Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 34 (30.3.1950)
- Date
- 1950-03-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 3)ie Stimme Nr. 34 Waffensendungen an arabische Staaten gefährden den Frieden ‘Unsere s a jlimine Unsere Kultusgemeinde . . . \\ ir haben bBher über die Tätigkeit des neuen knltiisvorstnndos keim1 (fr 111licht' Kritik veiibt. um nicht.- dazu hcixutraucn. ihr Ansehen abzuschu'äclien. Ahcr gewisse Mißstände, die \ <in Tai; zu Tau ziinohmon. zwinu'en uns. Steilung zu nehmen, in der Hoffnung. daß .-ich die Zustände unter dem [ »nick der ölfentliehkei t hesseril worden. I >ie Kultiisgomoimle verschluckt jährlich Millintum Schilling. welche von unseren Brüdern und Schwestern in Amerika gespendet und durch das American Joint I tistrihution Committee zur Verfügung gestellt werden. Hm lieute wurden diese Ausgaben nicht herabgesetzt (was weniger Schnorren in Amerika bedeutet hätte). Es wird weiter ein kolossal aufgeblasener Apparat erhalten und die (leider schmelzen dahin. Die Jahre vergehen ohne Aussicht, dal! die Kultusgemeinde annähernd auf eigenen Kühen stehen wird. Wann wird das gerauhte jüdische Gut — mirl die Kultusgemeinde hat gewaltige Besitzungen — wieder zurückgestellt werden? Von allen fliesen Dingen hören wir sehr wenig. Besonders arg sieht es in der Finanzkommission aus. Die Maehtfaktoren üben ihre Funktionen nach ihrer persönlichen Einstellung aus. Der Deferent amtiert am Donnerstag von 3 bis ä Uhr. und das kleine Vorzimmer kann kaum die Masse der Menschen fassen, die gekommen sind, um Einspruch gegen ihre Steucrbemessung zu erheben. 1 )ie Protoktionswirtschaft nimmt schon hier ihren Anfang und die Leute, die ..Verbindungen" haben, genießen bereits da öffentlich einen Vorzug. Zwei Stunden Sprechzeit sind offensichtlich zu wenig. Die Kultusstf'uerbemessung wird willkürlich gchandhabt. wie man aus ungezählten Beispielen beweisen kann. Kleine Beamte worden mit S 200.— für das Jahr besteuert, während große Geschäftsleute mit prächtigen Villen kaum S 1000.-— zu zahlen haben, weil sie sichs zu ..richten" wissen. Es ist eine Tatsache, daß selbst Befiirsorgte. so paradox es erscheint. Steuerbeinossmigen erhalten. Exekutive Pfändungen sind an der Tagesordnung. So wuiale ein uns gut bekannter Beamter. der mit .-einer Familie aus einem Heim der Kultusgomeinde delegiert wurde, offenbar als eine Zugabe zu dieser Annehmlichkeit, mit einer Bleuer von sage und schreibe S 3(>00. bemessen, und man hat es nicht verabsäumt. bei diesem Beamten bereits die, exekutive Pfändung durchzuführen. Dieser krankhaften Willkür muß endlieh ein Endo gesetzt werden. Es muß ein Weg gefunden werden, die finanzielle Lage der Kultimgemeinde zu verbe.-sern. aber. Herr Referent, für einen Sozialisten i.-t das erste Gcbol die soziale Gerechtigkeit. weil son.-t Ihre Parteilogitiiuatiou ein wertloses Papier ist: J. Ben-Dawid l’nsen' Deduktion eröffnet in der nächsten Nummer unserer Zeitung „Die Stimme" eine Rubrik: „Das o f f e n e F o r u m". Wir ersuchen unsere Leser durch Zuschriften, die sieh auf das öffentliche jüdische Leben in Österreich beziehen, sieh zu beteiligen. Die Reduktion Ein Sprecher der Regierung Israels reagierte kürzlich in folgenden Vorteil auf diu Antwort, die der Außenminister der I SA. Dean Acheson. an den Ixongreßahgeordneten .1. Javits m Angelegenheiten der Waffenlieferungen an die arabischen Staaten gesandt hat: ..Erst jetzt, nachdem der genaue I e\t des Briefes von Außenminister Achesou in den Besitz der Regierung Israels gelangt ist. konnte diese die ernste Bedeutung erkennen und ist mit, schwerer Sorge erfüllt. D. Acheson rechtfertigt die englischen Waffenlieferungen an die arabi- -chen Staaten mit der Erklärung, diese Sendungen würden als Folge von \ erpflichtungen aus bestehenden Vertrügen durchgeführt; und daß diese Lieferungen nur zur Selbstverteidigung und zur Sicherung von Ruhe und Gesetz bestimmt; seien. Diese Rechtfertigung ist. nicht, angebracht,, im Hinblick auf die Art der \\ allen, die in letzter Zeit geliefert, wurden. Es ist nicht anzunehmen. daß die ägyptische Regierung Zerstörer. I Titerseeboote. 1 Ritzende von Düsenflugzeugen vom Typ .Vampir" und ...Meteor", große Sendungen von Tanks. Kanonen der schwersten Kaliber und Tausende von automatischen Waffen braucht, um die Ruhe und < Mahlung im Lande aufrechtzuerhalten. Ein großer Teil dieser V affen stammt, übrigens aus den amerikanischen Watrenüberschiissen aus verschiedenen europäischen Ländern. Es ist ferner nicht anzunehmen, daß Erwägungen der inneren Ruhe und Ordnung die Aufstellung motorisierter Regimenter großer Schlagfertigkeit oder die Erwerbung von Watrenfabriken aus Deutschland. Frankreich. Schweden und Italien notwendig gemacht. haben. Es ist klar, daß diese Waffen nur für einen richtigen Krieg gedacht sind: anderseits würden auch diese Waffen in einem Kriege, in dem Aegypten von einer großen Macht angegriffen wird, nicht genügen. Diese1 Emstände allein erklären die Gründe von Acheson für nicht stichhaltig, als ob die Waffen nur für die Zwecke bestimmt seien, die in seiner Erklärung genannt wurden. Es ist daher klar, daß diese großen Mengen von Waffen einen neuen Angriff auf Israel erleichtern können. Diese Gefahr ist um so größer, wenn man die Erklärungen in der arabischen Presse und in der ägyptischen im besonderen in Betracht zieht. Diese Erklärungen weisen auf die Absicht, hin. die nicht einmal maskiert, ist. die Feindseligkeiten gegen Israel zu einem passenden Moment, wieder zu beginnen. Es vergeht keine Woche, in der nicht, in Presse und Radio der arabischen Staaten von der ..zweiten Runde" gesprochen wird - und diese Warnungen kommen von ziemlich hohen Stellen. Es ist nicht, schwer, sich aii.-zureclmeii. wie diese WaJfensendungen auf diese Hitzköpfe wirken müssen. Wenn nun auch der amerikanische Außenminister seinen Stempel auf die Aufrüstung in diesen großen Maßslüben gibt, so können die Folgen sehr ernst, .-ein. Auf diese Weise können die Feindseligkeiten zwischen den arabischen Staaten und Israel nicht \ ermiedcn werden. Dean Acheson hat versichert, daß hei einem neuen Aufllntmneti der Feindseligkeiten die amerikanische Regierung allen ihr zur Verfügung stehenden moralischen Druck ausüben wird. Die Geschichte dos Krieges der arabischen Staaten gegen Israel hat jedoch bewiesen, daß Isreal auf den moralischen Druck fremder Staaten für seine Verteidigung nicht rechnen kann. In Zukunft, kann sich die» Lage noch verschlechtern, nachdem sich die amerikanische Regierung durch die 1 Titerstüt,zung der Wicderaufriistung der arabischen Länder des moralischen Druckes in späteren Zeiten verlustig gemacht hat. Die Lagt', die jetzt geschaffen wurde, gibt zu schwerer Besorgnis Anlaß. Die Aufrüstung der arabischen Staaten wird Israel nichts anderes übriglassen, als seine Verteidigung bis zum Äußersten zu verstärken. Es ist nur zu hollen, daß der amerikanische Außenminister nicht alle Tatsachen und Empfehlungen, die sich aus seinen Erklärungen ergeben, erkannt, hat, und daß eine erneute Durchsicht, des Fragenkomplexes eine Änderung der Haltung und dir Verhinderung des gefährlichen Rüst ungswettlaufes zur Folge haben wird?' | Dr. Mordechai Eliash | Aus London erreicht uns die traurige Nachricht, daß der Gesandte Israels in England. Dr. Mordechai Eliash, plötzlich gestorben ist. Der Verstorbene war eine große Persönlichkeit im gesellschaftlichen Leben Israels und Präsident der Advokatenkammer. In den letzten Jahren hat er sich der Politik zugewandt und wurde auf den wichtigen Posten dos Gesandten Israels in England berufen. In der verhältnismäßig kurzen Zeit, seiner Arbeit hat er viel Erfolgreiches geleistet. Die Änderung der englischen Politik in bezug auf Israel und die erfolgreichen ökonomischen Abschlüsse sind zum großen Teil seiner Arbeit, zu verdanken. Der Tod von Dr. Mordechai Eliash ist ein schwerer Verlust für den jüdischen Staat und hat, tiefste Trauer im Volk horvorgerufon. Die sterblichen Überreste wurden nach Israel überführt. und in Jerusalem zur ewdgen Ruhe bestattet. Os ins Schusfak Herrenschneider für feine H errenga rderobe Auch Reparaturen werden unnenonimen | Wien I 9., SPorstellangasse OO/20 ' Tel. R 50-0-5? Kondolenz-Telegramm Der Premierminister Israels hat, an die Zionist, < M-gnnisation of America, nachstehendes Telegramm gerichtet: ,.Dii‘ aktive Mitarbeit, von Daniel Frisch, wählend seines ganzen Lebens in der zionistischen Bewegung, seine Ergebenheit und sein Dienst, für die zionistische Sache sichern ihm einen angesehenen Platz in der Geschichte unseres Volkes.“ In der Kondolenz-Depesche von Moshe Kol. Mitglied des Exekutivkomitees der Jewish Agency, wurde die Notwendigkeit, der Fortsetzung der Linie von Daniel Frisch im Sinne der Einigkeit; des Zionismus unterstrichen. Trauersitzung Der Zionistische Landesverband in Österreich veranstaltete am 12. März eine würdevolle Trauersilzung anläßlich dos Todes dos großen zionistischen Führers. Daniel Frisch. 1 Titer der Teilnahme zahlreicher Mitglieder des Vorstandes des Verbandes, eröffnote Präsident; L. Neufeld die Trauorsitzung. in welcher Gliawer Schamir den großen Verdiensten und dem arbeitsreichen Loben, welches der zionistischen Aufbauarbeit, gewidmet war. in bewegten Worten gedachte. iiiiiiiiiiiiiii(iiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiii Ch. Kopenstand-Schamir in Wien Unser Schaliaoh, Chawer Cliaim Hopenstand-Schamir, wurde von der Jewish Agency zur zionistischen Aufbauarbeit nach Österreich entsendet, und ist Anfang März in Wien ('ingetroffen. Chawer Schamir hielt, zwei interessante öffentliche Referate und hat; sofort nach seiner Ankunft aktive organisatorische Arbeiten im Einvernehmen mit unserem Vorstand begonnen. Wir begrüßen unseren Chawer Scliainir auf das herzlichste und sind sicher, daß seine mit, großem Erfolg begonnene Arbeit unserer zionistischen Bewegung zum größten Nutzen gereichen wird. Türkei hat Israel de iure anerkannt Der türkische Außenminister hat, vor einigen Tagen dem Israel-Delegierten, A. Sassoon in Ankara bekanntgegeben, daß aus der Bekanntmachung der türkischen Regierung vom 30. November 10-1t). welche die Bereitschaft der türkischen Regierung zu einem I Mplomatei laus tausch beinhaltet, eine de juro-Anerkennung dos Staates Israel zu ersehen ist'. (Fortsetzung von Seile I) PESSACH 5710 glaube ich, nicht; das Abgestorbonsein des jüdischen Sinnes in unseren Massen, sondern weit ('her das Sieli- Tiimmoln von Pseudo-Klugen und echten Bösen auf dem jüdischen Forum, von Menschen, die nicht die geringste seelisch-geistige oder killj lurollo Gemeinschaft, mit, dom Juden-; tum haben von Religiösem nicht zu reden! j Die Erneuerung muß also zweifach j sein: im Negativen die» Ausscheidung j der Männer, die auf jüdischem Gebiete j einfältig ('kam) sind im Positiven \ die Heranziehung der zahlreichen, die heute ohne eigenes Verschulden in jüdischen Angelegenheiten desinteressiert sind (w (' s e h e - e n o joden l i s e h'o I a I p'l, a, e h I o). Dieser Erneuerung gelle unser viert es Glas Wein am Sederabeml. WOLLE, SEIDE UND WÄSCHESTOFFE E N G R O S EN DETAIL BISCHIT Z WIEN II, TABORSTRASSE 24 A TEL. R 43-0-83 Verstärket die Zionistische Bewegung! Tretet dem Zionistischen Landesverband in Österreich bei!