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Neue Zeitung · 1906-11-16 · Heft 11 (16.11.1906) · p. Seite 6

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Journal
Neue Zeitung
Volume
1906
Issue
Heft 11 (16.11.1906)
Date
1906-11-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Neue Zeitung Nr. 11 Die Protestversammlung galizischerJuden. Eine solche jüdische Versammlung, wie die Protestversammlung galizischer Juden am letzten Samstag, hat Wien schon lange oder vielleicht noch überhaupt nicht gesehen. Das Komitee hatte den großen Fehler begangen, einen viel zu kleinen Saal — Hotel Central — zu mieten. Schon eine halbe Stunde vor der anberaumten Zeit war der Saal überfüllt. Die Maffen aber hörten nicht auf, zuzustkömcn. Sicherhcitswache mußte intervenieren, damit sich der Abzug derjenigen, die nicht, mehr Platz fanden cs dürften gegen 1500 gewesen sein — ohne Störungen für den Straßenverkehr vollziehe. Im Saale selbst, der an normalen Abenden nur 300 bis 400 Besucher faßt, waren gegen 800 Menschen versammelt, die trotz der fürchterlichen Enge und Hitze in sorttvährend frischer und gehobener Stimmung und in musterhafter Ordnung aushielten. Auch in musterhafter Ordnung! Man darf es der Versammlung wirklich nachrühmcn, daß sie sich durch den die Leidenschaften entfetzelndcn Gegenstand nicht zu sehr Hinreißen ließ. Bei Volksversammlungen, namentlich solchen, die tagen, um einen Protest anszusprechcn, kann es natürlich nicht so zugehcn, wie bei einer Lchrerkonferenz. Die Leidenschaften brechen durch, müsse» durchbrechen. Allein, möchte eine Versammlung niemals schlimmer sein, als diese war. Es herrschte im großen und ganzen eine bewundcrungLwerte Selbstzucht des Publikums. Und doch, waren fast nur galizischc Juden, die berüchtigten galizischen Inden anwesend. Das westliche Element mar schwach vertreten, mit 10% ist es hoch, sehr hoch geschätzt — wobei gleich zu bemerken ist, daß sich die Westler in anerkennenswerter Solidarität dem Proteste anschloffen. Das kam auch in der Resolution zun« Ausdruck. Die Versanlnilung wurde von dem Urheber der Protestaktion, Herrn Dr. Nathan Birnbaum mit einigen Worten, in welchen er auch nm Zügelung der Leidenschaften bat, eröffnet. Hieraus wurde das Präsidium gewählt, und zwar Herr M. Hammer zum Vorsitzenden und die Herren I. Hellmann und S. Sc eleu freund zu Schriftführern. Der gewählte Vorsitzende hielt eine kurze, mit Beifall belohnte Ansprache, in welcher er namentlich auf die Zurücksetzungen und Schädigungen hinwies, die der galizischc Jude in Wien überhaupt zu ertragen habe. Dann erteilte er dem ersten Referenten des Abends, Herrn Dr. B i r n b a u m, das Wort. Dieser leitete seine Rede mit der loyalen Erklärung ein, daß die anfangs verbreitete Version, wonach Dr. David den Wiener Juden den Abbruch der Handelsbeziehungen mir den galizischen Juden empfohlen und das Prophctenwort „Das Unheil kommt vom Norden" zftiert habe, unrichtig sei. Er' führte aber ans, wie ganz nebensächlich dieser Umstand für die Beurteilung der Sache fei und stützte den Fall einzig und allein auf die von Herrn Dr. David selbst zugegcbcnen Aenßerungen und auf das Protokoll des Kulinsoorstandcs, bczw. die bekannte Jnterpellationsbeantivortnng des Knltuspräsidcnten Dr. S t e r n- Diesem warf er auch den Widerspruch zwischen seinen, den Schuldigen gänzlich rcinwaschenden Erklärungen - in den Tageszeitungen und dem deutlichen Schuldspruch in jener Jnterpcllationsbeantwortung vor. Nach diesen auf den Fall David selbst bezüglichen Ausfühningcu meinte Redner, daß es sich eigentlich nicht um Dr. David handle, der nur deshalb so habe sprechen können, weil seine Meinung eine im Westen ziemlich allgemeine und speziell im Wiener Kultusvorstand die herrschende sei. Und nun widmete Dr. Birnbaum den übrigen, weitaus größeren Teil seiner Rede dem Nachweise, wie ungcrechtfertigl es sei, das östliche Judentum hinter dem westlichen zu rangieren. Das Publikum folgte seinen Auseinandersetzungen mit gespanntester Aufmerksamkeit und zollte ihm mährend derselben und am Schluffe reichlichen Beifall. Seine Augorderung. sich nichts mehr gefallen zu lassen und unter Wahrung der allgemein jüdischen Solidarität auf der. engeren ostjüdischen Art zu bestehen, wurde lebhaft akklamiert. Der zweite Referent des Abends war Herr Tr. Paul W i e s c n g r L n. Es ist nur selbstverständlich, daß er. der jetzt mitten in der Kulluswahlkampague steht, wo er einer der ersten und unerschrockensten Rufer im Streite ist. den Fall David benützte, nm an ihm die Verderbtheit und Verderblichkeit des herrschenden Systems und die Notwendigkeit energischen Eingreifens der jüdischen Bevölkerung in die Kultuswahlbewegung zu beweisen. Er löste seine Aufgabe vollkommen: Das Publikum ging mit ihm mit, besonders als er in wirkungsvollster Weise die Affaire Taussig zur Sprache brachte. Als er ansricf: Nehmen Sie an, ' daß die galizischen Juden wirklich die Fehler besitzen, die man ihnen andichtet und legen Sic sie auf die eine Wagschale, und auf die andere den einzigen Taussig, dann wird die erste hoch cmporflattcrn, — als er das ausries, erbrauste donnernder Leifall. Der dritte Referent, Herr Dr. Karl Lifczis behandelte das Thema inir dem ihm eigeullimlichen köstlichen Humor. Die Zuhörer kamen aus dem Lachen nicht heraus. Jede Lachsalve war eine Bcgcisicrungsüiudgebnng. Jetzt wisien wir, meinte der Redner u. ZI, warum sich der Kultusvorfland gar so sehr gegen das allgemeine Wahlrecht sttäubt; er fürchtet, daß dann eine größere Anzahl galizischer Juden gewählt würden, und es geschehen könnte, daß einmal — Juden in die Kultusstubc hincinkommen. Man kann sich die Heiterkeit vorstellen, die diese Wortc /auslöstcu. Oder als er ausrief: Ohne die galizischen Juden können ja die Herren nicht einmal Schabbes machen. Natürlich steckte hinter all diesem Humor sachlicher Ernst und enistc Sachlichkeit. Das fühlte Jedernian». Der vierte Redner des Abends, Herr Dr. David Rothblum sprach im Namen der „Bar soehba." seine gediegenen Ausführungen interreisicrten auch durch fatyrisch angewandte Citate aus dem hebräischen Schrifttum. Herr K a p l a n s ky - K a p l a n hielt eine kurze, aber inhaltsvolle Rede, die sich mehr mit der priuzipiellen Seite der Frage beschäftigte, in jüdischer Sprache. Ebenfalls jüdisch sprach Herr Wald mann. Bei beiden -Herren fiel der Wohllaut auf, den die Sprache in ihrem Munde gewann. Der eine wirkte durch seinen Ernst, der zweite durch Humor. Herr Jakob Krauß, Redakteur der „National - Zeitung", bezog sich hauptsächlich auf eine frühere Affäre (Fink) ans der Wirlfamkeit des Dr. David, dem er arg genug zusetzte. Sein Witz, daß Dr. David der Mitveruneilte fei, von welchem Nnchem Schapira zum Richter gesprochen habe, wurde natürlich stark belacht. So wie er, wandten sich auch die Herren Morgenstern und Hermann Plaschkcs scharf gegen die Kultusgemeinde und deckten mancherlei Mißstände auf. Die vorgeschlagene Resolution wurde allgemein als zu schwach befunden. Es meldeten sich mehrere Redner zu Worte und namentlich trat Herr Dr. R Y b a c z e w s k i in längerer und temperamentvoller Rede für eine schärfere Fassung ein. Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die heute im Hotel Central tagende Protestvcrsammlung sprich! ihr tiefstes Bedauern darüber aus, daß ein Gemcinderabbiner von der Kanzel des Leopoldstädter Tempels herab ivährend des Gottesdienstes einen Strafprozeß zi,m Anlaß nahm, nm zwischen den Verbrechern und dem galizisch-jüdischen Leben einen Zusammenhang zu konstruieren. Dieses Vorgehen ist nicht bloß, wie schon von otzizieller Seite heroorgehoben wurde, taktlos, sondern auch geeignet, die jüdische Solidarität zu untergraben, den inneren Kampf im Judentum zu steigern, cs bedeutet auch eine schwere Beleidigung für das galizischc Judentum, die diese mit Entrüstung zurückiveist. Darum fordert die Versammlung den Vorstand der Wiener Kiiltusgeineinde auf, durch Ahndung der geschehenen Ungehörigkeit und durch entsprechende Weisung an ihre Funktionäre ähnliche Ausschreitungen für die Zukunft zu verhüten. Die Versammlung spricht aber auch die Ueberzeugung aus, daß Aenßerungen wie die des Herrn Dr. David nicht möglich waren, wenn nichj in maßgebenden Kreisen die Unkenntnis und Unterschätzung der kulturellen und moralischen Kräfte der galizischen wie überhaupt der östlichen Juden gang und gäbe wäre. In dieser Ueberzeugung protestiert die Versammlung gegen das System der Bevormundung, welches den östlichen Juden gegenüber in Anwendung gebracht wird. Die anwesenden selbstbeivußten Juden aus dein Westen schließen sich bcm Proteste an und verwahren sich gegen die versuchte Herbeiführung eines Gegensatzes zwischen östlichem und westlichem Judentum, da sie nur ein einiges und einziges Judenttim anerkennen." lieber Antrag des Herrn Dr. Rothblum wurde beschloffcn eine Deputation zu wählen, welche die Resolution dem Kultusprästdentcn zu überreichen haben wird und in der „Neuen Zcittmg" und der „National-Zcitung" bekanntzngeben, wann dies der Fall sein wird. In die Deputation wurden gewählt: Dr. Nathan Birnbaum, Adolf Boyko, Broyinin, Hammer Hellmaim. Jakob Krausz, Dr. Kar! Lifczis, Hermann Plaschkes, Dr. D. Rothblum, Dr. Rybaczemskn, E. Torczyner Dr. Paul Weisengrün, Dr. Zipser. Nach einigen Dankesivorten deS Herrn Dr. Birnbaum wurde die denkwürdige Bersamnilung gegen Mitternacht vom Vorsitzenden geschloffen. Zustimmnngskiindgcbungen waren emgelaufen von der Knltusgemeinde Charostkow, Sulzawa, Zastaivna, Jagiclnica. Mariampol, Mrcluica, Kolomea, Bürgermeisteramt Przemyslamy (Bürgermeisteramt Herr Fuchs), Studentenverbindungen zsHnsmonea" und „Zephira" in Czernowitz, Herrn Dr. Salz in Tornow, Herrn Alexander Schreiber in Sereth, Hernn Kultnsoorstcher Salo Landau und Herrn Neichsratsäbgeordnetcn Dr. Ernst Breiter. Das Schreiben des Herrn Kultusvorstehers Landau W i e u, 10. November 1906. Ihrer liebenswürdigen Aufforderung zur Protestversammluug ins Hotel Continental zu kommen, kann ich zu meinem Leidwesen nicht Folge leisten, da ich an einer heftigen Heiferkc.t leide und deshalb Zimmerarreft habe. Ich wäre sehr gerne gekommen, denn, gilt doch die Protest- Versammlung den! Judenttim und diesmal speziell den Polen, die ich zu vertreten die hohe Ehre habe. Ich bin bei dieser Versammlung im Geiste bei Ihne» und sende allen Anwesenden die herzlichsten Grüße und bitte mein Fernbleiben, das unverschuldet ist, zu entschuldigen. Mit vorzüglicher Hochachtung für Herr» Salo Landau. Das Schreiben des Herrn Reichsratsabgeordneien Breiter hat folgenden Wortlaut: „Für die ehrende Einladung zur heutigen Versammlung bestens dankend, bedauere ich sehr lebhaft an derse'ben nicht teilnehmen zu können, da ich in dringender Angelegenheit nach Galizien fahren muß. Bitte aber zugleich, den hochverehrten Teilnehmern giftigst mitteilen zu wollen, daß ich stets bereits bin, so oft es sich um eine gerechte Sache handelt, ohne Voreingenommenheit und ohne Rücksicht auf die Konfession "mit aller Wärme und Entschiedenheit einzutrcten. Die jüdischen Miidürger können inich immer zu ihren besten Freunden zählen. Dr. Ernst Breiter, NcichrratSabgcordnctcr. Theologischer Verein der Hörer an der isr. theol, Lehranstalt in Wien. Resultat der Ausschußwahlen: Dr. Jsak Alcalay, Präs. Lcvi Freund, Vizepräs. Gustav Kohn 1. Schriftführer, Michael Hälberstaiiim 2. Schriftführer, Harry Torcziner Kassier, Avraiu Zifrinowitsch J.-R.-F.-Kommissär. Wir erhalten von Herrn - C h a i m B a r a l l in G l i n i a u y für den Ausschuß des Vereines „A h a w a s Zion" daselbst folgenden Bericht: Zur Eröffnung des jüdischen Volkshauses, welche am 4. November 1906 stattfand, kamen viele Gäste aus Lemberg und der Provinz. Namentlich hatten wir die Freude, die Herren Adolf Stand, Dr. Zipper, Dr. Reich, Rabbiner Dr. H a n s n e r, Dr. R ei tz, Deputattonen der Lemberger Vereine „Tikwaß Zion" n. „Emunah" sowie von Provinvcrcrnen, ferner Herrn Rabbiner Dr. Brande aus Stanislau und Herrn Dr. Korn Häuser aus Jaslo bei uns zu sehen. Die Eröffnungsrede hielt der erste Präsident, Herr H. Pineles, die Etuwcthungsrede Herr-Rabbiner Doktor Staube, die Festrede Herr Adolf Stand. Nach einer Pause eröffnete Herr Dr. K o r k i s die Volksversammlung, bei welcher die Herren Dr. Reich, Dr. Zipper, Dr. Kornhäuser und Scharfstein sprachen letzterer hebräisch. Die Begeisterung war eine sehr große, die ganze hiesige jüdische Bevölkerung wohnte der Feier bei. Sämtliche Redner machten großes Aufsehen. Nach der Volksversainmlung fand ein schönes Bankett statt, an ivelchem sämtliche Vereinsmitglieder, der Franenverein „Jeannette Herzl", der „Paale Zion"-Verein und die Provinzgäste teilnahmeu. Wir danken sämtliche» Gästen, daß sie uns mit ihrer Anwesenheit beehrten. Körper und Nerven. Die Wissenschaft hat nachgewiesen, daß der menschliche Organismus zuni Gedeihen hinreichende Mengen Feit nötig hat. Ganz besonders ivichtig ist eine ausreichende Ernährung mit Fett auch für die Nerve», was durch neue Forschungen überzeugend nachgewiesen ist. Leider sind die bei uns gebräuchlichen Speisefette tierischen Ursprungs sehr teuer, zum Teil auch schwer verdaulich. Da ist denn ein Segen für die Hausfrau. daß ihr jetzt im Ceres-Speisefett aus feinsteil Kokosnüssen ein ideales Fett zur Verfügung sicht, mtt desscii Hilfe sie ihre Familie, den Forderungen der Wiffenschast, des Geschmacks und der Bekömmlichkeit entsprechend — gut und billig — ernähren kann. Kunst und Merutnr. Der Weg der Jugend von Hermann Blumenthal. (Verlag Julius Bard, Berlin 1907.) Einer ging bin und schrieb mit seinem Herzblut die Geschichte seiner Jugend. Sic ist sehr eiusach und deshalb die Geschichte aller. Nichts Ueberrascheudes au Handlung und Situation, und das ist eigentlich das Bemerkenswerte daran. Der Verfaffer verschmäht den Erfolg durch Originalität, durch packende Handlung und sucht ihn vielmehr durch die schönere Wahrheit und den Reichtum an Empfindung zu erlangen. Und dies ist ihm auch gelungen. Er schloß das große Tor des Ostens auf und zeigte uns das Land in seiner Art Poesie. Die Kinder des Ostens in ihren Träumen und Sehnen — und siehe, auch dort im Lande des gereiften Ernstes, der düsteru, frühzeitigen Schwermut gibt es eine Jugend mit all ihren Sorgen und Fröhlichkeiten, auch dort scheint die Sonne ivie hier und es gibt Kinder, die in ihren Strahlen reise». David Segcnreich ist kein werdendes Genie. Nichts im ganzen Buche deutet daraufhin. Er ist das Judenkind des Ostens. Träumerisch, empfindsam, voll gewaltiger Phantasie. Und so geht er seinen Jugendweg. In die großen Sorgen des Alltages, bie sein Elternhaus bedrohen, findet immer ein sonniger Hoffnungsstrahl den Weg zu ihm, in die finstere Chederstube, wo er gebeugten Rückens über de» Büchern sitzt, gaukelt ihni eine süße Phantasie die wunderbarsten Geschichten vor. Noch ist in seinem Herzen alles Jugend. Noch ist kein Platz in ihm . für Sorge, Düsterheit und Bitterkeit. Kaum berührt vom ersten, gewaltigen Strahl der Liebe, niir seinem reinen Kiiiderglauben und den großen Hoffnungen tritt er seine Reise in das Land des Wiffcus an. Und nun wird er doch ein „Werdender." Thekla Blech. Eingelaufene Druckschriften. (Besprechung Vorbehalten.) Seliirjcj Zion. Jüdisches Liederbuch. Hebräischjüdisch-polnisch-deutsch. Zweite vergrößerte Auflage, heransgegcben vom Verein „Zion", Nadwarna (Galizien). Drohobycz 1906. Horzooli al dwar liaziojniuss weliamaterialiuss. Meejss A. .1. Schönbau in. Hojzoass hawaad hamarkosi schel ziojnej Hornel. (Horejwach mekudosi-b Iezorchej hahisstradruss liaziojniss.) Wilna 5666. Die Wohlfahrtscinrichtuugc» für jüdische Hilfsbedürftige in Berlin nnd Vororten. Herausgegeben von der Armen-Kommission der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Berlin 1906. Verlag von Mi Poppelauer. Dr. S a l o m o n R o s c n h e ck. Rozwöj Syouizmn (Przyczynek do rozwiazania kw-estyi zydowskiej w Galieyi). Cena 30 hulerzy. Czy~ty doohöd na cele dobrwczynne. Pvakladem siowarzyszemia „Zirei Zion“ Ost^ und West. Illustrierte Monatsschrift für modernes Judentum. Berlin. August-September. Inhalt: Geistige Organisation des Judentums. Moritz Goldstcin. — Moritz Lazarus' Lebenserinnerungen. Dr. B. Münz. — Die sozialistische Strömung in der Bolkslitcratnr der russischen Juden. (Schluß.) Rabb. Dr. Freund. — Paul Roger-Bloche (mit 6 Illustrationen). G. Kutna. — Der Graf von Charolais. Viktor Klenipercr. — Schuld und Sühne. Bcnannn Segel. — Vom jüdischen Kinde (mit zwei Illustrationen) Dr. Theodor Zlocisti. — Lied der Verttiebenen (Gedicht). Siegbert Satter. — Ne'ilaü (Notar). Jakob Beymel. - Ne'ilah (Gedicht). Theodor Zlocisti. — W- Mayidey (mit 4 Illustrationen). — Die Ironie in der Bibel. Dr. Max Steif, Raußnitz. — David und Vathseba. Drama in vier Aufzügen Maria Hellmuth. — Unser Bericht über die Kolonien in Argentinien. — Literarisches, Miscellen. Jüdische Turnzeitung. Monatsschrift für die körperliche Hebung der Juden. Herausgegeben von der Jüdischen Turnerschaft. Berlin. Charlottenburg. Oktober. Inhalt: Mitteilung. — Der Jude am Kreuz. — Der Stand der jüdischen Tnrnbewegung. — Aus der jüdlschen Tnrnerivelt. — Fonds der jüdischen Turnerschaft. — Vermischtes. — Bücherschau. — Fenilleton: lieber den Wellen. Isidor Wolff-Berlin. — Aufruf. — Tribüne. Altncnland. Monatsschrift für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas. Organ der zionistischen Kommission zur Erforschung Palästinas. Herausgegebeu von F. Oppenheimer. S. Soskin. O. Marburg. Berlin. September 1906. Inhalt: Dr. L. Sofer. Die Bekämpfung der Malaria. — David Trietsch. Informationen über Cypern. — Prof. Dr. G. Schweinfurth. Die Entdeckung des wilden Urweizens in Palästina. — Dr. I. Thon. Pflnnznngsverein

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