Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 42 (15.6.1906)
- Date
- 1906-06-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 Nationalzeitung Seite 5 BiestMmimMn des § 34 u. ff. des allgenWi-neir Ochiain-i.M'o.tlsst'at'Mes für östevr-elchilsche Lehrern VilÄuimsan'staitc'n urastae>bel,!d. Nur wird die spezi'elle Nlettzv'd iE auf die GoMnftäMe d>es NeüigionS'lHnterrichtes ö'cfcfjrirnift. — Die ausfii'hrlichiein LErpläne für die aWemeltte'td Unterrichtsfächer, sowie für den NM^ionsnnterricht iverdelr von Senn! O'i'C’r^n aen!ä>h!lte!nf. fachmniniisMiri Kvimiitee ausA'nrdvitot. Air wiürdige Schiller füniwen vonrK'U'ltus>vorstaube ii'ber- Vorschlag desKzrr'tlloviüms Ttipen>die^n oder UnterstüArnMil gegen Widerruf verlieihen werden. Der Be,Mg eines Stip'eindiiulnrs wäihremid der gcmize'n Stuldienizoit verpflichtet zu mindestens fünfjähriger Tieuftlebllmg als NeligiouAleihrier der Wiiener israelitischen Kllltiusgemeiiüde. N,ach mindestens 'zweijähriger provisorischer Bevwe>ndltng halben die Kamdidaten vor der vom Wiiener Knll'uAvvrftainde für Religionstehrer au Volks- und Bi; rger schulen eingesetzten Pvttfungis!- korNnlifsion die Lehrbe>sühigu,ng abzuiegen. Für die Lehirüefäytguingsprüifuittg, ötcii ivelcher die Kandidaten die pralktiische Eignung nachzuweifen haben, werden' pelso'Njdere Bestiiinnnngen einer späteren Befchlnüfasfnng ovobeyalten. — Nach Erwerdnug des LelirOelsühIiigiungszeuguisses haben die Kandi-- dote>lr bei tadelloser Haltung nach M'a-tzgabe der ValkavizeiN' ans definitive dlnstellnug im Dienste der KNltusgeimeinde Zlufpruch. (Schluß der Sitzung 1 Uhr mittags.) Vermischte Nachrichten. Zionistischer Parteitag. Die Endesgefertigten berufen für Sonntag den 1. Juli d. I. nach Krakau einen außerordentlichen Parteitag mit folgender Tagesordnung ein: 1.Stellungnahme zur politischen Aktion und Schaffung einer politischen Organisation. 2. Beratung eines politischen Programmes der österr. Zionisten. 3. Diskussion der Wahlaktion. Diesen Parteitag zu beschicken, sind alle organisierten österr. Zionisten berechtigt. Die Delegiertenwahlen sind in § 2-Versammlungen vorzunehmeu, wobei die bei den letzten Parteitagen üblichen Normen gelten. Die Wahlen müssen bis längstens Mittwoch den 20. Juni abgeschlossen und bis längstens den 22. Juni an Dr. Schalst, Wien, 9. Bez., Währingerstr. 3, gemeldet sein, worauf den Delegierten die Eintrittskarte und die dem Parteitage zu unterbreitenden Vorlagen sofort Ingehen werden. Dr. Schallt, Wien; Dr.Margulies, Wien; Fritz Löw, Proßnitz; Dozent Dr. Mahler, Prag; Dr. Gold- Wasser, Krakau; Adolf Stand, Lemberg; Dr. Brande, Stanislau; Abg. Dr. Straucher, Czernowitz. „Jüdische Vereinigung", Wien. Säurstag dein 16. d. M. findet im Cafe Me ndt, 2. Pez., Praterstraye, -ein DiiiSlkulffinnsdlbeud statt. Tagesvrduniug: „Die politische Läge uind die Inden". Referent: Herr Dr. Herimainn K et d i s ch. Beginn 8 Uhr abends. G,äste wilttoimlieil. Wien. (Gebetftnndeu.) F-reUwg den« 15. Juni, abends 7 Uhr 30, Säinstag den 16.: Monds 8 Uhr 40, vvinr 17. bis inbl. 21.: abends 7 Uhr, Freitag den 22.: abenids 7 Uhr 30, Samstag den 23.: abends 8 Uhr 45, von; 24. bis inkl. 28.: abends 7 Uhr, Freitag den- 29.: abends 7 Uhr 30, SNmstag den 30.: Monds 8 Uhr 40, vom 1. JIM bis i'Nikl. 6. Juli: Meudö 7 UIhr, Fireitng' den 6.: abends 7 Uhr 30, SämStag idon 7.: abends 8 Uhr 35, vmn 8. bis inlkl. 12., abellds 7 Uhr. Dior' Gottesdienst beginnt an W!ochentagion mir hall' 7 Uhr früh, an Saimstagen unr 8 Uhrfrüh. Wien. Die 33. ordentliche GenemiverfanAn t!n>ttig de>r „Jsraeiitilscholr Alltaittz" fand D'vnnlorstag idon 7. Juni, n>m 6 Uhr abends, iin Saale der israelitischen ^tluUuSlgemeinlde statt. Dien Vorsitz führte Vüzepräisident Dr. Arthnr K u r a n d n. Zmn Schriftfülhrer ivn'vde der' Sekretär Herr Dr. Kam i nta ernanint. In Anbetracht des UMi- Ie4IIv044 »us besten Quellen emxüehlt den P. T. Hausfrauen das seit mehr als 20 Jahren bestehende brftbelrannte Mttchdepot Ferdinand ALTMANN, IX., Pramergasse 17 standos, da st der sehr ansfilhvllche Jahresbericht sich bereits seit mehreren Dagen in den Händen der NUtgtieder befindet, wird von citter Verlefnng deslsellbicn sowie >des F-i-iraiNizberichtos Abstand genoinmen. Ter Vorsitzende ke ine r kt zu dein i!m JlMresberichte eniha'ltenen Lpeudieuloerzsichttifse, das; in der kunllllätiv ansgelioiesenen DanArlung der Hnmanitütsvereine ,,V'na>i B'rith" in Wien für die mssiischen Juden ninter andern;,' eine Spende der Herren Lederer 5c Wolf im Betrage von K 2000 enthalten ist; ferner, das; bei der llatäiogisielrlllng und Drucklegung der J>nxten- Mschriften, auif Grund welcher das gedruckte ullnsassende Spende niverzelchuiis angefertigt ,wu r de, manche bedalnerliche Versehen vorgekdminen sind, und z. B. die Spende des Herrn D. Ca hn- Speyer;nit ll 200 statt richtig niit Ä 2000 ausgewielsen ist. .Herr Slbblert Löw überreichte dem Präsidenten ein Nlenrorandmu lbetrieffend diel Ansdehnnng der Propaganda für die „Israelitische Allianz" in der Provinz. Herr M. Banlm weist a«n der Hand der DeimpelsSpen!deltverz,edchnifse daralulf hin, daß mtit Ausnahme der Tenrpe'l der Jnlneren! Stadt un«d der Leopoldstadt in> Wien bis aus ein paar ger>iNgfügige Sp>en>den von den zahlvei>chen Bet'häiuifern in Wien nichts eingegaiigen ist. Redner macht mehrere wertvolle Vorschläge b>e1z!üglich d>er Propagaulda für den Verein. Der Vorsitzende erllärt, da st die ^gegebenen Ilnvegnngen, für wetch>e ldas lPräsidinm danlkbar ist, berück- >sichtigt tverden würden. Ter Jahresbericht und die RechNnngsabschlüsse pro 1905 werden hieraiujf enfft'intnrig gelreihlNigt, ebenfo die ersvtgte K<oloptation' des Herrn Direktor Moriz K'orit's chv-;re r als Borstandsmlitgtied lullt dreijähriger iFnlttlllionsdMter. Die tnransmäßig auAscheidelnv «den Vorstandsmitglieder - -■ Herren Dr. Fellp K a tz a u, Dr. Jaikob N i e r e n st e i n, ka>is. Rat Leopold Sachs, Dr. Alfred Stern und Dr. Sigmund Wahrmann werdeni über Ilntrag des Herrn' Dr. Edminnd K o h n per Akklama>ti!on wliedergewählt. Ueber >Ilntrag des Herrn Rabbiner Dr. Fencht.wang wird dem Vorstand und dem Sekretariat einistdmmig der 'Dank ausgesprochen. Herr Wolf Pappenheinr fpricht n>och besonders namens des durch Unwohlfein a>n; Erscheinen verhinderten Herrn Rabbiners S. F'ü r ft dem Präfidinm dem wärmsten D,anb für feine Intervention' beim k. k. Ministerium des Aenstemv anlästlich ein'es besonderen Faltes in Jernsalen;- aus. Hiernrit war die GenerMverfanimlinng, die n>i>cht läniger als zlwain!z>ig Minüteir währte, z;v En>öe. Jnr letzten Winter w>nrde e!me ANzaihl voü' VersamMIlinngen abgehalten, welche sich gegen das Verhallten der „Alllanz" zur Zeit der Massenanswaniderungen ansspracheln In der Gen'erabverlfailNttikllNlg wurde 'hieriiber' .Mine Stimiine laut. Von zionistischer Seite war n>ienralnd erischienen. Wien. (Promotion.) Unser Mitarbeiter, Herr Oskar D o n a t h, Präsident der jüd.- akad. Ferialverbindung „Massada" wird Dienstag den 19. d. M. im großen Festsaale der k. k. Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert werden. Wir gratulieren! Göding. Bei der am 3..Imst durchgeführten Wahl des Gemeindevorstandes der Stadt Göding wurden die Herren Großindustrieller Fritz R e d l i ch, Kultusvorsteher Dr. Körne r, Genossenschaftsvorstand Karl L e ch n e r einstimmig zu Gemeinderäten gewählt. Der Gemeindevorstand der Stadt Göding besteht nunmehr aus fünf christlichen und drei jüdischen Mitgliedern. Der Kaiserin Elisabeth-Verein zur Boköfllgung abmler isvaelistscher Schlllkiaber in C z ernivw>itz hat in seiner jüngsten GenevalverfaiN'inLmig die nachfolgenden lVereinsnlltglleider in «den AnsWjnß gelwählt. Die» Dlaimesni Jiosefine Brnnstein, Liinä Älvll-, Lanva. Ebeilsohn, Rosa Kvzviwer, Fanny Nädler, Berta Hecht, Pepi Slbmharn, AiNalie Groß, Erneftine Köstler, Karolme Leiter', Regina' Metzer, Rosa Menczel, Antonie Gelber, Rlefi Nachtigall, Nanette Pallasch, Regina Perl, Rosa' Nosenistvck, Klara Siliger, Anmlie Schifter, Fanny Straucher, Lotti Trebiez, Fanny Dornbnuln'. Ins beri 'kol«sti>tu>ieren>den> SitzNngwnrden nachstehende^ JNnillonäre gewählt: Präsident: Fr. Josefine Brnnftein, 1. Vizopväsidentin Ätna Roth 2. Bizepräsidentür Rofa Kvzower, Schriftfiihrerin LaNra Ebersolnr, Kassie rin Fanny Nadler, Kvtttrollori'tt Lotti Trebiez, Vnchhalterin BerMa Hecht. Temesvar. Die Wahlen in der Fabriker iör. Knltusgemeindc haben folgendes Resultat ergeben: Präsident Emanucl Friedmann, erster Vizepräsident Jakob Lenart, zweiter Vizepräsident Heinrich Tauber. In die R'epräsentanz wurden gewählt: Ignaz Preis;, Franz Freidt, Aladar Szontagb, Ncartin Kohn, Moriz Morgenstein, Mar Steiner, David Hübsch, Sldolf Kohn, Dr. Bernard Pollak, Moriz Engel, Salamon Löwinger, Leop. Schwach, Markus Rosenthal, Hermann Reschofsky, Rllidolf R. Deutsch, Dr. Julius Kovacs, Jakob Tofler, Nathan Liebmann, Dr. Moriz Rosenthal, Leopold Klein, Samuel Hönich, Isidor Israel, Adolf Berger, Leopold Kovaes, David Kohn, Dr. Markus Freund, Dr. K. Michael, Armin Freund, Dr. Th. Sugar, Agnaz Adler, Sigmund Ney; Ersaßnlltglieder: Ignaz Weiß. Holzhändler, Arnold Jakobi, Tobias Uermenyi, Salamon Spitzer, Bernat Vollgmann, Mar Fenyves. Im Verein für Volkskunde zu Berlin hielt Professor Dr. Hermann einen Vortrag über die älteste Lyrik Israels im Zusammenhänge mit dem israelitischen Volksleben. Obwohl das Alte Testament keine Ucbersicht über die Literatur Israels darstellt und weder die Absicht hat, über das alte Volksleben, noch über seine Lyrik zu orientieren, bietet es doch eine Fülle von Angaben über beides, die nur der kritischen Durchforschung des Werkes, wie sie die letzten Jahrzehnte gebracht haben, bedurften, > um aus der oft nicht ganz durchsichtigen Form der Darstellung klar zur Erkenntnis zu kommen. Die Lyrik der ältesten Zeit kann nur im Zusammenhänge mit dem Leben selbst verstanden werden, da sie nicht sowohl „Literatur" ist, sondern bei bestimmten Gelegenheiten des Lebens ihren Sitz hat. Vortragender wies das im einzelnen nach bei zwei Gattungen, für die besonders gute Nachrichten vorliegen, nämlich dem Stegeslied, das die Mädchen und Frauen, den heimkehrenden Kriegern entgegen- Siehend, unter Spiel und Tanz sangen, und dem Leichenliede, das von den Frauen, meist von gemieteten, über dem Grabe gesungen wird (Budde). Es folgte eine Uebersicht über den ganzen Stoff. Zu unterscheiden sind die profanen, privaten Gedichte, die politischen und die Kulturlieder. Unter den ersten findet man Kinderlieder, Lieder zur Feldarbeit, besonders Ernte-, Lese- und Kulturlieder, Lieder, die beim Brnnnengraben gesungen wurden, Wächterlieder, Spottlieder, Abschiedslieder, Schwelgerlieder, schließlich Liebes- und Hochzeitslieder. Das Hohelied Salomonis ist eine Sammlung von zum Teil poetisch sehr wertvollen Liebes¬ und Hochzeitsliedern, aus denen wir ein reiches Material zur Kenntnis altisraelitischen Wesens gewinnen können, wofern wir es verstehen, die Lieder ohne ästhetisches oder moralisches Vorurteil zu betrachten. Zu einer reichen Literatur entfaltet haben sich die politischen Gedichte, die dem alten Volke ganz besonders ans dem Herzen gesungen sind, darunter namentlich die Königslieder, ziemlich ähnlich den babylonischen. Als wichtigste Gattung müssen die Kultuslieder bezeichnet werden, denen die späteren Psalmen entsprungen sind. Vortragender gab Beispiele aller dieser Gattungen und schilderte, solveit das nach den vorhandenen Quellen möglich, die bestimmten Sitten, die zu den bestimmten Liedern gehörten. Alles in allem zeigt uns die israelitische Lyrik ein Volksleben, das ganz von Sang und Spiel durchzogen ist, und in dem sich die hohe ästhetische Begabung des Volkes deutlich offenbart. Hannover. (Delegiertentag der deutschen Zionisten.) Am 4. und 5. d. M. war hier der zehnte Delegiertentag der deutschen Zionisten versammelt, zu welchem sich 103 Delegierte der Ortsgruppen aus allen Teilen Deutschlands eingefunden hatten. Das Bureau bestand aus dem Präsidenten des Zentralkomitees, RechtsaMvalt Dr. Bodenheimer-51öln, Prof. Dr. Warburg-Berlin, Rechtsawvalt Gronemann- Hannover, als Präsidenten, Rechtsanwalt LesfjaranHOTfnanjredtfös feinstes« HWftanzen- EstaBj^Fert. aus Kokosnüseen? - FETT