Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1953
- Issue
- Heft 76 (Juli 1953)
- Date
- 1953-07-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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!\r. 76 DIE STIMME Seite Interessantes aus Israel SCHNATII SCIIEIU'TU London. Die Schnall)-Schcnith-Aktion für junge Zionisten in Ktidie ein .1 ihr hng in Israel arbeiten und lernen wollen, geht in mehreren Ländern aktiv weiter. Anmeldungen und Anfragen: Sekretariat des Zionistischen Landesverbandes. IX., Universitatsstraßc 4. * REGIERUNGSKRISE BEIGELEGT Am I. Juni 1953 wurde durch eine Erklärung des Ministerpräsidenten Heu Gurion in der Knesseth. dem Parlamente Israels, eine kurze Regierungskrise beendet. die durch den zwei Wochen vorher erfolgten Austritt der vier der Partei der Allgemeinen Zionisten angehörigen Minister entstanden war. Die Partei der Allgemeinen Zionisten hatte die Forderung aufgestellt, (laß an den Staatsschulen Israels an Festtagen nur die Staatsflagge gehißt werde. Die der Arbeiterbewegung zugehörigen Schulen hatten bisher am I. Mai neben der Staatsflagge auch die rote Fahne gehißt. Nach der zu Beginn dieses Schuljahres durehgcführlen Verstaatlichung des gesamten Schulwesens in Israel verlangten die Allgemeinen Zionisten eine einheitliche Regelung der Flaggenfrage für alle Schulen. .Ministerpräsident. Ben Gurion gab am I. Juni in der Knesseth die Erklärung ab, daß an den staatlichen Schulen künftighin nur die Staatsflagge gehißt werden wird. Auf Grund dieser Erklärung nahmen die vier Minister ihre Demission zurück. ERDoEBOlU NCEN INI ISRAEL Die ,.Israel Petroleum Company" gab bekannt, daß die ersten Oclbohrungen ir.- Ncgc v. dem Süden Israels. Ende September dieses Jahres beginnen werden. AM für die Bohiungcn erforderlichen Maschinen sind bereits in Israel cingctroffen. Die ersten Bohrungen werden in der Nähe des Toten Meeres vorgenommen werden. HAIS DER ARGENTINISCHEN' JUDEN Tel Aviv. Antonio Klein, ein führender Allgemeiner Zionist in Argentinien, kündigte den Bau eines „Hauses deer argentinischen Juden" in Israel an, ähnlich dem ZOA-Ifaus in Tel Aviv. Die Pläne wurden von der Jiid. Gemeinde in Buenos Aires entworfen. NELE SIEDLUNG DER ALEGI MEINEN ZION ESTEN •Jerusalem. Im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem wurde eine neue Siedlung der Allgemeinen Zionisten begründet. Zahlreiche prominente Gäste nahmen an der Zeremonie teil. Es handelt sich um eine Kolonie ehemaliger Stadtbewohner, die im Zuge der Aktion ..Von der Stadt aufs Land" zur Ansiedlung kommen. GESI NDE UMSIEDLUNG 2000 Familien sind im Laufe der letzten sechs Monate aus den Städten aufs Land übersiedell. Im Rahmen des Umsiedlungsprogramms sollen im Laufe dieses Jahres 10.000 Stadtfamilien in landwirtschaftlichen Siedlungen ansässig gemacht werden. GLEICHES RECHT Ungefähr 15.000 arabische Arbeiter weiden automatisch Mitglieder lies Gewerkschaf Isverbandes und damit werden ihnen gleiche Löhne, voller Schutz ihrer Fachrcchte, Nutznießung der Versicherungsfonds sowie jede Unterstützung der Gewerkschaft zuteil werden. 3j£rr£nim& IDamimniäfife (ßit|me UTrjt'iuittity (Bhrlirh ^HUirn i, Jleifrhmarkf T4 EIN WEIZMANN-I ILM Michael Powell und Emcric Preßburger. die seil einer Reihe von Jahren gemeinsam arbeitenden und zu Weltruhm gelangten Film-Regisseure, befinden sich seit einigen Wochen in Israel, um das Leben unseres ersten Staatspräsidenten, nach dessen Autobiographie: „Trial and Error", zu verfilmen. Das Leben W eizmanns bietet genug Stoff zu einem die ganze Welt interessierenden Film. Von dem Tage der Geburt an bis zum Höhepunkt, da er der vertrau teste Freund größter Staatsmänner. Wissenschaftler von internationalem Ruf Wir freuen uns, unseren Lesern mitteilen zu können, daß sie jetzt die weltbekannten amerikanischen CA RE-Pakete gegen Schillinge durch die amerikanische Hilfsorganisation III AS, Wien 18., Ilasenuuerstraße 25), nach Israel senden können. Der Rabbinerrat von Amerika und die Union der Orthodoxen Jüdischen Gemeinden bestätigen, daß der Paketinhalt Koscher ist. Diese Pakete w erden in Amerika durch die amerikanische Wohlfahrtsorganisation CARE gepackt. Da diese Organisation ohne Gewinn arbeitet und in sehr großen Quantitäten einkauft, ist es möglich, dem Empfänger die verminderten Kosten zu Gute kommen zu lassen. Die Pakete lagern in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem und warten auf Ihren Auftrag. Alle CARE-Pukcte für Israel sind zoll-, Steuer- und bezugscheinfrei für den Empfänger. Der Empfänger hat nichts zu bezahlen. Die Auslieferung wird garantiert. W enn sie aus irgendeinem Grunde nicht vorgenommen werden kann, erhalten Sie Ihr Geld zurück. Für den cingezahllen Schillingbetrag erhalten Sie von der DIAS sofort eine Quittung und und erster Präsident seines V olkes wurde, war sein Leben ausgefüllt mit epochemaehendrn Ereignissen. Die Tatsache, daß zwei so geniale Filmleutc, wie Powell und Preßburger an die Verfilmung dieses hochinteressanten Themas hcrangchen. verspricht, nach all dem was wir bisher von den Beiden zu sehen bekamen, ein Film werk zu werden. Pr-ß burger, der Wcizmanns Autobiographie las. machte seinen Partner Powell auf die vielen Möglichkeiten einer Verfilmung aufmerksam. Powell erkannte diese Möglichkeiten. die sich gerade ihnen bieten würden, das Leben ..dieses dynamischen Juden", wie ihn Churchill nanne, zu verfilmen. Und so entschlossen sieh die beiden „Reinhardts des Films“, an Ort und Stelle, nämlich in Rechowoth, mit den Vorarbeiten zum Drehbuch zu beginnen. einige Tage später von der CARE eine Kopie der Empfangsbestätigung, deren Original an die CARE Mission in Israel per Flugpost geschickt wird. Der Empfänger wird daraufhin zur Abholung des Paketes eingeladen und kann es in kürzester Zeit von einem der CARE-Lager oder vom nächsten Postamt erhalten. Eine vom Empfänger eigenhändig unterschriebene Empfangsbestätigung wird Ihnen sodann zugeschickt. Pakete zu S 260.— und S 475.—. Prosepkte erhältllich bei: CARE-Mission, L, Börseplatz 14, U 25) 0 75) INAS. W ill., Ilasenauerstraße 25) Zionistischer Landesverband, L\., I nivor sitätsstraße 4, U 21) 4 73. MINERALWASSER Medizinisches Mineralwasser, das unter ärztlicher Aufsicht in einer neu errichteten Fabrik in Cholon in der Nähe von Tel Aviv erzeugt wird, gelangt demnächst zum V ersand ins Ausland. Sekretariat des Zionistischen Landesverbandes BÜROSTUNDEN: 27. VII. — I. VIII. von 12 bis 14 Uhr 2. VIII. - 14. VIII. geschlossen Auskünfte in dringenden Fällen: B 38 1 54 L NE1 E PAPIERFABRIK Eine große Papierfabrik in Israel wird im Herbst ihren Betrieb aufnehmen. Die Fabrik wird jährlich 5500 Tonnen Krepppapier erzeugen, aus dem Säcke für Zement, Mehl und Ifülsenfrüchtc hergesteilt werden, ferner 2500 Tonnen Zcitungspapicr und 6000 bis 7000 Tonnen Schreib - und Druckpapier. Durch die Eigenproduktion wird der Staat in den ersten fünf Jahren 700.000 Dollar jährlich und später bis zu einer Million Dollar jährlich an Devisen einsparen. „NEVE AVOTII" — SIEDLUNG DER ALTEN LEUTE In der Nähe von Pardess Hanna wurde vor einigen Monaten eine Siedlung liir alte Leute errichtet, deren Einwohnerschaft momentan 5350 Seelen zählt. Diese Alten haben zum größten Teil keine Angehörigen im Lande und wurden aus sämtlichen Olim-Lagern in dieser Siedlung konzentriert. 250 Männer und Frauen sind dort in der Kleider-, Schuh- und Schlossereibranche beschäftigt. Außerdem arbeitet ein Teil der Alten im Gemüsegarten. Die Möglichkeit zu arbeiten und sich ihren Unterhalt selbst zu verdienen hat den alten Leuten ihre Würde und Lebensfreude wiedergegeben. Das Durchschnittsalter ist 68 Jahre. Das Budget dieser Siedlung — l'/2 Millionen Pfund monatlich — wird durch den Keren Haycssod gedeckt. AUTOREII ENBEDARF ISRAELS DURCH EIGENE PRODUKTION GEDECKT Die „General Tire and Rubber Company" in Pelach Tikva bei Tel Aviv erzeugte in den ersten zehn Monaten ihres Bestehens 40.000 Autoreifen und 20.000 Gummischläuche. 2500 Autoreifen wurden bisher exportiert und 35.000 für den Inlandsbedarf Israels zur Verfügung gestellt Der gesamte Autoreifenbedarf Israels wird in diesem Jahre bereits durch die „General Tire and Rubber Company“ und die zweite Autoreifenfabrik Israels, die „Alliance Tire and Rubber Company“ in Iledera. gedeckt werden können. Moderner Zionismus (Aus einem Vortrag von Nachum Goldmann) Zion hat den modernen Zionismus nicht entdeckt. Zion haben die Blausteins und Goldsleins und Weiß und ihre Großeltern und Urgroßeltern 2000 Jahre lang dreimal im Tag im Mund und im llcrzen gehalt! Das Neue am modernen Zionismus war, dem jüdischen Volk gesagt zu haben, daß das Schicksal des jüdischen Volkes in den Händen der Juden liegt, daß man nicht Angst haben soll vor den Feinden und sich nicht verlassen soll auf die Freunde! Es ist natürlich angenehmer, Freunde zu haben als Feinde. Aber Freunde haben noch nie ein Volk gerettet und Feinde — richtig verstanden — haben noch nie ein Volk vernichtet. Der moderne Zionismus hat diese simple Wahrheit, simpel für alle natürlich lebenden und natürlich gewachsenen V ülker. nicht so simpel für uns nach 2000 Jahren der Gallith, dem jüdischen Volk gepredigt und hat den Juden gesagt: Nehmt euer Schicksal in eure Hand, tut etwas damit. Freunde werden uns helfen, Feinde werden uns stören, aber wenn wir es beschließen, werden wir es machen! Das hat der Zionismus gesagt, das haben zwei Generationen von Juden getan, und das hat den jüdischen Staat geschaffen! Die beste ubequemste Möglichkeit! Rasch zu Geld - preiswert zu Sachen durch J)ie> CL&mc? Privatverkaufsvermittlung V., W iedner Hauptstraße 87 und II., Ausstelluugsstraße 1 QUALITÄT Oft kopiert Nie erreicht SCHUH-FABRIK Wien III., Münzgatse 5 Telephon U 19 408 töotf TsUcUenkd Kad jMus&ctye* TEXTILIEN, STRICKWARENERZEUGUNG Wien XVI, Kirchstetterngasse 43 Telefon B 38154L Filiale: Wien XVI, Neulerchenfelderstraße 38 Chordirigent gesucht Gesucht zum baldigen Eintritt für unsere große Synagoge, Chordirigent, der eventuell gleichzeitig die Funktion als \:r j?rr ausführen kann. Angebote mit Ref. und Zeugnisse sind zu richten an: Verenigde Israelietische Gemeenten van Antwerpen, 35, Terliststraat Antwerpen Care-Pakete für Israel