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Die Stimme · 1953-08-01 · Heft 77-78 (August 1953) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
1953
Issue
Heft 77-78 (August 1953)
Date
1953-08-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 77/78 d 11: s t i m m e Seite 5 Interessantes aus Israel DU Zukunft des ZionLsnuis Knesselti ehrt [die Märtyrer Die Knesselti hielt eine feierliche Sitzung ith, in der einstimmig beschlossen wurde, die sechs Millionen jüdischen Märtyrer zu Bürgern des Staates Israel zu |>i ikl unieren. Die Knesselti I).-handelt derzeit einen (lesetzesvorsehlag, der die Errichtung eines Denkmals für die sechs Millionen geheiligten Brüder und Seliweslern \orsieht. Der Knessetlivorsit/.ende Sprinzak sprach hierzu folgende Worte: „Wir schaffen ein Gesetz, dessen Inhalt ewige Klage ist und das Andenken an unsere Märtyrer verewigt.1' NEUES (RER DIE IV. MAKKYBIADK Die IV. Makkahiade, das große internationale jüdische Sportfest, wird am 20. September 1953 in dem 52.000 Plätze umfassenden städtischen Stadion von llamat Gan hei Tel A\iv feierlich eröffnet werden. An den Sportvci-anstaltungen nehmen 700 Sportler aus 25 Ländern und 800 Sportler aus Israel teil. Die Vorhereilungen der Makkahiade wurden von 80 Kommissionen in den vergangenen beiden Jahren getroffen. Das frühere Militärlager MaehancJona am Strande von Tel Aviv wurde in ein Makkabiudc-Dorf verwandelt, das die tausend Sportler aufnehmen wird. Das ISA-Komitee der Makkahiade hat die Lebensmittelversorgung dieses Dorfes zur Gänze übernommen. ISRAEL All INTERNATIONALEN MIESSEN Die Industrie Israels beteiligt sieh in diesem Jahre an den folgenden internationalen Messen: Izmir (Türkei) vom 20. 8. bis 20. 9. Stockholm (Schweden) vom 22. 8. bis f>. 9., Saloniki (Griechenland) vom 6. 9. bis 28. 9. und Bari (Italien) vom 5. 9. bis 28. 9. 1958. NEUE BRIEFMARKEN Die Postvcrwaltung Israels gab nach einer längeren Pause wieder einige Sonderbriefmarken heraus. Anläßlich des VI L Kongresses der Wissenschaft, der vom 4. bis II. August 1953 in Jerusalem abgehaltcn wurde, erschien am 3. August eine Sondermarke mit dem Bildnis des berühmten jüdischen Philosophen Maimonides. Zu dem jüdischen Neujahrsfest 5714 erschien am 11. August wie alljährlich eine Sonderserie, die aus drei Werten bestellt und Motive aus Synagogen in Jerusalem, Petaeh Tikwah und Safcd durs teilt. Anläßlich der vierten Makkubiade, des großen jüdischen internationalen Sportfestes, das vom 20. bis zum 29. September 1953 in Israel abgelialten werden wird, erscheint eine Sondermarke mit der symbolischen Darstellung einer Hand, die einen Globus hält. Anläßlich der Ausstellung ,,Eroberung der Wüste“, die vom 22. September bis zum 14. Oktober 1953 in Jerusalem abgehalten wird, gibt die israelische Postvcrwaltung eine Sondermarke heraus, die von dem bekannten britischen Graphiker Abram Games entworfen wurde. Die Marke zeigt das Bild einer in der Wüste blühenden Bose. WEINLESE Im August begann in den Kolonien des Südens und des Sliomron die Weinlese, bei welcher einlausendfünfhundtert Arbeiter beschäftigt sind. Wimtx <Eiuf|f|ait0 Adolf Reiss Erben & Co. TuchgrolMiandcl und eigene SchafwoIIwateii - Manipulation Wien 1., Rudolfspiatz 6 IJ 24 5 1«, U 24 5 19 Erfreuliche Statistik Der Stockholmer Zeitung .. \I toutidningen“ entnehmen wir folgendes Ziflrrnmatcrial. da1' die wunderbare Entwicklung Israels vortrefflich illustriert: Einwohner: Mai 1948 31. Dez. 1952 Juden 050.000 1.450.000 Nicht juden 80.000 180.000 jüdische Einwanderung in dieser Periode 711.000 Ackerbau: 1948-49 11)52-53 Bebautes Areal (Hektar) 165.000 305.000 Künstln ii bewässertes Areal (Hektar) 29.000 59.000 Industrie: 1948 1953 Angestellte in der Industrie 00.000 120.000 Gesamtverbrauch an Elektrizität-Kilowattstunden 200,000.000 008.000.000 Gesamtverbrauch an Elektrizität für die Industrie 71.000 171,000.000 Bautätigkeit: Eer liggestel 1 tc Gebäiidc 1949—52 5,091.000m llaumauzahl, gebaut 1919—52 214.528 Von mehr als 700.000 Einwanderern wohnen ca. 250.000 noch in provisorischen Wohnungen. 450.000 bereits in permanenten, nur 2000 noch in Zelten. I nterrieht: Mai 1948 April 1953 Schüler aller Stadien 97.000 350.000 Lehrer 5.000 15.000 Gesundheitspflege: Mai 1948 April 1953 Krankenbetten 4.626 10.45(3 Kindersterblichkeit per "Pausend 52(1949) 39 Kommunikation: Mai (948 April (953 a) Handelsflotte Registertonnen 14.000 125.000 Israel. Seeleute 1(30 1.250 b) Straßenbau Länge der staatl. Straßen 1.823 km 2.574 km c) Postämter 92 166 Tcelcphonstellcn 18.000 39.000 li. S. A.-ARMEE - EINKÄUFE Die LSA-Armce hat Israel als Lieferanten im Rahmen der off-shore Aufträge anerkannt und bereits die ersten Aufträge für Bekleidung nach Israel vergeben. Der American Post Exchange in Deutschland bezog im vergangenen Jahr aus Israel 60.000 Kisten Orangen und vergab an die israelische Bekleidungsindustrie Probeaufträge für 25.000 Dollar. Israel lieferte an die LISA- Armee auch 200.000 "Pannen Zement. MODE1NDUSTRIE Während im Jahre 1952 aus Israel für insgesamt 70.000 Dollar Modewaren nach I SA exportiert wurden, stieg die Ausfuhr bcercits in den ersten sechs Monate^ 1953 auf 250.000 Dollar. Die israelische Modcindustric .unternahm in diesem Jahre in den USA eine große Exportaktion, die ihre Absatzmöglichkeiten noch weiter vergrößerte. THOR A ROLLEN AN NEUE SIEDLUNGEN ln der Synagoge des Davidsgrabes, aut dem Berge Zion, Jerusalem, wurden vergangene Woche 40 Thorarollen, die den in Europa vernichteten Juden gehört haben, und geretten wurden, an 40 Vertreter neuer Olimsiedlungcn verteilt. In: Mittelpunkt der Diskussion der Plenarsitzung, der Exikutive (Per Jew isli \genev stand die Zukunft der Zionistischen Bew egung. Es ist kein Geheimnis, daß die Zionistische Be wegung sich seit der Gründung des Staates Israel in einer Krise befand, die auf dem Jerusalemer Zionistenkongreß von 1951 auch in aller Oeffcnllichkeit diskutiert wurde. Wer ein Paradox dai in sieht, daß die Zionistische Bewegung in eine Krise gerade im Augenblick der Erfüllung ihres Zieles geriet, befindet sieh im Irrtum. Das Ziel des Zionismus ist ewig, die Bewegung jedoch in einem ständigen \\ andel begriffen. W ar im Basler Piogr.amm als Ziel des Zionismus die Errichtung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische \ ulk in Palästina bezeichnet worden, so war diese Definition schon in den ersten Jahren des zweiten W eltkrieges überholt, als es klar wurde, daß nur die Errichtung eines jüdischen Staates selbst das jiidisclice Nationalheiligtum in dem von der BalfourdeklaraEon angegebenen Sinuc erhalten konnte. Die Errichtung des Staates jedoch ließ das Basler Programm als völlig überholt eerseheinen. Für die Zionistische Bewegung mußte ein neues Ziel formuliert werden, das aber mit Rücksicht auf die große jüdische Gemeinschaft in ISA nicht ohne weiteres die Repatriierung aller Juden der Welt nach Israel sein konnte. Darüber hinaus tauchte wieder das Problem auf. das schon in den Jahren nach der Balfourdcklaration die Zionisitsche Bewegung beschäftigte: die Heranziehung der Nicht-Zionisten zum jüdischen Aufbauwerk in Israel. Gegen heftigste Widerstände gelang es dem verstorbenen Dr. Wcizinunn im Jahre 1929 die Nicht-Zionisten zur Mitwirkung in der Jcwish Agency zu bewegen, die damit aus einem Instrument der Zionistischen Bewegung zu dem wurde, was der Name besagt: zu der im Namen der gesamten Judcnheit auftretenden Organisation, die das Kolonisationswerk leitet und fördert. Im Zuge der Entwicklung, die im Nazikrieg einsetzte und immer deutlicher auf die Errichtung eines jüdischen Staates abzielte, schieden die Nicht-Zionisten aus der Jewish Agency aus. Ihre Mitwirkung ist aber heute, angesichts der ungeheuren Aufgaben, die das jüdische Kolonisationswerk zu leisten hat. notwendiger denn je. Dr. Nah am Goldmann, der sieh in seiner Progranunredc vor allem mit dieser Frage befaßte, trat für die Erweiterung der Jewish Agency durch Einbeziehung prominenter Nicht-Zionisten in die Exe- FAIIRR ADERZEUGUNG Die Kahrrädcr-Eubrik „Charash Ofan“ in Petaeh Tikvah bei Tel Aviv hat im vergangenen Monat neue Maschinen installiert, durch die die Produktion wesentlich erweitert und der Fahrräderimport weiterhin eingeschränkt werden kann. EINE NEUE BIERBRAUEREI Mitte Juli nahm die neue Bierbrauerei „Abir" in Natania die Arbeit auf. Die Fabrik, der eine eigene Malzfabrikation und Eiserzeugung angeseldossen ist, wurde mit einem Kostenaufwand von 2.5 Millionen Dollar von ausländisehccn und israelischen Investoren errichtet. Die Fabrik wird 50 Millioneen Liter Bier im Jahre erzeugen, von denen ein Teil finden Export bestimmt ist. EINEN NEUEN HUT NUR VON JUeUocd ScUwavz ,der 3€ut des 3£errn‘ WIEN, I., ADLERGASSE 4 TELEPHON R 20-2-71 kutixe ein. Ministerpräsident Ben Gurion xertral die Auffassung, daß in den cinzi'lurn Ländern zionistische \ erbände gcgii'mdel werden sollten, denen alle Juden aiigchörcn können, die am Aufbau Isra- GE SCH Die Idealsten Schulterauflagen aus Watte, beste Paßform, für Damen-, Herren- und Klnder- Bekleidung „HAPO" Achselpolster-Erze ugung RUDICh &Co. Wien //, Aspern brückeng. 4 Telephon R 45 5 63 Allen unsecen künden und Tceunden UezxlitUe QlückwunecUe <zu den HoUen Teiecta%en cls mitzuwirken gewillt sind, während in der Zionistischen Weltorganisation nur solche Juden Mitglieder sein würden, die für sieh seihst die Verwirklichung des zionistischen Ideals, nämlich die Uebersicdlung nach Israel, ins Auge fassen. Der Knesset!)-Vorsitzende Joseph Sprinzak, der zugleich Vorsitzender des Zionistischen Aktions-Komitees ist, vertrat * nach Ungarn und der GSR, auch Medikaments 1 KR FN-I TD WIEN ESSL1NGGASSE NR. 2/5 I ‘ tLtll LlUi, TELWH0H u ähnliche Auffassungen wie Ben Gurion und stellte dabei besonders das Streben nach zionistischer Erziehung in der ganzen Welt und nach der hebräischen Sprache als einer allen Juden gemeinsamen Sprache in den Vordergrund. Die angeschnittenen Kragen sind noch nicht entschieden, aber durch die Debatte der Exekutive doch weiter geklärt worden als bisher. Die Notwendigkeit einer die gesamte Judcnheit umfassender* Organisation mit dem Ziele, den Aufbau Israels zu fördern, wird heute von keiner Seite her in Zweifel gezogen. Zu lösen bleibt mir die Frage, wie eine solche Organisation aussehen soll, wie ihre Ziele am zweckmäßigsten definiert werden, wie verhindert werden kann, daß Parteistreitigkeiten. wie sie in Israel als Staat selbstverständlich und an der Tagesordnung sind, auf diese allumfassende Organisation übergreifen und ihre Tätigkeit labmlcgen. weuer isener WIEN I.' HABSBURGERGASSE 14 Feine Juwelen Handgearbeiteter Goldschmuck Silberwaren Bestecke und Chanuca- Leuchter

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