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Die Stimme · 1952-05-01 · Heft 62 (Mai 1952) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
1952
Issue
Heft 62 (Mai 1952)
Date
1952-05-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 62 DIE STIMME Seite 7 Nachrichten aus Israel SENDUNGEN DIOS ISRAELISCHEN RI Nl)l UNKS Kol /inn Laßnln scrnlH Nachrichten und inl( rcssaiilc Reportagen in jiddischer Sprache auf kurzwclle Bß.ß m (üblich \oii 19. IS lilir bis 19.45 Ui,. MEZ. In französischer Sprache von 20..‘50 Uhr bis 22.00 Uhr MEZ. In englischer Spraehe von 2I.U) Uhr bis 21.4.") Uhr MEZ. DIE „ALTERNATIVE PARTEI“ Es handelt sich um die Partei der Al lliii ein einen Zionisten. Minister Bernstein referierte anläßlich einer Tagung über die Entwicklung der „Allgemeinen Zionisten“ während der letzten 2' Jahre und brachte folgende, interessante Zahlen zur Kenntnis : Die Mitgliedschaft im Jahre 1949 betrug 12.000. Im Dezember des nächsten Jahres hatte sie sich verdoppet. Im Dezember 1951 betrug sic 31.000 und heute sind es 35.000 Mitglieder.' „Wir sind nach wie vor eine Oppositionspartei,“ setzte der Sprecher fort. „Jedoch die Reihen unserer Anhänger und Gönner wachsen täglich und haben bereits ein solches Ausmaß erreicht, daß ein großer Teil der israelischen Bevölkerung die Partei der Allgemeinen Zionisten bereits als die alternative Partei befrachtet, berufen dazu, die Regierungspartei zu werden.“ Israel Rokach, der Leiter der Parlamentsfraktion der Partei und Bürgermeister von Tel-Aviv, der in der Keesseth .über die Tätigkeit der Partei berichtete, schloß mit den Worten: „Wir sind in der Opposition, aber Jederzeit wird es das höhere Interesse des Staates sein, welches unsere politische Linie im Parlament bestimmt.“ DIE FRIEDENSGERÜCHTE IN ISRAEL wollen nicht verstummen. Bel israelischen Diplomaten im Ausland sind letzthin verschiedentlich neue Friedenfühler ausgestreckt worden, die darauf hindeufon, daß in Kairo und anderen arabischen Hautpstädtcn die Stimmung für den Frieden mit Israel im Wachsen begriffen scheint. Israels Haltung gegenüber allen diesen Demarchen und Versuchballons ist die des argwöhnischen Abwartens. DER ISRAELISCHE GESANDTE in der Tschechoslowakei, Dr. Ärieh Kubovy ist von seiner Regierung nach Tel Aviv zurück beordert worden. Offiziell wird erklärt, Kubovy sei zu norma 1er KonsuJtation zurückgekommen, doch verlautet, daß seine Rückreise mach I el Aviv mit dem Verschwinden des^ Mapam-Eiihrers, Mordecai Orem, in Zusammenhang steht, der geheimnisvoller Weise in der Tschechoslowakei, seit seiner Ankunft dort, nicht mehr zum Vorschein gekommen ist. ALIJAH Seit der Staatsgriiindung bis Ende Februar dieses Jahres kamen 690.066 Einwanderer ins Land. Im Jahre 1951 haben 36.000 Touristen Israel besucht. a6 FiiUydJuKkurfufdtfßeJrI 100 K Flasche S 10.— Wo nicht erhältlich, Versand direkt. Widlialm-Werk, Wien I, Slepliansplatz 6 NEUES AUS DEM NEGEV Die Erforschung der Mineralquclilen des Negev ist zwar noch im Anfangsstad ium, doch bestätigen die bisher erzielten Erfolge .die Behauptungen der Bibel, wonach „Israel ein Land ist, in welchem die Steine von Eisen sind und aus den Hügeln kann man Kupfer gewinnen“. * Die jüngst entdeckten Reste von alten Eisen- und Kupferbergwerken im Negev beweisen, daß eine Bergwerksindustrie in diesen Gegenden schon zur Zeit König Salomons bestanden hat. Die geologische Erforschung des Negev begann noch vor der Schaffung des Staates, unter der Leitung eines Experten der Mandatarmlacht. Zur gleichen Zeit haben Wissenschaftler der Hebräischen Universität Forschungsarbeiten in den südlichen Gegenden unternommen. Die Ergebnisse ejetr Forschungen der Mandatarmacht wurden geheim gehalten, man erfuhr jedoch, daß in der Gegend von Eilath Anzeichen auf Petroleumvorkommen gefunden wurden. Während des Befreiungskrieges wurden kleine Mengen Kaolin, Barium, Feldspat und anderer Mineralien unter schwersten Bedingungen im Negev ausgebeutet und für den Bedarf der Kriegsanstrengungen verfügbar gemacht. Heute wird die Exploitation von Phosphaten, Kaolin und Sand zur Herstellung von Glias auf industrieller Grundlage vorgenommen. Es sind auch Arbeiten im Gange, um die Ausbeutungsmöglichkeifen für Kupfer, Eisen, Mamgan, Ou,arz und Feldspat, deren Vorkommen sehr reich sind, zu vergrößern. NEUE TELEPHON-ÄMTER Der Verkehrsmiinisfer teilte mit, daß in den nächsten 18 Monaten 16.000 Antragsteller ihre Telefone erhalten werden, die aus Mitteln von Anleihen der Export-Import Bank finanziert werden. Zwei neue Telephonämter werden in Tel Aviv, andere in Haifa, Ramat Gan und (anderswo errichtet. IM HÄFEN VON HAIFA wurde kürzlich eiin neuer Rekord in der Ausladung erzielt. An einem Tage wurden im Hafen 7500 Tonnen ausgeladen, der Großteil Weizen und Mehl. Dieser Rekord übertraf den vorjährigen, bei welchem 7200 Tonnen erzielt wurden. HANDELSMARINE Verkehrsminister David Zvi Pinkas führte im Parlament u. a. aus, daß die israelische Handelsmarine, die 1948 mit vier Schiffen ins Leben trat, heute auf insgesamt 124 Schliffe mit einer Gesamttoininage von über 120.000 Tonnen angewachsen ist. Sie bewältigte bereits einen beträchtlichen Teil des israelischen Seehandels allein. ISRAEL UND DIE XV. OLYMPIADE Dank den Bemühungen des Außenministeriums ist nach langjährigen, schwierigen Verhandlungen eine Einigung der beiden großen Sportverbände in Israel, Maccabi und Hapoel herbeigeführt worden. Es wurde nunmehr ein olympisches Komitee gebildet, dem je sechs Vertreter der beiden Sportverbände angehören. Zu seinem Präsidenten wurde der Knesseth-Abgeorclnefe Rechtsanwalt N. Het, Haifa, der seit 18 Jahren Präsident des Maccabi in Israel ist, gewählt. Ferner gehören dem olympischen Komitee u. a. der Bürgermeister von Haifa, Aba Husch!, sowie der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft Israels im Wasscrballl, der Knesseth-Abgeordnete Georg Eie sch, Tel-Aviv, an. P00 öaiXe&w: _ , i'-tXvi' Huf. * »kv * r Gleichzeitig mit der Bildung des olympischen Komitees, wurde eine aus zwölf Mitgliedern bestehende oberste Sportführung des Landes gewählt, die sämtliche Sport-Fachverbände repräsentiert und ebenfalls aus je sechs Vertretern des Maccabi und Hapoel besteht. Die Repräsentanten des Maccabi in dieser Körperschaft sind in erster Linie aus Mitteleuropa stammende Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte lange Erfahrungen im internationalen Sportleben verfügen, wie Dr. R. Ätlaz, Dr, Ä. Koren und F. A. Lewim son. Die Vorbereitungen zur Teilnahme von Israel an der XV. Olympiade in Helsinki haben mit Intensität begonnen. TOURISTIK Drei Luxusschiffe brachten über 1000 Touristen aus U. S. A. und 800 aus Norwegen zu einem dreitägigen Aufenthalt nach Israel. Mac Donald-Straße in Ramat-Gan; Mapam verlangt eine Straße für Gromyko. Die Distriktsverwaltung von Ramat- Gan bezeichn ete eine Straße nach dem ersten U. S. - Gesandten in Israel, James G. Mc Donald, der dort seinen Wohnsitz hatte. Während der Debatte über die Resolution verlangte der MapamVertreter eine andere Straße nach A. Gromyko zu benennen, als dem Sowjetvertreter der Vereinten Nationen zur Zeit des Teilungsbeschlusses. WOLLE UND GARNE größte Auswahl ADOLF BOMZE V, Reinprechtsdorferstraße 48 XX, Wallensteinstraße 17 Telephon A 32 0 08 XVI, Neulerchenfelderstraße 20 II, Rotensterngasse 5 de sch: Die idealsten Schulterauflagen aus Watte, beste Paßform, für Damen-, Herren- und Klnder- Bekleidung „HAPO” Achselpolster-Er zeugung RU DICH de Co. Wien II, Aspernbrückeng. 4 Telephon R 45 5 63 EHRUNG FÜR Dr. ISIDOR SCHÄLIT Der Stadtrat von Ramath-Gan hat in einer Festsitzung den einstimmigen Beschluß gefaßt, den früheren Sekretär Theodor Herzls, Herrn Dr. Isidor Schallt, dessen Name mit den Anfängen der zionistischen Bewegung unlösbar verknüpft bleibt, aus Anlaß seines 85. Geburtstages, zum Ehrenbürger dieser Gemeinde zu ernennen. Weite Kreise des Landes, aber auch die jüdische Welt werden diese Kundgebung mit den wärmsten Wünschen für Gesundheit und Wohlergehen des Jubilars begleiten. Die Zionisten Oesterreichs, aus deren Mitte Dr. Schallt hervorging, grüßt den Veteran des Zionismus und den Vollstrecker des Willens Dr. Herzls ehrfürchtig und schließt sich den Wünschen aus aller Welt an. HADASSAH Im Mai wird in der Nähe von Ein Karem nördlich Jerusalems mit dem Bau eines neuen medizinischen Zentrums der Hadassah begonnen. Das Gebäude wird sich über 2000 Dunam erstrecken und nach Fertigstellung Platz für 900 Betten bieten. Das Projekt wird auf zehn Millionen Dollar veranschlagt. (JTA) WELTKONGRESS JÜDISCHER ÄRZTE IN JERUSALEM Der Weltkongreß jüdischer Aerzte wird Im August dieses Jahres in Jerusalem ab geh alten. Er wird sich in erster Linie mit den Beziehungen zwischen Masseneinwanderung und Volksgesundheit beschäftigen. Zusagen zur Teilnahme liegen bereits aus den Vereinigten Staaten, England, Frankreich, der Schweiz, Italien, der Türkei, Portugal, Südafrika und Australien vor. Der erste Kongreß dieser Art fand 1936 in Jerusalem statt. Jüdische Spar- und Kreditgen. in. b. H., Wien I, Franz-Josefs- Kai 7—9, Tel. R 27 5 55 KREDITE an jiid. selbständige Kaufleute, Gewerbetreibende und an freie Berufe. und in WIEN ... ins hotel BELLEVUE X. Bezirk I Amerikanische Zone Gutbürgerliches Familienhotel Jeder Komfort A GARAGE IM HAUS / \ TEL. A 18 2 26, A18 2 36

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