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Die Stimme · 1948-03-17 · Heft 17-18 (17.3.1948) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 17-18 (17.3.1948)
Date
1948-03-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 CDie Stimme des Wahlkomitees der Vereinigten jüdischen Organisationen im Festsaal des „Goldenen Hirschen” am 3. März 1. J. Unsere „Jüdische Föderation” Am 11. April 1948 finden zum zweiten Mal nach der Befreiung Wahlen in den Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde statt. Die Wahlen sind diesmal nicht nur deshalb von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung, weil die Kultusgemeinde eine Institution für die Aufrichtung des Wiener Judentums werden muß, sondern auch deshalb, weil durch die Errichtung des Judenstaates der Kultusgemeinde noch außerordentlich wichtige Aufgaben zu fallen werden. Die nun zu wählenden Persönlichkeiten für den Vorstand der Wiener Kutusgemeinde sind verpflichtet, ihr Interesse, ihre Energie und ihre Fähigkeiten den schweren Problemen der kommenden Zeit zuzuwenden. Nicht ein paar Usurpatoren haben über das Geschick der Kultusgemeinde zu bestimmen, sondern der gesamte Vorstand und durch ihn jedes einzelne Vorstandsmitglied haben ihre ganze Energie dareinzusetzen und ihr Bestes für eine bessere und sichere Zukunft der Gemeindemitglieder zu geben. Es ist höchste Zeit, daß sich auch die Juden Wiens besinnen und von den 24 Vertretern, die sie in den Vorstand der jüdischen Gemeinde entsenden, fordern, daß sie bei der Behandlung der rein jüdischen Angelegenheiten ihre schicksalsjnäßig'* Wbimdenheit mit ihren jüdi- , dem voll und ganz zum Ausdiuck oringen. Die Wählerschaft wird diesmal nicht nur wählen, sie wird auch die Tätigkeit ihrer Beauftragten genau verfolgen und regelmäßig Rechenschaft von ihnen fordern. Unter Führung der zionistischen Föderation und des Verbandes der österreichischen Juden haben sich die maßgebenden jüdischen Organisationen zu einer Wahlgemeinschaft zusammengeschlossen und tritt diese als „Jüdische Föderation” in die Wahlen ein. Keine Parteipolitik, keine Winkelpolitik, keine alte oder neue Einheitsliste — sondern bindende Einigung auf ein positives, fruchtbringendes Programm zum Wahle, zum Schutze des Judentums in religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht, — ist die Wahlparole der „Jüdischen Föderation”. 40.000 LB für die Entwicklung von Naharia Naharia, das nach dem Teilungsplan zum arabischen Staat gehören soll, hat von den zentralen jüdischen Institutionen eine Subvention von 40.CKXJ LP zum Bau eines Ausladeplatzes für Motorschiffe, einer Klinik, einer Schule sowie zur Organisierung einer Konsum-Kooperative erhalten. Der Einladung waren die namhaften Vertreter der In- und Auslandspresse in großem Maße gefolgt. Nach einer Begrüßung der Anwesenden durch den Presseleiter des Komitees Herrn Redakteur Welt und nach Würdigung der prinzrpillen Bedeutung der „Liste der jüdischen Föderation” übernahm der Listenführer Dr. David Schapira den Vorsitz und erteilte als erstem Redner Dr. Pordes das Wort. Der Redner weist auf die historische Bedeutung der Entscheidung der Vereinten Nationen hin, betont die Rolle des Judentums als Brücke zwischen den gewaltigen Machtkomponenten, die sich mit den bes tehenden Gegensätzen auseinander' zusetzen haben und wies auf die Ueberwindung dieser Gegensätze gerade in der Der Sohn des großen Menschenfreundes und Freundes der Juden, der das Erbe seines Vaters angetreten hat, ist nicht mehr. Tief beugen wir unser Haupt vor dieser Bahre, vor dem tragischen Tode de» gco£esa* Sohnes einer, großen Vavztä. Er war aber nicht nur der würdige Sohn und Nachfolger seines großen Vaters, er war auch der Sohn und glänzende Vertreter des tschechischen Volkes. Er war sein Außenminister und es war ihm vergönnt, tos, hat der Keren Kayemeth Leisrael (jüdischer Nationalfonds) das Goldene Buch des Judensfaates aufgelegt. In dieses Goldene Buch sollen vor allem die großen Männer, die uns zum Siege der Herzl’- schen Ideen verholfen haben, eingetragen werden. Der zionistische Landesverband in Oesterreich hat nun einstimmig beschlossen, in Anerkennung ihrer großen Verdienste um das jüdische Volk, die folgenden führenden Persönlichkeiten in dieses goldene Buch eintragen zu lassen: Prof. Dr. Chaim Welzmann, gewesener Präsident der zionistischen Weltorganisation, Dr. Aba H11 lei Silver, Führer des jüdischen Frage durch Errichtung des Judenstaates hin. Als nächster Redner wandte sich Dr. Fcldsberg den Problemen der Wiener Judenschaft zu. Er hob die großen Schwierigkeiten des Wohnungsproblems sowie bei Gründung einer Existenz hervor. Die Fachkenntnisse der neuen Männer sollen hier erheblichen Wandel schaffen. Chefredakteur Braver wies auf die drei Grundsätze des Judentums hin und zeigte auch praktische Wege zur Verwirklichung aktueller Probleme. Mit einem Danke an alle Anwesenden schließt der Vorsitzende die Konferenz und cröffnete den nichtoffiziellen Teil. In weiterem geselligen Beisammeinsein halten die Kandidaten der Liste der „Jüdischen Föderation” noch Gelegenheit, den Vertretern der Presse ihre Ansichten üiber die zukünftige Tätigkeit der Kultusgemeinde zu entwickeln. einen noch größeren Triumph zu erleben als sein Vater. Jan Masaryk, der Staatsmann und vornehme Mensch, stand uns besonders nahe. Sein Eintreten für das jüdische Volk war ein Lichtpunkt und ein großer Trost auf unserem Leidenswege. Er gehört zu den großen Männern, zu den großen Freunden, denen wir unauslöschlichen Dank schulden und wollen wir Jan Maisaryk immer ein treues Andenken bewahren. amerikanischen Judentums und Dr. Israel Goldstein, Präsident der Weltkonföderation der Allgemeinen Zionisten. Wir bitten alle unsere Freunde, Beiträge für die Eintragung dieser hervorragenden und verdienstvollen Männer in das goldene Buch zu leisten. Beiträge können entweder persönlich im Büro des zionistischen Landesverbandes Wien, IX., Universitätsstraße 4/4 erlegt oder auf Postsparkassenkonto Nr. 134292 überwiesen werden. Sämtliche Spenden für die Eintragung ins Goldene Buch fließen dem Keren Kayemeth Leisrael zu. Juden Wiens 1 Ehret Eure großen Männer und spendet reichlich für diese bescheidene Würdigung ihrer großen Verdienste. JAN MASARYK Das Wiener Judentum veranlaßt die Eintragung Prof. Dr. Chaim Wdizmann’s, Dr. Silver’s und Dr. Goldstein’s in das goldene Buch des Judenstaates Anläßlich des großen historischen Ereignisses der Schaffung eines Judenstaa- Wählet die Liste der JUEQISCHEN Nr. 17/18 17/1 Die iimtne I der Wel pcesseü&ecsicld Die gesamte Weltpresse beschäf ügt sich wieder mit dem Probien Palästina. Ohne Kommentar bringet wir für unsere Leser Auszüge au verschiedenen Artikeln, die erschie nen sind. E den Nafi Idar Reih der Amc Ueb mäc riierr „Ein Welfproblem”. Unter diesem Titel veröffentlich te die „New-York Post” und ein* Reihe mit ihr affilierter Zeitunget einen Artikel, in welchem untei anderem folgendes gesagt wird: „Die offene Wildheit der Arabet heutzutage ist eine direkte Folg; der anglo-amerikanischen Politik im nahen Osten. Der gewesene deutsche Offiziet Fausi Kaukaschi hat die Frechheit den Engländern, Amerikanern um Juden mit dem Tode zu drohen wenn sie es wagen sollten, der UNO-Beschluß ’ durchzusetzen. Das ist typischer Hitlerismus. Die amerikanischen Teilnehmer aT dem zweideutigen britischen Spie le gegen den Zionismus nehmen eine schwere Verantwortung aul sich. Für sie ist Naphta wichtiger alt jüdisches Blut und amerik^pisch; Ehre. „Eine kollektive Lähmung”. Das ist der Titel eines Leitarfi kels in der „New-York Herald Tribüne”. „Offiziell und inoffiziell haben die U. S. A. eine Politik für di« Äenderung der Existenzbedingungen des britischen Mandates in Palästina und später auch um die Teilung des Landes in zwei unabhängige Staaten betrieben. Wenn Palästina nach der Räumung durch die Engländer In Anarchie verfallen sollte, so wäre das ein schwerer Schlag für das Pretige der Vereinten Völker. Es ist daher notwendig, daß Amerika der UNO in der Durchführung ihres Beschlusses hilft. Der Hauptpunkt der amerikanischen Politik muß eine gemeinsame kollektive Aktion sein.... Die heutige Lage mit ihrer kollektiven Lähmung ist sowohl für Palästina wie auch für die UNO wie worc ich sehe Ven und sien brin runc in d lunc gew bere Ueb myl< sowj Hof Löst vom Jud sieb Kuli sebi der gew Bed Ven für Der sehe lästi zefn nen ten Lan< in i nen Mus scaf Hof fern' erw< Mei gen: in e in c der nicb and’ zu die wird und für Amerika sehr gefährlich, Die einzig richtige Lösung. Die Pariser Zeitung „Le Monde" schreibt im Leitartikel: „Der einzige Schritt, der es ermöglicht, einen jüdischen Staat zu schaffen, ist die Aufstellung einer jüdischen Miliz, die von den Vereinten Nationen unterstützt und bewaffnet wird. Sollte die englische Regierung diese Lösung ablehnen, so wäre das Gleichgewicht zugunsten der Araber gestört, die frei über Waffen disponieren, die die arabischen Staaten von London bekommen." D im 1 abhi ent» Juden müssen Waffen bekommen. Das ist auch die Meinung des bekannten französischen Journalisten Pertinax, der aus Washington an die Zeitung „Franoe Soir” folgendermaßen telegraphiert: „Die Juden müssen Waffen bekommen, um die Möglichkeit zu haben, sich zu verteidigen. Das Embargo für Waffen muß abgeschafft werden.” Palii licht heil Best teilt Reel ist : gröl’ ren sen zum

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