Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 36 (12.5.1950)
- Date
- 1950-05-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36 3)ie Stimme Seite 3 ErleUhterungdesVermögens transfers für Auswanderer aus Polen nach Israel Killt' (i11;mxi(• 11<> \Ci ( inl>;ii u1von größter Bedeutung Mir Juden, die von l’olen iindi Israel auswandern. wurde voll der polnischen l\egierillig hestä tigl, Mit'sei- \ <>i ('i111*;iri11lur zufolge lud jeder -liide. der uns I ’oleu narb Isrnel aiisreist, die Bern hligimg. dun li V<tmit1111nu der polnischen Nationnlbank 11it* in -einem llesil/. helimlliidien I )ol- Inrs nii/iimeldeii. um Mir den \ ollen Werl, des I J;d ruges eint' \\ arenniistiilirhewilligung mnli Isrnel zu erhüben. I >ii'.-t' olTizit'lle Abmachung w ird den Trnnsier der \ ermögeuswerte der ji'r distdien Auswanderer nntdi lsrnt‘1 außcrordenl litdi erleiehl ern und ist von größter wi rl stdin H lieber Beden IIIII,w. In t'ineiii Gespräch mit einem ,.l Innrez"-l\orrespontlenlen erkliirt e Dr. St lmmir. der isrnt'listdit' Handelsattache in Bolen. daß <lit' eiten ,u-elreffen e Vereinbarung von größter linanzieller und wbidselmftlitdier Bedeutung für den Sinnt, Israel und für die Olim, die nus Polen kommen, ist. Fs bestellt in Polen ein strenges I ievisen,weset z nnd der Handel und Pesitz von Devisen ist, verholen. Aus diesem (Iruntle wurde vereinbart, tIn.IA die Idinrcirliunir und Einzahlung der Dollarbeträge in Polen nicht; namentlitdi durehgeführt wird. In Isrnel werden die nuf diese W eist' (angeführten Waren zum ,deichen Werte von der israelischen Regierung den Kinwnnderern in Israeli- Pfund abgelöst. Die polnische Regierung hat; die ausdrückliche Bedingung gestellt, daß diese kommerzielle Vereinbarung nur für Auswanderer nach Israel Geltung hat. Folgende Waren wurden für die Ausfuhr freigegeben: landwdrt schaftlitdie Maschinen. Fahrräder. Photoapparate. Kohle. Koks. Holz (Sperrholz), Fleischkonserven. Geflügel. Fisehe usw. I )('in Vertreter Israels, Dr. Schamir. hat; von der polliistdien Pegierung eine weit t'rt' witditige Krlaubnis erlangt: Handwerkern und Professionisten gestattet, die polnische Pt'gierung, Werkzt'uge und kleint' Maschinen, soweit sie den Wert von 200.000 Zloty nitdit ühersteigen. aus Polen natdi Israel auszuführen. Gegenwärtig werden Verhandlungen iiher den Transfer von Vermögenswerten der Olim aus Polen geführt, die sich bereits in Israel befinden. Im allgemeinen erhält jeder Olim t'ine Ausfuhrbewilligung von 150 bis 200 Dollar, welche zum offiziellen polnischen Kurs von 100 Zloty per Dollar eingezahlt werden können. Die Auszahlung in Israel erfolgt durch die Anglo-Palästinensische Pank in israelischer Währung. Rumänien erleichtert Auswanderung nach Israel Wie uns offiziell mitgeteilt wurde, hat die rumänische Pegierung beschlossen, die vielen Formalitäten, welche bis jetzt, die Auswanderung natdi Israel erschwert haben, wesentlich zu vermindern, ln den Krleichterungen sind insbesondere zwei Punkt«.' von großer Bedeutung. 1. Auswanderer natdi Israel müssen nicht; mehr einen Pefreiungsnaclnveis vom Militärdienst, erbringen. 2. Ks werden in Zukunft auch Spezialisten und Facharbeiter, mit einigen Ausnahmen, die Ausreiseerlaubnis erhallen. Diese Krklärung der rumänischen Pegierung hat, unter der jüdischen Pevölkerung viel Freude hervorgerufen, aber auch gleichzeitig das Krslaunen der jüdischen Kommunisten, welche mit, viel Kifer die Alijah natdi Israel bekämpften. luden! Zionisten! Der 23. Zionist ist hc Weltkongreß, der erste Kongreß im Staate Israel, wird am 20. Dezember 1950 in Jerusalem, der I lauptsfadf Israels in einer neuen Wirklühkeit —- im eigenen Staate statflinden. Wenn die vorigen Kongresse si<h besonders auf die Mobilisierung der Bewegung zum politisdien Kampf für die Zukunft' von Frez Israel konzentriert haben, für das Recht des jüdischen Volkes auf sein Land, während die konstruktive und kolonisatorische Tätigkeit durch die fremde Macht beschränkt und begrenzt war, wird der kommende Kongrcb in einer Zeit, in der wir selbst I ierr unseres Schicksals sind und die Schlüssel zu den Toren unseres Landes in unseren I Iätiden liegen und große- Wiederaufbaumögliehkeiten des .Staates Israel vorhanden sind, stattfinden. Der bevorstehende Zionisten^Kongreß soll besonders den Willen des Volkes zur vollen Drlösung und seine Bereitschaft, den Prozeß von Kibuz-Galujoth 'Sammlung der Zerstreuten) durchführen und zum Ausdruck bringen. Der kommende Kongreß wird das Ziel des Zionismus im Lichte des existierenden Staates Israel, die zionistische Theorie und Verwirklichung für die heutige Generation bestimmen, die Realisierungswege der Volkserlösung auf dem Wege zum eigenen Staate planen müssen. Der 23. Kongreß wird lebenswichtige Probleme behandeln: Antwort auf die brennenden Fragen unserer Zeit erteilen, Das Programm für die Alijah der zweiten Million Juden, für ihre Bingliederung in die israelische Wirtschaft ausarbeiten, Die Juden in den Diasporah^Ländern und ihre materiellen Mittel für die Bntwicklung des Landes mobilisieren. Für die nationale Erziehung der jungen Generation in der Gallith sorgen, Die Werte unserer alten Kultur und der neuen IsraeDRenaissance unter allen Volksschichten pflanzen. Nur eine selbständige zionistische Volksbewegung, die alle Schichten und Kreise umfassen wird, kann die Realisierung der großen Aufgaben, die auf dem Weltjudentum für die Festigung unseres Staates liegen, sichern. Darum soll der kommende Kongreß die Millionen Juden aller Diasporah^Länder und Israels repräsentieren. Er wird in Ihrem Namen sprechen können, wenn Sie sich gleich Millionen luden an den Wahlen zum Kongreß beteiligen werden. Sie werden wählen können, wenn Sie einen zionistischen Schekel besitzen. Jeder zionistisch bewußte Jude ist verpflichtet, den zionistischen Schekel zu erwerben, um als aktiv Be* teiligter an der Bestimmung des Weges der zionistischen Bewegung Anteil zu nehmen. Die Schekel-Aktion wird im Juni d. J. in allen Ländern beeile det werden. Alle zionistischen Verbände und Parteien werden aufgefordert, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die SchekeDAktion erfolgreich zu gestalten. IKaufei den zionistischen Schekel! EXEKUTIVE DER ZIONISTISCHEN WELTORGANISATION Sichere dein Wahlrecht sum ^Zionistischen Weltkongreß ‘Jeder Jude iiher /1t Jahre, der im JSesilste der Sehekel der Jahre 5709 und 57/0 (/9U9 und /950) isl, hal (lau Wahlrecht stum cZionistischen Jrellkonyreß, welcher im JZerbsl dieses Jahres slailjimlen wird. Sehekel sind im 'Zionistischen Xandesverband in Österreich, 1Illen IX, ‘Unirersilülsslraße ft, Tel. Jl 2Q-H 7 3 erhiiUlich. Wir senden Jlinen den Sclwkel auch auf telefonische ißestelluny oder gegen Einsendung tles untenstehenden ißesletlahsiJmilles. An den Zionisiisehen Landesverband in Österreich Wien IX, Universitcüsslrciße 4 Bitte um Zusendung eines Schekels 5709 und 5710 Name: Name: Adresse: Adresse: NidilOewünsdites bitte zu streichen. Der Preis eines Schekels beiraöi S5.— Aus der Proklamation der Regierung Israels zum 23. April Der W ey. der vor un-' liegt. isl noch lang und hart. Unsere Leinde und Gegner bedrohen weiterhin unsereganze Kxislenz. unsere- ( 'nnbhängigkeit und die (irenzen unseres Staates. Das Schicksal des Well I r iedens hängt noch immer in der Sehwehe. Die große1 Mehrheit unseres Volkes lebt immer noch auf fremdem Boden. Viele von ihnen sind Bassenhaß und geistiger Vernichtung ausgeselzl. 00.000 Immigranten leben im jüdischen I ic'imaIlande immer noch in Lagern und sind noch nic-lil in die1 Produktion und die1 Nationalwirtschaft unseres SlaaIes eingeordnel. Pilsenhelreib' Heimat ha! noch nicht ihre Stabilität gewonnen. Der l’mfang unserer Einfuhr iihertrilTl erheblich unsere Ausfuhr. Wir sind auf Produkt!' angewiesen, die wir mit ausländischer Währung erwerben müssen. Wir sind immer noch geschwächt: und gespalten durch Neigung zu Gesetzlosigkeit und Uneinigkeit — die Früchte der Zerstreuung und des einstigen Mangels an Unabhängigkeit. Doch die Arbeit und der Schweiß von drei Pionier-Generationen sind nicht vergebens gewesen. Wir haben das Glück, den Beginn der Befreiung milerlebt zu haben. So laßt uns am Fest, der Unabhängigkeit uns der Freude hingehen und alle Kraft zusammennehmen. um die einst in Visionen erschaute Befreiung zur vollen Erfüllung zu bringen. Geburtstagsgeschenk Zum Staatsgründungstag wurde dem Vorsitzenden des Magbitli Meuchedet in USA. Ilenry Mergenthau, anläßlich einer Konferenz von jüdischen Gemeinden in Pittsburg ein ..Geburtstagsgeschenk“ in Form eines Schecks von 750.000 US-Dollar übergeben. Seit Errichtung des Staates 380.000 neue Olim Seit der Staatsgriiiidung sind 370.24t) neue Einwanderer nach Israel gekommen. Davon sind 102.810 in den Monaten von Mai bis Dezember 1048, 230.079 im Jahre 1040 und 37.348 von Jänner bis Ende März 1050. Von den 230.070 Olim, welche im Laufe des Jahres 1040 nach Israel einwanderten. wurden 08.773 auf Israeli- Schi ITen transportiert und 50.854 Olim wurden mit Flugzeugen ins Land gebracht. Die Ausgaben der Jewisli Agency für den Transport der Einwanderer und für Errichtung von Wohnungen, betrug in der gesamten Zeilperiode 33 Millionen Israeli Pfund. „Der fliegende Teppich“ Die historische Aktion, die „der lliegende Teppich“ benannt wurde lind zur Rottung der jemenitischen Juden durch geführt wurde, hat bis jetzt 0,800.000 Dollar gekostet. Dieser Betrag wurde für die Unkosten für den Flugtransport und die Aufnahme in den Lagern ausgegeben. Die Mittel hiezu wurden durch die Vermittlung des Joint, vom United Jewisli Appeal zur Verfügung gestellt, 45.000 Juden wurden bisher per Flugzeug nach Israel gebracht. 2500 warten auf ihren Abtransport im Transitlager Aden.