Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1952
- Issue
- Heft 62 (Mai 1952)
- Date
- 1952-05-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. t>2 DIE STIMME Seife 3 Schwer sind die Zeiten, die Israel durchlebt und groß ist der Aufgabenkreis, der dem Staate, seinem Führern und dem Volke au I erlegt ist. Nach einem siegreichen Kriege j|€tjcn eine Lebermacht von Feinden, kämpft das Land jetzt ^cjjen die Schwierigkeiten der Wirtschaft und der Finanzen, ein Krieg, der ebenso siegreich beendet und bestanden werden muß, wie der erste, vv: nn die Früchte mühevoller Arbeit und heldenmütiger Aufopferung geerntet werden sollen. Zcbn- (ans ende ström:, n ins Land, immer mehr und mehr, die Zuflucht und Heimat suchen und ein Land entsteht, das allen Juden der ganzen Welf Heim und nach bieten soll. Damit erfüllt das jüdische Volk eine Pflicht und vollendet ein Werk, das ihm vermacht wurde, als der Generation, die nach 2000 Jahren, Israel wieder zu neuem Leben erweckt hat. Als der Dichter Theodor Heczl im Jahre 1902 seinen utopischen Roman „Altneuland“ vollendete, schrieb er, der Vielbeschäftigte, Sorgenbeladene und Nimmermüde einen Traum nieder und überschrieb dieses Werk, das literarisch eine phantasievollle Wunderwelt darstellte mit dem zum Leitstern jüdischen Willens gewordenen Worten : „Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen. „Wie wohl kaum je ein Traum ist Herzls Buch Altneuland W i r kl i ch k e i t ge worden. Konzert im Freien TKäbners Cafe-Restaurant KÜRSAION Es spielt: Kapelle Eduard MACKU Normale Preise bereitete die „Organisation der Massen“ vor und Phantasie verbunden mit Realität schufen die Basis für die Verwirklichung des Traumes. Nicht alles ist so, wie Herzl es gedacht und nicht so, daß cs als gut und vollständig bezeich nef werden könnte. Noch ist ein Großteil des Landes unbewohnt und unbebaut, noch werden Dörfer und Siedlungen vernachlässigt, noch drangen sich Massen in Städten zusammen zum Schaden -der Wirtschaft und der Volksgesundheit, noch fehlt es an Gärten und Parkanlagen, an Sportplätzen und Spielfeldern, noch mangelt es an Wohnplützen und Schulen. Aber Herzls Vision ist Tatsache geworden und die Mängel sind Kinderkrankheiten, die nicht nur den Weg des Wachstums begleiten, sondern auch in der eine neue, gesunde Generation auf wachsen soll. Im Hule gebiet wurde der Boden entsumpft, der Malaria verbreitet hat und bietet nun willig seine Fruchtbarkeit an, im Korridor von ‘Jerusalem sind schöpferische Kräfte am Werk und in wenigen Jahren werden Millionen Bäume Schatten und Regen spenden, es wartet der Negev mit seiner Riesen!läche und Männer der Wissenschaft nennen ihn schon beute das zukünftige Kalifornien. Kümmerlich sind noch die Siedlungspunkte, doch schon werden Bewässerungsanlagen gebaut, die in wenigen Jahren jede Wassemot beheben und weiteren Tausenden neue Wohnstätten, neue Existenzen erschließen sollen. Noch ruht die Arbeit am Toten Meer, doch bald werden auch seine •1TALIA- 5CHIFFAH rtsge se llschaft-genua EXPRESSDIENST NORDAMERIKA und KANADA (Genua-Neapel - HALIFAX - INcwlork) M/S ..Salurnia”*) am 2. 5.. -4.6.. 9.7, 1IHW. S/S ..C. le Bianramano" am 21. 5.. 21. 6„ 25. 7. usw. M/S ,.\ulcania”*) am 27. 5.. 29. (>.. 3. B. usw. *) Abfahrt von Neapel. SÜDAMERIKA-EXPRESSDIENST (von Genua nach Brasilien. Uruguay und Argentinien) M/S ..Caboto” am 3. 5.. 26. 6.*, 26. 8.* (* von Triest) M/S ..\ i\ ahli” am 10. 5. (v. Triest) H. 7. S/S .,c. IC Grandeam 15.5., 28. 6. 19. 8. usw. M/S .,Toseanelli” am 21. 5., 28. 9. usw. M/S ..Augustus" am 4. 6.. 19. 7.. 30. 8. usw. M/S „Giulio Cesare“ am 12. 6., 26. 7.. 13. 9. usw. M/S ..Marco Polo“ am 19. 6. M/S „Usodimarc“ am 5. 8. überdies regelmäßige Abfahrten nach : ZENTRALAMERIKA. NORD- UNI) SDDPAZIFIK via PANAMAKANAL Auskünfte und Buchungen bei der Zweigniederlassung in Wien I. Kärntnerring 6, Tel. U 47 5 60 Serie. bei der Filiale in Graz, Annenslraße 10, Tel. 67 01. sowie bei aller Reisebüros Frachtenabteilung Wien I., Kärntnerstraße 83 (Eingang Johannesgasse 1) Tel. 11 24 5 60 Serie FLIEGEN SIE MIT DEN SCHNELLEN UND KOMFOR¬ TABLEN 4-MOIORIGEN CLIPPERN VON WIEN UBER FRANKFURT NACH ALLEN KONTINENTEN. PAAf A/tfFRfCA/V IVORLD AfRlVAVF DIE ERFAHRENSTE TLIIGLIN1E DER WELT WIEN /. KÄRNINERR1NG NR. 5 (HOTEL BRISTOL) B .1-/ 5 20 AB I. MAI / 9 5 2 AUCH DER BILLIGTE TOURISTENKLASSE Das ewige Altneuland Dr. Imanuel Unger (Tel-Aviv) Herzl, der Novellist schrieb einen sfadt in die freie Natur führt der Weg, Roman, Herzl, der Zionist Noch waren keine 30 Jahre vergangen, seitdem der Prophet seinen Herzenswunsch geträumt hat und das alte Land war wieder neu erstanden. Mehr als eine Million ist es, die heute Israels Land bevölkert, in zehn Jahren werden es drei Millionen sein und die Erde bereifet sich vor, sie alle aufzunehmen, zu beherbergen und zu ernähren. Herzls Buch erzählt von großen Städten und blühenden Feldern, von fruchtbaren Aeckcrn und grünen Bäumen, von Fülle und Reichtum, von Arbeit und Segen. Alles, was die Technik zu leisten vermag, wird in den Dienst der Sache gestellt und jede Tat, ob es Feldarbeit oder Handwerk, Bau oder Elektrizität, Straßemanlagen oder BewässerungsInstrumente sind, stehen im Zeichen modernster technischer Errungenschaften. Die Ausbeute des chemischen Reichstunis Im Toten Meer bildet das bedeutendste Produktionszentrum der Welt für Brom, Pottasehsalz uind Phosphor und •ein direkter Kanal nach dem M Ittelmecr sorgt für die Beförderung in alle Teile der Welt. Das Wirtschaftsleben ist auf mufual'isfischer oder kooperativer Basis aufgebaut und Privatbesitz sowie Kapital werden durch gemeinschaftliche Bemühungen dem Staate dienstbar gemacht. Geldarbeit ist das We r k v o n Ge m e in s ch a f tslinst i t ui i o n e n, das Land ist allgemeiner Besitz und wird für 3b Jahre im Pachtgut gegeben. Demokratische Auffassung und Duld samkeit sind Grundprinzipien einer neuen Gesellschaftsordnung und Freundschaft verbindet die Bürger des Landes mit seinen Nachbarn. B. Teller WIEN I, SALZTORC/ASSE 5 TELEFON 1/ 26-4 85 I tl RRLN-, DAMI NKLHIHR UNI) -MAN I hl. MODISCI U SPORT- UND RhC/hNSl I IUTYIH-.Kl hlDUNQS- I ABRIK seine Widerstandsfähigkeit und Gesundheit kräftigen. Der Traum des großen Dichters ist in seiner Verwirklichung überdimensional geworden und erst die Zukunft wird das Geschehen In ruhigere und geordnetere Bahnen führen. Der Lauf der Geschichte hat In mancher Hinsicht die Utopien überflügelt und Verhältnisse geschaffen, die zwar das Gebot der Stunde diktiert und auf gedrängt hatten, die aber dem normalen Wachstum hinderlich sind. Die Männer, die Tel-Aviv erbauten, dachten an eine Villenstadt, wie Herzl sie sah, von blühenden Gärten umgeben, von grünen Zweigen umrankt und von hohen Bäumen beschattet. Ein friedlicher Ort, der beschauliche Ruhe und idyllischen Frieden bieten sollte. Die Zeit hat Tel-Aviv zu einer lärmenden Großstadt gemacht, in der 400.000 Menschen wohnen, die, aneinander gepreßt, sich behindernd, verkehrsstörend und sich stets vermehrend, jede natürliche Entwicklung unmöglich machen. Schlangen von Menschen winden sich um die Straßen, legen sich auf das Herz der Stadt, erwürgen ihre Organe und ersticken ihren Atem. Draußen aber ruft das Land schöpferische Kräfte, um Arbeit und Wohlstand, Obdach und Sicherheit, Kultur und Gesundheit zu schaffen für die Bürger, die im Lande und die Brüder, die unterwegs sind. Landkarten und Pläne zeigen die neuen Siedlungen, die entstehen sollen, um den Massenzustrom neuer Menschen aufzunehmen und zeichnen die netten, sauberen Häuschen, in denen sie wohnen sollen. Weg vom Staub und Elend der Groß- Schätze gehoben werden und dem Lande Reichtum verschaffen, trotz allen Neides und aller Feindschaft. Schaffensfreude und Willenskraft werden auch hier jeden Widerstand besiegen und ihr Ziel erreichen. Noch ist Herzls Traum nicht ganz in Erfüllung gegangen, noch kämpft das Land gegen viele Widrigkeiten innerer und äußerer Schwierigkeiten. Das Vaterland fordert Opfer und Aufopferung, es legt Pflichten auf, die manchmal überflüssig uind oft untragbar erscheinen. Bittere Kritik drängt sich auf und fordert Auflehnung und Widerstand. Verstand und Erfahrung, Liebe zur Heimat und der Glaube an die Zukunft fordern aber Disziplin uind Bereitschaft, Vertrauen und Gehorsam. Denn oben auf dem Herzlberg ruht der Fackelträger, dessen Gebeine In die Heimat überführt wurden und dem das Volk die volle Verwirklichung schuldet — ein wahres Altneuand. Das Konsulat des Staates! Israel teilt mit, daß. dem gegenwärtigen Verhältnissen in Israel Heehmmg tragend, dieses Jahr anläßlich des israeilseehn Lnabhängigkeitstages keine Empfänge durch das Konsulat veranstaltet werden. Es v, ird jedoch an diesem Tage («3. Ijar To. April 1952) von 9 bis 13 Lim und von 15 bis 18 Uhr im Konsulat, Wien XIX, Peter - Jordan - Straße (>(>, ein Gästebuch aufliegen, in welches sieh Israelis in Oesterreich. Hcpräscntantcn der jüdischen Organisationen und alle Freunde des Konsulates eintragen und somit ihre Solidarität mit dem Staate Israel zum Ausdruck bringen können. Hoher Besuch in Ayanot Scnor Jorge Garem Granados, Mitglied des Sondcr-Komitee.s der Vereinten Nationen für Palästina, der im Jahre 1947 mehrere Monate im Lande verbracht hatte und einer der aufrichtigsten Ereunde Israels während der langen Verhandlungen war, die zu der Teilung und Errichtung des Staates führten, besuchte in diesem Jahre Israel neuerlich. ..Ich fühle, als ob ich zum ersten Male nach Israel käme und nicht, als ob ich es wiederbesuchte, so viele Dinge haben sieh verändert und entwickelt“. Scnor Granados kann das Land kaum wiedererkennen. „Was am meisten auffällt, ist der Grad der landwirtschaftlichen Entwicklung. der Absorption von zchntausenden Neu-Einwanderern und das Baufieber, welches das ganze Land ergriffen hat.“ Als wir auf der Straße nach Aynnot wunderten, wo sieh die Betonrahmen für neue Wohnhäuser an allen Orten erheben. sprach Scnor Granados von dem „Geist des Volkes“, jenem Geiste, welcher das Land geschaffen hat und es während aller Prüfungen und Notstände erhält. ln der W1ZO und Moetzct Hapoalot landwirtschaftlichen Schulunjgsfarni in Ayanot zeigte man Sr. Granados und seiner Begleitung die Sehulräume. Er traf nur eine kleine Gruppe indischer Kinder, die in der gleichen Woche in Ayanot erst angekommen waren. Später, bei einem von den Schülerinnen der WlZO-Berufssclmle in Nachlut Yitzchak bereiteten* Lunch, sagte Sr. Granador. daß er von der in der in dieser Schule geleisteten Arbeit ..verblüfft“ war, die als gutes Beispiel für Krauen in der ganzen Welt gelten könne. Städtische Sommerbäder XXI., Sir amlbatl Gänsehüufel XIV., Ilü i leltlorferhatl und Zugehör, sowie XXL, St r; t n < I hat I Alte Donau XIV., Ha tlersdorf-\\ eitllingau beste Verarbeitung XXL, Angt'libml XXII., Sir amlbad Slatllau bilden die Grundlage XIX., K r. apfenwaldl XXIII., II,i inberg der bewährten XIX„ llo ln* Warte XXIV.. Eie •sing TELLERKLEIDUNG XVI., Ko ngreßplalz XXV.. Mt", "Hing XVI., (hi! ak ringerbail XXV., Gumpoldskirchen XII., Th i* resienbad XXVI., Sir •amlbad Klosterneuburg X1V„ Ihn ungarineibad XXVI., Sir ttmbatl Reitzendorf Erstklassige Stolf ///. Hrtpfsfrasie 88-90 U16 2 86