Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1950-05-12 · Heft 36 (12.5.1950) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 36 (12.5.1950)
Date
1950-05-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2431292-2431325-2431328--0225-2431823
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Zionistischer Landesverband Wien .uns Dwxn nnnnm e/hlgemeia zionistischeJVochenschrift Preis 2 Schilling V.b.b. pilllllllllllllllllllllllllllltlllllllllltllllllll^ M Redaktion und Administration: ij Wien IX, Universitätsstraße Nr. 4 4 1 Telefon A 26 4-73 I H Postscheck-Konto Nr. 134.292 illlilllH 12. Mai 1950 Erscheint vierzehntägig iWM.uiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiii'ii Nr. 36 — 1950 Israel zur De-jure-flnerhennung Englands Eine Erklärung des Spredien desCfluhenminhleriunis England hat. die 1 )e-iure-Anorkenlninlj; des Staates Israel erklärt und gleichzeitig die trausjordamsche Annexion der westliehen Teile Palästinas ioi'iiK“11 zur Kenntnis genommen. In hezug auf Jerusalem hat, die britische Regierung beschlossen, die Teilung der »Stadt durch Israel und Transjordanien de facto anzuerkennen, allerdings mit der Einschränkung, «laß diese Anerkennung nur so lange gültig ist. bis es der UNO gelingen wird, eine Selbstverwaltung der Heiligen Stadt zu errichten. Die britische Erklärung bezüglich der 1 )e-jure-Anerkennung Israels, weicht' dem Außenministerium übergeben wurde, ist von der israelischen .Regierung mit Genugtuung aufgenommen worden. Der Sprecher des Außenministeriums nahm zu dieser Tatsache Stellung und führte u. a. aus: Die Regierung Israels hat die Hoffnung, welche in der britischen Erklärung hervorgehoben wurde, daß die De-jure- Anerkennung Israels zum Frieden und zur Stabilität im .Mittelmeer beitragen wird, wohl zur Kenntnis genommen; (>s ist unvermeidlich zu betonen, daß die- Politik der britischen Regierung, welche die Waffenlieferungen an arabische Staaten, die sich weigern, an Friedens verhandln ngen teilzunehmen, weiterhin fördert, aber gleichzeitig Waffenlieferungen an Israel ablehnt. Acheson und Bevin besprechen Waffenlieferungen Der demokratische Führer im amerikanischen Senat, Scott Lukas, erklärte. daß Präsident Truman die. Probleme. die im Zusammenhang mit den Waffenlieferungen Englands an die arabischen Staaten entstanden sind, mit großer Aufmerksamkeit, beobachtet. Der Senator gab bekannt, daß der amerikanische Außenminister Dean Acheson mit, dem britischen Außenminister Kniest Hevin in dieser Angelegenheit gelegentlich der geplanten Zusammenkunft in London Verhandlungen führen wird. Kr betonte, «laß führende Kreise in Amerika ihre Sorge in hezug auf die englischen Waffenlieferungen nach Aegypten, Transjordanien und Irak zum Ausdruck gebracht, haben und insbesondere betonten, daß die Fortsetzung dieser Lieferungen die Stabilität dios«'s Weltteiles gefährdet. daß diese Politik den Frieden im Mittelmeer nicht erreichen kann, zu welchem Israel vom ganzen Herzen beitragen will. Peziiglich der Krklärung des englischen Außenministeriums, daß Israel genug Waffen für die Sicherheit und Verteidigung besitze, drückte der Sprecher des israelischen Außenmini- Bei der Kröffnung des neugewählten transjordanisehen Parlaments proklamierte Abdullah die Annexion des westlichen Teils Palästinas, welcher bisher von Transjordanion besetzt war. Der Sprecher der Israel-Regierung hat als erste Reaktion folgende Erklärung hierzu abgegeben: Fs handelt sich hier um einen einseitigen Akt. welcher Israel zu nichts verpflichtet. das englische Außenministerium sich das Recht, zu einer solchen Krklärung nimmt. Das britische Außenministerium hat keine kompetenten Nachrichten über den Bewaffnungszustand Israels erhalten. Die Ursache dieser Erklärung geht offenbar aus dem Wunsch, hervor, die Berechtigung für die Waffenlieferungen Englands zu finden. Wir sind mit Transjordanien durch ein Waffenstillstandsabkommen gebunden und wir werden diese Vereinbarung streng einhalten. Diese Vereinbarung bedeutet in keiner Weise eine endgültige politische Regelung. wTelche nur durch einen Friedensvertrag von beiden Beiten erreicht, werden kann. Daraus geht klar hervor, daß der »Status der Teile Westpalästinas nach wie vor ollen ist. Israel feiert den stveiien cUnnbhängigkeHstag Der zweite Jahrestag der staatlichen Unabhängigkeit Israels begann mit feierlichem Grundion. als die Bevölkerung zu den Mililärfriedhöfen wunderte und Kränze an den Gräbern der gefallenen jungen Helden niederlegte. Gebete für die Seelen der Gefallenen und für die Sicherheit des Staates wurden gesprochen. Des Schot ars Hornruf ertönte allerorten, und überall begrüßten sich die Menschen mit den Worten; ..Frohen Feiertag — nächstes Jahr im wiedererbau len Jerusalem." Premierminister David Ben G u r i o n hielt eine Ansprache an die Nation am Samstag abend. Darnach wurde das Fest zu einer wahren Volksfeier. Auf dem Herzl-Berge außerhalb Jerusalems, flammte ein Feuer auf. Die Kanonen donnerten, und die Schiffssirenen heulten in den Häfen. Die Jugcndbalaillone der ..Gadna" marschierten in Fackelziigen durch die Städte und Dörfer. Man sang und tanzte in den Straßen; Künstler gaben im Freien Vorstellungen. ln Jerusalem und in Tel Aviv gab es große Militärparaden; über Tel Aviv veranstaltete Israels Luftarmee eine eindrucksvolle Schau in geschlossenen Formationslliigen. Auch die arabischen Bürger Israels in Nazareth. in den Grenzdörfern und in anderen arabischen Distrikten nahmen aus vollem Herzen an den Feiern des V o m 11 a ' A t z m a u t (Unabhängigkeitstag) teil. Das Poslministerium gab zwei neue Marken, die das Thema der Einwanderung künstlerisch darslellen, aus. ln jedem Briefkasten lag eine Kopie der Unabhängigkeitsurkunde und des Programms des Vom lla'Atzmaut. Im ganzen Lande prangte an öffentlichen und anderen Gebäuden das von der jungen New Yorkerin Miriam T r o o p entworfene Plakat mit der roten Anemone, die sich über das Staatsemblem Israels legt. Miss Troop war die Gewinnerin in dem vom Staate ausgeschriebenen Plakat Wettbewerb. 25jährige* Jubiläum der Rebräisdien Uniuersität In diesem Monat findet, die Feier des 'iöjährigen Jubiläums der Hebräischen Universität in Jerusalem statt. Die Festlichkeiten werden über eine Woche dauern. Es sind unter anderem Vorträge von Universitätsprofessoreil auf wissenschaftlichem Gebiet über Forschungen vorgesehen, Bankette und «'in Festkonzert, des Israelischen Symphonieorchesters unter der Leitung des berühmten Dirigenten, Leonhard Bernstein (USA). Die Feier wird in Anwesenheit» des Staatspräsidenten und der Minister sowie in Gegenwart, von Gelehrten und Universitätsprofessoren aus aller Welf eröffnet werden. Zionistischer Landesverband in Österreich Wien IX, Universitatsslra&e 4, Tel. A 26-4'73 Einladung zur Generalnenammlung Sonntag, den 14. Mai 1950 finde! um 9.30 Uhr vormittag im Festsaal der Israelitischen Kuliusgemeinde, Wien 1, Schoitenring 25, die ordentliche Generalversammlung cles Zionistischen Landesverbandes in Österreich statt. Tagesordnung: Eröffnung Wahl des Vorsitzenden für die Generalversammlung Tätigkeitsbericht Kassenbericht Bericht der Revisoren Referat: „Die Aufgaben der Allgemeinen Zionisien in der Gegenwart“. Wahl des neuen Vorstandes Wahl der Revisoren Eventuelles R. Stappler L. Neufeld Generalsekretär Pi äsidenl steriunis sein Erstaunen aus. woher Abdullah annektiert den besetzten Westteil Palästinas

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.