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Die Stimme · 1948-11-06 · Heft 26 (6.11.1948) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 26 (6.11.1948)
Date
1948-11-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 3)ie Stimme Nr 26 Die Kämpfe im Negev Als Folge eines ägyptischen Anantwortete darauf: „Wenn di(> Ägypter 3)er Heger muß Israel gehören Her britische Außenminister, der so heftig gegen die (iriindung des jüdischen Staates opponierte, ßeeilt sieh nun. den Bericht des l \-\ ermittlers in Palästina anzunehmen. obgleich derselbe aut der Existenz des jüdischen Staates' fußt. Da Mr. Beviti in seiner ursprünglichen Politik besiegt wurde, versucht er nun. Israel des Xegev zu berauben, der laut FX-Beschluß vom November 1B47 den Juden gehören, aber nach Vorschlag Graf Bernadettes den Arabern zugesprochen werden soll. Da das britische Außenamt befürchtete. daß eine sorgfältige Fntersnehung dieses Vorschlags zu einer Kritik führen würde, verlangte es eine sofortige Behandlung der Frage vor der Generalversammlung der FX. Mittlerweile hat die Regierung Israels in einem Memorandum, das an alle 58 Mitglieder der FX" übermittelt wurde, ihre unerschütterliche Opposition gegen den Vorschlag, den Xegev den Arabern zuzusprechen, zum Ausdruck gebracht. Das Memorandum besagt. daß der Xegev vital für die zukünftige Entwicklung Israels ist. Israel den Xegev nehmen, hieße den Staat zweier Drittel seines Territoriums, gleichzeitig der Aussichten für wissenschaftliche Nutzanwendung und seiner natürlichen Hilfsquellen zu berauben. Die ..Times" meint, wenn der Xegev den Arabern gehörte, wäre dies der einfachste Weg, das arabische Palästina mit Transjordanien zu verschmelzen und ..d a s b e s t e M i 11 e 1. einen leben s f ä h i g e n a r a b is c h e n Staat zu g r ii n d e n". Dieses Argument kann nicht sehr beeindrucken. Es würde schwerfallen, die Welt davon zu überzeugen, daß das arabische Palästina, sogar mit dem Beistand Transjordaniens. den Xegev wieder zu beleben imstande wäre. Transjordanien hat, so führt die Begierung Israels weiter aus, schon viel unfruchtbares Land, und es mit dem Xegev verbinden, hieße unfruchtbares Land vermehren. Es wmale vorgeschlagcn. den Juden statt fies Xegev Galilea zu gelten. Gahlen würfle jedoch immer von den Juden verlangt und muß ihnen aus Ve r t e i f 1 i gu n gs g r i i n f 1 e n gehören, n i omals aber kann es ein Ersatz für den Xegev sein. S)er unentschlossene Sicherheitsrat Der Waff'enstillstandsbefehl an die Juden und Araber zur Einstellung der Kämpfe im Xegev wurde durch den »Sicherheit,-rat der FX am 20. Oktober in einer ziemlich weitschweifigen und kraftlosen Art erteilt. Besonders bemerkenswert; war. daß bei einer dringend einberufenen Sitzung keines der Mitglieder eine Besohlt ion einhrachte. Zeitweise schien es. daß sich die Sitzung vertagen würde, da sich niemand zu Worte meldete. X'ur den unausgesetzten Bemühungen der bedrängten Araber ist es zuzuschroiben, daß der oben erwähnte Beschluß überhaupt gefaßt würfle. Beobachter dieser Sitzung hatten den Eindruck, daß gewisse Mitglieder der F\r die sonderbare Ansicht; vertraten, es sei das beste, in Palästina, nichts zu unternehmen. Ein Delegierter kein Mitglied fies Sieherhei1srat.es meinte: ..Wenn die Juden und Araber darauf bestellen, den Xegev für sich auszukämpfen, so ist das ihre eigene Angelegenheit.“ griffs auf einen jüdischen Geleitzug. der zu den südlich liegenden Siedlungen unterwegs war, kam es am 15. Oktober fl. J. im nördlichen Xegev zu heftigen Zusammenstößen zwischen jüdischen und ägyptischen 'Truppen. Gleichzeitig wurden auch Fahrzeuge, flie zwischen den einzelnen Siedlungen verkehrten, von ägyptischen Spitfires beschossen. Der Geleitzug. der für 25 jüdische Siedlungen südlich der von den Ägyptern beherrschten Majdai- Faluja-Linie bestimmt war. bewegte sich von den Israel-Stellungen llatta und Karatoia und benützte den Weg, flen der FX-YErmittler Graf Bernadette für sechs Stunden jeden Morgen den Juden zur Durchfahrt freigegehen hatte. Die FX wurde dahingehend orientiert, daß die jüdische Regierung einen Geieitzug in den Xegev schickt, ..auch filme Einwilligung der Ägypter“, und daß das jüdische Militär den Befehl erhalten habe, den Weg ..um jeden Preis" zu öffnen. Die Ägypter, flie das Beeilt besaßen, die Ost,-West-Straße Majdal—Faluja als Verbindungsstraße in flen Xachmittagsstunden zu benützen, haben nio diesen Anordnungen Graf Bernadettes zugestimmt. Die isolierten jüdischen Siedlungen haben die Isracl-Begierung vor ein ernstes Problem gestellt. 'Während der Sommermonate war es möglich, das .Minimum ihrer Bedürfnisse durch Xachtfliige zu decken. Mit dem Herannahen fies Winters müssen aber die Siedlungen und die sie verteidigenden Soldaten besser versorgt werden, da die Vorräte zur Xeige gingen. Das Resultat der Kämpfe war ein gefestigter Landkorridor durch die ägyptischen Linien, und somit war die Verbindung mit flen Siedlungen sichergestellt. Bei fliesen Kämpfen hatten mehr Flugzeuge teilgenommen als an irgendeiner anderen Front Palästinas. Eine ägyptische Radiosendung warnte die jüdische Regierung vor weiteren Angriffen, da die Ägypter sonst als Gegenaktion von Giftgasen und Geheimwaffen Gebrauch machen würden. Mosche Pearlman. Presse- Offizier fies jüdischen Außenamtes, „Wir wollen nur Frieden“ Lange genug hat. sowohl flie Regierung als auch flie Armee Israels ohne zu reagieren die ständigen Waffenstillstandsverletzungen der Araber und insbesondere der Ägypter über sich ergehen lassen. Als jedoch ein jüdischer Geieitzug im Xegev von flen Ägyptern verbrecheriseherwoise überwirklich zu Giftgasen und Geheimwaffen Zuflucht nehmen wollen, zwingen sie uns. dasselbe zu tun; alles, was ich dazu sagen kann, ist. daß ich dann die ägyptischen Truppen nicht beneide." Das offizielle Kommunique vom- PI. Oktober berichtet, daß flie israelischen 'Truppen die Haupteisenbahnverbindung nach Gaza vom »Süden her abgeschnitten haßen und auch die Küstenstraßen an mehreren Stellen gesprengt wurden. Dadurch war der »Sitz der arabischen Palästinaregierung praktisch von jeder Verbindung abgeschnitten und mußte deshalb nach Kairo flüchten. Fm flie »Stadt zu entsetzen, wurden ägyptische Formationen von der Jerusalemer Front in dieses Gebiet abgezogen. Ein »Sprecher fies jüdischen Militärs erklärte, Gaza sei deshalb nicht besetzt worden, weil das Hauptziel der militärischen Aktionen die Eröffnung jüdischer Xachschublinien in flen Xegev war. Die Gefahren. denen flie jüdischen Siedlungen durch ägyptische Angriffe ausgeset.zt waren, wurden damit gebannt. Die israelische Infanterie eroberte Positionen, von denen aus sie jede ägyptische 'Truppen Verschiebung im Küstengebiet verhindern kann. Die Flotte trat zum erstenmal in Aktion, wobei ein ägyptisches Flugzeug durch Schiffsartillerie abgeschossen wurde. Militärlager in Bafa (an der ägyptischen Grenz(') wie auch in Gaza wurden von der See aus beschossen. Die später berichteten Angriffe der jüdischen Armee auf Dieraian — zwei Meilen südlich von Hartuv — bezweckten, den ägyptischen Verkehr auf der Xaehschuhlinie Bethlehem — Beit Jibrin zu unterbinden und lenkten flas Hauptaugenmerk auf Zufahrtsstraßen vom Süden nach Jerusalem. Dadurch war ein Keil zwischen flie in Jerusalem und flie im G('biete Gaza —Majdal—Isducl stationierten ägyptischen Truppen geschlagen. Als einzige Verbindungslinie bliebe flen bei Jerusalem stationierten Ägyptern die Straße nach 'Transjordanien oder nach dem Xorden. Die arabische Legion kontrolliert fliese beiden fallen wurde, war die Geduld Israels zu Ende. Die energischen und erfolgreichen Aktionen führten zu dem Besultai, daß Ägypten flehentlich den Sicherheitsrat um Hilfe hat, „Wir well e n n u r F r i e d e n“, waren die »Schlußworte des ägyptischen Sprechers. Die braven und unschuldigen ägyptischen Kinder hatten ja nie den neuerstandenen jüdischen »Staat ange- Straßen. und da. sich Abdullah während der letzen Kämpfe bezeichnenderweise still verhalten hat. ist es zweifelhaft, oh er flen Ägyptern seine Xaclischublinien zur Verfügung stellen wird. In seiner Beile vom 20. Oktober versicherte Premierminister David Ben Gurion. daß sich die Lage willkommen gewendet, habe. ..Jetzt hängt es von unserem guten Willen ab. den Ägyptern zu gestatten, zu ihren Basen zu gelangen." Besonderen 'Tribut zollte der Premierminister unserer Lullwaffe. „Dank der »Schnelligkeit und Geschicklichkeit unserer Flieger wurden Tel' Aviv und Haifa diesmal von Bomben verschont.“ Am 21. Oktober nahmen die israelischen 'Truppen nach einem harten' sechsstündigen Kampf das biblische- Beersheba, ein und überrannten mehrere strategisch wichtige Dörfer auf dem Wege nach Jerusalem. Ebenso* wurde die »Schlüsselstellung Beit Xativ —- auf dem Wege Bethlehem—Beit Jibrin — von den Juden besetzt. Bei diesen Aktionen wurden große Mengen ägyptischer Ausrüstung erbeutet, unter anderem mehrere Warenlager mit Wintorausriistung. Ein Sprecher der israelischen Begierung bezog sich auf eine Bundfunksendung aus Kairo, in der Azam Paschaa von der Wiedereroberung Beershebas sprach. Das seien nur Wunschträume. meinte er; die Juden halten jeden Teil der Stadt fest in der Hand. Jüdische »Stabsoffiziere im Süden sagten, daß die ganze Wüste bis auf einen schmalen Küstenstreifen südlich von Majflal von den Juden kontrolliert wird. Es wurde eino ununterbrochene. Verbindungslinie von Bir Asluj und Beersheba bis nach Tel Aviv hergestellt. Obwohl das israelische Kabinett den Waffenstillstand einstimmig angenommen hat, bestellt nicht der geringste Zweifel, daß sie flen Antrag, flie Truppen auf die ursprünglichen Positionen zurück zuziehen, ablehnem werden. Abdullah hat Sorgen Wie eine arabische Quelle verlautet, befürchten Ägypter und Syrier, daß König Abdullah zu Friedensverlumdlungeii auf Grund des Bernadotte- Planes geneigt sei. Er wird darin von der ägyptischen Opposition, die vom früheren Premierminister Sidky-Pascha geführt wird, unterstützt. 'Transjordanien ist in einer schwierigen Lage, da die britischen Militärlieferungen über Ägypten und Syrien erfolgen. Abdullah hatte am 12. Mai, vor Ausbruch der Kämpfe, eine offizielle Zusammenkunft mit Frau Golda Meyerson, hat aber bei dieser Gelegenheit; verabsäumt, zu einem Fbcreinkommen zu gelangen. Jetzt, würde* aber ein solches Pbereinkommon mit Israel Opposition im eigenen Lande hervorrufen und zu Hindernissen in Verbindung mit britischen Militärlieferungen führen. griffen; im Gegenteil, die zionistischen Banden wollen Ägypten erobern. Mit dieser lächerlichen Argumentation vermeinten die Ägypter den Sicherheitsrat zu irgendeiner Aktion zu veranlassen. Es ist nicht verwunderlich, daß sich der Rat nach einer nur P) Minuten währenden Sitzung ohne Beschlußfassung vertagte. öHZfl KAIRO wim. 6eolimsrfu Die urnbische „3>uliixl1nu-yieyleruHQu in voller Jlklion dllllllllllllllllllllllllllllllliillllllllllllllllllllllllllllhlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllif

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