Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1950-10-15 · Heft 42 (15.10.1950) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 42 (15.10.1950)
Date
1950-10-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2431292-2431325-2431333--0276-2431879
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 42 DIE STIMME Seite 3 ISRAEL-SERVICE n 1 "i Reisebüro für das jüdische Publikum Österreichs und Israels Flug-, Schiffs-, Eisenbahn- und Autobusfahrten zu Originalpreisen. Einzel- und Gesellschaftsreisen im In- und Ausland. Devisen — Pass — Visa — Dienst für alle Länder. Vertrauensvolle Beratung und Durchführung Ihrer Reiseangelegenheiten. Auskunft und Information (auch in hebräischer Sprache) ISRAEL-SERVICE ÖSTERREICHISCHES VERKEHRSBURO ges. m. b. h. WIEN l.f FRIEDRICHSTRASSE 7 SCHALTER 7a TELEFON B 27500/68 Beachten Sie unsere JsraeUPaketservice Unsere Simchath- Thora-Feier Die schon traditionell gewordene Simchath-Thorafeier des Zionistischen Landesverbandes fand am 4. Oktober im Festsaal des Cafe Herrenhof statt. Das Veranstaltungskomitee hat dem sehr zahlreich erschienenen Publikum ein auserlesenes Programm zusamnicngcstellt. Unser Vicepräsident Herr Arnold David begrüßte die Gäste, erwähnte die Bedeutung des Simchaththorafestes und kam dann auf die Wichtigkeit des kommenden Zionistenkongresses zu sprechen, wobei er über die Beschlüsse der im August in Paris stattgefundenen Konferenz der Allgemeinen Zionisten ausführlich berichtete. Zum vSchluß verabschiedete sich Herr David namens des Zionistischen Landesverbandes von dem Ehepaar Dr. Schumer, welches in den nächsten Tagen seine Alijah antritt. (Die Würdigung der Tätigkeit Dr. Schumers finden Sie an anderer Stelle unserer heutigen Ausgabe.) Den künstlerischen Teil leitete Frau Hansi Land ein, die auch während des ganzen Abends eine launige Conferenoe führte und ihre Zuhörer auch noch durch den 'Vortrag zweier jüdischer Volkslieder erfreute. Frat. Edith Weinberg-Dworak brachte Opernarien zu Gehör. Wenn es noch möglich ist, klang ihre Stimme noch kultivierter, noch klangvoller als w ir es schon gewohnt waren. Die Ankündigung des I. Kantors Herr Wilhelm Silber entfachte wahre Stürme von Applaus, der sich von Darbietung zu Darbietung steigerte. Singt Herr Silber kantorale Gesänge oder jüdische Volkslieder, immer ist es ein hoher Genuß ihm zuzuhören. Zum Abschluß des gelungenen Abends brachte Frau Lilly Rozsa „Das jüdische Lied” und erntete dafür lebhaften Dank. Her) Kapellmeister Otto Färber war ein mustergültiger Klavierbegleiter unserer Künstler und das von ihm zum Vortrag gebrachte Potpourri jüdischer Komponisten fand allgemeinen Anklang. Die Chawerim, Chawerot und unsere jüdische Jugend blieben bis Mitternacht im gezelligen Beisammensein. Die Delegation des Zionistischen ‘ ‘ ' Ä bei der Pariser Konferenz Bei der in Paris vom 16. bis 18. September stattgefundenen Konferenz der Allgemeinen Zionisten Europas und Nordafrikas war der Zionistische Landesverband durch die Herren Arnold David, Chaim Schamir und Wolf Ti Schenkel vertreten. Alle drei Delegierten beteiligten sich an den wichtigsten Debatten und Kommissionen. Herr David wurde vom Plenum ins Präsidium gewählt. HUBNER'S Cafe-Restaurant Meierei Stadtparh eröffnet am 1. Oktober 1950 TAVERNE Gute Küche * Billige Preise Dr. Josef Schumer In den nächsten Tagen treten Chawer Dr. Schumer und seine Gattin den Weg der realen Verwirklichung der zionistischen Idee — die Alijah nach Israel an. Ein treuer Chawer, ein der Idee bedingungslos ergebener Zionist, ist Dr. Schumer, seit der Neugründung des Zionistischen Landesverbandes in Oesterteich, als Vorstandsmitglied tätig. Im Dienste des Landesverbandes entfaltete Dr. Schumer eine Tätigkeit, die zum Segen der Bewegung gereichte und zum Gedeihen beitrug. , Zweimal vertrat Herr Dr. Schumer den Zionistischen Landesverband bei europäischen Konferenzen der Allgemeinen Zionisten in Parts. Dr. Schumer war auch Mitbegründer der Zionistischen Förderation, in welcher er immer seht* aktiv mitgewirkt hat. Insbesondere muß seine zweijährige Tätigkeit als Schekelkommissär hervorgehoben werden. Das Hauptverdienst tritt die Alijah an Dr. Schumers im zionistischen Leben in Oesterreich liegt aber darin, daß er es war, der die Gründung des Keren Kayemeth Leisrael vollzog. Vor 4 Jahren, als in Wien die zionistische Bewegung wieder aufzuleben begann, übernahm Dr. Schumer die tatsächliche Leitung des K. K. L. und den größten Schwierigkeiten trotzend, führte er den K. K. L. zu einer Höhe, die jedermann Ächtung und Anerkennung abrang. Dank seiner unermüdlichen und aufopfcrungsreichen Arbeit, ist es möglich darauf hinzuweisen, daß der K. K. L. in Oesterreich heute die angesehenste und populärste Institution das Wiener Judentums ist. Auch wollen wir die bedeutenden Verdienste seiner Gattin Frau Dora Schumer würdigen. Ihr vierjähriges Wirken als Lehrerin der hebräischen Schule und Erzieherin in Wien, wird unauslöschlich im Gedächtnis ihrer zahlreichen Schüler bleiben, die größtenteils nach Israel gingen und dort das in Wien erlernte, nutzbringend verwerten. Die so besonders in Wien wertvolle Tätigkeit als Lehrerin der hobr. Schule, wie auch als Vorstandsmitglied des Frauenvereins Wizo, verpflichten uns, unsere Anerkennung und unseren Dank Frau Dr. Schumer zum Ausdruck zu bringen. Wir nehmen hiemit von Herrn und Frau. Dr. Schumer herzlichen Abschied und wünschen ihnen, daß sie in unserem Lande ihre segensreiche Tätigkeit fortsetzen, zum Wohle des Jischuw und des gesamten Judentums. Anitta IfliitUc'CoUtH, fast des OoHisUscUtH jCandesvecfandcs In der am 1. Oktober stattgefundenen Vorsfandssitzung hatten wir die Ehre und das Vergnügen, Frau Anitta Müller-Cohen und Herrn Sigmund Führer als Gäste zu begrüßen. Der Vorsitzende Herr Arnold David würdigte in prägnanten Worten die Verdienste der Frau Müller, hob hervor, daß unser Gast seit vielen Jahren eine hervorragende Rolle in der zionistischen Bewegung einnimmt und berichtet, daß Frau Müller und Herr Führer in Wien weilen, um gemeinsam mit den zuständigen Instanzen die Ueherführung der Gebeine des unvergeßlichen Oberrabbiners von Wien Zw i Percz Chajes in die Wege zu leiten. Frau Anitta Müller-Cohen ergriff selbst das Wort und schilderte die schwierigen Vorarbeiten mit denen sie zu kämpfen hat, aber auch von dem Entgegenkommen, das ihr seitens der Isr. Kultusgemeinde zuteil wurde. Ein Vorschlag der Rednerin, eine Gedenktafel für den Verewigten an seinem früheren Wohnhaus anzubringen wurde einstimmig angenommen und unser Vorstandsmitglied Herr Bittmann erklärte sich sofort bereit, die Kosten für diese Gedenktafel aus Eigenem zu tragen. Weiters wurde beschlossen, einen Delegierten in das Komitee zu entsenden, das zur Durchführung der notwendigen Vorarbeiten zur Lieberführung gebildet wurde. Nach Erledigung der Tagesordnung, die sich hauptsächlich mit den kommenden Wahlen zum Zionistenkongreß beschäftigte, dankte der Vorsitzende Fra i Anitta Müller-Cohen und Herrn Führer für ihre Bemühungen. Tätigkeitsbericht des europäischen Büros der Allgemeinen Zionisten Am Anfang seines Berichtes erwähnte Dr. Frei, der Generalsekretär des europäischen Büros, die Konferenz der Allgemeinen Zionisten von Juli 1948. Er erklärte, diese Konferenz habe ihr Hauptaugenmerk auf die damals so aktuellen. Probleme der Alijah und der Judenschaft Europas gelenkt, habe jedoch den Juden Nordafrikas wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dr. Frei führte weiterhin aus, daß die Bewegung der Allgemeinen Zionisten in Marokko, Tanger und Algier große Fortschritte gemacht habe. Nach einem kurzen Bericht über die Tätigkeit des K, M. K. (konstruktiven Fond der allgemeinen Zionisten) und über die Erziehungsarbeit bei der Jugend ging der Redner auf die w ichtige Rolle der Allgemein-zionistischen Presse in Europa und Nordafrika ein, welche auf weiteste Kreise einen günstigen Einfluß ausübe. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Einfluß sich noch ausbreiten werde. Er beendete seine Rede mit dem Wunsch, die Konferenz möge die notwendigen Beschlüsse fassen, die eine starke demokratische Bewegung garantieren würden. STOFFE KLEIDER FÜR DAMEN HERREN UND KINDER Qui und peeiswed HaufUaus BcücUc Haßen Wien VII, MarlahllfarstraOa 90 Talaphon: B 36 0 63, B 36 2 37 696819^6

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.