Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1954
- Issue
- Heft 84 (März 1954)
- Date
- 1954-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 DIE STIMME Nr. 84 Haß ohne Ende Nach der Berliner Konferenz K" steht .»hl in (Irr (irsrliieltte ilt't K til t unueiiM'ldiei t rin/iu da. (I:if> i'ine Gruppe sielt /'■ .■ I! Hi |.siHlnn«js|)['ir .1 (e - m n" /es-.intm tisrhlirIm um zu \.'vhin di rn. ()•:!.' d;s oml; uiffintlhnr.' Ha.ilnfiil dem mm h tm;i!:•:<?,en Eie.• ntiiin r /iinickerst'\tt<M wird. Seit Menschen in gesrlthw. ■ si ii eit Grbin'e't m 'dein. I!<m Ii (sprechen m I (ine (.rieh Ishcirkei' hoben. ui cd dis (besetz resp ktiert. wonoeh mit Personen, die nt schwöret BedrünnnL sind und in der Ibkundumi ihre. fn’ieit W iileiis gehindert sind, reellts\ erhindliche l’ransaktim;/o nicht Getätigt u erden können. Der Ve/Gnuis hat über d is gesamte )ndenumt den Vusnahme/.ustand \erli:iii(>t es außerhalb des Gesetzes gestellt und den .Inden verluden, die redlich eru arbeiten Güter zu behalten. Ms der Nazikrieg kam. uurclt über die .Juden das Todcsurteil gcspiorhen. Das jüdische neu etliche und nribru etliche Vermögen nmßte di r nazisf i.sclten V rrmügensverkrhrsstel - |e restl :s mmebaten uerden. .Jadeit, die es nieht taten kanten ins Straflandrsgorieht und van dort ins Tndeslagcr. Kein iiidisdier Ii ausbesi tz. keine jüdische W ohnung. kein jüdisches Geschäft und keine jüdische Fabriksanlage wurden übergongen. Alles kam in die Hände der habgierigen schamlosen Vriseurc. Ks ist nun klar, wessen man sieh zu \ ersehen hat. u enn man die Tiraden tles ..Wiener Montag” liest. Interessant ist es. Araber und Juden Fortsetzung tan Seite 1 liecht, dem spezifischen ererbten Gesetz und den modernen Mitteln und Methoden des Westens zu schlugen. Der Prozeß nach dieser Richtung hin ist bereits eingeleitet. doch ist er naturgemäß nicht weit gediehen, da der Gähriingsprozeß \on langer Dauer sein wird. Es ist verständlich und geschichtlich erwiesen, daß nationale Gährungsprozesse gewisse soziale Faktoren, neue Tendenzen bekämpfen. .Aber die neuen Tendenzen müssen sieh doch durchsetzen. Bis dahin muß Israel die Ereignisse in den Nachbarstaaten wachenden Auges verfolgen und jederzeit bereit sein, den bereits vollzogenen Wendepunkt in der Geschichte des jüdischen Volkes, einen glückliehen Verlauf zu geben. .Man beachtet es leider zu wenig, daß sich einige arabische Staaten innerlich abgtfunden haben, daß Israel ein nicht zu unterschätzender, wertvoller Faktor geworden ist, über den man nicht hinweggehen, oder ständig ihm mit Feindschaft begegnen kann. Der ungeahnte Vufschwung Israels auf dem Gebiete der Landwirtschaft, der Urbarmachung der Wüsten, der Entwicklung der Bautechnik, der Industrie, der Agrikultur und der Methoden der Erziehung der Jugend, werden um den Nachbarn sehr bewundert und sie schicken sich an. unsere Methoden nachzuahmen. Wir dürfen daher die Hoffnung hegen, daß die Stimme der Vernunft durchdringen wird. Die Juden und Araber werden zueinander über kurz oder lang finden, weil sie den großen Nutzen \oraussehen müssen, der ihnen aus einer Verständigung und Freundschaft erwachsen wird. Dason hängt Frieden und nationaler Wohlstand der Völker des mittleren Ostens ah. VERBILLIGTE FAHRTEN NACH ßSffiMl E ANHHBUN6BN BEI REISEBÜRO CAPRInfliVm I KOSCHERE KOCHE FEIG-, SCHIFF- UND BAHNKABTKN NACH ALLEN TEILEN DEB WELT VA ORIGIN VLPREISEN daß der ..Wiener Montag” die Guggen-!n< her Papierfabrik als berüchtigtes, unsi/ioles I iitcrnelumm brandmarkt. Mas unwahr ist, dagegen \ erscli w eigt. daß die Großindustriellen der Steiermark samt md sonders Scharfmacher waren, und - )Wi ltl dir Kassen der \ rrlotterten I leint - wehr, als auch die der \ eibrcrlierisrltrn SS ui füllt haben und sie dann als Kttiippt luai'de getreu die eigenen hodenständitreu Arbeiter verwendeten. Eine bewußte Verdunkelung der Tatsache liegt in der zynischen Behauptung des ..W iener Montag", daß« die Familie fuiliMiaiin im Jahre 1938 ohne V eranlasMing in die Emigration gingen. Die Buhmanns mußten flüchten — sie waren Juden — gegen die das nazistische Todesurteil gefällt war. Eine l ngeheuerliehkeit ist die Denunziation des ..Wiener Montag", daß Pleite. Erpressung und Ausplünderung des Staates. die Grmidelemcnte der allermeisten Biii kstellungsverfahren waren. Dies <|uittieren wir damit, daß Erpressung und moralische Ausplünderung jene begehen, die die nazistischen Räubereien gegen Juden glorifizieren. Die widerlichen W orte des ..W iener Montag”, daß Juden die einzige Gruppe out Geschädigten seien, an die durch rüi kwirkrnde Ausnahmegesetze auf Kos!ert ..redlicher Erwerber” Wiedergutma- Drr offizielle Beobachter des Staates Israel an der Berliner K mferenz war l)r, ('heim V ahil. der stelh erlrrt ende I .eiletder Israel-Mission in Köln. Vußrr ihm waren noch Vertreter der ...Jeuisli Claims Conference" und der großen jüdischen Organisationen bereit, zu int t scuicren. sobald es die Lage erfordern wiii de. Dir beteiligten Möchte er hielten Memoranden von jüdischer Seile und es scheint auch, daß Dulles und Eden ihre Meinungen hierüber ausgelauseht Italien. Dulles soll auch mit dem östrnvi- < bischen Vertreter, die jüdischen Postulat'* besprochen haben. Das Vußenmiuisteriimi in Jerusalem hatte an der Konferenz insoweit ein indirektes Interesse, als sielt eine internationale Entspannung auch im Mittleren Osten auswirken würde. Im Interesse des Weltfriedens würde daher ein Erfolg sott jüdischer Seite sehr begrüßt. Direkt war Israel an der Frage der Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands interessiert. Israels W’iodorgutmachimgsfordenmg betrug insgesamt 1500 Millionen Dollars, wovon die westdeutsche Republik 1000 und die ostdeutsche 500 Millionen aufbringen sollten. Nach dem Plane M'dotow's sollte das vereinigte Deutschland nur die kommerziellen Schulden anerkennen. die Roparationssclmldeu und die Restitution des jüdischen Eigentums sollten nach seinem Vorschlag gestrichen werden. Es kam alter in keinem Moment SAMSTAG, DEN 20. MÄRZ 1954 FINDET IN HUBNER’S KURSALON IM STADTPARK, DER TRADITIONELLE Putim-Ball KEREN KAYEMETH LEISRAEL STATT. es spielt HERBERT HALM mit seinen Solisten Tombola: Jedes Los gewinnt! SAALEROFFNUNG 20 UHR BALLBEGINN 21 UHR Karten und Tischbestellungen im Büro des Keren Kayemefh Leisrcel, Wien l, Seitenstettengasse 4, Telefon U 29 2 26 (liungeu geleistet wurden, empören jeden anständigen Menschen ob Jude oder (Juist. Die Redakteure des ..Wiener Montag” legen aber selbst ihre Köpfe in die Schlinge dureh die Galimathias, daß die größere Anzahl der „Vermögensiibcrtragungen", nur durch Bitten und l’eherredungen der früheren Eigentümer zustande gekommen sind, wodurch diese ihr Lehen und meist auch einen wesentlichen Teil ihres Vermögens gerettet haben. Also Ariscure haben sieh doch das jüdische Vermögen angeeignet, in dem Vugenbliek, als die Juden Gefahr liefen, den Tod zu finden, falls sie ihr Eigentum nicht dem Ariseur überantwortet hätten. Kaum eine Woche später erschien im ..Wiener Montag1' vom 15. Februar, in ..der Rubrik: ..Der Montag meint", ein Aufsatz, der die Lehcrsehrift trügt j Dolchstoß für Oesterreich”. Es hat keinen Sinn, auf den Inhalt dieses schamlosen Aufsatzes einzugehen. Die Redakteure des ..Wiener Montag" zogen aus ihrer dir Verhandlungen zu einem aktiven Eingreifen \ >n jüdischer Seile, weil die vier Mächte von einer Einigung wril entfernt GUTUND BILLIG Besonders jetzt vitaminreiches Obst Frische, süße Jaffa-Orangen per Kilo 7.80 Grapefruit pikant und aromatisch fck per Stück 2.80-3.30 A BRÜDER KUNZ Süden entsandte ebenfalls einen Beobachter nach Berlin. Er hatte die Aufgabe. die jüdischen Forderungen zu bekämpfen. Reparationen sind, so erklärte er. eine Unterstützung Israels, mit dem wir uns im Kriege befinden. Der .syrische Diplomat wurde von keinem der Delegationsführer empfangen, jedoch vom Außenminister Ostdeutschlands. Lothar Bolz, der ihm versicherte, daß von der Ost/tue keine Reparationen zu erwarten seien. Dr. Jaliil gab an einer Pressekonferenz einen Ucberblirk über die Beziehungen Israels mit den arabischen Staaten und erklärte. Israel sei bereit, für das verlassene arabische Eigentum Entschädigungen zu leisten. Lade Ergüsse des berüchtigten Streicher, des Redakteurs des verbrecherischen ..Stürmer" hervor und druckten sic ab. Streicher kam nicht mehr dazu, den Aufsatz zum Druck zu befördern — er endete am Galgen. Welche Absichten der .,Wiener Montag" mit der Verbreitung der Lüge hat, daß die Guggeuhacher Papierfabrik .anläßlich der Arisierung, pleite war, geht aus der Aussage des Rechtsanwalt Dr. Rosenzweig \or Gericht hervor: Wir zitieren wörtlich: Die stillen Reserven des Unternehmens waren sehr beträchtlich. Dr. Sandner (der Ariseur) hat die Fubrik ohne (inen Groschen übernommen und vor 1938 bis 1945 über eine Million Reichsmark heruusgeholt. Nach 1945 haben dir Pächter bis zu neun Millionen Schilling erwirtschaftet, später aus den Erträgnissen noch die Kaufsumme an Rulnnann bezahl (. Wir stellen es der Oeffentlichkcit anheim. zu urteilen, wer den österreichischen Staat uusplimderf. die Juden oder die Ariscure. Zionistischer Landesverband in Österreich IN., I niversitätsstraße 4 Tel.- A 26-4-73 Der Zionistische Landesverband veranstaltet in der nächsten Zeit ein Seminar über die Geschichte des Zionismus, vom allgemeinen und vom lokalen Gesichtspunkt aus. Herr Rabbiner Prof. Dr. Kupfer hat sieh bereit erklärt, dieses Scmiiior nbzuhnltcn. Interessenten werden gebeten, sieh schriftlich heim «Sekretariat des Zion. Landesverbandes zu melden. Der Zionistische Landesverband plant einen gniK ins amen Sederabend ii. zw. am 2. Pissaehtag. Wir erwarten zahlreiche Anmeldungen zu diesem Sederabend. UI GEFUNDENES GOLD (WJ/V) Goldgegenstände und Münzen im Werte von 1000 Millionen Lire, welche wmi Naziregime italienischen Juden gerauht winden waren, wurde in den Sales einer Florentiner Rank gefunden. Es handelt sieh um 25 Pakete, die laut der italienischen Zeitung .,Messagero” hier versteckt worden w uren, um sie dem Zugriff der Deutschen zu entziehen. Die w orden. „ELSE” PARFÜMERIE WIEN I, SIKINDEL GASSI«; I heim Twclikiiihen-kinn) AAFFEE-RESTAARAAT TELEFON U 21 3 64 GRILLPARZER HOF DIE JÜDISCHE PARFÜMERIE L. Bancrnmarkl 10. Tel. 1 25-4-90 SÄMTLICHE SPEZIALITÄTEN AUS U. S. A. Sliei4> orthodox,;1 Küche FHANKItEIGIl, SCHWEIZ, DEUTSCHLAND empfiehll sich für Hochzeiten. Festlichkeiten und Banketts. Wir »chjckon offiziell Pakete mit Parfümerien und Seifen nach Israel!