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Die Stimme · 1951-03-21 · Heft 47 (21.3.1951) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
1951
Issue
Heft 47 (21.3.1951)
Date
1951-03-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 47 Seite 5 DIE STIMME Aus dem jüdischen Leben Der Zionistische Landesverband verabschiedet zwei Askanim Lippa Neufeld - Josef Rosenstock Tn einem festlichen Rahmen fand die Abschiedsfeier für unseren Chawer und Scheliach Chaim Schamir am 10. März statt. Am 21. Februar 1051 versammelte sich ein auserlesener Kreis des Zionistischen Landesverbandes, um den verdienten Präsidenten, Herrn Lipa N e u f e I d und das eifrige Vorstandsmitglied und Mitbegründer des Landesverbandes Wien, Herrn Josef Rosenstock, die die Aliah antreten, zu verabschieden. Der Vorsitzende des Abends, Herr Dir. Ernest Stiassny, hob in solennen Worten die Verdienste beider Herren hervor und betonte im besonderen, daß Herr Neufeld der Erste war, der, als er im Jahre 1945 Wiener Boden betrat, zur Wiener zionistischen Bewegung stieß und mit allen ihm zu Gebote stehenden geistigen und materiellen Mitteln sich dem Aufbau des Zion. Landesverbandes widmete. Er traf einen in den Anfängen des Aufstrebens stehenden Landesverband vor, und es gelang seinem Organisationstalent und seiner unbeugsamen zionistischen Ueberzeugung, unsere Organisation zu einem achtunggebietenden Faktor im jüdischen Leben Wiens zu gestalten. Neufeld, der seit seiner Jugend dem zionistischen Gedanken ergeben ist, war vor dem Kriege Vizepräsident der Tikvva-Zion in Lemberg, wo er Ersprießliches geleistet hatte. Auf seine aktive Tätigkeit und Initiative ist die Gründung der Zionistischen Föderation in Oesterreich zurückzuführen, deren erster Präsident er war. Unter seiner Präsidentschaft hat die Zionistische Föderation eine bemerkenswerte Popularität erlangt, die über den Rahmen der zionistischen Organisationen hinausging. Der Keren Hajessod'in Wien zählt Purimfeier in der Seegasse Wie wir erfahren, veranstaltet die Israelitische Kultusgemeinde Wien am Purimtage, am 22. März ds. J. um 16 Uhr für die Insassen des Altersheims in der Seegasse eine Purim feiier. Die Festansprache wird Oberrabbiner Dr. Eisenberg halten und anschließend ein ausgewähltes Kapitel aus der Megillah vorlesen. Vorträge des Stadttempel-Chores beschließen den 1. Teil. Der 2 Teil ist ganz auf heitere Note gestimmt, was dem Charakter des 'Inges angepaßt ist. Die Insassen des Altersheimes wurden mit Süßigkeiten und mit Purimgebäck von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien bedacht werden. Mazzes aus Holland Die Israelitische Kuiius^eineinde Wien bezieht Mazzoth und Mazzothmehl aus Holland. Die Mazzoth Avurden in Holland unter strengster rabbinerischer Aufsicht hergestellt. Jeder Karton trägt eiinen Hechscher und außerdem wird für die Gesamtsendung ein Hechscher mit der Unterschrift des Vorsitzenden des Oberrabbinates in Holland beigestellt Wie wir uns an Hand eines Musters überzeugt haben, sind die Mazzoth von hervorragender Qualität Erstklassige Stolle und Zugehör, sowie beste Verarbeitung bilden die Grundlage der bewährten TELLERKLEIDUNG ///.Uaüphträtte 88-90 UH?. £6 Neufeld nebst dem Generalsekretär Braver zu seinem Gründer und er stand als dessen Vizepräsident in Gemeinschaft mit Dr. Rosner dem Keren Hajessod vor. Im Jahre 1950 hat der Landesverband in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste, Neufeld ins Goldene Buch cintragen lassen. Infolge Vorbereitung zur Aliah trat Neufeld von seinem Posten als Pr äsident des Landesverbandes zurück, worauf er mit der Funktion eines Ehrenpräsidenten geehrt wurde. Josef Rosen stock trägt die Palme eines Mitbegründers des Zionistischen Landesverbandes, dem er seit 1945 seine wertvollen Dienste bis 1951 zur Verfügung stellte. Rosenstock wurde die Ehre zuteil, im Jahre 1950 ins Goldene Buch eingetragen zu averden. Sein Weg auf dem Boden der Zionistischen Organisation in Wien läuft parallel mit dem Lipa Neufelds. Der Zionismus in Wien ist stolz darauf, diese zwei Persönlichkeiten im Bewußtsein zu verabschieden, daß sie zurr. JischuAv stoßen, dessen Reihen durch Neufeld und Rosenstock gestärkt Averden. In ErAviderung auf die Ehrungen, die Neufeld empfangen hatte, versicherte er, daß er ebenso Avie Rosensfock in seiner Tätigkeit in Israel nicht erlahmen Averde. Neufeld entledigte sich sodann einer Dankespflicht gegenüber dem Chawer Bernhard Braver, dem der Wiener Zionismus die erste Pionierarbeit verdanken kann. Den beiden hochverdienten Mitarbeitern und ihren Familien Avünscht der Zionistische Landesverband : Hazlacha — rabah! Jüdische Spar¬ und Kreditgenossenschaft Am 8. ds. M. fand in den Räumlichkeiten der Jüdischen Spar- und Kreditgenossenschaft, Wien I., Franz- Joscfs-Kai 7—9 die zweite ordentliche Generalversammlung unter dem Präsidium des Vorsitzenden des Äufsichtsrates, des Herrn Recht sanAV alt Dr. Rudolf Braun statt. Aus dem vom Vorstände erteilten Bericht über das verflossene Geschäftsjahr sind viele erfreuliche Tatsachen bekannt geworden, die auch von einzelnen Genossenschaftern spontan bestätigt wurden. Die Genossenschaft, die nicht auf Gewinn arbeitet, hat als Kreditgeber zur Errichtung und Erhaltung jüdischer Existenzen in umfassender Weise beigetragen und verdient daher von der jüdischen Oeffentlfchkeit auf das Kräftigste unterstützt zu werden. Neue Bestimmungen Avurden aufgenommen, die durch Erhöhung der oberen Kreditgrenze und Verminderung der Kreditkosten bedeutende Kreditausweiterumg möglich machen werden. Für die Wertschätzung und Beliebtheit unseres Freundes Schamir zeugte die Teilnahme an diesem Fest : alle zionistischen Fraktionen hatten ihre Delegierten geschickt und wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, daß an diesem Abend ein langgehegter Wunsch in Erfüllung ging, alle friedlich und einig beisammen zu sehen ... Der geschäftsführende Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes, Herr Direktor Stiassny würdigte die Tätigkeit des Herrn Schamir und hob besonders seine zähe Energie, seine Hingabe im Dienste der Allgemein- Zionistischen Sache hervor. Wenn heute der Zionistische Landesverband im Wiener jüdischen Leben eine bedeu*- lende Rolle spielt, Avenn die Zionistische Föderation daran geht, ihre Tätigkeit in erhöhtem Maße fortzusetzen, so verdanken wir dies alles der Tatkraff und Zähigkeit des Scheliach Schamir. Unter großem Beifall verkündete der Redner den Beschluß unseres Vorstandes, Herrn Schamir für seine Verdienste in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds einzutragen. Alle Aveiteren Redner, und es Avaren derer viele, lobten immer wieder Chawer Schamirs dynamische Kraft, seine persönliche Bescheidenheit und seine Erfolge für den Zionismus in Wien. Alle Redner Avünschten Herrn Schamir auf seinem Aveiteren Leben SAveg viel Glück und Erfolg. Es sprachen für die Hakoah der Präsident Glücksmann, für die Jewish Agency Herr Nathan Sclmalb. Die Herren Heller (Palästina-Amt), Dr. Tuttmann (Mapai), Dr. Prof. Hirschei (Mapam), Riemer (Misrachi), Dr. Keßler (Intern. Komitee), Dr. Neuspiel (Zion. Föderation), der Vizepräsident der Israel. Kultusgemeinde Dr. Herzberg, Frau Ada Neuspiel für die Wizo. Im Namen der Zionistischen Jugendgruppe bedankte sich Herr Diamant für das große Interesse das Chawer Schamir dem „Haowcd Hazioni“ hat an gedeihen lassen und dem dieser Bund seinen großen Aufstieg verdankt. Nach einer kurzen Pause erfreute der I. Kantor Wilhelm Silber die Zuhörer mit einem blendend vorgetragenen Mischeberach. Dann dankte Herr Schamir für diese heutige Ehrung aber noch mehr für die Zusammenarbeit aller ChaAvcrim, die ihm seine Tätigkeit in Wien zu einer erfreulichen gestaltet hat. In zu Herzen gehenden Worten forderte er alle Anwesenden auf, den zionistischen Gedanken hochzuhalfen und für Israel, für unser Land das Beste herzugeben. Im gemütlichen Beisammensein unterhielten sieh unsere Freunde bis Mitternacht. Magbith Meuchedeth Das Ärbeitskomitee des Magbith Meuchiedeth macht alle Juden Wiens darauf aufmerksam, daß niemand berechtigt ist, für Israel Spenden enfgegenzuneh inen. ilifliHiHiiiiiiniBiili'ii'BaHiwiiniiiiiaiiiliHiJiiiniiiriiüiiiiiaiiüiilüniniiiiJi FR. SCHSnSCHA & E. SCHRPlRft HOLZ0ROSSHANDLUNG HOLZEXPORT UND INTERNATIONALE HOLZAQENTUR Wien VI, Linke Wienzeile 4, II. Stiege, III. Stock Telephon A 30271 in Wien An die jüdischen Frauen Wiens! Aus den fallweise ergehenden Einladungen zu den Vorträgen im Rahmen des WIZO - Kulturprogrammes und zu den festlichen Veranstaltungen ist zu entnehmen, mit welchem Nachdruck in Oesterreich WIZO-Wicn die Ziele der weltumfassenden WIZO- Vereinigung ins Werk zu setzen bemüht ist. Der Erfolg dieser Bemühungen kommt den Zwecken der WIZO-ISRAEL, den Heimen für einwandernde Kinder und Frauen und den WIZO-Berufsschulen zugute. Die Internationale Organisation zionistischer Frauen feiert in diesem Jahre das Jubiläum ihres dreißigjährigen Bestandes. Dieses Jubiläum fällt mit der neuen Aera in der Geschichte des jüdischen Volkes zusammen. Der Arbeit der WIZO-Frauen in allen Ländern der Welt ist die VerAviirklichung des großen Werkes der WIZO- Heime, Berufsschulen und Krankenhäuser in Israel zu danken. Neue Aufgaben erwarten alle Organisationen der WIZO, zu denen WIZO-Wien auch ihren Teil beitragen muß. Die besonderen Erfordernisse, Avelche die Masseneinwanderung nach Israel und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten derzeit mit sich bringen, können nicht nachdrücklich genug betont Averden. Der Zusammenschluß und die Mitarbeit aller jüdischen Frauen Wiens auf dieser unpolitischen, rein menschlichen und sozialen Basis ist eine Vorbedingung für das Gelingen der stets anAvachsenden Vorhaben von WIZO- TSRÄEL und WIZO-WIEN. Viele Frauen Wiens haben sich aktiv in den Dienst dieser Sache gestellt und zum bisherigen Erfolge der WIZO beigetragen. Auch aus rein ideellen Gründen Avird der Zusammenschluß und die Mitarbeit aller jüdischen Frauen Wiens gesucht, an Avelche die Bitte ergeht, die Bemühungen der WIZO-Wien durch ihre aktive Teilnahme und durch Werbung neuer Mitglieder zu unterstützen, die Vorträge und Diskussionen zu besuchen und das Interesse an den Bemühungen von WIZO-WIEN In Aveiteste Kreise zu tragen. Die WIZO-Mitglieder versammeln sich jeden Mittwoch um 17 Uhr, ohne vorherige schriftliche Verständigung, im Heim, Wien I, Seitenstefteng. 2, II. Stock, und Averden sich aufrichtig freuen, neue Freunde bei den Besprechungen und bei den Vorträgen, zu AAelchen fallweise gesonderte Einladungen ergehen, begrüßen zu können. Die Mitglieder des Aktionskomitees : Frau Lilly Berrnan, Wien IX., Seegasse 17, Tel. A 14 5 65, Frau Ottilie Gröbl, Wien IX., Seegasse 9, Frau Jolan Herbst, Wien VIII., Neudeggergasse, Tel. B 47 9 59, Frau Ada Neuspiel, Wien IX., Nußdorferstraße 14, Tel. R 50 075, Frau Rosa Schäfer, Wien XIV., Linzerstraße 299 ,Tel. A 17 6 08, Frau Frieda Schapira, Wien VI., Hirschengassc 7, Tel. B 28 4 89, Frau Cilli ZloczOAver, Wien IX., Pfluggasse 6, Tel. A 17 4 02, stehen jederzeit mit Auskünften gern zur Verfügung. WIZO-WIEN hofft, die Mitarbeit aller jüdischen Frauen Wiens nicht länger entbehren zu müssen. WIEN VII, KIRCHENGASSE 7 TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION

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