Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 38 (20.6.1950)
- Date
- 1950-06-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Ü.)/e Stimme IHlÄlüflß Eröffnung einer neuen Plastik-Fabrik In kurzer Zeit nimmt die neue Fabrik fiir Plastik-Materialien, die nach dem Spritzverfahren arbeitet, in Bne Brak den Betrieb auf. Die Fabrik wurde von dem kanailisehen Industriellen Dnbiner gegründet, der ('inen Konzern fiir die Herstellung von Plastikwaren. Plastik-Stanzen und Plastik-V erkzeugmasohinen aufgebaut bat. Mr. Dnbiner ist ein Selfmademan, der selbst als Arbeiter in der Plastik- Industrie begonnen hat und in der Lage ist. jede -Maschine in seinem Konzern selbst zu bedienen. Dnbiner ist Präsident der drei Konzerne Dnley Plastics Ltd.. Toronto. Cheerio Toys & Games Ltd.. Toronto & Locksport Allied Molding Corporation. \ew York City. Der Cheerio-Konzern hat Zweigfabriken in der ganzen AS elt — von Neuseeland bis Schweden — und verfügt über eine weltumspannende N erkaufsorganisation. Mr. Dubiners Konzern war in der Lage, in Kanada die deutsche und japanische Konkurrenz in Christbaumschmuck völlig auszuschalten. In dem hiesigen Betrieb sind über eine Million Dollar in Gebäuden. Maschinen und Rohstoffen investiert, doch ist die Fabrik für dauernde Produktion auf rechtzeitige Zuteilung von Devisen finden Einkauf von Rohstoffen angewiesen. Die Produktion beginnt mit der Herstellung von sanitären und Haushaltsartikeln. Füllfedern, Linealen, Mundharmonikas und anderen Musikinstrumenten, Spiel- und Galanteriewaren. Auch die Lieferung von Verpackungen für andere Industrien (Flaschen und Schachteln aus Plastik- Material) ist in Aussicht genommen. In einigen Monaten wird auch die Fabrikation von Stanzen und Werkzeugen für die Bearbeitung von Plastikstoffen in Angriff genommen, die im Austausch mit den Fabriken des Konzerns in anderen Ländern Verwendung finden sollen. Durch die Vermietung solcher Stanzen und Werkzeuge, wie auch von Spezialmaschinen, die später in Israel fabriziert werden sollen, werden erhebliche Deviseneinnahmen für Israel erwartet. Es handelt sich um Massen-Artikel, die auf dem Weltmarkt bereits großen Ruf genießen und überall verkäuflich sind. Mit der Zeit hofft die Fabrik, ('inen eigenen israelischen Stil für Plastikwaren zu entwickeln, doch betont Mr. Dubiner, daß er seinen Betrieb liier aus rein geschäftlichen Motiven heraus errichtet hat und hofft, daraus Gewänne zu erzielen. Die hiesigen Arbeiter werden durch zehn ausländische Facharbeiter angelernt. Venn es dem W eizmami-Institut in Reehowoth gelingt. Plastik-Material aus Soja-Bohnen herzustelle n. das an Josefsthaier Mechanische Weberei Wien I, Marc Aurelstr.6 Stelle von Avion treten kann, welches ein Monopolprodukt der Firma Dupont ist. so würde das ('ine Revolution der gesamten Plastik-Industrie bedeuten und Israel an die Spitze der plastikerzeugenden Länder bringen. Eine neue Glasfabrik Eine neue Fabrik für Glaserzeugnisse wird derzeit in Kiryath Arie bei Tel Aviv errichtet. Die Fabrik wird „Safrir“ heißen und wurde von israelischen Fachleuten in Zusammenarbeit mit einem jüdischen Kapitalisten in Amerika gegründet. Der die Investition machende Kapitalist hat die Bedingung gestellt, daß mehr als die Hälfte der Anlage in der Fabrik seitens israelischer Kapitalisten geleistet werden muß, da er der Ansicht ist, daß die israelischen Kapitalisten ausländische Kapitalisten dadurch ermutigen sollten, daß sie selbst zuerst Kapital investieren. Bis nun sind 100.000 Dollar und 50.000 israelische Pfund in dieses Unternehmen investiert worden, welches ungefähr 50 Arbeiter im ersten Stadium der Produktion beschäftigen will. Die Maschinen für diese Fabrik sind in Amerika bestellt worden, während das Rohmaterial aus Belgien, Frankreich und Großbritannien eingeführt werden soll. Mack Lastwagen und Autobusse werden in Israel erzeugt Schwere Transportwagen und Autobusse der Type Mack, Diesel- und Benzin-Modelle werden in Israel gemäß der Vereinbarung, welche zwischen der amerikanischen Firma und der Kaiser- Frazer israelischen Gesellschaft getroffen wurde, erzeugt. Diese Gesellschaft errichtet gegenwärtig ihre Fabriken in der Nähe von Haifa für die Produktion der Kaiser-Frazer-Wagen. Abraham Friedmann, Direktor des Unternehmens in Israel, gab bekannt, daß nebst der Versorgung der lokalen Bedürfnisse für schwere Trucks und Autobusse seine Gesellschaft einen Vertrag mit der Firma Mack für den Export ihrer Erzeugnisse getroffen hat. Die Vertretung der Kaiser-Frazer- und der Mack-Erzeugnisse hat Mack Distributors Ltd. übernommen, eine Firma, die sich kürzlich durch den Zusammenschluß von Kaiser-Frazer und Elkon Bi ■os. Ltd., welche Mack-Produkte seit 17 Jahren in Israel vertritt, gebildet hat. Arbeitsmarkt Das statistische Department der Arbeitsbürse hat Ziffern veröffentlicht, welche den Stand des Arbeitsmarktes während des vergangenen Jahres aufzeigen. 71.7 Prozent jener Kräfte, welche sich an die Arbeitsbörse gewendet haben, waren ungelernte Arbeitei-. Ein charakteristischer Zug des Arbeitsmarktes in diesem Lande ist einerseits der Mangel an gelernten Arbeitern und ein großer Uebertluß an ungelernten Arbeitern, sowie alten und schwachen Personen, die für eine normale, physische Arbeit nicht mehr geeignet sind, anderseits. Durchschnittlich (1000 Männer und f''rauen haben sich täglich bei der Arbeitsbörse eintragen lassen. Industrielles Zentrum für Pelah Tikvab Die Arbeit am Bau eines neuen industriellen Zentrums im Ausmaße von 300 Dunam auf der Hauptstraße Petah- Tikvah—Tel Aviv hat begonnen. Das Land, ursprünglich ein arabischer Orangenhain, welcher als Nest für Heckenschützen wählend der früheren Studien des Krieges gedient hat, wurde der Gemeindeverwaltung seitens des Verwalters verlassenen Vermögens für die Zwecke der Erbauung des industriellen Zentrums überlassen. Fabrikanten gründen eine Export- Gesellschaft Die „Industrial Export Company“ ist von der Vereinigung der Fabrikanten Israels gegründet und registriert worden, um die Exporttätigkeit ihrer Mitglieder zu fördern und zu zentralisieren. Als erste Aufgabe übt diese Gesellschaft eine systematische Beaufsichtigung der industriellen Unternehmungen aus, die in der Lage sind, Waren für den Export zu erzeugen und stellt die Erfordernisse dieser Firma fest. Die Gesellschaft soll sich bemühen, sich mit allen im Zusammenhang mit Israels Exporthandel stehenden Angelegenheiten zu befassen, besonders mit der Verbesserung der Qualität, der Herabsetzung der Verschiffungskosten, der Versicherung, der Hafenspesen, Vereinheitlichung der Verpackung usw. Ihr Programm wird auch die Reklame im Auslande umfassen und die Gesellschaft soll Zweige der Niederlassungen oder Vertretungen in allen Ländern errichten, in welchen die Produkte Israels gehandelt werden können. Die Regierung hat der „Industrial Export Company“ ihre vollste Unterstützung zugesagt. Die Gesellschaft wird sich im Namen aller Fabrikanten mit allen Fragen befassen, die im Zusammenhänge mit Rohmaterialien für Exportwaren, Lizenzen und Prämien stehen. 2)xe g\äßt& j4xw&£ei%-tü%kau(li}te£&Q, S. M. FEDRIDT & Co. WIEN VIII, Wickenburgg. 16 beratet Sie gewissenhaft und zahlt die höchsten Preise für Ihre Juwelen, sowie für sämtliches Bruchgold Bitte überzeugen Sie sich I Wasserröhren-Fabrik in Negew Eine große Wasserröhron-Fabrik wird demnücl ist au f einem Grund stiiek von 110 Dunam nel heu der Bahnstation Migdal Gad (Maj( lal) err ichlel. Besitzen n ist (1 ie Mekoroth-Wasser}!;es('llscha ft, dir dort Wasserrohren aus Beton I. abrizieren wird. Die F ahrik wird im ersten Stil ulium 300 Arbeiter hescliä 1 tigen. Die IL Öhren werden zur Ableitung des Ja rkonwassers in den IN ege w V ('I W ( ‘mle». ..Sold Boneli1,1 haut die Fabrik, die mit amerikanischem Maschinenpark ausgerüstet und etwa () Millionen Dollar kosten wird. Dii' arabischen Gärtner, aid deren Boden die neue Fabrik errichtet wird, erhielten volle Entschädigung. Shemen-Seife nach Amerika Die Shemen-Werke haben gestern eine erste Sendung Toilette-Seil’e nach Amerika geschickt. Es handelt sieh um eine Sendung Adiu“-Seife, die ein amerikanischer Großkaufmann kürz- WM lieh bestellt hatte, und die sieh den amerikanischen Markt vorzii}; eignen soll. Die erste Sendung relativ klein, doch besteht Grund der Annahme, daß größere Bestel gen folgen werden, wenn sieh ,.Adin“-Scife auf (lern amerikanix Markt durchsetzt. Die Shemen-Werke haben in le Zeit aus Amerika und anderen I (lern große Bestellungen auf Oli\ erhalten. Angesichts des hiesi Olivenöl-Mangels besteht aber im ge; wiirtigen Zeitpunkt wenig Aussi diese Bestellungen auszufiihren. Sdiudiner St Co Wien VH, Kircfiengasse " TEXTILIEN UND HERRENKONFEKTION VIOI Textilien aus Israel als Kompensa nach Oesterreich Wie wir erfahren, haben israelis Textilfabrikanten Waren auf Komp sationsbasis nach Oesterreich gelief Als Kompensation werden Baumate lien, besonders Bauholz von Oesterre|i nach Israel exportiert werden. ‘WIE Israel auf der Internationalen Hotel Konferenz in Oesterreich iPn< io llw eh Le mati lera itarcl Eine israelische Delegation, besteh* da aus den Herren Perlstein, Dresdner i Geiger, hat bei der Internationa Konferenz der Hoteliers, welche z sehen 15. und 22. Mai in Bad Gast stattfand, teilgenommen. In der K|do ferenz, bei der 35 Staaten vertre enpr waren, wurde die Frage der inter: tionalen Touristik behandelt. Unter; thab derem wurde der Beschluß gefaßt, an die Regierungen der verschiede! ü, d Staaten mit dem Ersuchen zu wend | dem Bürokratismus, welcher den z: schenstaatlichen Reiseverkehr sehr schwert, abzuschaffen und das Aug merk darauf zu wenden, die Verbind! zwischen den Ländern zu erleichü Israel-Kultur-Farbfilm Mr. de la Varre, dessen Filme im \ leihprogramm von Warner Bros, scheinen, ist vor wenigen Tagen Israel eingetroffen und wird dort ei Israel-Kultur-Farbfilm drehen, des Vorführung etwa 20 Minuten in . spruch nehmen soll. Staatsprüsnl Prof. Weizmann und die beteilig Regierungsstellen haben bereits ihr 1 ^4 I haftes Interesse an der Arbeit bekur. und Mr. de la Varre jede Unterslüt!p zugesagt, ln mehreren Telephon dien mit Jack L. Warner, dem P tionschef von Warner Bros, hat la Varre unter Betonung der Dringii keit der ihm hier gestellten Au lg i erreicht, daß die Durchführung dei eigen ihm übertragenen Arbeiter nach der Beendigung des Israels-Fi verschoben wurde, so daß im Späth' i dieses Jahres mit einem Erscheinen Ju Films gerechnet werden kann. den weh isl alt wen lkve ( •:si“ id •auf in >ie aul ml de Oll t de i mi So Im'Iu ige.o, I Prodi P TW... I u: eh tä Li ral ei <"i cl i' na I* orcr Caffö - Bar - Tanz Wien IX, V ras ngei jl), v flitik li! de J}ll! V i n ‘t»' „ Porzellangasse 39 Tel. R 52 4 ll!lC