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Nationalzeitung · 1906-07-17 · Heft 51 (17.7.1906) · p. Seite 2

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 51 (17.7.1906)
Date
1906-07-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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caite Nationalze-ilunq . Öl Eiementarschnle ciiifflcimuimcn umiDc, sch los; ihn Da .'Kdi^innvidjiicv .dciniiu) D. ui sich auf Weisung De* o-itlioDinviv fluTMmicvs d.lnaiiam Grimburg von Dem stieligivnsuma'vicht ane. Ter Vater sühne hieraus VesehivevDe veiin Mulm*-- n,nD UirkTvidUvminii'tev, woraus Dieser Den Rabbiner arnvi-es. Dan .stnaben im Sinne des OI.-A. 3»3 vom- Jahre 1 <S(>8 nirD des G.-A. 32 voin Satire 1S04 d-ew Religiansunterrirrn errnilen 31t lassen, um so eher, als im Sinne eines Gutachtens Der israelilisch'eir Lan-Deskanzlei Johann Tr-kbits -- ohne Rücksicht daraus, ob an ih-rn Die Zirimnzision. vollzogen wnax" — schon> Deshalb -als zne. mochischeir ule ligion gehörend 311 bete achten sei, iveil er von israelitischen Eltern rmd hauptsächlich von einer jüDischen Mutter abstammt. Ter Rabbiner beharrte inDessen> ans seinem SranDpuukr, inDem er erklärte, dos; er als orrhodorer Rabbiner sich de nt- Gutachten Der Landes banal ei nicht nntenrerse. Der Minister forderte hierauf in entschioDenenr Tone wi.Derholt den Rabbiner auf, seiner Weisung zu entspedchenr und geiväbrte ibm behufs Rückariherrmg einen Präklrifivternrint nachträglich erschien auch Der Fabriksdirektor beim Rabbiner und ci'Havtc, der Knabe wäre in dem chalw, das; der Rabbiner ans seinein früheren ^tandvrinkte beharrt, benrüßigt, seinen Glauben 31t. änderrr. Nun gab der Rabbiner seinen ^-tiandpimbt ans m,d löste die Fra-ge auf folgende Weise: Ter Knabe genes; Religionsnnterricht durch den Lehrer Heinrich Deutsch außerhalb der Schube und erschien! dann zur Schlupprnsring, wo er anch aus Religion eine Note erhielt. Preßburg. (Probevortrag. > Ans Den eben vakant geworDeiwn Posten eines Tb'wt'aneors der 0rthodoren israelittschen K u ltnsgenreiniste offerierte unter anderen Herr Obertantor M. W c i n st 0 ck ans. Wien. Samstag den 23. Juni hielt er nun in der großen Synagoge eineni Probevortrag, wobei seine besvn«stc«rc Schulung und seine umfassendenfachmännischen Kenntnisse glänzend zutage traten. Durch seine meisterhafte Vortragsweise ließ si'chzder aU'Sgezeichne'te Sänger erkennen. Er verfügt üben schönes St immateriell und erntete für sein>e Leistungen reichen Beifall. Bad-Pistyan. s Einweihung einer jüdischen Violksbüche.) Ans Pistyan wird uns geschrieben:?l-m 8. 5. M. wurde hier eine jüdische Volks«büche eröffnet, in welcher jeder arme Krrrgast für .den geringen Betrag von- 20 h ein gutes Mittagsmahl, bestehend aus Suppe, «Fleisch un>d Gemüse erhält. Das Zustandekommen- -dieser schonlange entbehrten, hrl-m-anitär-en- Zl.nstalt ist der Initiative und dem ritierniridlichen Beinrrihen des hiesigen Rabbiners, Tr. Ehrw. Herrn Kalman Weber, zu verdankten, dem es durch, eifriges «Sammel» gelang. der jüdischell Boltslüche rin eigenes, neues Haus zu errichten. Tan Einireihu-ngsntt vollzog sich in Anwesenheit zahlreich«.»' Kurgäste, ivellhe der gediegenen Weibe rede Tr. Ehrivnnden mit großem Bei satte folgten. Her vor-gehoben sei anch die .Mnnisizeiiz der grau Telda Schönblnvi aus Lemberg, die znm BollSküchensonds 20.000 K spendete. Tiefe edle Tat ist auch auf einer in der Betisl'iich.e angebrachten Marmvrtasel verewigt. Niederlande. Amsterdam. iE i n e b e a b s i ch t i g 1 e a n t ir ll s s i s ch e T e rn 0 n st r a t i 0 u.) T'er Riinffter des Aenßern hat der Zireiten Kammer einen E>-csebeni'.ri'.rf vorgelegt, der einen.Kredit von 7ö.ttN0 (dulden znm Empfang der Biitglieder der zweiten griedenstonserenz i>>n Haag fordert. Ta inzivi.schen der Zufanunenlritt der .Lvnfsrenz ans das nächste Jahr verschoben ivvrden ist, so fand die Erörterung des Gesetzentwurfes bei der diesjährigen Bnögerderntung nicht statt. Somit unterblieb auch eine interessante Interpellation, die die Regiernng in mehr als einer Hinsicht in Verlegenheit gebracht hätte. Tenn erstens war die Interpellation von einer Gruppe von konservativ- und nnivnsliberalen llaimntzrmitgliedern beabsichtigt, also von Angehörigen der hlegiernngspartei selbst, uud zweitens sollte sich die Interpellation gegen Rußland richten, eilte „befreundete Nation", die zudem der Holländischelt Regierungdas 'Prpgrstmm überreicht hat, auf Grund dessen die Niederlande die Vertreter der Mächte zur zweiten lFrirdettsLloniftrjrtijz indie hottändifche R'cstdeu-z eintadcn- 'sollte. Tie an die Regierung adressierte Interpellationsollte aber folgenden Wortlaut haben: „Tie KaMiner nimmt mit Schmerz und Entrüstung Kenntnis von den blutigen Verfolgungen, denen ein Teil der Vevölkerrmg in einem befreundeten Lande ausgesetzt ist, die mit vielen unserer eigetvon Bürger durch enge Bande vereint ist. Tele Kammer .erachtet, daß der weitere Ausbau von -Theorien über Recht und Asten sch lillsteit unvereinbar ist rnit der gesunde» Bernnnft, so lange in dem Reiche, daß den Aufruf zur sogeuau-nten ZriedenZlonserenz erließ, sortdanernd -Greuel geschehen, die die ganze gebildete Welt entsetzen. Tue Kaminer ersttcht daher die Regierung, die tkebermittlnng der russischen Einladung zur Znsa-Mmenikunft der Friedensgesan-dten auf -holländischem Beidenr so lange zu unterlassen, bis (stara.ntien erhalten .werdort, daß derartige traurige Ereignisse' sich -nicht mehr wiederh>olen." Klein-Asien. Smyrna. (Jüdisches Kraukenhaus errickp tek.) Ein jüdisches Kran^ketcha.ns ist. hier errichtet wondm. Tre si'ir die Arlsrüstrrltg \mb Untechaltrm'g desselben nötige Sinnme gibt Baroir Nothschild. f Eingesendct. Vom Krakauer Ziontstentag. Bon Herrn. Tr. Jsi'Dor Schcilil erhatteir lvir 311 Diesem l3egeN'stan>D-e eine 'stisehusl, in Ivel eher es n. a. heißt: Sehrgeehrte ReDattion! In Ihrer Rninui-er vorn .10. D. berichten Sie mtler Der Spitzmarke „BoiN! Krakauer Zioiuflentag": .l. „Hier sei noch erwähnt, Das;.. . die erschieneiwlr Jvtirnalisten, insoweit sie. nicht gleichzeitig Telegie'rte Ira-ren, ans Dem Saale hinatlskomplinwntiert ivuriDeu." 2. „Unter solchen! Uutstän.Den läßt sich nicht viel berichteir, als Daß diese (Berhan-D-lungen) zti wiederholten Ztifauunenstößen zivischeu, den zwei Gr tippen (Tr. Kahir, Rork-Steiner cin'evseits und Tr. Schalit, Tr. Brande anderseits-ch sührkeit. Leider ftanb-en diese unerquicklichen Debatteniricht auf der gelvünfchwu Höhe uirü arteten* mitunter zu persönlichem Geschimpfe auf beideir Seiteir aus." Ich ersuche Sie mm, ohne auf Ton wird Tendenz dieser „Nachricht" eingehe-u ztr wollen, folgende lliichtigstelltrng zu verösselcktichen : Esist mrrichtig, daßdie Horreii, Jeiiurnalistew bei der geheiinew Beratung nicht anweseitd waren. Es ist vielmehr richtig, daß die Herren Berichterstatter nach einer fauimeine Minute dauernden. Abstimmung eiirgetadeu^ wurden, Deir B-crattingssaal zu betreten. Esist weitersv-ollkourmenunrichtig, da-ß „cs zri wiederholteu- Znisamimenistöß-eik zwischen den. zwei Gerippen-" kam*. Es ist vietnre-hr richtig, daß esweder anr Zionistcutag noch a>m Parteilage, weder im Beratnngssaale n>ochl in andereu Räruwlichkeiten., weder in« -den öffentlichen« Berh-andlriugew noch in den- Koiwnrissiousnnd Kouriteeberattlugeip zn iirgoud welchen Znsantmeuftößcn- oder Konflikten persönlicher Natwr gdkommon ist. Der ganze Pafstls Von „Unter solchen Umständen" bis „ans beiden Seiten, aris" ist daher! vom ersten bis zum letzten Worte erfunden. Hierzu, halben wiv folgcudes zu, bemerken: Der Von, Herrn- Dr. Isidor Schalit bea>nfta.nd'ete Bericht ist uns von« außerordentlich, verläßlicher Seite zngokmmuen. Wir würden nns sicherlich freuen-, wcn.n> der iwkriurinierte Passus im Be*- richlte „erfundeir" rmd. den- Tatsachen' tücht entsprechen würde, darms besonders viel daran liegt, das; dir Idee:, d c r e n n >r. s P r ü n> g - l i ch st e Bert r e t e r In i r f chi 0n. z ti e i n e r p> eit w a r e n , a i s H e r. r D>r. unter dem enphon isll.schen Narn-eu. „Ankissiuckrsruns" sehr stark iaiir. Dennoch g.lalnbe ich, daß sie die Jalhl 1000 nicht überschreiten, rrnid eine lsolche Tnluiün'lnng däher nicht .mehr als tan.senb Dollars 'kvst.en mürbe. Welches Doribmal könv-te sich ein. Wsthltäker durch die Tcheukmüg einer solchen konm pletten- DanmwnNg an eine Vlibliokliek stellen, mo sie zu je'der Zeit znin. ÄUitzeu des Iubenkn.ms ver- -lvenidet l,>.eu.de n kön.n.te. iAus 'dvm „A.meriea-n Israelike", übers, v. I. Kr.) Jude« in europäischen Parlamenten. Die höchste Zahl jüdischer Llbgaordneter findet sich im u u: g ai r i s ch!e. n Pa-rlamenE, in welchem 23 Inden' sitzen'. Boir diesen! gehören 17 zur Kossnthpalrtei uud 0 zn veelschiodeireu anderen- Parteien. Hiernach ko>mlmit das e 111 gl i s ch. e P a r - lament mit Ui jiidifchen. WdgdorD-weten. Zieht nmn die Berhältniszahl der jüdischen! Beoölkertilnig (in England leben jetzt 300.000 JtidenO int Betracht, so würde eine Ntaudatszaihl von 3''/.t entsprechen. Die übrigen wn-rden. a-lsoausschließlich von' E-ht-i'sie>n> gewählt. An dritter Stelle steht -die r n. s s i s ch e D u m a, in welcher 12 jüdische Deputierte möge hier folgende Daksache angeführt werden. Jim Ja.hre 1801, also drei IW re vor Erscheinen iüer fraglichen Tchrtft, errichtete ein K'önigsberger J-N'de eine Tchtsss-werske. Tie Behörden waren außer sich. Augenscheinlich wurde vergessen, lut Gesetzbuche den Juden den Schiffbau ans:drückliich zu verbieten. Es blieb nichts anderes übrig, als die Alngel'egenhe'lt Seiner Majestät zur Entschetduns zu unterbreiten. «Seine Majestät war, wie wicht begreiflich, a'nf die Juden lvegen ihres Eindringens in sl-nen solchen Geschäftszweig, furchtlbar erbest. Er gab sofort den Auftrag, de.n unternehmenden J'uiden «missen zu lassen, daß das Eindrtngen der Inden in ein ehrbares Geschä.ft n-ichlt geduldet werden könn«e. Schließllch. fand es irgend ein schka'lter lIstrist heraus, daß ein Jude zur Erwerlbn.ng von Immobilien einer besonderen königlichen Erlaubnis, bedürfe, und da eilte Schfffswevfte ein Immobile ist, so dürfe ein J'u>de ein. solches l^schäft nicht betreiben. D'iöse historische Tatsache belettchtet es wohl am besten, wie viel Ursache die Inden- Hattert, überuntitig zn werden. Aber die «Behänptu.n«g Treischtes ist, wie gesagt, nicht Unr in der Sache seübist, «sonidern auch in ihrer Slnwettdung fatsch. >T«er Verfasser der Schrift empfiehlt dort- Ehristen tatsächlich«, ihre Feiertage anisz«n>gebett und die jüdischen anzunehstten, aber er stellt dietse Forderung tticht tu -der Absicht, das J«n!dentnrn znr herrschmtden Netigtoni ztt ntachen. Nein! Er erklärt seine Jor-! öenm-g damit, daß durch ein solches Zugeständnis j der „erleuchteten Ehristen an die.tl>nm«achteten fa- ' nätiischen Jrtdett" di«e letzteren da«zln gebr«acht .werden kön'n-ten, ihre Neligion auiszttgebün, und im Ehri«stenttl!ttt ausz'ngehen. ZUdiesem Z,wecke, der a«lle«iti ifjim vvrschwelbt, schlägt er auch die SchassnUg eines Geisetzes vo«r, welches den Juden verbietet, einetr «Sohn oder eine Tollster mit Glaubensgenossen zu verheiratetl, -iven-n n-icht vorher bereits; eines seiner Kinder mit einem E.hristett verheiratet wiirde, und ziva'r mit der ausdrücklichen Ve!sti!nt-! imtmg, daß die einer solchen Mischehe entstamntenden Kinder im christlichen Gkanibe-tl er-zolgen «werden m>üssten. Man sicht ttun, was für fattatilscher J-ttde der Autor dieiser F"l'tl«g>schrist war, nud wie >sehr ihn der Munlsch bestelle, das JUdentnint als ljerrlschlestde Religionitt Tenlschland zu sehsn. Der .T.n-vchschttittsleser ist jedoch Uicht itt der Lagse, ein svl- . ches Zitat aas «seine «Echtheit zn prüft», den», tzitie - Schtzift, lvie die oben angeführte, wurde in alle ] Wiitde getragen, Uttö es ist schwor, oft u»>>nögkich, : sich setzt eine solche zu« lbeschlasfett.. «A«tts dielsent \ Grcntde wäre eine «B«ibli'vthek, in welcher sämtliche i Fchn.gschristen, «wolche jüdische Fragen«. ber«i'chrt,! g«e!sa>n>>nelt und lklassisizie>rt vorhattdetr tvävott, tticht ,« nlir für den Gelehrten, sondern auch für praktilsche l Zwecke ger-adoztt eine Wohltat. Die K'ontrooerft Literatur über das J-udentttm, wtlchs itt dett letzten stUllsttitdzwanzig Jahrett, «besottders aber ftii dein Wftderenvgchen «des j«ttdenfetndl«ill>en «Vorurteils Wviohbarl tfasiardichl Q«rueblos 1 PoMenz echte Reform-Scbwcissblätter «ad die betfeB mmm

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