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Die Stimme · 1951-02-25 · Heft 46 (25.2.1951) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
1951
Issue
Heft 46 (25.2.1951)
Date
1951-02-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 46 DIE STIMME ISRAELS SCHIFFAHRT KmMlintiMtd.KtMKaytMlIi Eine friedliche Sitzung im Jubiläums - Ausschuß. Gerade in der ausländischen jüdischen Presse liest man sehr viel über die Gegensätze und rnteressenkämpfe der verschiedenen Wirtschaftsgruppen und politischen Parteien Persönlichkeiten und sehr wenig liest man über die großen gemeinsamen Aufgaben die man über alte Parteien und Klassengegensätze hinweg in der Vergangenheit gelöst hat und auch heute' vollbringt. Die .Sitzung des Jubiläumsausschusses des Keren Kavemefh I.eisrael war ein klassisches Beispiel dafür wie alle Parteien, Persönlichkeiten und Interessengruppen um ein gemeinsames Ziel sich scharen und sich um den Aufbau konzentrieren. Es war gerade an dem Tage, an dem die Aussperrung in der Metallindustrie geschah und die zwei großen Gegenspieler in diesem Konflikt - der Generalsekretär der Histadruth, Namir (der frühere Gesandte Israels in Moskau), saß friedlich am Präsidiumtisch zusammen mit Herrn Schenkar, dem Vorsitzenden des Industriellenverbandes. Und so könnte man viele andere Beispiele dieser Art aufzählen. Der Vorsitzende des Knesseth, Joseph Sprinzak, vertrat den Staatspräsidenten und führte den Vorsitz der feierlichen Veranstaltung. Er ist ein typischer Mann der zweiten Alijah, der noch heute genau so wie in seiner Jugend imstande ist, sich selbst und seine Zuhörer über chaluzische Aufgaben zu begeistern. Er sprach mit großer Wärme und Vision über die bevorstehenden Aufgaben des KKL bei der Trockenlegung des Chuleh-Sumpfes und über die Leistungen des KKL während der vergangenen 50 Jahre. Sprinzak hat nicht oft Gelegenheit solch friedliche Sitzungen zu leiten — seine Aufgabe ist, iin unserem Parlament sehr streng mit dem Hammer zu walten und wenn auch bei dieser Veranstaltung der traditionelle Hammer auf dem Tisch lag, wurde er diesmal nicht gebraucht und dies war nicht nur für den Hammer eine angenehme Erholung, sondern in erster Reihe für Herrn Sprinzak selbst. Es war nur schade, daß man diese Veranstaltung nicht mit Television übertragen konnte, damit die Hunderttausenden freiwilligen Mitarbeiter des Keren Kajemeth in allen Ecken der Welt mit Befriedigung sehen und hören sollen, wie die Bürgermeister aller Städte in Israel, die Vertreter der verschiedenen Siedlungsdistrikfe. Parlamentsmitglieder, Rabbiner, Vertreter der Kunst und Literatur, etc., die Leistungen der Mitarbeiter des KKL vom Schulkind bis zum ältesten Askan hervorhoben und zur Mitarbeit in der Zukunft aufrufen. Wenn auch alle Redner in ihrer Liebe und Ergebenheit für den KKL eine einmütige Erklärung und Aufruf abgaben, lohnt es sich trotzdem einige Momente hervorzuheben, so z. B. begann der Leader der Mapam, Zis- Iing, seine Begrüßung mit einem Bibelausspruch : „Ahawti et Adoni . .“ (wir lieben den Eigentümer unseres Bodens, den KKL, und sein Eigentum soll sich auch in Zukunft vermehren); der Bürgermeister von Tel Aviv, Israel Rokach, sprach im Namen seiner Vierfelmillion Einwohner den Dank der Stadt Tel-Aviv dem KKL aus und versprach, daß die Einwohner dieser Stadt dem KKL die Treue bewahren werden in der Zukunft genau wie der KKL dieser Stadt in ihrer Entwicklung geholfen hat in der Vergangenheit; rührend war es als die führende Persönlichkeit auf dem Gebiete des Erziehungswesens in Israel. Dr. Ben Jehuda, im Namen der größten BevölkeruriJsschicht des Landes 300.000 Kinder vom Kindergarten bis zur Schwelle der Universität dem KKL versicherte, daß gerade wie die drei- und vierjährigen Kinder der Kindergärten jeden Freitag ihren Groschen in die KKL-Büchse werfen, wird auch die ganze Gemeinde der Schüler und Lehrer seine Kräfte in den Dienst der Arbeit für das Chuleh-Gebiet stellen. Viele Veteranen des Zionismus Dr. Schalit, der Sekretär Herzls, der bekannte Parlamentarier Dr. Mayer Ebner, der heute noch sehr aktive Mitarbeiter Goldreich aus Inmitten des schweren wirtschaftlichen Ringens der Bevölkerung Israels um ihre Existenz, und dem wöchentlichen Zuwachs von mehreren tausend Einwanderern, ist es erfreulich zu sehen, wie Israels Handelsmarine ein ständig wachsendes Tätigkeitsgebiet entfaltet und dadurch nicht nur stets neue Arbeitsplätze schafft, sondern auch zugleich eine der Haupfeinnahmequellen fremder Währung für den jungen Staat darstellt. Bereits im Jahre 1030 überquerten zwei Schiffe, „Atid“ und „Haeanr.ei“, das Mitteimeer unter der blau-weißen bahne, gefolgt von einer ganzen Blotte von .Schiffen, welche die damals „illegalen“ Einwanderer an die Küste Palästinas brachten. Es war diese Organisation, bekannt als ,,Aliyah Bcth“, mit einem Netz von Zweigstellen in ganz Europa, welche einen ganz besonderen Beitrag zur Errichtung des jüdischen Staates leistete, indem sie immer wieder und wieder die britische Blockade durchbrach und lausende von verfolgten Juden sicher an die Küste des Landes beförderte. Im Jahre 1945 wurde bereits die Grundlage für ein vielversprechendes Unternehmen Israels gelegt, in dem die Jew ish Agency, die Histadruth und die Israelische Schiffahrtsliga die ZIM-Gesellschaft, Israels erste Schiffahrtslinie, gründeten. Ihre 4 Passagierdampfer, 2 Einw andererschiffe und 12 Handelsschiffe, mit einer Gesamftor.nage von über 80.000 Tonnen, und ca. 1000 Angestellten, fragen heute die blau-weiße Fahne über die Meere der W eit. East ausschließlich mit jüdischen Matrosen und Offizieren bemannt, halten Zim-Schiffe heute die Lebenslinie des Staates offen. Diese ständig wachsende Handelsflotte ist Israels Antwort auf die arabische Blockade. Die Passagierdampfer „Kedmah“, „Neghah“ und „Artsah“ haben einen regelmäßigen Dienst zwischen Israel, Italien und Frankreich eingerichtet. Sie sind gewiß nicht so luxuriös wie die bekannte „Oueen Mary“ oder die „Liberte“, aber sie bieten eine Atmosphäre, wie sie auf keinem anderen Schiff zu finden ist. Juden, von welchem Lande sie auch kommen mögen, fühlen sich zu Hause unter der Flagge Israels. Die Schiffe „Galilah“ und „Kommemiuth“ sind besonders fiir den Transport großer Einwanderer gruppen eingerichtet und fahren ununterbrochen von Italien nach Israel. Handelsdampfer fahren regelmäßig nach Cypern, Türkei, Griechenland, England, Holland und Belgien, sowie nach den Häfen der Nordsee und des Baltischen Meeres, und Frachtdampfer mit besonderen Ventilationsvorrichtungen sorgen dafür, daß Israels größter Exportartikel, Orangen und Grapefrüchte, in tadellosem Zustand an ihren Bestimmungsort gelangen. Um den größtmöglichen Erfolg zu erlangen, arbeiten Privatkapital und öffentliche Gelder Hand in Hand. Ein Beispiel dafür ist die Isracl-Amerika- Linie, deren Aktien einer Gruppe von Privatunternehmern, sowie der Ziiu- Gesellschaff und der American Israel (Jo. Inc. in New York gehören. Ihre vier 10.000-Tonnen-Erachtschiffe, die „Akko“, Yaffo“, „Haifa“ und „Tel- Aviv“, fahren regelmäßig die Häfen New York, Philadelphia und Baltimore an. Dieser Uebersecdienst wi"d durch zwei Schiffe der Dizengo ff-Gesellschaft ergänzt. Obwohl jeder Staat das Recht hat, zumindest 50 Prozent seiner Waren auf eigenen Schiffen zu befördern, sind Israels Schiffahrtskreise überzeugt. daß der vorhandene Markt auch für ausländische Gesellschaften Platz bietet und sie streben nach dem Aufbau freundschaftlicher Beziehungen mit Deutschland, der Nestor des progressiven Zionismus Elijahu Berligne haben an der Veranstaltung tedgenonunen und bilden zusammen mit anderen prominenten Persönlichkeiten des Jischuw das Jubiläumskoinitee für die ( hulch-Aktion des KKE. Die Aktion verspricht ein großer Erfolg zu werden. fremden .Schiffahrtslinien. Die Leiter der Handelsmarine sind heute bemüht, eine gesunde Grundlage fiir die zukünftige Entwicklung der israelischen Schiffahrt zu legen. Die lügend Israels erhält heute eine gründliche Ausbildung in der Haifaer Marineschule, und Israels Schiffsreparaturrndustrie repariert heute nicht nur ihre eigenen Schiffe, sondern auch ausländische. („Das neue Israel“, Zürich) Blau-Weiß-Ball - 3. März 1915 Der /juiiisiisciic Landesverband in Oesterreich veranstaltet gemeinsam mit dem Sportklub Hakoah einen Ball unter der Devise „W e i ß - B l a u“. Das Fest findet in den Sälen des Messepalastes statt und verspricht eine repräsentative Veranstaltung der Judenschaft Wiens zu werden. Ein Komitee, bestehend aus Damen und Herren der Gesellschaft, ist bemüht, alles zu tun, den Besuchern einenvergnüglichen Abend zu bereifen. Das ausgezeichnete Eunkorchester unter Leitung von Charly Gaudriof wird zum Tanze spielen, in der Bar wird das Jüdische Trio Lehedinski die Musik besorgen. Ein ausge wählten großes Kabarett sorgt für die Unterhaltung und es soll schon heute verraten werden, daß Karl Farkas die Konference der Darbietungen übernommen hat. Eine Tombola wird den Loskäufern Gewinne bringen, die unter anderem den zehn- bis zwanzigfachen Wert des Eosprerses darstellen. Allerlei Belustigungen für Jung und Alt sind im Programm vorgesehen. Hakoahner, Hakoahnerimnen! Wir erwarten Euch und Eure Freunde beim Blau-Weiß-Ball! Meldet Euch zur Mitarbeit im Sekretariat Schottinring 25 und helft so mit, dem Fest auch einen finanziellen Erfolg zu bringen. Generalversammlung des S. C. Hakoah Am 28. Jänner 1951 fand die Generalversammlung des S. Hakoah statt. An der Generalversammlung nahmen alle Vorstandsmitglieder. Sektionsleiter und viele Mitglieder teil. Als Ehren.-ast befand sich unter den Anw esenden der Leiter des Ä. J. D. (’.- .Austria Herr Dir. Harold Trohe. Nach Erstattung der Tätigkeitsberichte des Präsidenten, Herr Robert Glücksmann und aller Sektionsleiter entwickelte sich eine lebhafte Debatte über die verflossene Arbeitsperiode und über den zukünftigen Arbeitsplan. Bei den darauffolgenden Wahlen wurden folgende Funktionäre zum Teil wiedergewählt zum anderen 'Feil neu gewählt. Präsident : Robert Glücksmann, Vizepräsident : Eeop. Herzog, Geschäftsfiihr. Vizepräsident : Hermann Wenkarf, Kassier : Herbert Schelzer, Kon- Pj’IE: : A. Levvit, Dir. Stiassny, Beiräte : I ran Kadmon, Eritzi Eöwy, Olga Zwieb, Walter Beck, Rudolf Böhmer, Karl Dankner, A. Führer, Otto Glück smann, Igo Grün, S. Gutmann, Hugo Kolherf, Adolf Roth, Elias Scluipira, Dr. M. Schein, Fritz Schüller, Erich Sinai. Ski- und Touristen-Klub Hakoah; Präsident : Rudolf Böhmorr, Vizepräsident : Igo Grün, Geschäftsführender Vizepräsident: Julius Werner, Schriftführer : Ernst Wachtel, Revisoren : A. Lewit, Dir. Stiassny, Beiräte : R. Glücksmann, l.eop. Herzog, Hugo Kolherf, Ing. S. Kaliseh. Zum Schluß der G eue rul Versammlung dankte der wicdergewühlte Präsident allen Mitarbeitern und forderte sie auf, ihre ganze Arbeitskraft, wie bisher, auch weiterhin in den Dienst der Hakoah zu stellen. Firmen die wir empfehlen; ANSTREIC HER UND MALER Josef Knoller Wien II, ( zerningassie 9 BURSTENINDUSTRIF, (Rohmaterial) Brüder Eöw enstein Wien L Mare Aurelstraße 3 CAFES UND BARS Hühners Taverne in Meierei Stadtpark Koralle Wien IX, Porzellangasse 39 ELEKTROMOTORE U. 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