Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1953-04-01 · Heft 73 (April 1953) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1953
Issue
Heft 73 (April 1953)
Date
1953-04-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2431292-2431345-2431348--0515-2432142
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 4 DIE STIMME \r. ~B Haschomer Hazair Wien Wi<z& in ZaUten satglincs i. kinderitrsorgi: \'M!i (Irr ('! I lirrrirlirii \\ inlermoseh Iw il: Ir (Irr Schweiz. Gt dir .lugeri:l mit :.i (irr K i ■( f l und nriirn K rnn tnisten de'. : h di'/;'liM hrn l.i lirib;in dir \rheit yr- M. Per ..Tu-RNHi w a t " winde im Rahmen , urs m hüm u NcM-heU mit rinrm Tlirilir'-türk ireleicrt. Dabei wurde rin;;ri- -ii^rt Zusammenhang der Jugend mit den Sitten und Gebräuchen Israels cr- /rrlt. I'i(>rr Nevch.T trug auch dazu hri. der .Jogi nd ein viel größeres Interesse au ihrer Heimat, deren Entwicklung und Zukunft ob/ugew innen. \m 21!. Leber fand sieh der Ken zahlreich zu einer Trauerfcicr. die dem \u- (lenken an J■>sef Trtnnpeldor und an seine (haurrmi. die in Tel-Chaj als Helden ur-rr.s \ elkes den Tod fanden, zusammen. Hin lernten die Chawerim die Bedeutung der K|> »ehe Jnsef Trumpeldors In der K 'Ionisation unseres Landes, kennen. Mißbrauchte Demokratie Der \un uns oft angeprangertc. berüchtigte Schreiberling iles nazistischen ,.\V icuer Montag". verspritzt am Id. April d. J. n seiner Uuhrik ..Der Montag meint" Käkalien gegen die \ mi Hitler vertriebenen im Uislnnd lebenden ehemaligen Oester'reicher. Ein Halunke, der es verschweigt. woher er kommt und welcher .Nazizelle er an - gehört hat. brüllt, daß manche Forderungen des .Judentums an Oesterreich ausgesprochen ungelieuer seien. Der Lump meint weiter: ..Fs rächt sieh jetzt, da(.4 die österreichische Regierung seinerzeit mit ihrer liebedienerischen Rückstellungsgesetzgebung und Uiickstellungspraixs solche unmäßigen Forderungen geradezu provoziert hat." Was \ erstell t man unter Provokation? 1'-' bedarf keiner Erläuterung dieses Wortes. nenn wir >ben angeführte Gemeinheiten lesen. Die Gesinnungsgenossen des Schreiberlings vom ..Montag" haben uns beraubt und sieh an uns bereichert, uns denunziert und Gewalttätigkeiten gegen •Juden gefördert, über die Ausweisungen der Juden gejubell und die Gaskammern gepriesen. Nun ist der Nazistuat niedergeschlagen worden und der betrügerische Schreiberling vom ..Montag" stand beschäftigungslos da. Da ihm liuliganische Methoden -ehr gut passen. \ erlegt er sieh auf Hetzen und mißbraucht die demokrati'flien Freiheiten. Hierfür w ollen wir hier nur einen Beweis führen. Fs ist allgemein bekannt, daß die .Sudetendeutschen zu den wüstesten Nazis gehörten, die SAmid SS-lieihen füllten und gegen Oesterreich kämplten. Die nach Oesterreich geflüchteten \ olk^deiitselien wurden eingemdnet und genießen hier alle Freiheiten. Diese Freiheiten erstrecken sieh sogar auf das den \ olksdeutsehon eingeräumte Hecht. Pensionen zu beziehen, die aus Steuergeldern und Beiträgen des österreichischen \ olkes stammen. Die Schreiberlinge des ..Wiener Montag" waren es, die sich die Kehlen wund geschricn haben, daß den V olksdeutselien, den früheren Feinden des selbständigen Oesterreich. Pensionen. { nterstützungsgelder und Evstenzen gewährt werdet! müssen, widrigenfalls die Republik Oster- 'ooeh nicht zu jenen Staaten gezählt werfb‘:i dürfe, wo Recht herrsche. Wir können den ..Wiener M nitag" mit -einen eigenen Wörtern sehlag-n. Der Montag" meint: ..Oesterreich hat gmug Pensionisten zu versorgen, die ihr ganzes Lehen hier verbracht haben." I Iahen di - v olk.- feindlichen Sude teil deutschen ihr ganzes Leben in Oesterreich verbracht? Tnigen sie etwas zur Wicdermfrirlitung der Demokratie in Oesterreich b'i? lIEltSOHEll UM» ISItEt Auskünfte erteilt das Sekretariat des Zionistischen Landesverbandes in Oesterreieh; Wien 9., Lniversitätsstiaße 4. \m Pmim. 7. März, veranstaltete der Ken ('inen traditionellen Purim-Neschef. F’asi sämtliche Gliawerim waren erschienen. Nach der \ orstellung begann das Programm, welches allein von den klein- - teil Gliawerim des Ken geschliffen wurde. Die gut«' Laune erreichte ihren Höhepunkt durch das Erscheinen des Konsuls des Staates Israel. Herrn Arie Ksliel. welcher durch eine eindrucksvolle Ansprache alle Gliawerim auimunterte. für Ivrez l-rael aktiv zu arbeiten. \m 4. April feierte der Ken ..Pessach" in der Form eines Pessucliabcndes im kibuz. Rund um die weißgedeckten Tische saßen die Buben und Mädel, ungefähr 00 an der Zahl und hörten mit großem Interesse die kibuzistische „Hugada". Fs folgte im schön geschmückten Moudon ein Abendessen. — Auf diesem Wege wollen wir dem Joint für die materielle Hilfe, die er uns angedeihen ließ, herzlich danken. F> ermöglichte uns dadurch die Feier eines ..Kibuzistisehen Sederabendes". Ami 12. April veranstaltete der Keil eine Gedenkfeier an ..Mered I läget taut". Die Gliawerim hörten den Vortrag über den V erlauf des Aufstandes der Ghettos, an der Spitze mit Mordeeliaj Vuiliewiez. einen Chawer des Haschomer llazair an. Mijn : Vor einem Monat verabschiedete sieh der Ken von 2 Gliawerim. welche gemeinsam mit ihren Filtern in den Kibuz ..Dan" gingen. KM,: VV ie die jüdische Oeffeiitliehkeit feststellen konnte, stellen unser«' (iliavv'- rim hei jeder öffentlichen Veranstaltung mit der KKL-Büchse in der Ihmd du. I nsere Organisation stellt, wie in der ganzen W eit. so auch in Oesterreich unter sämtlichen Jugendbewegungen au erster Stelle in der Arbeit für den KKL. Dieser kleine Bericht über unsere Tätigkeit soll auch die Antwort sein, auf all die Verleumdungen, welche in letzter Zeit über uns verlautbart wurden. Wie in der Vergangenheit so auch in der Zukunft werden wir an der Seite des jüdischen Volkes als Avantgarde und für die Sicherheit seiner Zukunft kämpfend, stehen. SCHUHMODEN Tatdinand Back dl Co. GEGRÜNDET 1898 Zentralbüro und Verkaufsstelle Wien IX, Alserstraße 8 Telefon A 23 2 12, B 43 0 11 Zentrale: Wien VII, Mariahilferstraße 82 Telefon B 33 4 22, B 39 3 21 A-B-C Kredit B ALL Y-Verkaufsstellen: Wien IX, Währingerstraße 50 Telefon A 19 2 75 A-B-C Kredit Schuhhaus „WILLY” Wien V, Pilgramgasse 6 Telefon A 33 3 50 Schuhhaus „AUSTRIA” Wien XV, Sechshauserstraße 12 Telefon R 31 3 34 „Ick dUne," Diesen Grundsatz stellen wir unserem Wirken stets voran. Seit mehr als 75 Jahren dienen wir der großen Gemeinschaft unserer Mitglieder. 150.000 Menschen genießen bei Krankheit, Spitalaufenthalt o. Operation unseren Versicherungsschutz. Verlangen auch Sie Auskunft über unsere Leistungen u. Beiträge. Wir beraten Sie gerne und ohne jede Verbindlichkeit für Sie. WIENER WECHSELSEITIGE KRANKENVERSICHERUNG Wien, I., Canovagasse 5 Telephon U 47-5-74 Serie Heilkostenversicherung lür jedermann Zusatzversicherung für pflichtversicherte Gewerbetreibende, Angestellfe und Arbeiter Gemeinschaftsversicherung zu besonders günstigen Bedingungen für Dienstnehmer in Betrieben, Ämtern und Dienststellen II F I VI I für Säuglinge Anzahl der Institutionen Plätze Rahv -1 h im. Jerusalem Vliitti i si hule. 'Tel Aviv Bahv-I leim. S ifad B T4U für Kleinkinder BiikTa T .ddlcrs Home Jerusalem Kleinkinder-l leim I lakirv;i Retli llaveled. 1 lakirv a B 2(>0 TAGESKRIPPEN und KINDERGARTEN a) in ma abarot u. neuen OuarBieren 42 2020 h; in Städten und Vloshavot 52 2780 N VGIIM1TT VGS- SPII LPLAT/E und GLl RS für Schulkinder 50 4200 SAl GLINGS-K ( CHEN 27 1000 SCHI LEN FTR .ITCENDLICHE Liimlw irisch,ältliche und allgemeine Ausbildung Lantlwir (schuf(liehe Schule der Canadischen W IZO in Nahalal Kinderdorf der Cunadi- ,sehen \\ IZO. Iladassim Landwirtschaftliche Schule. Avanot Lehrfarm und Pflanzenschule Petaeh Tikva Landwirtschaftliche Schule in Nahlat Jeluida Lehrfarm der Argentinischen \\ IZO. A ff ul a Lehrfarm für Jugendliche aus den Vlaabarol 0 Haushaltung. Kochen. Schneiderei. Nähen. W eben Sticken etc., einige davon mit Internat Anna Jaffe Berufsschule Vlahlat Jitzehak Henriette Irwell Gewerbeschule, Haifa Maya Rosenberg llandfertigkeitssrhulo. Rcliovot Be/.alel K uns tgew erbeseliule. Jerusalem 4 KAI GLINCS-PI LECE- R1 NN EN-SCII ULEN Rahv -I leim. Jerusalem Vliittcrschule. Tel Aviv Baby-Keim (llilfsseh w cstern). Snfad 8 KINDER- und LEHR¬ LINGSHEIME der Australischen Wr/O in llaila- Almsu 1 Fortsetzung folgt. 10-10 711 170!)() Herzl’s Meldezettel Der Polizeipräsident von Wien. Ilolouhek. überreichte in Anwesenheit des Präsidenten der israelitischen K ul Insgemeinde. dem Konsul des Staates Israel, Arie Es hei, den Meldezettel, den der Schöpfer des modernen Zionismus. I)r. Theodor llerzl, persönlich ausgefüllt und unterzeielmet hat. als er seine letzte Wohnung in Wien vor seinem Ableben im Jahre 1904 in Edlaeli bezogen hat. Das Dokument wird nach Israel gesandt und dem 1 lerzl-Archiv in Jerusakem einverleiht w erden. Briefwechsel Freud Einstein Im Aufträge der österreichischen l NESGO-Kommission beginnt man in Wien demnächst mit der I lerausgahe einer neuen, kulturkritischen Schriftenreihe, die dem international bedeutsamen Gedankengut hervorragender Persönlichkeiten gewidmet sein soll. Der Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Sigmund Freud über den Ursprung der Kriege, Thomas Manns jüngster Vortrag „Der Künstler mul die Gesellschaft" sowie eine Reihe ähnlicher Veröffentlichungen sind für den Anfang vorgesehen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.