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Die Stimme · 1951-09-12 · Heft 53 (12.9.1951) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
1951
Issue
Heft 53 (12.9.1951)
Date
1951-09-12
Page
– (sequence 6)
Language
German
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vSeite 6 DIE STIMME Nr. 53 / Die WIZO berichtet Anerkennung durch die Sochnuf* Oie Welt - Wizo - Exekutive erhielt kürzlich vom Leiter der Einwanderer- Eir.ordnungs - Abteilung der Sochnut, Er. G. Josephsthal das folgende .Schreiben anläßlich des 30 jährigen \\ izo-Jubiläums : ,,Es ist mir und meinen Kollegen ein Bedürfnis. Ihnen anläßlich des 30. Jahrestages Ihrer Organisation unsere besten Odückwiinsche zum Ausdruck zu bringen. Im Laufe der letzten Jahre, in denen wir für die Fenordnung der Masser.ein Wanderung gearbeitet haben, hatten wir bei der Lösung unserer schwierigen Probleme nur wenige Partner . . . Es gibt niemand im Jischuv, der sich die Betreuung der Einwanderer-Kinder ohne die Arbeit der Wizo vorstellen kann. Hunderte von Babies in Einwanderer-Lagern und Maabarot wären dem Tode preisgegeben gewesen, wenn sich nicht die Wizo ihrer angenommen hätte. Die von Euch ausgebildeten Pflegerinnen, die erfahrenen ehrenamtlichen Arbeiterinnen, die Ihr in allen Städten und Dörfern organisiert habt, haben unseren Kindern das Leben gerettet. Eure Frauen waren die erste Brücke zw ischen den Alteingesessenen und den Neuankömmlingen. Im Laufe der Jahre haben wir verstehen gelernt, daß Einwanderer nicht durch einen unpersönlichen Apparat, sondern nur durch eine organisierte Gemeinschaft aufgenommen und eingeordnet werden können. Der persönliche Kontakt, die individuelle Anleitung und die freundschaftliche Einstellung. die die Arbeit der Wizo auszeichnet, haben die Grundlagen für eine wirkliche Erfassung der Neueinwanderer gelegt. Nie werden wir vergessen, welche entscheidende Rolle Euere Säuglingsheime gespielt haben, die einzigen Anstalten des Landes, die dazu geeignet sind, kränkelnde Babies am Leben zu erhalten. Ein gleiches Gedenken wird der Jischuv der großen Leistung bewahren, die Eure Instruktions-Abteilung in der Anleitung unerfahrener Frauen besonders aus rückständigen Ländern, bei der Führung ihres Haushalts und der Anlage ihrer Gärten vollbracht hat. . .. Möge der Stolz, mit dem w ir auf Eure Leistungen blicken, Euch die Kraft geben, auch weiterhin die Frauen zu dieser gesegneten Tätigkeit zusammenzuschließen. “ WIZO-WIEN Im Seitenstettengasse 2 ladet alle Mitglieder und Freunde zu der ersten geselligen Zusammenkunft dieses Jahres ein: Donnerstag, 20. September 1951 8 Uhr abends im Kaffee Landtmann, Karl Luegerring 4 Frau Ada Eshel, Gattin des Israel-Konsuls in Wien, wird nach ihrer Rückkehr aus Israel den WizomitgLedern und Freunden einen Reisebericht erstatten. Bringen Sie recht viele Freunde zu dieser ersten geselligen Zusammenkunft der Wizo-Gemeinde! WIEN VI, MARIAHILFERSTR. 51 TELEPHON B 24 204 TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION Vor der Regierungsumbildung in Israel Brief aus Israel Die neue Regierung Israels« Da keine Partei die Mehrheit errungen hat, bleibt nichts anderes als als die Bildung einer neuen Koalition übrig. Weizmann hat bereits die Konsultationen aufgenommen und die Führer aller Parteien zu Besprechungen nach Rechoboth eingeladen. Er wird ususgemäß den Leiter der größten Partei mit der Regierungsbildung beauftragen. Ben Gurion hat bereits erklärt, daß er den Auftrag annehmen werde. Er erklärt, daß 80 Prozent aller Wähler die bisherige Außenpolitik gebilligt haben. Dies ist richtig, w eil nurMapam und Kommunisten mit zusammen 16.5 Prozent sich gegen die bisherige Außenpolitik gewandt haben. In wirtschaftlicher Hinsicht zählt Ben Gurion die Linksparteien zusammen und kommt auf 75 Prozent, die den bisherigen Kurs billigen. Er erklärt daher, daß die Mapai keine Regierung zulassen müsse, die in außenpolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht eine Kursänderung betreiben würde. Diese Sachlage führt ihn zur Bildung einer großen Koalition, die außer den Kommunisten und die Cheruthpartei alle Parteien umfassen würde, jedoch unter der Bedingung, daß die Plattform der Mapai akzeptiert werde. Zuerst glaubte man, Ben Gurion werde sich mit der „kleinen Koalition" begnügen, der die Mapai, die religiösen Parteien und die Araber angehören w ürden. Die Mehrheit w ürde in der Knesseth in diesem Falle aber nur ganz wenige Stimmen betragen. Da ständig viele Mitglieder der Knesseth unterwegs sind, besteht ständig die Gefahr des Mißtrauensvotums. Ben Gurion bekräftigte in seiner Rede, daß er die private wie die kooperative Initiative fördern werde. Dies sieht ganz nach einer Einladung an die Allgemeinen Zionisten aus, Verhandlungen mit ihm aufzunehmen. Es kommt hei der Regierungsbildung nicht auf Schlegw orte, sondern auf die Einzelheiten an, wie zum Beispiel die Verteilung der Ressorts. Die Allgemeinen Zionisten verlangen die beiden Ministerien der Wirtschaft und der Finanzen, jedoch wird die Mapai das Finanzministerium nicht preisgeben. Die Allgemeinen Zionisten behaupten, daß das Vertrauen im Auslande zum .Staate sieh sofort bedeutend steigern würde, wenn sie die Finanzverwa 11ung hätten. Die Bildung der Regierung* w ird noch etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin werden die Wahlschlager zum großen Teile vergessen sein. Die Parteiführer werden an der Verwirklichung ihrer Programme zahlreiche Abstriche gemacht haben. Die kleinen Parteien werden als Zünglein an der Waage stark mitzureden haben; so wäre zum Beispiel die kleine Koalition unmöglich, wenn die Progressiven darauf beharren würden, daß die Allgemeinen Zionisten zugezogen werden sollen. Andererseits ist es wohl kaum denkbar, daß Ben G urion das Programm von der „Sammlung des jüdischen Volkes" und der unbeschränkten jüdischen Einwanderung nur mit den 5 arabischen Stimmen durchzubringen versuchen sollte. Bemerkenswert ist die Anregung, den bisherigen progressiven Justizminister Dr. Rosen zum Vizestaatspräsidenten zur Entlastung Dr. Weizmahns zu ernennen, womit ein Platz im Ministerium für eine andere Partei freigemacht werden könnte. Im ersten Moment sprach man auch von baldigen Neuwahlen, um einen 'eindeutigen Entscheid der Wähler herbeizuführem, nachdem der Kampf um die zweite Knesseth unentschieden ausgegan'gen ist. RICHARD ,,dee EINEN NEUEN HUT ZU DEN FEIERTAGEN NUR VON CrU\YIAD7 WIEN 1, ADLERGASSE 4 SCH W RZ- TELEPHON R 20 2 71 Hut des Heccn" ALLEN UNSEREN GESCHÄTZTEN KUNDEN HERZLICHSTE GLÜCKWÜNSCHE ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN! Heinrich STEIN Wien IV, FavoritenstraQe 24 Telephon: U 49 0 64 ERZEUGNISSE: Selbstroller Rollvorhänge Verdunkelungen Bretterjalousien Holzrollbalken Durchsichtige Schaufensterrollos Welch es jüdische Mädchen möchte mit mir nach Uebersee? Bin 30 Jahre und besitze alle Voraussetzungen für den Aufbau eines neuen Lebens. Unter „Photo erwünscht (I 521" an die Administration des Blattes. Cafe — Bar — Tanz Wien IX., Porzellangasse 39 Tel. R 52 405 TEXTILGROSSHANDEL ÜNI) MANIPULATION IMPORT EXPORT HAMMERSFELD & RAINER WIEN I, RUDOLFSPLATZ 1 DU Tcaa Ui Iscad (ftsebz ü&ec die QleUUbececk* tifyuH% dee Tcau Von C* Z. Klötzel (Jerusalem) Die Knesseth, die sich angesichts der Emde Juli stattfindenden Neuwahlen bereits vertagt hatte, trat zu einer Sondesritzung zusammen, um das „Gesetz über die Gleichberechtigung der Frau“ zu verabschieden. Obwohl dieses Gesetz keinesw egs alle Wünsche erfüllt,jdie der fortschrittliche Teil der weiblichen Bevölkerung hegte, und in den Verhandlungen zum Ausdruck brachte, so bedeutet es doch einen großen Schritt vorwärts und enthält Bestimmungen von einschneidender Bedeutung. Sein Hauptmangel ist, daß es Eheschließung und Ehescheidung nach wie vor weitgehend rein religiösen Instanzen überläßt, obwohl es in mancher Beziehung bisher geltende religiöse Bestimmungen außer Kraft setzt. Daß diese Einschränkungen der religiös-gesetzlichen Sphäre nicht allzu bedeutend sind, zeigt die Tatsache, daß nur die radikale Orthodoxie (Agudah) gegen das Gesetz stimmte, während der Minister für religiöse Angelegenheiten. Raw Maimon, für den Regierungscnrwurf eintrat. Das Gesetz proklamiert volle Gleichberechtigung für Frauen vor dem Gesetz, und hebt alle dem etwa entge gen stehen den Bestimmungen ln ältreen Gesetzen ausdrücklich auf. Bei Abfassung des Gesetzes mußte Rücksicht genommen werden auf die christlichen und mohammedanischen Minoritäten im Lande, ohne daß der Grundsatz der Gleichberechtigung der Frau verletzt wurde. Die weitgehendste Konzession in dieser Hinsicht ist die weitere Zulassung der Mehrehe für Mohammedaner, während Bigamie für Christen und Juden verboten ist, auch für diejenigen orientalischen jüdischen Gemeinden, bei denen sie bisher religiös erlaubt .»war. Zusammen mit der Herabsetzung des Hclratsalters auf 17 Jahre wird diesie Bestimmung dazu beitragen, die Ehe- Verhältnisse dieser Gemeinden modernen Verhältnissen anzupassen unjd dadurch eine Reihe sozialer Uebel zu beseitigen. Daß die Frauen in Israel das aktive und passive Wahlrecht für alle öffentlichen Körperschaften besitzen, ist bekannt — obwohl auch hier die rein religiösen Institutionen weiter eine Ausnahme machen. Ebenso steht ihnen jede Karriere im Staat, in den Gemeinden etc. prinzipiell offen. Herbert SCHELZER Einu. Ausfuhr v. Textil-Erseugnissen Wien IX, Grüne Torgasse 10, R 534 13 Warenempfang u. Kundenabfertigung Wien IX, Servitengasse 8, Tel. A 15 504 Als Konzern betrieb der Wiener Städtischen Versicherungsanstalt, des größten VcrsiicLcrungsbclriiebes Oesterreichs, bieten wir ' durch unsere verschiedenen Krankenversicherungstarife, die den Zeitverhältnissen angepaßt sind, jedermann die Möglichkeit, sich gegen das wirtschaftliche Risiko s c h vv e r e r E r k r a n k u n g c n entweder durch eine VOLL VERSICHERUNG oder durch eine jede Pflichfvers ich erumg crgä nzende ZUSATZVERSICHERUNG zu schützen. Wiener Wechselseitige Krankenversicherung W i e n, I., C ’ a n o v a g a s s e 5 U 47 5 74

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