Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 36 (12.5.1950)
- Date
- 1950-05-12
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 36 ZDie Stimme Seite 5 HA IM Dil (ÜUMP WölßTSCHAR Das neue lnnesliliansgeseh in Israel I >a.< nein' Invcslitionsgesotz ist nun von (Irr Knesset h (das israelische Parlament) verabschiedet worden und somit, ( leset Z geworden. IO." sieht außerordentliche Yorgiinsligungeii für den ausländischen Investor vor und bietet, ihm insbesondere die nötige Garantie, daß er seine Investition auch nach einem gewissen Zeitalilauf wieder zuriiekt ransferioren kann. W(Min er das will, und daß er insbesondere seine Zinsen und Dividenden sich in der Währung seines Landes überweisen lassen kann. Die \ oraussetzung für die (Jewührung der Vergünstigungen ist. daß die beabsichtigte Investition in einem Unternehmen. oder in einem Bauvorhaben vorgenonnnen wird, daß von einer Begiorungskonunission. die eigens zu diesem Behüte eingesetzt wurde, als im Interesse der Wirtschaft Israels gelegen anerkannt wird, (legen diesen Paragraphen hatte die Opposition bis zuletzt, angekämpft. da. sie befürchtet, daß durch diese Kommission schon wieder der Bürokratie ein zu weites Leid gegeben sei. aber der Pi nanzminister Kaplan hat, erklärt, daß er ohne diesen Paragraphen das flesetz nicht akzeptieren werde. Da aber alle Parteien ohne Ausnahme die Verabschiedung dieses Gesetzes wünschten, mußte dieser Paragraph akzeptiert werden. Was sind nun die Hauptvergünstigungen. die dem neuen Investor eingerüumt werden? 1. Neu errichtete Bauten werden für fünf -Jahre von Government property taxes freigestellt. Auch die städtischen Steuern werden entsprechend ermäßigt werden. 2. Die von der Einkommensteuer abzugsfähigen Abschreibungen neuer Betriebe werden um 200% gegenüber den sonst, üblichen Sätzen erhöht, für die ersten drei Jahre und 150% für die nächstem weiteren zwei Jahre. 2. Die Höchststufe für die Berechnung der Einkommensteuer solcher I'nternehmungeu soll für die ersten fünf Jahre mit 25% höchstens bemessen werden. Ein Satz, der weit hinter dem zurückbleibt, was sonst an Einkommensteuer hier gezahlt werden muß. 1. Immigranten, die in neuen, anerkannten Betrieben investieren, brauchen für ihr Einkommen, das sie im Ausland haben, für sieben Jahre keine Einkommensteuer in Israel zahlen. 5. Solche Immigranten werden für eine Zeit, von sieben Jahren von der Ablieferungspflicht; ihres Vermögens in ausländischer Währung befreit, und können Bankkonten in fremder W’äli- HÜBNER’S Cafe^Restaurant KURSALON STADTPARK Zaftfe im fh&Len nmg hoi israelischen Banken eröffnen. (1. Ausländischen Investoren wird das Kocht, oingeräumt. bis zu 10% der investierten (Bäder pro Jahr als Dividenden. Zinsen oder Amortisation in ausländischer Valuta zuriiekzutransferieren. 7. .Maschinen. Ausrüsbmgsgegenstände und Kolimaterialien für anerkannte neue Unternehmungen können zollfrei bis zum 20. Juni 1052 eingeführt, werden. S. Der Pinanzminister ist berechtigt, ähnliche Erleichterungen für Investoren. in Israel Wertpapieren und Hypotheken zu bewilligen. Wie aus den obigen Ausführungen zu ersehen ist. sind die dem ausländischen Investor oingerüumten Vergünstigungen sehr weitgehender Art und Eine neue Verordnung, welche die ordnungsgemäße Einfuhr von Vermögenswerten (Waren. Maschinen usw.) betrifft, wird zur Kegelung zugunsten der Wirtschaft des Staates und zugunsten der einreisenden Olim getroffen. Zu diesem Zwecke wird eine Kommission, in welcher das Finanzministerium. das Handels- und Industrieministerium. die Jewish Agency und die Anglo-Palästincnsische Bank vertreten sein werden, d i e W a r e ne i n f u h r o h n e I m p o r t b e w i 1- I i g u n g b e h a n d e 1 n. Es wird bekanntgegeben werden, welche Waren frei eingeführt; werden können und somit klargestellt werden, welche Waren der Importbewilligung unterliegen. Die Kommission wird von Zeit zu Zeit — Masseiianfertigiing von Ziegeln Im kommenden Monat wird eine kürzlich gegründete Firma ..Ma aloth ' ihre Tätigkeit aulnehmen. Das Unternehmen wird Dachziegel hersteilen, und zwar rechnet es hei einem Achtstundentag mit der Produktion von 5000 Stück. Für ein Ein- bis Zwei- Zimmer-I täuschen werden bis 400 Ziegel gebraucht. Zur Fabrikation der Ziegel hat man eine moderne dänische Maschine, wie sie ähnlich auch in England, der Schweiz und anderen europäischen Ländern in Gebrauch geeignet. Anlagen in Israel reizvoll zu machen. Eine ganze Keiho von Interessenten hat nun auch von diesen Möglichkeiten (lobraueh gemacht'. Es mehren sieh insbesondere die fälle, wo ausländische Fabriken mit hiesigen Unternehmern und Kapitalisten zusammen I5etriebe errichten, in denen sie Maschinen. Patente und hrikationserfahrungen. wie auch Knhmatcrialicn einbringen. während das laufende Hetriebskapilal lokal von Intcressontengruppon. die sich an dem neuen Unternehmen beteiligen, aufgebracht wird. In vielen Fällen sind es keineswegs Juden, die derartige Unternehmen hier errichten. Auch eine Keiho Schweizer Finnen halten hiesigen Unternehmungen ihre Patente übertragen und helfen durch Ueberlassung von Maschinen und Kolmiatorialion. ihren Produkten hier ('inen Markt zu verschaffen. nach Beratung mit maßgebenden Faktoren — feststellen, welche Waren der jeweiligen Zeit entsprechend zum Import für Israel zugelassen werden. — Waren, die nicht als Import für Israel geeignet sind, werden für Exportzwecke von der ('learfngkommission vorgeschlagen werden. Gleichzeitig erhalten die Olim für die zum Export vorgesehenen Waren einen entsprechenden Vorschuß auf den endgültigen Verkaufsbetrag. Es ist von größter Wichtigkeit, daß alle Olim davon Kenntnis haben, daß außer den persönlichen Gehrauehsgegenständen (Möbel. Geschirr usw.) keine Waren ohne Importbewilligung oder entsprechende Weisungen durch die zuständigen Behörden eingeführt werden können. sind, importiert. Bisher wurden in Israel Ziegel nur durch Handarbeit angefertigt. Das Rohmaterial ist hier im Lande vorhanden. Die Fabrik wird 25 Arbeiter beschäftigen. Metallfabrik in Kurdani Nördlich von Haifa, in Kurdani. wird jetzt eine Fabrik entstehen, die Metallrohre herstelleu soll. Ein Immigrant hat die Einrichtung des Unternehmens. die IL. 200.000 wert ist. aus Italien nach Haifa kommen lassen. wo sie bereits ausgeladen wurde. Handelsvertrag mit Argentinien abgeschlossen In Anwesenheit des argentinischen Präsidenten Pcron und Vertretern der argentinischen Kcgiorimg wurde ein Handelsvertrag zwischen Island und Argentinien in Buenos Aires unterzeichnet. Dieser Vertrag, welcher auf einen Betrag von 10 Millionen US-Dollar geschlossen wurde, bezieht sich auf eine Periode von iS Monaten. Wie wir erfahren, wird der größte Teil dieses Abkommens Eleisohlieforungen beinhalten. * Philips plant weitere Fabrikation in Israel Die Woltfirma, Philips beabsichtigt, eine Fabrik zur Erzeugung von Kadioapparaten in Island zu errichten. Der leitende Direktor des Philips-Konzerns. Marsrhalek. erklärte hoi einem Empfang, welcher heim Bürgermeister von Xathaniah stattfand, daß eine Produktion von 12.000 bis 15.000 Apparaten jährlich geplant ist. Das Material wird vom Ausland und teilweise vom Inland für die Erzeugung verwendet werden. Zum Pmduktionsheginn werden etwa 100 bis ISO Arbeiter beschäftigt: werden. Die Fabrik von elektrischen Glühbirnen. welche von der Firma Philips gegenwärtig in Xathaniah errichtet wird, beginnt mit der Produktion im September d. J. Sie ist mit der modernsten Einrichtung ausgestattet und wird den gesamten Bedarf in Israel docken, welcher etwa 2.5 bis 2 Millionen Glühbirnen von 15 bis 200 Watt beträgt. Die Firma beabsichtigt, erklärte Direktor Marschalek, weitere Industrien in Zusammenarbeit mit (len bestehenden Unternehmungen in Israel zu errichten. Diesbezügliche Verhandlungen werden in dieser Bich Hing geführt. * „Kaisor-Preiser“- Konzern sucht neue Investitionsmögliehkcitcn Im Laufe des Monat Mai werden zwei leitende Direktoren nach Israel kommen, um die Arbeiten zur Aufstellung einer Automobilfabrik zu überwachen und hauptsächlich die Möglichkeit für neue Investitionen größeren Stils zu erforschen. Direktor I 11 i n erklärte, daß die von seinem Konzern errichtete Automobilfabrik wichtige Exporte bereits gesichert hat. Die in Israel erzeugten Wagen werden nach folgenden Ländern exportiert werden: Türkei. Jugoslawien. Abessinien, Somaliland sowie nach südamerikanischen Staaten. Die erwähnten Exportländer sind durch ihren Dollarmangel nicht in der Lage, die Automobile direkt aus Amerika zu beziehen und werden die gelieferten Wagen aus Israel auf Kompensalionswege bezahlen. tm Trüf)jatjr gut und preiswert gekleidet vom Hauffjaus Brüder J~(CI&QT Wien Vllf Marlahtlferstraße 90 Telephon: B 36 0 63, B 36 2 37 SIUDEBAKER Generalvertretung für Österreich: R. E. HUPPERT & Co. WIEN IX Universitätsstraße 12 A 28-4-50 - A 27-4-25 WIEN I Akademiestraße 1 b R 23-4-85 R 23-4-86 fleue Regelung für IDareneinfuhr ducrti Olim