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Die Stimme · 1954-05-01 · Heft 86 (Mai 1954) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
1954
Issue
Heft 86 (Mai 1954)
Date
1954-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Soitc 2 IN r. 8(> DIE STIMME Aus der Allgemein-Zion. Bewegung Mrir GroRmann iiikI Dr. Facrbci* in Europa. Fortsetzims; von S.'ito I schichte bis /u unserer Epoche nicht zu iihorliol*i rn \orm ochIr. Di-’ Existenz Israels ist rillt' unerseliiitterliclie Tatsache, über die niemand mehr hinweggehrn kann Die Medinali ist von despotischen Mat h teil und feindlichen Völkern umgeben: sie wurde von Kries überzogen und von der IT.er/.ahl der feindliehen Heere schwer bedroht. Welch ein Wunder, daß sich ein kleines \ olk. dem es an militariseher Erfahrung gebrach. der le.nde erwehren und den Sieg erringen konnte! Die Existenz Israels allein ist der trefflichste Beweis für den unbesiegbaren Heist des Volkes, das frei sein will, um i.iclit den reaktionären Mächten der Gastländer zum Opfer zu fallen. N u h sehr langer Wanderung, während der wir Inden mehr Ecid und Not erdulden mußten als andere Kulturvölker der Erde, ist uns Gelegenheit gegeben, eine staatliche Gemeinschaft zu bilden im Geiste unserer Lehren, die auf der Stufe der hohen Ethik stellt. W enige \ ölker können sieh auf Geistesheroen. wie es unsere Propheten waren. stützen, und sieh deren Weisheiten zur Kennung des Volkslebens nutzbar machen. Die Juden werden all ihre Mühe. Klugheit und Kraft konzentrieren müssen, uif den Gleicliklang des Daseins, auf wohl schweres, aber reines, lauteres Leben, auf Gewinnung gesunden, ergiebigen Bodens, auf Fortführung der Wissenschaft, auf Entwicklung moderner Industriebetriebe und Erreichung all dessen. was die menschliche Gesellschaft /um Leben braucht. Der Staat der Juden ist in die V ülkerfumilie cingetreten und wird jene Sendung erfüllen, der es im Ablauf der Geschichte teilhaftig wurde. L nser \ olk gab der Menschheit die zehn Gebote, die Lehren seiner Propheten, in denen die Gerechtigkeit und Wahrheit postuliert sind. Israels Zukunft ist mit der des ganzen jüdischen \ olk es eng verbunden. Wir müssen erkennen, worum es geht. Der Staat Israel kann keinesfalls der Hilfe der Juden außerhalb seines Gebietes entraten. Niemals konnte ein Land ohne Opfer, Miilic. Entbehrung entstehen, erblühen und erstarken. Lasset uns alle Kraft anspannen, sichern wir den politischen Bestand der jüdischen Heimat, damit das prachtvolle Werk sieb weiterentw ickcln und der Zukunft Rechnung tragen könne. Mögen wir bald des Glückes teilhaftig werden, den Wohlstand Israels und das gesunde, sichere Leben der Judcnscliaft zu preisen! B cr nh a r d B rav er* Israelitische Kultusgemeinde Wien \iit Rücksicht auf die schwebenden Verhandlungen zwischen den zionistischen Mandataren und den Mandataren des Bundes werktätiger Juden, wollen wir zu den strittigen Fragen, die in der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde zu Zerwürfnissen führten, keine Stellung nehmen und behalten uns vor, in der nächsten Ausgabe unseres Blattes auf die Vorgänge in der Wiener Kultusgemeinde ausführlich zurückzukommen. Herr Mcir Großm um. Mitglied der Zionistischen Exekutive und Beisitzer im Wirtsdiaftsr.it der Jewish Agency. befiud-I sich derzeit in Europa im Aufträge des W irtsi haftsrat; s der Soclmut. Ms Knesset-Abgeordneter und Führer der Progressiven Partei der Allgemeinen Zionisten in Israel, befindet sich l)r. Facher in Europa. Herr Dr. Faerhcr beabsichtigt während seines Aufenthaltes in Europa ein luv estitionsprogrnmm für Israel durch die Vermittlung der Gesellschaft ..Bnssco" durch/.uf[ihren. Ferienkolonien jn Israel. Im Rahmen der von den Zionistischen Föderationen in Frankreich und Nord- M'rika durchgeführten Ferienaktionen, wc/d.n in diesem Sommer eine erhebliche Anzahl jüdischer Kinder aus den genannten Ländern ihre Sommerferien in unseren Kibbutzim in Israel verbringen. Studc:il:iiausf*ug nach Israel. ln unserem Kibbutz in Kfar-Glickson in Israel wird in den Sommerferien eine Wiedergutmachung AussihuB für jüdische Ansprüche an Österreich hat Einladung angenommen. Die \ crbandlimgcn zwischen der österreichischen Regierung und den jüdischen W eil oganisati onen über eine Regelung der jüdischen Entschädigungsansprüche sollen im Juni wieder aufgenommen werden. Dr. Nalium Goldmann, clcr Leiter der Claims Conference, teilte gleichzeitig mit, daß der Ausschuß für Ansprüche an Österreich eine Einladung des österreichischen Bundeskanzlers angenommen habe. Bundeskanzler Raab und Finanzmiuistcr Karnitz haben sich jetzt bereit erklärt. die Frage des erblosen jüdischen Eigentums in Österreich zu erörtern und gesetzliche Maßnahmen in die Wege zu leiten, die den einzelnen überlebenden und ihren Angehörigen zugute kommen sollen. Leopold Herzka Ix cgi monumentum aere perenius. Einer unserer Resten, der ausgezeichnete Mensch, Jude und Zionist, llof'rat Ing. Dr. Leopold Herzka, ging von uns. Am 27. April 1954 geleiteten wir Leopold Herzka zur letzten Ruhe. Die zionistische Welt trauert um den Verlust eines Mannes, der zu den wenigen Atiserwäiilten gehörte, die an der Wiege des politischen Zionismus standen und Theodor Ilerzl persönlich wertvolle Dienste leisteten. Als Ingenieur zählte Herzka zu den licrv r nagendsten Brückenbauern: auf diesem Gebiet konnte sieb sein Geist schöpferisch auswirken. Nach seiner freiwillig erbetenen Pensionierung, gab sich der Gelehrte der I' f-rscberläligkcit bin und schrieb theoretische Werke, die grundlegend sind und in der Eucbuelt Aufsehen erregt haben. Die Technische Hochschule in Wien würdigte die Bedeutung des Forschers und sein.- exzellenten Leistungen und verlieh ihm im Jahre 1947 den Titel Doktor der technischen Wissenschaften. Damit bat das Rektorat dir Technischen Iloi hsclmie in W ien nicht nur Ing. Dr. Iler/ki, sondern auch sich selbst geehrt. Die ID su! täte seiner Forscheriätigkeit sind in mehr als (iO Abhandlungen erst bienen. Ferienkolonie für Studenten aus Europa erfülltet. Aus I rankreich und Belgien sind l.enits zahlreiche Anmeldungen ringelangt. Weitere Anmeldungen werden im Büro der Zionistischen Konföderation m Paris entgegengenommen. Nr;ii' Shnat-Sherut Gruppe im Juni. Im Monat Juni weiden auf der I Indisch,tru in Frankreich Gruppen von Jugcmlliihcii aus Frankreich, England und Italien erwartet. Herr Le mb arger, der neue Leiter der Slmaf-Sherut. in Europa ringctrofjfrn, ln London ist Herr Dov Lemherger eilige troffen. Der neue Leiter der Slmal- Sheiait-Vktion in Europa, Herr Lemherger. übernimmt die bisher von Gbuver Ei.scn.studt i mir gehabte Stelle. Wir wünschen Herrn Lemherger viel Erfolg auf M’iuim neuen Posten. S.ammrnagrr des Hauaar llnzbni. In den Sommermonaten werden die Lande.sorgaiiisutionen des llnuonr Ifazioni in Frankreich. Belgien. Marokko und Tunis Ferienlager organisieren, an welchen ungefähr 500 Jugendliebe teilnebmen werden. Außerdem werden in Frankreich ein zentrnlcs Sommerlager und ein Seminar für die Jugendfülirer des llanoar llazioni aus Europa und Nord-Afrika stattfinden. Wie tycatütUcefv! •rj y mm Am 24. Juni 1954 feiert Krau Rosa R a r u s c b ihren 75. Geburtstag. Eine mit allen Vorzügen nusgestattete Frau, führt sie ein Leben der Gerechtigkeit, der Wahrheit. der Menschenliebe und der Treue zu ihrem Volke. Krau Barasch ist de.i) Gedanken des Zionismus ergeben und findet Glück darin, daß der Staat Israel wieder erstand. Mutter von drei Kindern, lebt eine Tochter in glücklicher Ehe mit unserem V i rslaiulsmitglied und Gründer der ..Stimme”, Salo Gutmann, während zw ei Söhne in Israel den ständigen Wohnsitz haben und wesentlich zum Aufbau des V aterlnndes heilragen. W ir gratulieren unserer sehr verehrten Jubilarin und .sprechen den Wunsch aus, cs mögen ihr noch viele frohe und schöne •Jahre beschiedcn sein! Juwelen - Uhren Ein- und Verkauf Gelegenheitskäufe Sämtliche Reparaturen werden billigst mit Garantie durchgeführt Wilhelm Bernhard (Nadel) WIEN I, PLANKENGASSE 1, TELEFON R 25 1 84 Schreibmaschinen (auch Iwrit) Rechen- und Addiermaschinen Diktiermaschinen BUROMDBEL, BUROBEDARF Büromaschinenreparaturwerkstätle HERMES Günstige Zahlungskonditionen Kontor- Einrichtung« - Beoellschaft ERWIN BRAUN & CO. 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Juni 1954 Cafe Herrenhof, Wien I, Herrengasse 10 Unter dem Ehrenschutz von Frau Adele Eshel, Gemahlin des Israel - Konsuls. Künstlerische Darbietungen Beginn 16.30 Uhr Eintritt frei I gerichtet. Der erste klare Widerstand gegen diese Praxis kam aus den Kreisen der sogenannten ,,Stamm“-Zionisten, d. h. der Allgemeinen Zionisten, die vor den bösen politischen und wirtschaftlichen F eigen einer einseitigen Partei Wirtschaft warnten. Besonders heftige Kritik übten die Allgemeinen Zionisten an der Organisation des israelischen Schulwesens. Sie forderten mit unbeugsamer Entschiedenheit die Einführung der einheitlichen Schule, um den Prozeß der Verschmelzung der verschiedenen Gruppen aus allen Erken der Well in eine einheitliche Nation zu beschleunigen und die heranwachsende Jugend vor parteimäßiger Indoktrination zu schützen. Die herrschende Partei, die Mapui, die religiösen Parteien Misraehi und Ägudah und Mupam setzten dieser Forderung nach einem einheitlichen Schulwesen den heftigsten W iderstand entgegen. Zum Glück erkannte David Beil Gurion, der nicht nur Ministerpräsident, sondern auch Verteidigungsminister war, die große Bedeutung einer einheitlichen Schule für die I leraiibildung national bewußter wehrfähiger und wehrwilliger Bürger und Bürgerinnen. Die israelische Armee ist der w'uhtigste Sehmelzticgel zur Formung einer einheitlichen jüdischen Nation in Israel. Die wichtige Aufgabe der Verschmelzung wird aber am wirksamsten durch eine gleichmäßige Erziehung in der Schule vorbereitet. Weil die Forderung der Allgemeinen Zionisten nach einem einheitlichen Schulsystem die Grundinteressen der staatlichen Existenz im Auge hatte, mußte sie sich trotz aller parteiischen Widerstände durchsetzen. Wenn jetzt, sechs Jahre nach der Entstehung des Staates, die Errungenschaften Israels aufgezählt werden, so können die Allgemeinen Zionisten für soll den großen Erfolg buchen, den Weg einer einheitlichen Erziehung gewiesen zu haben. Konfektion en gros N. Grünberg Wien I, Rofenturmslr. 25/3 Telefon U 24-0-64 KAFFEE-RESTAURANT GRILLPARZERHOF L, Bauernmarkt IO, Tel. H 25-4-90 Streng orthodoxe Küche empfiehlt sich für Hochzeiten, Festlichkeiten und Banketts.

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