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Die Stimme · 1956-01-01 · Heft 96 (Januar 1956) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
1956
Issue
Heft 96 (Januar 1956)
Date
1956-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 96 DIE STIMME Seite 5 Wissenswertes aus Israel Fi* Wanderungen im Jahre 1955. Im Jahre 1955 sind 36.086 Neueinwanderer nach Israel gekommen, davon im Monat Dezember 1955 kamen mit der „Jerusalem" 1092 Olim an. Die meisten Olim kamen aus Marokko. Sofort nach der Ankunft wurde der Großteil der Olim nach dem Negevn!n den Lachisch-Bezirk und in das Tanach-Tal bei Affule gebracht. In diesen Gebieten werden in diesem Jahre sechs neue Siedlungen errichtet werden. Neueinwanderer aus der UdSSR und de» Ostblockländem. Aus der UdSSR und andern Ostblockländern sind 96 Neueinwanderer fcn Israel eingetroffen. Von diesen Neueinwanderern kamen 29 aus der UdSSR, 13 aus Rumänien, 17 aus Bulgarien, 18 aus der CSR und die übrigen aus Polen und anderen Ostblockländern. Die Aussichten der Alijab ans Polen sind, nach eingegangenen Informationen, gut, obwohl aus Polen keine Massenauswanderung erwartet ■wird. Es hat den Anschein, daß die polnischen Behörden ein gutes Veratändnis zur Wiedervereinigung der Familien auf bringen. Auch scheint es, daß sich das Verhältnis zwischen Polen und Israel sehr gebessert hat. Die Errichtung des neuen Krankenhauses in Aschkal m. Der Südafrikanische Gesundheitsmi- »ister und Mitglied des südafrikanischen Parlamentes Dr. Henry Glückmann, der sich z. Zt. in Israel aufhält, hat für den Krankenhausbau in Aschkalon 50.000 IL gespendet. Gleichzeitig wurde von einer Gruppe südafrikanischer Persönlichkeiten anonym 200.000 IL für die Errichtung einer Geburtenabteilung im gleichen Krankenhaus gespendet. Kupferwerk bei Eilath In Kürze wird in Timna, 20 Kilometer nördlich von Eilath, der Grund »tein für ein Kupferwerk gelegt, das ön Jahr rund 7000 Tonnen Kupfer erzeugen soll. Maschinen und Ausrüstung für das Werk erhält Israel im Rahmen des deutsch-israelischen Wiedergutmachungsabkommens. (JTA.) Hilfe für arabische Landwirte Das israelische Landwirtschaftsministerium half im Jahre 1955 den von der Dürre dieses Jahres betroffenen arabischen Landwirten durch Anleihen, Bewässerungsanlagen und Lieferung von Samen. 70 Prozent der gesamten Investitionen leistete der Staat Israel. 3150 Studenten Die sechs Fakultäten der Hebräischen Universität verzeichnen in diesem Jahre eine neue Rekordzahl von 3150 Studenten gegenüber 2958 im Vorjahr. Unter den Studenten befinden sich 75 Araber und Drusen. (AJW.) Ägypten will Panzerplatten Ägyptische Einkäufer verhandeln gegenwärtig in Linz mit den Vereinigten österreichischen Stahlwerken über den Kauf von 20.000 Tonnen Panzerplatten, die noch aus der Produktion der früheren Göring-Werke in Linz stammen. Die Ägypter wollen die Panzerplatten angeblich für „Reparaturarbeiten". Die Entscheidung über das Geschäft liegt bei der österreichischen Regierung. Adenauers 80. Geburfsfag Der Leiter der Israel-Mission, Dr. F. E. Shinar, in Westdeutschland, wurde von Bundeskanzler Dr. Adenauer empfangen, um ihm zu seinem 80. Geburtstag die Glückwünsche des israelischen Außenministers Sharett, des Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Nahum Goldmann und seine eigenen Glückwünsche zu übermitteln. Im Namen 'des israelischen Außenministers überreichte Dr. Shinnar dem Bundeskanzler ein Album, das alle Briefmarken enthält, die seit der Staatgründung in Israel herausgegeben worden sind. Dr. Goldmann sandte zwei altisraelische Münzen und zwar einen Silber-Schekel aus der Zeit des ersten jüdischen Aufstandes gegen die Römer (66—70 v. Chr.) und eine Tetradrachme aus der Zeit des zweiten Bar-Kochba-Aufstandes (132—135 n. Chr.). Im eigenen Namen übergab Dr. Shinnar einen von jemenitischen Silberschmieden angefertigten Silbertelier mit der hebräischen und deutschen Inschrift: „Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Spieße zu Sicheln, nicht mehr wird Volk wider Volk das Schwert erheben und sie werden nicht mehr den Krieg einlernen" (Prophet Jesaja). Zur Erhaltung des Friedens Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Dag Hammarskjöld will, wie in New York offiziel verlautete, in der zweiten Januarhälfte mit ägyptischen und israelischen Politikern über die Möglichkeiten zur Erhaltung des Friedens im Nahen Osten verhandeln. Er wird am 21. Januar in Kairo sein und zwei Tage später nach Israel Weiterreisen. Anschließend wird der UNO-Generlsekretär in den Haupts Städten Libanons, Syriens und des Irak verhandeln, um sich auch dort um eine Beilegung der bisherigen und eine Verhinderung weiterer Grenzzwischenfälle zu bemühen. Neues Schiff eingelroffen Der neue 4400 Tonnen Frachter „Kedmah", der von Deutschland für die „Zim“ im Rahmen der Reparationszahlungen gebaut wurde, ist in Haifa eingetroffen. Dieses Frachtschiff hat ebenfalls eine Spezialeinrichtung für den Transport von Zitrusfrüchten. Produktion von Superphosphaten Wie die „Fertilizers and Chemicals Ltd." mitteilen, wurden im Jahre 1955 rund 100.000 Tonnen Superphosphore produziert, gegenüber 76.000 Tonnen im Vorjahre. Die Ölraffinerie in Haifa. Die Ölraffinerie in Haifa, die der British Petroleum Co. und der Shell Co. Ltd. gehört, hat eine Jahreskapazität von vier Millionen Tonnen Rohöl und wird darum in der Lage sein, das gesamte einheimische öl zu raffinieren. Neuer ständiger Siedlungspunkt oberhalb des Toten Meeres. In Ejn Gedi, oberhalb des Toten Meeres wird durch eine Gruppe des Ichud Hakibbuzim whak wuzoth ein ständiger Siedlungspunkt errichtet werden. Bewässerungsanlagen wurden schon installiert und einige tausend Dunam Boden sind schon zur Bebauung vorbereitet worden. Neuer Leiter der Atijah-Abteilung der Sochnuth. In der letzten Sitzung der Exekutive der Sochnuth wurde auf Vorschlag von Herrn Schragai, Herr M. Duwdewani als Leiter der Alijah-Abteilung der Sochnuth von der Exekutive bestätigt. Zitrusexport. In dieser Saison wurden bis zum 31. Dezember 1955 rund 795.000 Kisten Zitrusfrüchte exportiert, wovon England mit rund 345.000 Kisten der Hauptabnehmer war. Zuckerrohrallbau. Die ersten Versuche des Anbaus von Zuckerrohr in verschiedenen ausgetrockneten Sumpfgebieten waren so erfolgreich, daß man beschloß, weitere Anbauflächen der ausgetrockneten Sumpfgebiete dem Zuckerrohranbau nutzbar zu machen. Verschiedene Industriezweige verwenden jetzt schon das Zuckerrohr für die Fabrikation ihrer Erzeugnisse. Produktion von Ammoniak aus der Luft. Die „Fertilizers and Chemical Ltd." begann nun nach mehrjähriger Konstruktions- und Vorarbeit mit der Ammoniakgewinnung aus Stickstoff, welcher aus der Luft gewonnen wird. Für die Anlagen mußten 7 Millionen IL. investiert werden. Die Ausrüstung des Werkes stammt zum Teil aus Amerika, zum Teil aus Deutschland im Rahmen der Reparationslieferungen. Die Anlagen erstrecken sich auf einer Fläche von etwa 100 Dunam. Qen.-HoHSul A. SfUd Generalkonsul Arie Eshel nahm am 6. Dezember 1955 von Wien, insbesondere von seinen zionistischen Freunden Abschied. Er folgte einem Auftrag des israelischen Außenministeriums, im Lande einen wichtigen Regierungsposten zu übernehmen. Während seiner fünfjährigen diplomatischen Tätigkeit in Wien, trug Eshel zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Österreich und Israel entscheidend bei. Seine besondere Geschicklichkeit, Klugheit, Menschenkenntnis und Welterfahrung fanden darin Ausdruck, daß er mit einer gewissen Selbstverständlichkeit den Kontakt mit Regierungsmitgliedern, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren herstelllte, aufrecht hielt und immer mehr an Boden gewann. In Anerkennung seiner Verdienste, wurde Eshel zum Generalkonsul ernannt. Eshel zu Ehren veranstaltete die Zionistische Föderation am 5. Dezember 1955 im Hotel „Sacher" einen Anbau verschiedener Obstsorten un Negev. Man will nun daran gehen, de« Obstanbau auch im Negev weiter z« entwickeln, ln den letzten Jahren wurden bis jetzt im Negev auf rund 8000 Dunam Obstbäume kultiviert. In dieser Saison sollen nun im Negev 680 Dunam Weintrauben, auf 200 Dunam Steinfrüchte und Äpfel, auf 150 Dunam Gujawa, Granatäpfel, Oliven, sowie im nördlichen Teil des Neger bei Chelez auf 2000 Dunam Zitrusfrüchte angeflanzl werden. Um die Bodenentwicklung. Die Kolonisationsabteilung der Sodbnuth und die Bodenentwicklungsabteilung des KKL haben mit den Versuchen begonnen, auf bergigem Gelände der neuangesiedelten Gebiete wieder Mandelbäume anzupflanzen. In früheren Jahren wurden sehr viele Mandelbäume angebaut, der Anbau war jedoch unter den damaligen Umständen, durch schlechten Boden, viel Ungeziefer und andere Schäden nicht all zu sehr rentabel. Man ist in Anbetracht der in den letzten Jahren geleisteten Bodenkulturarbeiten eines guten Erfolges sicher, und man glaubt, daß der Anbau von Mandelbäumen ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft sein wird, umsomehr, als man dabei auch an den Export denkt. Ausländische Fachleute erhalten Ehrenauszeichnungen. Für die Verdienste um Israel erhielten Frau D. Kid aus England und Dr. P. Olafson aus Amerika vom Staatspräsidenten von Israel, Izchak ben Zwi besondere Ehrenauszeichnungen. ucdäßt ÖsUvwUU Empfang, dem Persönlichkeiten der jüdischen Gesellschaft beiwohnten. Präsident Leitner würdigte die Persönlichkeit des scheidenden israelischen Diplomaten und dankte ihm für all das, was er uns war, was er für unsere gemeinsame Idee geleistet hat und gab der Zuversicht Ausdruck, daß Eshel in seiner neuen Position' zum Wohle Israels und zu unserer Genugtuung Großes leisten werde. Im Namen des Zionistischen Landesverbandes sprach Chawer Braver, der den Gefühlen der Dankbarkeit und Verehrung, die die Zionisten Wiens für Eshel hegen, Ausdruck. Generalkonsul Eshel erwiderte: Die fünf Jahre meiner Tätigkeit in Wien, werden immer zu den schönsten und inhaltsreichsten Zeitspannen meiner beruflichen Karriere gehören. An einer Stelle, die von nur einem halben Jahrhundert Theodor Herzl eine Heimat gewesen ist, als Vertreter Israels zu wirken, bedeutete für mich eine Ehrung und Verpflichtung zugleich. Frische Israelisch© Jaffa - OtÜHtyCH und Jaffa-(Jwpefmiis in Österreich «tili — kernlos — vita m Inreloh

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