat des Zionistischen Landesverbandes in Österreich, Wien IX, Universitätssl raße I, Tel. A 2b 4 73, wo auch ausführliche Broschüren in deutscher Sprache erhältlich sind. Wolf Tischenkel Bernhard Braver Nlit^iieil der WelU-N' kutive Viy.v|»ri\sUU*.nt des fdr die ShnutSherutti Ak.ion Zion. Landesverbandes Oiaimizmah Der Sohn des bekannten israelischen Journalisten, Dr. Imanuel Unger, GABRIEL, hal Barinizwah am Samstag, den 24. 3. um 9 Uhr im Seitenstettentempel. Der Zionistische Landesverband und die Redaktion ,,Die Stimme", gratulieren herzlichst!

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