Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1953
- Issue
- Heft 73 (April 1953)
- Date
- 1953-04-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. “8 DIE STIMMK Dr. WOLF HERZBERB. Präsident des Zionistischen Landesverbandes in Oesterreich Drei Jahre Hrbeit (Ein Rückblick) Lorl'-ri/i.iig und Shluß. Israel — ein Land der Leser 1 i i u n i m. i n u t' Ikonnte der Bericht nur iii> /ui Hüllte gebrach! werden. Der r,;rlM'l/nny u'i nnrli folgncdsr vorausgr- -. h e k t : ich mul.' mich hei allen Lebern der ..St'inmc" und liei allen Ireunden s.uie hei der breiten jüdischen (>■■'! - It htIii hkei! entschuldigen. dal-' ieh meine Person in den Mittelpimkt des Hütkbliektgestellt habe, Ls konnte aber nicht anders >ein. zamial meine lYrs m mit der Sache, die ieh behandle. zusammenhängt. Der alte römische liechtsgrundsutz: ..|>ers »na redmidans m rem", rechtfertigt meint' These. Schon im ersten Teile habe ieh ausdrücklich hei \orgehoben. daß ich die Tätigkeit. Leistungen und Erfolge keineswegs ausschließlich aL mein Verdienst buche. Nicht zu letz! vemnlaßtc mich aber meine Person herauszustreicheu der l instand, daß ich unsachlicher Kritik um erantu örtlicher Kiemente aiisgesetzt war. die nur ihren Instinkten folgten, nicht aber die Tatsachen untersuchten, noch überprüften. Kln Blick in sämtliche Protokolle der IKG aus den letzten ’> .Jahren, wird alle meine Freunde und Weggenossen um der Biehtigkeit meines Berichtes überzeugen. Ich habe meine Tätigkeit im allgemeinen und im Verhältnisse zu unseren Partnern nach dem alten Grundsätze unserer Propheten :..F<> bechere w w‘l» beehail ki im heruchi". nicht mit dem ..auf den Tisch klopfen", sondern mit der angestrebten Frrrichting gegenseitigen Verständnisses eingerichtet und nur auf diese W eise konnte der beruhtmäßigr Krfolg erzielt werden. Im Oktober 1.9.50 wurde eine Aktion unternommi n zur \ erbcsserung des im Parlament unterbreiteten 8. Bückstellung-gesetz.es. betreffend die Schaffung eines Bestituti msfunds und Kiickstel- I rings-m spruchsgesctzes. Im April 19-51 hat die Kultusgemeinde eine Gerb nkfeier anläßlich das Vufstandes ch's W arscli‘Hier Ghettos veranstaltct. bei welcher ich als Brdnrr aufgetreten bin. Im Jänner 1951 überreichte das Prä- -idium eine Hiildigimgsudresse -m den Bundespräsidenten, bei welchem Anlass? ich die Vnspraehe hielt und den Staatspräsidenten ziemlich eindeutig auf das \\ iecleraufb l.'en de- Vntisemitismus und einer l ntevgnmd-Vrzibew egung aufmerksam gern-ich t batte, bis muß betont werden. daß der Staatspräsident in Erwiderung auf die-e Vnspraehe ausdrücklich erklärt hat. daß er dieser Beschwerde Iw- - ondcics Augenmerk zu wenden werde. Im \o\cmher 1951 fand eine Gedenkfmeianläßlich der Novetnher-Kreignisse des .Jahres 1988 statt, bei welcher ie|, die Gedenkrede hielt. Im \ia: 1952 hat eine Jam-I laazmautli - leier sta!(gefunden, bei welcher der Kon- > ul des Staates Israel. Keg. Bat Arie FHiel eine ausgezeichnete Bede über die Pedeutiing des Staates Israel hielt. STOFFE KLEIDER KIM DAMMS IIKliliK.N I.NI) KIlNDIOM Sut und preiswert vom Diaufhaus BcücUc Ho&CC Wl«n VII, MarlahlIfcrstraB« 90 Talaphoa: B 36 0 «3, B 36 2 37 Im selben Monat bat die K ul Insgemein - de für den Magbitb Meuebedeth eine Spende im Betrage voll S 15.000. geleistet. i in glcu heil Monat fand eine sehr crheooimc. \ >ii mcIcii Hundert ii \mi l’er- ocii Insiielite It-ier anlüßliili der GetieiiKste.n -1 ui tliül I ung im ehemaligen Konzern ra i. »nslager Alauthauscn statt. Vul.il.'iieli der Heise des Bundeskanzlers. Ing. Dr. Figl, mich den LSV, hat das Präsidium der Kidutsgcmciudc demselben ton Mein »rundum, betreffend die Dcsidcncn der jüdischen J5rvölkerimg. überreich l. \ .»in '-'9. Juni bis l. Juli 19-52 hat ei nee Gigling des .Jüdischen Weltkongressein London staUgefundeii. an welcher ich als V izepräsident teilgenommen und m einem ernsten Tone den' Kongreß auf die be\orslelieudcn Gefahren der V erst blech U rung der Riickstcllung.sgesetze und der Totul-Amnestierung der Naziv erb reeller aufmerksam gemacht habe. Der Krfolg war der. dal« tatsächlich sofort energische Schritte, sowohl in Amerika als auch in London und Paris unternommen wurden und daß gleich darauf Vertreter der verschiedenen Organisationen nach W ien gekommen sind und bei den in Betracht kommenden Stellen ziemlich energisch und mit großem Krfolg interveniert haben. Tatsächlich sind alle diese, im Parlament schon beschlossenen Gesetze, bei der Interalliierten Kommission durchgefallen. Ks soll nicht unerwähnt bleiben, dal« ich im gleichen Gegenstände eine Delegation der Kultusgemeindc angeführt und im Parlament bei beiden Bcgicrungsparteien einen sehr m harten Protest gegen diese Gesetze erhoben mul begründet habe. Im November 19-52 hat die Kultusgemcinde die entbehrlichen Thorarollcn dem Israelischen Bcligionsministcrium zur Verfügung gestellt. Ebenso wurde die Hälfte der Menoroth-Sammlung der kultusgcmeinde der Knes.setli in Jerusalem gewidmet. Ks darf nicht unerwähnt bleiben, dal« die Kultusgemeinde den öffentlichen Institutionen des Staates Israel die überaus wertvolle Lehrmittelsammlung des hiesigen Ghaies-Gvmnasiums überlassen hat. Kwurde der Tempel hergerichtet. es wurden Grabtafeln für die während der NS-Zeit auf dem W äliringer Friedhof bestatteten. sodann exhumierten und auf dem Zentralfriedliof. IV. Tor. bestatteten Leichen ehemaliger Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde Wien errichtet. Ls ist allgemein bekannt, daß die kultiisgemcindc in jedem .Jahre Sederabendliir bedürftige Mitglieder und für solche, welche die Abhaltung dieser Abende zu Harne nicht durchführen können. veranstaltet hat. Es ist allgemein bekannt, daß das Jüdische Spitai in die Seegasse üb-'.'rsiedelt Lt und daß dasselbe zusammen mit dem VI terHieim koscher geführt wird. Ls muß besonders liervorgelioben werden. daß diese beiden Institutionen erstklassige Mnsleranstallen sind. Zusammenfassend kann in dieser Br zirlumg gesagt werden, daß die Kultusgemeinde nichts unterlassen li.it. was zur Förderung des jüdischen Bitus notwendig ist. Wie ich schon angedeutet habe, sollen alle diese Feistlingen nicht auf mein, Konto allein gebucht werden. Ich erfülle fine angenehme Pflicht, wenn ich ausdrücklich lierv orliehe. daß ich in der Israel, das Kind, dessen Bewohner aus (»0 v erst hiedt neu Sprach- und Kul turkrei - -eu stammen und das unter den Nenziigew änderten ans Nordafrika und dem Irak noch eine Vuzalil von Analphabeten anl weist, gehört dennoch, pro Kopf gern Imet. neben Neuseeland zu den eifrigsten Fese-Ländern der Welt. Wie die ..Lracl Publishing Company" dazu erklärt. treten die nach der Slaatsgrüudiing 1948 vor allem aus den arabischen Staaten Kingewänderten als Buch küufer zwar noch kaum in Erscheinung: um -o stärker ist jedoch das Interesse an Büchern bei den Alteingesessenen und der nach dem Krieg zugewanderten Intelligenz. Da die eigene hebrüisclie Buch - praluktion noch gering ist. wird der grüßte Teil der in Israel verkauften Bücher importiert, und zwar zu 80 Prozent aus England und den l S V. zu 20 Prozent aus der Schweiz. Man liest in Israel eng- IP'li und deutsch, und der Import wird durch das mit zehn Ländern, darunter auch (SV. getroffene Abkommen über die Lieft rung von Büchern in Inlandsw älti ung erlcit h tert. Vn der Spitze der in den Buchhandlungen Israels verlangten Vutoren stehen. '»wohl in der Stadl als auch auf dt'ii Dörfern. Plato und Freud. Groß ist außerdem die Nachfrage nach Werken Den, B uudesptasicleuleu zum 80. Gehuvlsiäö Der Präsident der Htindcsrepiuiiik Theodor Keiner, feiert am 24. Vpril 19-58 seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlaß w ünschen die Zionisten Oesterreichs dem sehr veerrhrten Hundespriisidenten. Gesundheit und Kraft für die Ausübung seines hohen Amtes. Vera des Heskem von allen Parteien und im letzten Jahre von unserem Partmr. der Fraktion der ..Werktätigen”, in allen meuien Bestrebungen l 'nteistiilzung erfahren habe: insbesondere bat der Amtsdirektor Wilhelm Krell mich nicht mir unterstützt, .sondern hat auch sehr oft initiativ eingegriffen. Fs sei liier allen beteiligten Faktor m drr herzlichste Dank dafür ausgesprochen. daß ich in keiner zionistischen Angelegenheit oder in einer solchen des' Staates Israel auf irgend w eiche Widerstünde gestoßen bin. sondern im Gegenteil in jeder Beziehung gefördert wurde. Vit in -t hnlirlister W unsch ist es, daß es meinem Nachfolger gelingen niögv. noch giößere Erfolge zu erzielen. v ,n Plutai t li. Dostojewski. Boiland. Tli >- ma- Mann. Ilmlev. Sleinbrrk und Mala parle. I m K i nstbiielier mit farbigen II liisli itioneii. besonders soweit sie Impicssi uiislcii. die I lolländer oder moder ne Künstler behandeln, reißt man sieh l'öriulich. Wenig Interesse finden dagegen Gedichte und biographische Werke, und von politischen Büchern sind nur solche gefragt, die die eigenen Interessensphären iiimiii lelbar betreffen. KiIselir ,mane. Wildwesti.ikI Vbenleuergcseliicliten werden s» gut wie gar keine verlangt. PI VNL l-TIl DEN MABTABFBW \LI) Kürzlich entwickelte Herr Joseph W eils. der Leiter der Boden- und Forstabteilung des Fonds sein Programm für den Vlürlv - rerw ild. Beim Entwurf der Pläne wurde die Hilfe bekannter Landschaftsarchitekten in Viispiucli genommen, damit dieses große grüne Denkmal, das den sechs Millionen Juden, die durch Na/.iliand umgekommen sind, gesetzt wird, ein eindrucksvolles und würdiges Gepräge erhalle. Der Märtvrerwald wird in 18 kleinere Wälder iintergetcilt. jede Einheit für die NIärlvier der 18 Länder, die von den Nazis okkupiert wurden. Die Namen der Gemeinden in den verschiedenen Sektionen werden auf den Felsen eingraviert werden. Vui' dem höchsten Punkt eines jeden Sektors wird ein spezieller Turm, v on kleinen Pav i11allen umgeben, erbaut, der die Gedenk biielier mit den Namen derer enthalten wird, zu deren Erinnerung die Bäume gepflanzt werden. Außerdem wild der Märtvrerwald zwei be- 'ondere Sektoren enthalten, einen zu Ehren der Glieltokämpfer (der im polui- ' elieu Sekt r entstellen vvirdV und ein Sektor der ..Wald des unbekannten jiidimIicu Kuides". im Gedenken an die Million von den Nazis ermordeten Kinder. Wie wir erfahren, wird im künstloris< heil Teil der Festkimdgehimg zum Jom I l ialzniaiith (Sonntag, den 19. April. Großer Konzerthaiissaal. um 20 Mir) zum ersten Mal der ..I s r a e I - D a u e c" von Julius Cli u j cs zur Aufführung gelangen ii. zw. durch Fräulein FL »rinn (W iesenthalhallel). Julius Chnjcs ist ein V erwaiidter des seligen ()iiei rahhiuers Zw i Pcrcz Glinjes. lOiiulcn Sie s/e/i ml, At,entroll an uns' JleUe&üco- De. Bowif wien i., kärntnerring 18 (Ecke Schwarzenberg-Plaiz) TELEFON U 43 5 90 Serie Ab 1. April verbilligte Toui islenlliige! Kol NI AB IEFILUNO mR LSRAH -RI ISITI OIH/IHIIR ACM NI SÄMIL. I LUm Gl Sill SCMAf I LN, SC Ulli SUNILN, BAHNKAklfN, PASS UND VISABE- SOR' »UNO, URI AlJBSARRANCTMENIS U Sl 11 SC I IAI ISRHSLN „ELSE” PARFÜMERIE WIEN 1. STKI.NRKI.GASSE 1 beim TorTla.ibrn-K im»; TELE ION I. 21 ÖÜ4 DIE JÜDISCHE PARFÜMERIE SÄMTLICHE SPEZIALITÄTEN ALS L. S. A. I |{ ANKBI ICH. SCHWEIZ. I)EI TSCI ILA NI) W ii o Iii» k»ai offiziell Paket e mit l'arl tinieritai mul Seifen nach Israel! Das American Joint Distribution Committee in Österreich entbietet aus Anlaß der Jom Haatzmauth der gesamten MEDINATH ISRAEL die allerbesten Wünsche. „Israel-Dance”