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Die Stimme · 1950-06-20 · Heft 38 (20.6.1950) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 38 (20.6.1950)
Date
1950-06-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Mir. 38 S)ie Stimme Seite 5 iwiiim€HÄiFir Bekanntmachung les israelischen Konsulates in Wien r t he WirlsHiaffsaM eiliing dos AuImmiidoriuins hat uns beauftragt. Iaidos inilzuteilen: Es sind (iorüdito Imlauf, dal.wlas israelische Finanzorium gestattet. in Israel Intitionon zum besseren als dom oflii Kurs durolizulTihron. Jeder ziisätzlioho Profit, don jomand im Auslando denjenigen, dio invostiort'n wollen, verspricht, sei os durch oinon spoziollon Wechselkurs, fiktive Proiso oder in welcher anderen Form auch immer, sofern es nicht die offizielle ist. ist illegal und erfolgen derartige Versprechen nur. um chm Kurs dos israelischen Pfundes zu drücken. Fs ist. uns bekannt, daß derartige Geschäfte von Kauflouton und auch von Institutionen getätigt werden, wobei dieselben im ernten Cilauben hanch'ln. \ ir möchlcm betonen. dafs diese fiele jc'dcr Grundlage entbehren. Fs keinen besonderen Kurs für Inwtionen. nicht für Dollar und nicht andere 'Währungen. Investitionen den nur im offiziellen Kurs des idisehon Pfundes bestätigt. SPEZIAL HERREN- U. DAMENWÄSCHE EIGENE ERZEUGUNG ALTER SCHWACH ODE- UND TEXTILWAREN »a VIEN X, TOLBUCHINSTR. 12 TEL. U 47 1-98 L r i n li z ist K| re er lei , andel Schweiz-Israel Jio im August 1945 gegründete iweizerisch-Israelische Handelskamr, Lausanne, führte in Bern eine lnmationstagung durch, auf der der leralsekretär der Handelskammer, uard Schmid, Lausanne, bekannt- >, daß die Bildung einer Gesellschaft den Warenaustausch zwischen der weiz und Israel (SESI) beabsic-hist. Eine entsprechende Geselllaft soll in Israel gebildet werden, do Gesellschaften wollen das Dei'iiproblem dahin lösen, daß der weiz er Exporteur ein Drittel seines labens in harter Währung durch iikvermittlung erhält, während den die „SESI“ in der Schweiz auslcfilt, die dabei durch die Schwcstcr-?:SI“ in Israel gesichert wird, weldieser Betrag einzuzahlen ist, rauf die ,,SESI“ in Israel diese Golin G rundstück-I lypotheken anlegt. >ie Berner Regierung machte daraufmerksam, daß der junge Staat iu 1 jeder wirtschaftlichen Ilegemodes Auslandes ausweicho und <ui aus diesem Grunde gern gerade i der neutralen und von keinerlei i inachtsge 1 üsften“ bestimm- Schweiz in regeren Wirtschaftshr gelangen möchte.!!• h Bautätigkeit nach dem neuen Kapitals anlage-Plan Um nur wenig mehr als 1400 israelische Pfund können nun die Amerikaner eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Israel entweder für sich selbst oder für deren Verwandten im Lande erbauen oder als Kapitalinvestition anlegen, welche ihnen ungefähr 7 Prozent Zinsen trägt. Eine neue, vor kurzer Zeit in Amerika gebildete Gesellschaft, die „American-Israeli-Housing Company Shikun, Inc.“ (Amerikanisch-Israelische Wohnbau-Gesellschaft), eine Vergesellschaftung zwischen der Shikun Workers’ Housing und der Ampal. Ltd., registriert nunmehr in Amerika Kunden und bedeutendes Interesse ist für diese Wohnungen bekundet worden. Die ein- oder zweistöckigen Häuser, für entweder zwei oder vier Familien, sollen in der Nähe von Holon, für das Gebiet von Tel Aviv, in Haifa-Bay und vielleicht auch in Natanyah, erbaut werden. Die Pläne des Architekten gestatten den zukünftigen Anbau eines dritten Zimmers an jede Wohnung. Geringe Kosten Die Shikun, welche eine nicht auf Gewinn abgestellte Gesellschaft im öffentlichen Interesse darstellt, ist imstande Wohnungen billig, infolge ihrer Politik betreffend Vereinheitlichung, Mechanisierung und Konzentration, zu bauen. Wohnungen, die nach dem neuen U. S. Schema erbaut werden, sind besonders billig zufolge der Zahlung einer Pauschalsumme, ohne Hilfe in Dollars. Die Wohnungen werden nach Maßgabe der zugegangenen Aufträge erbaut. So wie bei allen Shikun-Wohnungsplänen, werden die Wohnungen entweder auf dem Grunde des Jüdischen Nationalfonds oder auf Regierungsboden erbaut. Die Shikun-Company baut dieses Jahr 7000 Einheiten in allen Teilen des Landes, einschließlich 5000 Wohnungen für Gewerkschaftsmitglieder (Histadruth). Neue Wohnungspläne sollen in Kürze für städtische Arbeiter in den Städten ins Werk gesetzt werden. Während ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit hat die Shikun annähernd 14.000 Heime für die Unterkunft von 50.000 Personen mit einer Investition von 1 Million israelische Pfund erbaut. Die Gesellschaft hat einen gegenseitigen Hilfsfonds für ihre Inwohner gegründet, welcher im Falle des Todes des Familienoberhauptes die verbleibende Hypothek für die Witwen oder Waisen bezahlt. Dieser Fonds finanziert auch die Anlegung von Gärten und steuert zum Bau öffentlicher Gebäude und für große Wohnbaupläne in Garten-Vorstädten bei. Im Früfjjafjr gut und preiswert gekleidet vom Kaufbaus Brüder J^ClÖQV Wien VII, Mariahilferstraße 90 Telephon: B360 63, B36237 Dr. Otto Klemperer Di*. Otto Klemperer, der Direktor des Budapestcr Opernhauses, hat eine Einladung des 'Musikdirektors des Israel- Rundfunks, Karl Salomon, angenommen und wird im kommenden Monat eine Reihe von Konzerten des Kol Jerusehalajim-Orehesters dirigieren. srael in der internationalen Arena -f1" JE »ln U" ein *pi ll'1 i. eh Ablauf unserer zweijährigen tändigkeit kann man einen Ueberiiber den Sinn der israelischen ralitätspolitik gewinnen und daersehen, daß sie eine“ gelungene ik war und um vieles sieh die Poi des Staates Israel auf dem internalen Forum gefestigt hat. Verlaufe des vergangenen Jahres las Wort „Neutralität“ in Israel ger populär geworden. Nicht desweil in der israelischen Außenik eine Aenderung vorgenommen!e oder weil die Oeffentlichkeit sic* weiter unterstützen würde, sonnur aus dem Grunde, weil das „Neutralität“ nicht mehr die tatiche Politik ausdrückt. Dieses Wort enthält eine gewisse Nuance von Gleichgültigkeit. Wenn man immer seine Neutralität in Bezug auf jedes Problem oder jeden Konflikt unterstreicht, wird diese Stellung als gleichgültig und nicht gerade als neutral betrachtet, als eine Stellung, die an der Entwicklung der Dinge desinteressiert ist, solange man von ihr nicht selbst betroffen wird. Es ist klar, daß dies nicht die Einstellung Israels im Bezug auf die Probleme der äußerlichen Beziehungen in der Welt ist. Es gibt kein anderes Volk als Israel, welches an allen Vorkommnissen in der Welt so interessiert ist und welches die Entwicklung der internationalen Beziehungen so genau verfolgt. Die israelische Neutralität ist keine Bestrebung zur Seile zu stehen, wenn andere sich bekämpfen, sondern ein aktiver Wille enge und freundschaftliche Beziehungen mit allen nach Frieden strebenden Völkern auf politischen, ökonomischen und kulturellen Gebieten zu unterhalten. Diese' Politik wurde präzisiert als eine Politik, die sich mit den Bestrebungen einer der Großmächte nicht identifiziert. Der Ausdruck „sich nicht zu identifizieren“ trifft besser zu, als der Ausdruck „Neutralität“. Durch den gleichzeitigen äußeren Druck von Ost und West, ist es für Israel schwer, seine Stellung, sich nicht zu identifizieren, einzuhalten. Die Großmächte haben die Neigung, jeden Staat, der sich nicht an ihre Politik anschließt, als Gegner zu betrachten. Es ist deshalb selbstverständlich, daß jede Großmacht mit allen Kräften bestrebt ist, die kleinen Staaten zu überzeugen, sich ihrem Kreis anzuschließen. Sollte dies nicht gelingen, so bemühen sie sich wenigstens einen Anschluß an das gegnerische Lager zu verhindern. Man hat den israelischen Staatsmännern wiederholt offen erklärt, daß Israel, um die Stützung einer Großmacht zu erlangen, seine Bereitwilligkeit zur gegenseitigen Unterstützung deklarieren muß oder wenigstens praktische Garantien zu geben hat, nicht die gegnerische Seite zu fördern. Man kann deshalb nicht behaupten, daß die israelische Politik, sich nicht zu identifizieren, von den Großmächten gerne angenommen wurde. Sie erklären, daß sie niemals sicher sind, in welche Richtung Israel gehen wird, im Falle ein ernster Zusammenstoß zwischen den Großmächten sich ereignen wird. Israel behauptet jedoch, daß diese Politik, sich nicht zu identifizieren, die einzige Politik für einen Staat ist, welcher in allen Weltteilen Interessen unterhält. In der Weltpresse erschienen letzthin wichtige Artikel, welche als ermutigende Beweise aufgefaßt werden können, daß die Politik der Neutralität oder der Politik „sich nicht zu identifizieren“, durch einige kleine Staaten, immer mehr Anerkennung und Verständnis hervorruft. Auch in Schweden und in Indien schätzt man die Vorteile dieser Politik. In London und in New York beginnt man zu verstehen, daß die kleinen Staaten, welche fest auf der Linie von politischer Selbständigkeit stehen, nicht nur sich selbst damit Nutzen bringen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden leisten und damit helfen, einen Krieg zu vermeiden. Es versteht sich, daß es noch zu früh ist, von einem „neutralen Block“ zu sprechen. Trotz der großen Aehnlichkeit der Prinzipien der Außenpolitik von Schweden, Indien und Israel bedeutet es noch nicht, daß diese und ihnen ähnliche Staaten einen dritten politischen Block zu den bereits bestehenden zwei Blocks schaffen werden. Eine Sache ist aber klar. Die Medinath Israel steht heute mit ihrer Außenpolitik nicht mehr einsam da. Man beginnt in der Welt zu verstehen, daß diese Politik keine leichtfertige ist und nicht aus Aengstlichkeit oder Unverantwortlichkeit hervorgeht. Obwohl die materielle, israelische Abhängigkeit im letzten Jahr nicht geringer geworden ist und obwohl die Beziehungen zu anderen Staaten nicht besser geworden sind, so kann man doch sagen, daß in der internationalen Arena Israel mehr Verständnis und Zustimmung gefunden hat, als vor einem Jahr. Kor|srlzuntr;iiii' Seite >' Heinrich STEIN Wien IV, Favoritenstraße 24 Telephon: U 49 0-64 ERZEUGNISSE : Selbstroller Rollvorhänge Verdunkelungen Bretteljalousien Holzrollbalken Durchsichtige Schaufensterrollos

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