Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1950-05-12 · Heft 36 (12.5.1950) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 36 (12.5.1950)
Date
1950-05-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2431292-2431325-2431328--0226-2431824
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 iÖie Stimme Nr. 36 Unsere s > a )J limine Zur bevorstehenden Generalversammlung Sonntag. den l I. Mai F»5(>. winl um!»..'!(» t hr die ordentliche (.ienrralversummhitig d'1 s Zionistischen Bandes- Verbundes in * »Österreich im Fest-ani der I-raeliti-. lien Ivnitusgenieinde af>- gehalten werden. Durch die wichtigen Aufgaben und Pflichten. die unser Verband iin kommenden (iesclniitsjahr zu erfüllen hat. ist dieser \ ersannnlung eine große Bedeutung hei/.umessen. her neue \’orstaud wird ein reiches und teilweise si-h.wieriires Arbeitsfeld vortinden. — hie Hauptaufgaben bestehen vor allem in der Verstärkung der zionistdselien Bewegung in (»esterreich. in den Arbeiten für die Fonds und insbesondere in der vollen I nter- .Miitzung der Zionist ischen Föderation. die auf eine breite und gesunde Basis mit starker Autorität gestellt werden soll. Im Jahre dies Zionistischen Weltkongresses .-tollt die Schekel-Aktion mehr den je im Mittelpunkt der Tätigkeit unseres \ erbendes. Wir haben alle Jahre hindurch sowohl in den Fonds, ah awdi im Verkauf der Schekalim Jon er-ien Plalz eingenommen, aber in die.-ein Jahre, in welchem die Feprä.-entanz des Judentums in (.»esterreich zum Kongreh gewählt werden soll. müssen wir unsere Anstrengung vervielfachen. Wir haben die Idlicht. bei der Erziehung der .1 tigernd mit allen Kräften mitzuwirken und der starke Auf-i hwung lin.-eror Jugendgruppe Hammr ilazioni ist bestimmt eine groi.-o Krumtigung hierzu. Ener Allgemein-Zioni.'itisekies Parteiorgan ..hie Summe'' hat seit ihrem regedmälugen \\ icm lererscheinen i hr(■ Auflage verdreifachen können und das Intero.-se im ln- und Ausland gibt alle A ora.uss'.-tzung. eine Auflage von 10.UU0 Kxemplaren zu erreichen. Auch hier sind Verbesserungen in mancher ilin-icht anzu.-treben. Schließlich haben wir unsere Bemühungen mit aller Fimrgie fortzusetzen. um in dm- Israelitischen Kultu.-gemeinde Wien midlicli den richtigen Weg zu schalten, damit in der jüdischen Kemeinselmft die Latides- Parleipolilik und deren egoistischer Einfluh au.-gesehaltor wird und nur für rein jüdische Interessen gearbeitet werden soll, hie lebenswichtigsten Probleme der Wienei- Judenschaft, die Wohnungsriick-tellung und Wiedergutmachung. müssen mit weit, wirkungsvolleren Mitlein betrieben werden und die unverständliche Behandlung dieser Angelegenheit durch die österreichischen Behörden. weh-ho eher einer Sabotage gleicht, mit allen zur Verfügung .'lebenden Mitteln bekämpft werden. her Vorstand des Zionistischen Bundesverbandes in Oesterreich wird über seine Tätigkeit im abgelaufenen Oeschüft.-,jalir Pechenscha.fi; geben und der neue Vorstand wird für das kommende Jahr eirigesoP/t werden. Es ist die Pflicht, jede- Mitgliedes unseres Verbandes, an dieser wichtigen Versammlung teilzunehmen und damit den bedeut iingsvollen Tug unserer zionisl i-eheii Bewegung ent SprechernI zu würdigen. JbFEiUls ILFE t<l i n gen JLFE-Qarantie Fabrik: Wien IV, RienöRlgasse 22. der mm stelhiugsgeselz die \\ ohmingeii. wedeln' Naziregime d('ii rassisch entzogen wurden, in Aussicht worden, welches bis hellte am poiiti-idien ( iriinden nicht zttslande gekommen i.-f. 1 »iest'r (legenstand soll in ei nein abgesonderten Artikel eingehend behandelt werden. (1 ogenwäitig interessiert uns die Behandlung der Wohnungsfrage in den ordentlichen Mietprozessen durch die in Betracht kommenden Oeriehte. Audi hier hat, sieh eine doppelte Interpretation des die Eigen!uni.-frage behandelnden bürgerlichen Oeselzes gehihh t. Pas grundlegende Prinzip ist. daß der Mieter mit. einem schwächeten Titel dom Mieter, der einen besseren Titel besitzt, weichen muh. Während aber in den Fällen, in welchen ein Aiindorbelasteter oder Entnazifizierter die Päummig der Wohnung begehrt, es zur Wiedererlangung vollkommen genügt. wenn der letzte Mieter den Mietvertrag mit, der lluudiihabiing nicht im guten Olaubpii abgeschlossen hat. d. h. wenn er aus den obwaltenden Idn.-tändeii wissen mubto. dah das Pocht des früheren Mieters nicht erloschen ist. sind für den rassisch verfolgten, ungekündigten Mieter durch Pecht-prcchung ganz andere Voraussetzungen statuiert. Es wird von ihm der Nachweis verlangt, dah der letzte Mieter an der Verdrängung des erst ereil aus der Wohnung mitgewirkt hat. .Es genügt also nicht der Nachweis, dah der rassisch Verfolgte aus der Wohnung verdrängt wurde und der letzte Mieter hiervon Kenntnis hafte, sondern, dah er sich hieran in irgend einer Form beteiligt hat. Eies geht klar und deutlich aus, einer Entscheidung des Landesgeriehtes für Zivilrechtssachen AVien als P.ekursgericht. Oeschäft szahi dl P J88 50 hervor, in welcher es vörilich heiht: ..Es genügt allerdings nicht, wenn ihm das ..Freiwerden1' der AVohmmg oder die L’assenzngehürigkeii des Klägers bekannt waren, um daraus auf -'eine* Unredlichkeit zu schließen, sondern man muh es wohl für erforderlich halten, dah der Beklagte in irgend einer Weise, sei es mittelbar oder unmittelbar an der AVrdrängung sich beteiligte . . .“ Hierdurch erscheint zweierlei Pocht geschaffen, wenn man in Bef rächt zieht, dah derjenige, welcher im Jahre 10 15 als heJasfefor Xat ional,Sozialist die Wohnung verlassen, sich nach dem Westen begehen hat. erst nach drei oder vier Jahren zurückgokehrl ist. ohne sich um die Wohnung während dieser ganzen Zeit irgendwie gekümmert zu haßen und sich entnazifizieren Iaht, die Wohnung unter der einfachen \ oraiissetzung. daß sein Titel ein hes- .-•erer sei. ohne weiters ziierkannt erhält. während der frühere jüdische Mieter, der unter ähnlichen oder sogar viel härteren Bedingungen die Wohnung verlassen muhte, nachweisen muh. dah sinn (legner an .-einer \ erdrä.ngimg Anteil genommen hat. Wie schwer ein solcher Nachweis zu erbringen ist. ist jedermann erklärlich, wenn mau bedenkt, dah die Zeugen mwh einem Verlauf von zehn bis elf Jahren sieh an den \ orfall nicht erinnern können oder wollen. Auf diese Weise ist selbst, die Erlangung einer W'olmnng für einzelne Personen fast zur Unmöglichkeit geworden. A\ ährend also KZler in leichter AVoiso durch einen flüchtig gewesenen Ent- Eie Sitzung des Zentralkomitees der W oitkonlüdorathm tagte zwei Jage in Jerusalem. Im ersten Teil des Meetings wurden die Probleme im Zusammenhang mit dem Aktionskomitee in Verbindung mit der zukünftigen Tätigkeit; der Zionist ischen Weltorganisation diskutiert'. Unter den führenden Persönlichkeiten, weicht1 an dieser .Diskussion. t oihiahiiiem waren l)r. Israel (ioldstein. Präsident, der W eltkoiil’öde ratioii Er. Xachum (Joldman. \ ersitzender der amerikanischen Sektion der Jewish Agency. Emu Pose Jlalprin, Präsidentin der lladassah. Er. P. Bernstein. Vorsitzonder der Allgemein- Zioiiist ischen Partei. Er. Pinhas Posen. Jiistizminister Herr Moshe Kol. I)r. A. (iranot. I. Uiriinbauni. J. Sehmorak und l>r. 1. Sehwar! hart. I)ie Angelegenheiten der Weltkonföderatiou wurden während des zweiten Teiles der Tagung behandelt, und Berichte über die Tätigkeit und Aktivitäten wurden vom Präsidenten des K.MK.. Kubnwilzky. von Herrn AI. Polnkiewicz. Herrn I. .1. Karmin und von hr. -I. Frey. (leneralsekrefäre der AAeltkoiiföderai ion gegeben. An der anschließenden hiskiissinn mdimen u. a.. Afrt.-lin Kol. hr. P. Bernstein. Prof. S. Brodetzkv. ldo\ Cohen und Eunskv, feil. nazili/.ierten oder Mi nderhelast cf cn aus der Wohnung verdrängt werden, kann dem jüdischen l'hülil ling. dt'r nach schweren (jitalcn und Beiden zuriickgckchrf ist. nur äußerst schwer gelingen, seine frühere Wohnung wieder zu erlangen, hie Tatsache allein begründet, die Annahme dt'r Anwendung eines zweifachen Beeiltes. Wie die Entnazilizierung vor sich geht, ist ebenfalls allgemein bekannt. Es sind Fälle bekannt, in denen gegen Entnaziliziernngon unter Beibringung von starken Beweismitteln Einspruch erhoben wurde, ohne dah diese einer Erörterung unterzogen wurden. Es wird die allernächste Aufgabe der hierlalls in Betracht, kommenden Faktoren der jüdischen K nlliisgonioinde sein, zu dieser Frage ('fast und energisch Stellung zu nehmen, alle diese Fälle aufzuzeigen und Abhilfe zu schaffen. Durch entsprechende Stellungnahme hat die Kiillusgomeinde zur Beseitigung so mancher Unhill 1kmgel ragen und es wird Voraussicht lieh mich gelingen, in dieser brennenden Frage Erfolg zu haben. hr. Wh II. Anschließend an die Konferenz fand ein Besuch von Klar Aliaron. einer Siedlung von Allgemeinen Zionisten ans Bulgarien, und ein Besuch dt'r Bildungsanslalleii in Nitzanim st all.. Eino neue Wohnsiedlung wurde am selben ’l'ag bei Mihleh Ezrachi hei Union. eingeweiht. Diese Siedlung besteht aus :•)()() Wohnungseinheiten. Während der Eoiorlichkoiteil ergriffen Dr. Israel (ioldstein. I. Ivubowitzky, ■l. Sehmorak und andere das Wort, und betonten die AVichfigkoit und die Bodenlang der konstruktiven Arbeit, der Allgemeinen Zionisten in Israel. „TLAMEY-JAFFA“ Neue Allgemein-Zionistische Siedlung Im Xogow, auf dem AVego nach Azali. wurde eine neue Siedlung der Allgemein-Zionistischen Jugendbewegung Ilanoar Ilazioni gegründet. Eieso Siedlung wird zu Ehren dos Allgemein- Zionistischen Führers und langjährigen Direktors des Keren .1 lajessod, A. B. Julia, welcher seinerzeit hei der Sprengung des Jewish Ageney-Flebäiidos in tragischer AVeise ums Beben kam. dessen Namen führen. Führer der Allgomein-Zionislischon Welt konföderal ion und prominente zionistische Persönlichkeiten aus verschiedenen Bändern versammelten sich mit zahlreichen Fcstgäsien auf dem grünen lliigel, auf welchem die Siedlung liegen wird und auf welchem bcrt'ils einige Häuser fori iggost.ellt wurden, zu einer offiziellen Feier. Nach der Eröffnungsrede des Beiters des Vorstandes dieser Siedlung ergriff Moshe Kol das Wort; zu einer Ansprache und verlas die Begrüßung des Präsidenten (Jiaim Woizmann. Namens der Jewish Agency sprach Itzak (iriinhaiim und für die Zionistische WJ'llkonföderalion sprach Präsident Dr. (leidst(ün, welcher die wichtige Bedeutung der Tätigkeit dt'r AIIgemoin-Zionistischen e haluzischen Jugend betonte. Zu Begrüßungsansprachen ergrilfen Dr. Olswanger für den l\('r('iL Ilajessod, Dr. (iranoth für den. Keren Kajemeth, Mine. Bol für dio Ihulassah (PSA), B. (i;ineu* namens der englischen Zionist,en, J. Eonsky im Namen der südafrikanischen Zionisten und l)r. Shaari namens des llaiioah Ilazioni das Wort. Zwei .1 ugendliehe d(ir Allgcmein-Zionistisehen laiidwiidsehnftlielu'ii Schule, welche den Namen von Itzak (Iriinha.iiin trägt, iiherhraehten den Sit'dh'im ein junges Hamm als symbolisches (leselionk. I )ii> iK'iieu Siedler stammen aus Bumäiiieii und wami über eineinhalb hduv in Zypern interniert. Peltours-lsrael Generalvertretung für Österreich bei liäuilnerringti, Tßieor.: Peltours, Tut.: R 225 30 R E I S E - B Ü R 0 : Offizielle Ausgabestelle für Flug-, Schiffsu. Bahnkarten, Pauschalu. Gesellschaftsreisen. -— Besondere Israel-Abteilung. Paß-u. Visa-Besorgungen 1 Eigene Autobus-Abteilung THEATERKARTEN-BÜRO In Vorbereitung: liMullsriiaflsreiien zur Idaccabiade ner Sdiiff und Flugzeug! ZWEIERLEI RECHT brennendste jüdische Problem Wiedergutmachung ist die Wohs-tragc. Bekanntlich ist im J. Piükciu Spezialge.-etz für htreh das Verfolgten U'.'telit parl('i- Sitzung der Welt-Konföderation (Allgemeine Zionisten)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.