Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1955
- Issue
- Heft 94 (Juni 1955)
- Date
- 1955-06-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 94 Seite 3 Dir. s rimmi Aus dem zionistischen Leben in Wien I, Meiseis, Gast des ziem. LcmcZesveiHfeandes7 In den Bäumen des Zionistischen 1 rind'“-'Verbundes in Österreich, fand nn 16 Juni «''in:' Begrüßung zu Minen . i i ■; j 111! i.; < ■ 11:' 11 Pen-MifgliMder statt, die .im i’i'ii-K i uigieß in Wien! 'ilnulimen Der Pi äsiden! des Zionist isch-mi I..iiul 's' i'i ii.indns, Herr Dr. Wo IC I!f'r/.!k'iv, eröllnete mit eindrucksvollen Woi ifii das Mwling utn'l B.il (i.inn I r.iu Ada Nenspie! ein.'' Botschaft Mi llcirris, Kill! m i odakteur des Jewisli Ghronicfe, London, zur \ orlevung zu bringen. Din Verbindung dos dnwish Chronicle mit. dom Zionismus, so hieß os in dnn Zeilen Mn Ilairis, ist seit dom Besuch iiorzls in London nino s«ohinnige geworden Mr Harris wünschte dom Zionistischen Landesverband viol Erfolg in soinon Bemühungen um diu Verbreitung dos Zionismus in Österreich 'dom Publikum lebhaft akklamierl, on! hoi Mrs Toliias (Pen-Klub-1 o o'on), Exokulivmitglicd der Wizo, diu besinn Grüße ihrer Organisation \ o i s! a 11 d s m i t g I i e d Alfred Wnisliul, begrüßte unseren Gast A. Meiseis, und erinnerte an die wertvolle Arbeit, die Me Meiseis in seiner Eigenschaft ah, Di rekLor der „ Jüdischen Künstln! - spiele in Wien" bis 1938 geleistet hatte, hob lohend seine zionistische Arbeit und den ausgezeichneten Einfluß auf das jüdische Theaterwesen in der ganzen Welt hervor. Das Referat des Herrn Meiseis „Jüdisches Lehen in London", fand eine sehr interessante Hörerschaft und brachte uns viel Neues aus der Geschichte der Juden in London bis zum heutigen Tage. Er bedauerte nur sehr, daß das jiddisch nicht mehr die Geltung habe, die es noch vor fünfzig Jahren in London hatte Herr Bernhard Braver schloß den sehr gelungenen Abend mit einem Dank an die Redner. Genercslvers:eE^*nlun^ ln der Vorstandsitzung am 21. Juni, wurde über Vorschlag des Vorstandsmitgliedes, Esriel Seifert, der Termin liir die ordentliche Genera!Versammlung unseres Verbandes, liir den 21. September 1955, festgelegl. Wir bitten unsere Mitglieder die fälligen Mitgliedsbeiträge einzuzahlen, damit sie an der geplanten Generalversammlung teilnehmen können. Die nächste Nummer unserer Zeitschrift „Die Stimme", wird Zeit Ort lind Tagesordnung der Generalversammlung bekannigehen, außerdem erhallen unsere Mitglieder rechtzeitig persönliche EinIadu ngen Wizo Wien Die am 15. Mai im Kreuzkino stattgefundene Ei Im Vorführung der Finne „HADASS1M" (Kinderdorf) und ,,PER¬ CHANCE TO LIVE." (Weg ins Lehen) war ein voller und nachhaltiger Erfolg. Wegen Verhinderung der Vorsitzenden der „Wizo" Frau Neuspiel, hatte Herr Dr. Gelles die Einführung der Filme übernommen und sie auf diese Weise dem Verständnis der jugendlichen Zuhörerschaft n. h 'gebracht. Es ist bedauerich, daß nicht alle Jugendlichem und Kinder Wiens dies:' schönen Bilder über das harmoni u he Lehen der Kinder iin ,,Kinderdorl" und die sorgfältige Pflege der Kleinkinder in denWizo-Heimen sehen konnlen, es besteht jedoch die Absicht, eine Wiederholung dieser FilmorHhrung vorzunehmen. Iws dem Herzl-Kfub Am 17 Mai sprach im O'-dsa.il dos Gale P.HKPm.inn der Mäsid-'nl ries I lerzl-Klubs, Hon Dr David < '«Mb v über „C’hassirlismu'-' •'•m KupPM jüdischer Geschieh! ’ D. r Redner (and ein Publikum, das den Ausfühning''ii mi! großem Intel •■■■■:■ ni'ole; i h i derbe die Anfänge des Cliassidismus, seinen I lolr'punk! und Ein! Paß aut (Erweitern jüdische Gesr heben Holm! Dr. Hirsch! dankte dem R 'dner im Namen rP's f1 'rzl-Kliths und de r Ziihörerschaf! Ihr di - inioini'.Kvr'11 nnrl geist voll 'n Darl.'guneen Am 19. Juni lauJ di : ordentlieh'' Generalversammlun;; des I lerzl-Klubs statt, hei welcher I lerr I (■He it Di. Bei Iho'd Hirsch! einen ku■, n iCer ir- Jom HaaSzmmith-Feier i >1 :■ Zionist isnlm ' Mb'rul Km in '( )s! e i reich. . van •' >i| p« r)ni 1 1 Mai aus Anlaß dos 7 Jahi es'ages der UnabhängigGoP des Staates IsraH, ('ins K n tidg-'hu ug im Gmß >n! ’. m zf' i 1 haiis'-uia I. Schon lang.' vor lb'- ginn unten alle 2e"'0 verfügbar >n l'iät/o vergehen, ".mslmll» vieie Einlaßr.uehende z u nick p«* wir een w.erden mußten Der Präsiden! d;r Zionistischen Fö- Wration, Gustiv LMtir'r, dir Initiator dieser Fm-z!< unrlgohung, begrüßte die Festgäste, innshosoinioie den Konsul des Slaales Israel, Arie Eshel, sowie die Herren der Delegation für jüdische Wiede r gut m a c 1 i u ngsf ragen. Der Redner betonte die Wichtigkeit der Solidari!ät der Juden der ganzen ISRAELITISCHE KULTUSGEMEINDE IN WIEN Der Vorstand der Israelitischen KuHusgejneinde Wien hal beschlossen, anläßlich des 750. Todestages von Moses Maiinonides Preise für populäre Arbeiten über dessen lieben und Wirken auszuschreiben 1. 3 Preise für eine Arbeit Moses Maimonides Leben und Werk 1. Preis.S 3000.— 2. Preis.S 2000.— 3. Preis.S 1000 — 2. 3 Preise für eine Arbeit Moses Maimonides als Arzt 1. Preis.S 3000.— 2. Preis.S 2000.— 3. Preis.S 1000.— Die Arbeiten, in einem Mindestumfang von fünfzig und in einem j Maximalumfang von 100 Schreibmaschinenseiten, sind in fünffacher Ausfertigung bis spätestens 550. September 1955 in einem geschlossenem Kuvert mit dem Kennwort „MAIMONIDES PREISAUSSCHREIBEN“ der Amtsdirektion der Israelitischen Kultiisgemeinde Wien, Wien 1, Schottenring 25, einzusenden Über die Zuerkennung der Preise wird unter Ausschluß jeglichen Rechtsweges die Kulturabteilung des Jüdischen Weltkongresses in London entscheiden Durch die Zuerkennung der Preise erwirbt die Israelitische Kultusgemeinde Wien die Urheberrechte an den betreffenden Arbeiten und behält sich deren Publikation vor sDuktiven Tätigkeitsbericht erstattete, der von allen Anwesenden mit Befriedigung zur Kenntnis genommen wurde. Dem abtretenden Präsidenten Dr. David Gelles, wurde einhellig der Dank des Vorstandes ausgesprochen. Dr. Gelles mußte die Wiederwahl aus gesundheitlichen Rücksichten ablehnen Die darauffolgende Wahl des Präsidiums ergab nachstehendes Resultat: Präsident. Hof rat Dr. llirschl Vizepräsident: Wolf 'I ischenke! Schriftführer: Ing. Siegt. Drill Kassier: Robert Blum Vo rs f and sm i I g I iede r: Dr. Gelles und Dr. Kiwe Hofrat Hirsch! dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen und versprach, den Herzl-Klub nach alter Tradition weiter zu führen. Pension Cosmopolite 1 mwm | Haus ersten Hanges Zentrale l.ajj;e Mül.iij'e PreiHe i Wj Wien VIII, Alserslrafie 23 Telephon A 2ä 0 00 Welt, mit dem Staats Israel und gelobte namens der österreichischen Zionisten, unverbrüchliche Treue unseren Brüdern in Israel. Die Wiener Symphoniker unter 1 eitung des bekannten jüdisch-amerikanischen Dirigenten F. Charles Adler, spielten Beethovens Egmont - Ouvertüre und die 5. Symphonie in C-moll. Dann betrat, herziiehst akklamiert, der Konsul des Staates Israel, Arie Esheß die Rednertribüne und gab in einer groß angelegten Rede einen Überblick über den Werdegang des Staates Israel, seine Leistungen während der vergangenen sieben Jahre, wies insbesondere auf die Geltung des Staates Israel in der übrigen Welt hin und unterstrich seine kulturelle Sendung und seine wirtschaftliche Bedeutung für den nahen Orient. «Aul das fieundschnlfliehe Verhältnis Israels zu Österreich übergehend, beglückwünschte der Konsul die österreichische Regierung zum Abschluß des S!a de Vertrages. Den V oiT'aut des C ückwi nrches IM-..U . ]r auf Seite 1. JüdisdUc JutyChd! Mit Hille f'in-'r großzügigen Subvention de1 Isrealil iseheu Kultusgemeiiidc Wien, lud der Zionistische Landow e; h .ml in Österreich die Mögbchked, drei junge jüdische Menschen zu einem 1«° Mona!'- dauernden Aufenthalt di Israel einzul.-iden. Reise ins Land und Aufenthalt dort, werden ans dieser Subvention voll bestritten. Bewerber und Bewerberinnen, die von dieser einmaligen Gelegenheit Gebrauch machen wollen, wenden sich an das Sekretariat dos Zionistischen Landesverbandes in Österreich, Wien 9., Universitätsstr. 4, Tel. A 26-4-73, wo auch ausführliche B: ■ ..schüren in deutscher Sprache erhältlich sind. Wolf Tischenkel Dr. Wolf Herzberg Mitglied der Dasiotot Weltexekutive für die des Zion. Landesverbandes Shnat Sherut Aktion Neues Heim des Haschomer Hazair Dank den Bemühungen des Präsidenten der Zionistischen Föderation in Österreich, Gustav Leitner, gelang es dem Haschomer Hazair, ein neues Heim, zu finden. Die Einweihung fand am 21. Mai statt, bei welcher der Scheliach des Haschomer Hazair in O’st.ei reich, Jakob Schönfeld, eine Anzahl von Persönlichkeiten begrüßen konnte; den Kanzleichef des israelischen Konsulates Rafael Medan (in Yertetung des von Wien abwesenden Konsuls), den Präsidenten der ZFÖ, Gustav Leitner, den Vizepräsidenten des Zionistischen Landesverbandes, Wolf Tischenkel und den Präsidenten des Herzl-Klubs, Dr. David Gelles. Zu dieser Feier hatten sich alle Kinder des Haschomer Hazair eingefunden, ebenso deren Eltern und Freunde Die Feierlichkeiten begannen mit der Hatikwah, anschließend daran dankte Chawer Jakob Schönfeld allen die sich um das neue Heim Verdienste erworben haben. Der Präsident der ZFö, G. Leitner, überbrachte die herzlichsten Glückder ZFÖ und gab der Freude Ausdruck über die große Begeisterung der im Haschomer Hazair vereinigten Jugend mit welcher sie die Aufgaben des Zionismus erfüllen. Den Abschluß der Feier bildeten Vorführungen israelischer Tänze und Lieder, die mit großem Applaus bedankt wurden. Nathan Moris in Wien Am 23. d. M. traf Herr Dr. Nathan Moris, dar Leiter der Abteilung für Kultur und Erziehung der Jewish Agency Jerusalem, in Wien ein. In einer Rede, weiche er vor jüdischen und zionistischen Vertretern hielt, hob Dr. Moris die Wichtigkeit der jüdischen Erziehung und des täglichen Schulbesuches besonders hervor. Herr Dr. Moris war angenehm überrascht über das Niveau der hiesigen hebräischen Schule. Dr. Moris erklärte, daß diese Anstalt eine der besten jüdischen Anstalten Europas sei und gab seiner Verwunderung Ausdruck, daß nicht alle jüdischen Eltern ihre Kinder diese Schule besuchen lassen. Nachdem die Symphoniker die österreichische Bundeshymne gespielt hatten, intonierte zum ersten Male dieses große Örchester die Hatikwah. Bei allen Anwesenden hinterließ diese imposante Kundgebung für den Staat Israel und den österreichischen 7Jonismin e'nen tiefen und nachhaltigen Pin Kuck.