Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1951
- Issue
- Heft 46 (25.2.1951)
- Date
- 1951-02-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 46 DIE STIMME Seife 7 KLEINE NOTIZEN _auslscad (Zins) Eine neue Tendenz, die sich in der Exekutive der Jewish Agency bemerkbar macht, zielt darauf hin, den gemeinsamen Maghith aufzulassen und zu einer rein zionistischen Kampagne für Israel zurückzukehren. Eine Erklärung dieses Inhaltes gab H. Lew i Eschkol vom Finanzdepartemenf der Jewish Agency. Es ist das erstemal, daß diese Frage durch ein wichtiges Mitglied der Jewish Agency erörtert wurde. Im Zusammenhang damit weist man darauf hin, daß eine event. Auflösung der „Vereinigten Aktion für Israel“ die Eliminierung des Joint bedeuten würde, weicher in der nahen Zukunft seine Aufgabe faktisch erfüllt haben wird, nachdem ein großer Teil der jüdischen Kibbuzim aus dem nahen Osten und aus Nordafrika nach Israel herrübergeführt sein wird. Diese Frage wurde durch die stark verkleinerten Einkünfte der genannten Aktion, besonders in den Vereinigten Staaten, hervorgerufen, da sich speziell die Jewish Agency auf die Mitarbeit von Nichtzionisten konzentrierte und aus der Leitung des United Appeal die Zionisten weitgehend ausschalfete. Eine rein zionistische Aktion wurde schon dieses Jahr in Frankreich organisiert. * * „10.000 Einwohner gibt es schon im Negev und weitere 10.000 bewohnen schon Boershewn“ erklärte Lew! Eschkol.l, Kassier der Jewish Agency „im Laufe des nächsten Jahres ist zu erwarten, daß sich die Bevölkerung von Beershewa verdoppeln wird. Wir haben im Negev schon 40 Kolonien und Moschawim, die gut bewässert sind dank dem Bewässerungs-System, welches eine Leistungsfähigkeit von 15,000.000 m:i im Jahr hat. * * * Handelsverträge Durch Abschluß von Handelsverträgen mit verschiedenen Staaten, konnte Israel im letzten Jahre eine befriedigende Exporttätigkeit beginnen. Diese Verträge sind nicht nach einem Schema abgeschlossen worden sondern sind den Bedingungen des betreffenden Staates angepaßt worden. So sind die Handelsverträge mit Holland und Ungarn mit den betreffenden Regierungen abgeschlossen worden. Die Geschäfte sind zur Befriedigung beider Teile abgew ickelt worden. Diese Verträge waren die ersten, die von der Jewish Agency vor der Staatsgründung in Angriff genommen worden sind und von der Regierung weiter verlängert w'urden. Die Verträge mit Ungarn und Holland enthalten im Gegensatz zu den mit anderen Ländern abgeschlossenen Verträgen, eine Transfer kliausol, welche den Juden dieser Länder ermöglicht, bei Auswanderung Geld nach Israel zu transferieren. Mit Rumänien ist ein Vertrag für Warenaustausch zustandegekommen. Auch mit der Türkei ist ein zufriedenstellender Handelsvertrag abgeschlossen worden. Der erste Handelsvertrag zwischen Israel und Island ist dieser Tage abgeschlossen SÜSS 6t CO. TEL. U 18219 LEBENSMITTEL¬ GROSSHANDEL OBST- UND SÜDFRÜCHTE-IMPORT Wien 111/40, Rasumofskygasse 20 WIZO-NACHRICHTEN Chamischa-Assar-Bischwatfeier worden. Israel wird Gefrierfleisch von Island geliefert bekommen, während Israel an Island Textilien und Toiletfearfikel liefern w ird. Auch mit Dänemark ist ein Warenaustausch-Abkommen zustandegekommen, wonach Dänemark Vieh nach Israel exportieren und dafür insbesondere Textilien abnehmen wird. Besonders interessant ist die Abmachung mit Argentinien laut welcher Argentinien die Verpflichtung übernahm, die Möglichkeit zu prüfen, wie argentinische Kapitalisten in Israel ihr Kapital am besten investieren können. Dagegen übernimmt die Israel-Regierung die Verpflichtung, daß die Profite der Investitionen argentinischer Juden in Edelvaluta zur Verfügung gestellt werden. * * * (Zins) Ein Erziehungs- und landwirtschaftliches Institut in Migdal Gad nicht weit von der von den Arabern okkupierten Gazagegend, wird durch die Organisation der Allgemeinen Zionisten erbaut. Dies Institut wird Jugendlichen dienen, die mit der Jugend- Ali jah nach Israel kommen. Das Fest der Bäume, (Chamischa- Assar-B‘schwat) bedeutet für Israel und insbesondere für die Kinder Israels ein wirkliches Fest, das mit der Erde und dem Klima des Landes in innigem Zusammenhang steht. Kinder in festlicher Kleidung ziehen hinaus, um jedes einen kleinen Baum in die Erde zu senken, die uns allen so teuer ist. Eine symbolische Feier, aus diesem Anlaß von WIZO Wien am 24. Jänner 1951 in den Räumen des Kursalons, Stadfpark, veranstaltet, wurde zu einem vollen Erfolg. Das erzielte Erträgnis kommt, wie alle von WIZO Wien aufgebrachten Mittel, der Hauptorganisation für die Zwecke der Versorgung und Aufrechterhaltung der Kinderheime und Schulen zugute. Das Ehrenprotektorat, das Frau Ada Eshel, Gemahlin des Konsuls für Israel, freundlich übernommen hatte, machte die Veranstaltung zu einer wahrhaft jüdischen Feier, de durch die von den Kindern der hebräischen Schule dargebotenen Gesänge und Tänze noch mehr betont, wurde. Die Bedeutung des Festes wurde allen Teilnehmern von Herrn Regierungsrat Oehler zum Bewußtsein gebracht; künstlerische Darbietungen des Oberkantors Wilhelm Singer, der Pianistin Obuchovska, Armin Bergs und der Frau Hansi Land, die auch die Conference des Abends übernommen hatte, wurden von den Anwesenden Bai Par6 der Vereinigung jüdischer Hochschüler Am 18. 2. 1951 fand in den Sälen des Messepalastes der traditionellle Bai Pa re der Vereinigung jüdischer Hochschüler statt. Prominente Persönlichkeiten des jüdischen Lebens, sowie zahlreiche Vertreter des österreichischen Geisteslebens waren erschienen. Der Konsul Israels, Herr A. Eshel, hielt die Eröffnungsansprache, in der er die jüdischen Akademiker aufforderte, den Aufbau Israels tatkräftigst zu unterstützen uind so die eigene Zukunft zu sichern. Im Kleinen Saal w'urden die neuesten Israel-Filme vorgeführt, die regstes Interesse fanden. Nach 12 Uhr begann das fast zwei Stunden lang Avährende Mitternachtskabarett, an dem unter anderen Ernst Waldbrunner, Fritz Muliar, Gerti van Elmt, Cissy Kran er. Hugo Wiener, Opernsänger Präger, Herbert Halm, Rita Gallos, Dolores Hubert, Elfriede Beer und das Casanova-Ballett mitwirkten. Die Veranstaltung, in der jeder auf seine Rechnung kam, war ein voller Erfolg. Die jüdischen Hochschüler haben in der Organisierung dieses Balles wirklich Talent und Fähigkeit gezeigt und wir können nur hoffen, daß sie mit demselben Elan an der Bewältigung der großen, vor dem jüdischen Volk stehenden Aufgaben mitarbeiten werden. F. M. Vortrag Frau Benndor-Feuchfwanger Im Rahmen des Vortrags- und Diskussionsprogramms der WIZO- Wien für das Jahr 1950/51 fand am 14. Februar im Fcstsaal der Kultusgemeinde und in Anwesenheit der Frau Ada Eshel, Gemahlin des Israel-Konsuls in Wien, ein Vortrag der Frau Benndor-Fcuchtwanger statt, die nach mehr als 20-jährigem Aufenthalt In Israel und ständiger Arbeit in der sozialen Fürsorge zu kurzem Aufenthalt in Wien eingetroffen ist. Das Thema des Vortrages umfaßte im allgemeinen viele, von den Anwesenden aufgeworfene Fragen, in der Hauptsache aber eine interessante Diskussion über die Berufsmögliichkeiten für nach Israel einwandernde Frauen, sowie die durch die gegenwärtigen Bedingungen des neuen Staates entstandenen Erfordernisse. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Freunde der WIZO dankten der Vortragenden für ihre, durch den innigen Kontakt mit dem Lande und der Frauenarbeit dort so aufschlußreichen, von mitreißendem Gefühl für Israel beseelten Informationen. Möbelverkaul und Zenfrale Wien VI, Mariahilfer Straße 31 / Tel. ß 22-401, ß 20-504, Holz- und Furnlerverkaul Wien XV, Goldschlagstraße 73 / Tel. A 39-4-01, A 39-2-21 Holzober Ilficlienbehandlunijs-Mnterinlenverkaul: Wien XV, Goldschlagstraße 65 / Tel. B 31-705 >0-2-15 WOLLE UND GARNE größte Auswahl ADOLF BOMZE V, Reinprechtsdorferstraße 48 XX, Wallensteinstraße 17 Telephon A 32 008 XVI, Neulerchenfelderstraße 20 mit großem Beifall aufgenommen; Tanz und gesellschaftliches Beisammensein beschlossen diese wirklich gelungene Veranstaltung. Dieses Fest hat neuerlich den Beweis erbracht, wie notwendig und zweckfördernd der Zusammenschluß aller jüdischen Frauen Wiens in der WIZO-Organiration ist, deren unpolitischer Charakter es jeder jüdischen Frau leicht macht, ihre Pflicht gegenüber unserem Staat und seinen derzeitigen, besonderen Erfordernissen zu erfüllen. SCHREIBMASCHINE transportable, fast neu, „Erika“ S 1500.- zu verkaufen. Angebote unter Chiffre 678 an die Administration des Blattes. Salo Gullmann & Franz Austerlitz Großbetrieb von patentamtlich geschützten Neuheiten Wien ly Helferstorferstr. 8 Tel. U 21 2 95 oi*«r Caf4 — Bar — Tanz Wien IX., Porzellangasse 39 Tel. 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