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Die Stimme · 1948-05-26 · Heft 22 (26.5.1948) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 22 (26.5.1948)
Date
1948-05-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Sri fe 4 'j^ic rStimme Nr. ')) Die militärische Lage in Palästina, wie sie in Hirhlichheit ist „Bombenhagel über Tel-Aviv”, Aegypfische Truppen 41 km vor lei-Aviv”, ,,Haus für Haus in clor Altstadt Jerusalems Gesprengt”. Mit diesen und ähnlichen Meldungen versuchen gewisse offi- 7,ielc Nachrichtenagenturen die Meinung der \\ eit 7.11 beeinflussen, um, Neutralität vortäuschend, fiir eine Seite Partei 711 ergreifen, Gleichzeitig aber die militärischen und moralischen befolge der jungen Republik Israel 711 schmälern. Durch dieses diplomatische Spiel, dessen Grundlage die ,,\veltcrschüt ternden” Meldungen sei nsollen, soll der Hoden für etwaige Verhandlungen geebnet werden, die sicher mit den W orten ,,wir haben cs vorausgesehen, hier die Tatsachen” beginnen werden. Wir wollen Mi folgenden durch kritische Betrachtung der Berichte aus Palästina versuchen, die wahre Lage klarzulegen. Die verantwortlichen jüdischen Politiker, d:e sieh mit der Teilung Palästinas am 29. 11. 1947 einverstanden erklärt hatten, Gingen sofort daran, das Land fiir diesen Großen Moment vorzubereiten. Halten wir uns zuerst vor Augen, welches Gebiet dem jüdischen Staat zugeteilt wurde und viele der ,,Erfolge”, die uns in Schlagzeilen den Morgengruß entb'eten, werden von selber ihre Bedeutung verlieren. Das Gebiet Nordpalästinas, Ober- und .Lnter-Galilaa, wurde auf Grund des Tei- : lungsplanes durch eine in nordsiidlicher Richtung, ungefähr auf helbem Wege zwisehen dem Meer und dem Kinereth-Sec ziehende Linie geteilt, wobei der östliche . dem Judenstaat zufällt. Im Süden anschließend wurde die große Errungen- :Schaft des Emek Jesreel durch Eingliederung in Israel durch die Welt bestätigt. Nördlich der Haifabucht beginnend wurde die Ebene von Scharon, mit jüdi- , sehen Dörfern und Städten dicht besiedelt, bis einschließlich Tel-Aviv, jüdisches Staatsgebiet. Auch der Süden Pu- , lästinas, der Negev, einst ein blühender Garten, in dem jüdische Pioniere sich anschicken die Erde wieder zu erwecken, wurde dem jüdischen Gebiet einverleibt. Der Küstenstrich südlich von Tel-Aviv bis zur ägyptischen Grenze und entlang dieser bis ungefähr auf dem halben Wege zum persischen Golf w'urde dem arabischen Gebiet zuerkannt. Die schwierige Aufgabe, die oft vorgeschobenen, schon in arabischem Gebiet gelegenen Siedlungen gegen die drohenden Angriffe arabischer Banden vorzubereifen, ist den verantwortlichen Männern Israels dank der aufopfernden Tapferkeit der jüdischen Jugend gelungen. Die arabischen Angriffe konzenfr;„rp, ' sich in erster Linie auf die Zerstörung : von einzelnen besonders bekannten Kolonien; ich erinnere an die Falschmeldung der Einnahme Mishmar Haemeks. Mit großen Verlusten zurückgeschlagen, änderten die Araber ihre Taktik und ver- - suchten, als Wegelagerer jahrhundertelang erprobt, d:e Verbindungslinien mit den Versorgungsstraßen zwischen den Siedlungen und Dörfern Palästinas zu unterbrechen; ich erinnere an“den gefährlichen Hinterhalt an der Straße nach Kfar Hfzlon und an die Straßensperre an der Lebensader Tel-Aviv Jerusalem. Das Resultat all dieser Angriffe ist, daß keine jüdische Siedlung verlassen wurde, auch dann nicht, wenn vorübergehend die einzige Versorgungsmöglichkeit auf dem Luftwege bestand. Da diese Art von Kriegführung, hauptsächlich in de nersten Monaten dieses Jahres zu keinem Erfolg für die Araber führte, begannen sie Massenangriffe speziell auf Haifa und an der Grenze zwischen Tel- Aviv und Jaffa. Der britische Hochkommissar machte die Araber für die Angriffe verantwortlich, da sie 4 läge lang die jüdischen Stellungen angriffen, während die Juden erst nach oftmaligen Warnungen die Initiative ergriffen und die Stadt vollständig besetzten. Schon während der Kampfhandlungen begann eine Massenflucht der Araber aus Haifa, die schließlich auf jüdische Intervention eingestellt wurde. Eine ähnliche Situation ergaben die ständigen arabischen Angriffe an der Grenze Tel-Avivs, die, zum Angriff der Hagannh auf Jaffa, der vollständigen Räumung durch die arabische Bevölkerung und der militärischen Besetzung durch die jüdischen Streitkräffe führte. Insgesamt verließen ungefähr ISO.000 Araber ihre Wohnstätten. wird. Auch se ihinzugefiigt, daß dieses Ausharren frommer, hauptsächlich orthodoxer Juden auf heiliger und geschichtlicher Erde ein freiwilliges Bleiben ist, das auf die freue und den Muf ihrer Mitbrüder außerhalb der Mauern mit Recht vertraut. Die ersten Mnsscnangriffe ausländischer Araber vor dem Ende des britischen Mandats gegen jüdisches Stadtgebiet, waren von Syrien aus gegen Siedlungen Ül'.VI trvjv « .... .V r* e- 'j ,t*\ rx'Sf m» o JWatntt'i 03An i>vr*va jnmSd }\nb Wwpxp toiS»; jyr -pnr noov y\y'3*oK roivrj jrv« nvvjncpwm iwwntx ju tr!>u<rv 1 . s'wwiu |v*r Die Situation in Jerusalem, komplizierter durch das Sfadfgcfüge, besonders aber durch die verschiedenen Sicherheitszonen der Mandatarniacht war folgende : Die neue Stadt war durch die Haganah kontrolliert, währen! der jüdische. Teil innerhalb der Mauern der Altstadt vorübergehend durch die Araber eingekreist war. Zu betonen ist, daß in dieser bedrohlichen Lage ein Häuflein von ungefähr 1600 Menschen ansharrt, fälschlich aber von vielen 'lausenden gesprochen Galiläas gerichtet, die mit großen Verlusten für die Araber abgeschlagen wurden. In den ersten Maitagen berichteten ausländische Beobachter, daß arabische Truppen Vorbereitungen zur Besetzung des Flughafens Eydda treffen. Zum Verständnis der Sachlage ist es notwendig daran zu erinnern, daß die von englischen O! fixieren geschulte trau jordanische Legion in Palästina zu Polizeizwecken eingesetzt war und das nicht in dein Teilungsplan vorgesehenen arabischen Gebiet. Nach oftmaligen Interventionen discher Persönlichkeiten wurde ein! dieser Truppe in Eydda konzentriert 1 dadurch wird das jefzf plötzliche Auf) eben (rausjordanischer Truppen in Si weife von I el-Aviv verständlich. Lyt liegt ungefähr 35 km südöstlich von I Aviv und war seif jeher Sitz eines sf iligen arabischen Militärkommandos. ( \ VI C K II V S Die Bandenkämpfe der Periode vü Zeitpunkt des Teilungsbeschlusscs 29. 11. 1947 bis zur Beendigung des ht tischen Mandats am 17. 5. 194<S zeig ein anderes Bi’d als cs seif der Ausrufe des jüdischen Staates und der gleidr/ei' gen Invasion regulärer Truppen der a bischen Nachbarstaaten zu sehen ist. ist notwendig zu betonen, daß es in lo nein balle des Vormarsches, sei es iigy fiseber, sei es transjordanischer Trupp'.1 zu einem UeberschrGfen der Grenzen d jüifschen Hoheitsgebietes gekommen i; Befrachten wir zuerst den ,,Si ‘gesza Aegyptens. Wie eingangs festgestellt wu de, ist die Siidküste Palästinas und r Teil entlang der ägyptischen Grenze zu arabiedren Feil Palästinas gefallen. Di ses arabische Gebiet, von Truppen d Haganah nicht besetzt und dadurch au 11 nicht verteidigt, wurde im „Sturm” g nommen. Die größte. Stadt dieses Gehi tes die 20 000 Einwohner zählende Sta Gazah ungefähr 85 km südlich Tel-Avi gelegen, ist 35 km von der ägyptisch; Grenze entfernt. Es wurden uns ägy Esche Panzerkolonnen etwa 43 k vor Tel-Aviv gemeldet, ohne selbü verständlich Namen der Ortschaften a zugeben oder von jüdischem Widerstar zu sprechen. Nach einigen Tagen d Fronttätigkeit meldete die „Siegerarme die Einnahme eines 8 km nördlich v, Gaza gelegenen Dorfes Bajth Chanun, d auf dem rasenden Vormarsch wahrschei lieh übersehen wurde. Der einzige V. such jüdische Siedlungen in diesem Eroi{ " absebnift zu besetzen, nämlich geg'lJ Osten im Negev, wurde zuriickgesch gen und die Angreifer bis auf 15 ki der Breite des arabischen Grenzgebiet 1 zur ägyptischen Grenze zuriiekgeworf. Die Lage an der transjordanisch Grenze verdient durch das dort gelegc Rutenberg-Werk große Bedeutung. 1 den ersten Tagen der Invasion wur uns täglich der Verlust eines Elektra tätswerkes gemeldet. Das Wichtigste da an ist, daß das Werk selber mit sein Stauseen am Ostufer des Jordans geleg ist und damit zum transjordanischen H heitsgehiet gehört. Trotzdem wurde sp ter die Ortschaft Naharaim in der d Wer Wiegt, als neuer militärischer I: folg der Araber in die Welt ge sch rite c Die Krone des Erfolges aber posaunte c heutiges Morgenblatt durch die Meldun irakische Truppen hätten das Rutenbcr 1 Werk besetzt, in die Welt. Die Schlacht in Jerusalem, die jef: tobt, ist in ihre nAusmaßen am schwe steil zu übersehen. Den letzten Meldm gen zufolge, daß die Araber iiberstüi Verstärkungen an die Straßensperre IV. el Wadi an der Straße Tel-Aviv Jen S salem senden, kann als sicheres Zeichen il für angenommen werden, daß die Vcrhi " düng z w i s che n d e n b e ide n S t ä d t c n g es i eh ist. Letzten Mc1 düngen zufolge sind V Stärkungen der Haganah zu den Vcrteidl gern der Altstadt gestoßen und hälft schwere Waffen erobert. Die Meldung.] von arabischer Seife sprechen davon, du das eh und je besessene Damaskus.-'!’ von Truppen der transjordanischen 1. gion erreicht wurde. Die für die Juik schwierige strategische Lage besteht der Tatsache, daß Jerusalem, 50 km va jüdischen Territorium entfernt, nur 15 k von der transjordanischen Grenze als eii jüdische Oase in der vom arabischen M litär umgebenen Wüste liegt. (Fortsetzung auf Seite V I

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