Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 19 (9.3.1906)
- Date
- 1906-03-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 19 Nationalzeitung Seite 5 eines bestialischen Mobs, der den Namen,Menifch" schändet, wurden die Juden Rußlands---um so furchtbarer überrascht, als das Manifest des Zaren ihnen Vorzeitig einen Jubel entlockte und sie auf alles andere eher gefaßt waren, als auf düs tierische Morden bezahlter Wüteriche. V -Ekke der wichtigsten Lehren aus bin namenlos traurigen Ereignissen ist die: ste t sgs r ü st e t zu fein. Denn der russische Pöbel im,Amt und in der Gosse dürstet nach mehr JudenbM: in den gvoÄn Judenizentren, in den kleimm Städten nicht minder, lebt man in beständiger Furcht vor neuen Pogromen. Man hat in Rußland längst einchWhen, baß di« einzige Hilfe gegen den von der Negierung aüfgehetzten Mob der Selbstschutz ist, , und zahlreiche junge, mutige Inden sind bereit, bas Leben ihrer Angehörigen mit den Waffen in der Hand zu verteidigen. . Ste gründeten die jüdisch eS e l v st - mehr, die bereits glänzende Beweise,von Mut und Aufopferung gegeben und viel Mgkück verhütet 'hat. Z- Unsere, der Westjuöen, heilige Wicht ist es aber, den tapferen Kämpfern die Wittel zuM Kampfe zu gewähren, ihnen die .AWlichkeit zu bieten, jüdisches Gut und Blut zu schützen. Zugunsten des jüdischen Selbstweh r f o n b s veranstaltet das gefertigte Komitee am 18. März, 3 Uhr nachmittags ssm Hotel „Post", 1. Bez., Fleischmarkt Meine Matinee. Ihre gefällige Mitwirkung haben zugesagt: Herr Adolf W e i s s >e, Direktor des Deutschen Bolkstheaters, .Herr Wilhelm Mopp, Regisseur des Raimundtheaters, Fräulein Wally Theumann, Konzertfängerin, Herr Bela Gutmann, Oberkantor. Das Komitee r; ’ zur Uuterstützlrng der jüdischen Selbstwehr. -Karten' sind zu haben: Cafe ^Stephanie", 2, Bez., Stephaniestraße 2, Cafe ^Zentral", 2. Bez., Daborstraße, Cafe „Zur Börse", 1. Bez., Wipplingerstraße 36. Vermischte Nachrichten. Wien. Die Chargenwahlen hes jüd.-akad. ' Vereines ,-Bar Giora" ergaben: PMses: Alexander Licht, cand. jur. Wiz«präses:jJso FrMich, cmrd. med. Kassier: Rachamim Ascheroff, cand. pharm. 1. Schi-iftfühver: Otto 'Goldstein, stud. phtl. 2. Schriftführer: Armin Springan, stud. ing. Bibliothekar: Alfred Singer, - stud. phil. jüdisches Museum. DonnersM, 16. Miävz, haW 8 Uhr abends, präzise, findet rns''Feftsaale des Oesterr. Ingenieur- und Architektenvereines, 1. Beiz., Efchenvychgasse 9, ein Borträtz -des Herrn UWVePsitätsprofessyLs Dri S. E Mmi a n n über Maraml-enävzte aus Spanien und Portugal im 16. und 17. Jahrhundert sUnter Wriiffnhrung von Sktopttkonbildern) statt. Die unentg Eichen Eintrittskarten sind im Museum 2/.Bez., Praterstraße 23, Samstag den 10. bis DMstag den 13. März, von 11 bis 1 Uhr mittags ^erhalten. Akademische Verbindung ,Käbftnah". Die Chargeniwahlen für das Sommersemester ergaben: cand. ing. I. Kr um Holz, Präses;, cand. nved. S. Wo loch, Bizepräses: stud. ing.'A. Löwenstein, Schriftflihrer. Jüdisch-akademische Verbindung,MlaccaVäa". Chargen'wahlen des Sonrmers-emesters: Arch. Josef Hahn, Präses, I. N. C. Heinrich Woll a k, Bizepväses, chem. Felix P i tz k, .SHriftfiihrer. Jüdische Toynbee-Halle, 2V. Bch., Othmargasse 46. Eintritt frei für jederr Erwachsenen. Beginn der Vorträge an Wochentagen halb 8 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 7: 'Uhr abends. Wochenprogramm: Samstag Er 10. März: Konzert. Sonntag den 11.: ,>UeMb Röntgenstrahlen" mit Demonstrationen). Herr Assistent Dr. N. Dohan. Montag den 12.: Bilder aus der Volkswirtschaft. Herr Leopold Spitzes. Dienstag den 18.: „Das nervöse Jahrhundert^i Herr Dr. S. Kornfeld. Mittwoch den 14.: --Literarischer Abend. Herr Adolf Weisse, Direktor des Deutschen Vvlkstheaters. Donnerstag den 16.: Neue Philosophie. Herr Dr. Beruh. Wachstein. Freitag den 16.: Bibelvortrag. Herr H.. LönEogel. Samstag den 17.: Konzert. —> Sainstag der: 3. -März fand in der Doynbee-Halle!ein Konzert statt, das einen glänzenden Verlauf nahm. Die Bortragenden: Frau Raja Barber-Wäldberg (Gesang), Frl. Helene Wood.Gesang), Herr Professor Melton (Violine) und Herr Alfred Brecher (Deklamation) ernteten für ihre ansgezeichyeien Darbietungen stürlnischen Beifall. Der lit. Geselligkoitsverem jüd- Mädcheit ^Moria" veranstaltet Mittwoch den 14( d. M. im Verbanbssaal 6. Bez., Königsegg. 10leine Purim s e i e r (Maskenrodoute) ohne Koftümzwang. Regiebeitrag 80 Heller. Eventuelle Anfragen sind an die Präsidentin Frl. Berta Herrmann, 8. Bez.. Josefftädterstr. 0 zu richten. - Brün«. (Jiibssch-akad. Lese- und;Redehalle.) Die neuen Ausschnßwahlen für da^ Gommerfemester 1606 ergaben folgendes Resultat: Präses: vand. ing. Leo Fall. Bizeprttses: cand. ing. B. Zimmermann. 1. Schriftflihrer: oand^ Heu,. Julius -Engel. 3. Schriftführer: stud. chem. Julius Fried. 1. Kassier: cand. ing. Arthttu Eitzler. 3. Kassier: stud. ing. Salomon Rottenberg. Bibliothekar: cand. ing. Arthur BuchwaldeZeitungswartr stud. chem. Paul Dub. Revisoren: cand. ing. Hugo 'Eitzler, cand. chem. Herntanu Gorge, vand. ing. Siegmund Haas. *(> Nachahmenswert. In der schönen Stadt Steyr befindet sich ein Stadttheater (Direktor Augustin Knirsch). Nun befindet sich in dieser Stadt das Organ der Deutschen Volkspartei, der „Mpenbote", und der brachte am 24. Februar 1906 folgende Notiz: Ein Wunsch vieler Theaterbesucher. Es ist uns von Seite mehrerer Theaterbesucher folgende Zuschrift zugekommen: Anläßlich der Wiederverleihung des Theaters für die nächste Saison an Herrn 'Direktor Augustin Knirsch erlauben sich viele Theaterbesucher der geehrten Direktton dringend ans -Herz zu legen, bet der En-gagierung neuer Schauspieler uns mit den -I u öe n w o m ö g l ich st z u ve r sch one n. Herr Direktor Knirsch sah sich deshalb veranlaßt, seine drei besten Kräfte (die Juden sind) ab 1. März zu kündigen, so daß die Leute mitten in der Saison ohne Engagement wären. Er hatte jedoch die Rechnung ohne die Juden gemacht. Die Juden dieser Stadt beschlossen, so lange das Theater zu meiden, bis diese Kündigung rückgängig gemacht würde. Der Herr Direktor sah sich deshalb vor die Alternative gestellt, entweder die Antisemiten, die so wie so keine Theaterbesucher sind, oder die Juden, die einen erheblichen Prozentsatz feiner Besucher aus-machen, vor den Kopf zu stoßen und er entschloß sich als guter Geschäftsmann, lieber als Zionist zu gelten (so bezeichnet ihn der „Alpenbote" in seiner nach der Kündigungszurückziehung erschienenen Nummer), als -seine besten Kunden zu verlieren. So geschehen in der schönen Stadt Steyr. Max Strans-Matzner. Das Märchen vom Ritualmord. Aus Dwhobycz wird -uns gemeldet!: Dov Löhner der polnischen Sprache im, hiesigen Realgymnasium, Biegan-owski-, bezeichnte es während der Unterrichtsstunde in, der fünften Klasse als eine „historisch-feststehende Tatsache", daß die Juden zu rituellen, Zwecken Christenblut verwenden, und führte für diese Behauptmrg den Prozeß Hilsner ins Treffen. Wenn dev B-eweis, hierfür nur in verhältnismäßig üveiWg Fällen erbracht worden sei, so sei dieslediglich darauf zurüÄzuführen, daß die Juden bei- Enlideckung derartiger Geschehnisse -die Richter zu beeinflussen . wissen-. Der Gymnasi-a-ldirektvr Staromiejski, dem der Religionslehrer Rabbiner Dr. Margulies und eine jüdische Deputation diesen die gesamte BevölVerung erregenden! Vorfall zur Kenn-tn-iA brachten-, versprach, gegen Bi-eganowski eine strenge.Untersuchung einzuleiten und das Ergebnis dom, Landesfchulrate in Lemberg zu mrteMieitoN!. . Auf Veranlassung des Direktors findet sich'Bieganotvski bis auf weiteres' zu den Untiorrichtsstunden nicht mehr ein. Heute, Freitag, findet hter. eine, Versammlung der Eltern jüdischjer Schüler statt, zu welcher der Gjymnasiaildirertvv, der durch dröseln Vorfall aufs peinlchste berührt ist, sein Erscheinen zugefagt hat. Fviodek. (Ehrung.) Der Statthalter in MWren hat dem in Kollvreöow -wohnhaften- Beantten der isr. KultusgemeiZöe -Frieöek-Misstek GNstav Feder »rann die Ehrenmedaille für 40jährige Dienstzeit znerkannt. Diese -Gelegenheit benützte der Kultnsvovstan-ö, um seirren langjährigen, pflichtgetreuen Beamten durch eine Feier besonders zu ehren. Wohl trug üreielbe ein mehr intimes, dafür aber ein um s-o herzlicheres Gepräge. Sonntag den 18. v. M. versammelten sich särntliche Mitgl-i-edler des Kultus-Vorstandes!, die Beamten der Knltusgememde sowie die Familienangehörigen des Jubilars im Sitzungssaale des isr. Gemeindehauses. Hier hielt der Vorstoherstellvertveter Alois Reik an den Jubilar eine eriheberlöe, der Bedeutung des Tages entsprechende Ansprache, und überreichte ihm, ihn im -Namen der Kultusgemeinde beglückwünschend, ein-en kostbaren Ring als Wrengeischenk. In bewegten herzlichen Worten dantte der Gefeierte für die ihm zuteil gewo-rdeve doppelle Auszeichn-ung. In -humorvoller, die 40jährige Arbeitslz-ett des Jubilars chara'kterifierender Ansprache beglückwünschte der Rabbiner D-r. Drobinsky den- Beamten im eigenen sowie im Namerc der iibrigen Kultusbeantten, daran den Wunsch kNtipfend, es möge der Jubilar noch lange Jahre bei voller Kraft und Gosllndheit dem D-i-onste der Gemeinde erhalten bleiben. Essegg. (Jüdische Kultusgemeinde.) Am 4. ds. Mts. -fand die Fortsetzung der Wahlen für die z'rveite und dritte Wählerklasse in größter Ordnung statt, da es diesmal einige Krakehler vorgezogeir hatten, überhaupt nicht zu erscheinen. Die ganze Zett hindurch war der verdienstvolle Borstand D-r. Hugo Spitzer Gegenstand herzlicher Ovationen. Dibertas. (Hoher Besuch.) Der frühere Mntsterpräftdent von Holland, Dr. Kuyper, hat kiirzlich Palästina bereist und bei diesem -Anlässe Tiberias besucht, wo er den Rabbiner und den Vorstand der jiidischen -Gemeinde empfing. Er versicherte seinen Besuchern, daß er die Inden und das Judentum li^be und di« hebräische Sprache hoch verehre. Dabei vezttierte er einige Bibelstöllen in der Ursprache und teilte die bis jetzt noch wenig bekannte Tatsache rnit, dM die Königin von Holland bet einem Rabbiner hebräischen Unterricht genommen hatte. Dr. -Kuyper, der artth einige jüdische Kolonien in Palästina besucht hat, fügte noch hinzu, daß er gerade in Odessa war, als die dortigen Judenkrawalle vor sich gingen. Nach feiner R-ückkehr nach Holland will er zugunsten der russischen Juden im Parlamertt eine Rede halten. Bremen. Das hiesige Komttee für hilfsbedürftige durchreisende Juden hat auch im abgelanjenen Jahre eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltet. Die Ausgaben beliefen sich auf 24.210,68 Mark, davon für Reisezuschüsse 10.168,20 Mk., für -Bekösttgung und Logis 7464,66 Mk., für Bekleidung ussv. 646,22 Mk., für ärztliche Behandlungen und Krankenhaus 1044,07 Mk., fiir diverse Barunterstützungen 3637,64 Mk. Die Zahl der Personen, welche das Komttee um Rat und Unterstützung angingen, betrug 6671, die der eingekleideten 1146. Bei dieser Zahl kom-men nicht nur Durchwanderer in Frage, sondern in nicht unerheblichem Matze auch Rückwanderer und sonstige Durchreisende. London. (Karl Joubert.) Aus einem Artikel der „Tribüne" erfährt man jetzt näheres über den vor kurzen: verstorbenen Schriftsteller Karl Joubert, dessen Bücher und Aufsätze über Rußland während der letzten zwei J-ahre in England viel Sensation machten. Karl Joubert, der hier plötzlich starb, hieß danach mit seinem wirklichen Namen A. W. C. Grote, und soll ein Verwandter des beriihmten Verfassers der Geschichte von Griechenland, dessen Familie ans Deutschland nach England eingewandert war, gewesen sein. Den Namen Joubert hatte er von seiner Mutter übernommen, die der Wafrikanischen Familie, der auch der General Joubert an-gehört, entstammte. Vor zwanzig Jahren begab sich der damalserst etwa siebzehnjährige Karl Joubert nach Rußland, um dort für das Geschäft sein-es Vaters tätig zu s-cirr. Er lebte sich ein, daß er fast selbst ein Russe wurde, und er kam auch mit der revolutionären Partei in innige Verbindung. In manche -Geheimnisse der Revolutionäre schien Joubert wirklich eingeweiht zu sein-, er soll z. G. von dem Plan zur Ermordung des Großfürsten Sergius vierizehn Tage vorher -gewußt haben. Auch behauptete er, seine Schriften seien von freihettsfreundlichen Personen, die sich in der Umgebung -des Zaren befänden, inspiriert, und der Zar nehme darum auch von seinen -Schriften Kenntnis. Während seines Aufenthaltes in Rußland drang Joubert auch sehr in das jüdische -Leben ein, und um das Judentum und die jüdische Literatur genauer kennen zu lernen, hielt er sich drei Jahre lang in Jerusalem auf. Er ist dann auch formell zum Judentumübergetreten. In London war er häufiger Besucher einer Synagoge und ist nunmehr auch ans «totem jüdischen Friedhofe beerdigt worden. Jaffa. (Von den jüdischen -Kol-onierl.) Die Frage der Uebernahme des Rothschildschell Kellers in Rischon le Zion ist in den letzten Tagen der -Hauptsache nach -geklärt worden. Die Kolonist-sn übernehmen die Kellereien: für die ersten Jahre ist ihnen^ ein beträchtlicher Zuschuß seitensder bisherigen Verwaltung zugestch-ert worden: zum Betriebsleiter wurde Herr Glus>kin ge'wäHtt. Wir werden auf diese für die selbständige lWeiterentwicklung der weinbauenden jiidischen Kolonien Palästinas höchst -wichtige Angelegenhett noch eingehend izurückkom-men. Die Kolonie Katra belfindet sich in großen Schwierigkeiten. Statt des üblichen Zehnten im Betrage von 7000 Piaster wurden Gr diesmal nicht weniger als 38 000 Piaster (mehr als das Fünffache!) zu zahlen allserlegt. Nach langen Verhandlungen hat man sich endlich auf Einfetzung eines Schiedsgerichts geeinigt. Der Ausgang der Sache erscheint recht zweifelhaft. Ahlwardt ist wieder da! Ans Berlin wird berichtet: Der lange Zeit von der polttischen Schaubühne versch!wnndene Rettor a. D. tritt jetzt wieder in die Oefentlichkeit, rmd zwar beabsichtigt er, elmegroße neue Partei zu gründen. Im Agitatiollsverband für nationale Politik „Allzeit voran" entwickelte Ahlwardt dieser Tage im „Hackerbrän" sei:: neues Programm. -Hervorzuheben ist daraus vor allem, daß Älhlwaröt jetzt den Kampf gegen die Juden aufgeben wM und dafür den Ka'mpf gegen die Jesuitell predigt. Im Gegensatz, laut seiner früheren Lehre verkiindet er, daß nicht das Jlldengeld den Mittelstand unterdrücke, sondern die Macht der Jesuiten. lDie jü-dischen Geschäftsinhaber seien nur von den Jesuiten vorgefchoben. Die drei Hauptforderungen des Ahlwardtschen Programms sind: 1. Rechtsfähigkett aller Vereine, 2. -Umwandlung der Reichsban't in ein nationales Kredit-Institut und 3. Entfernung des Reli-gionsunterrichtes aus den Schulen. In großen öffentlichen Bersamlnlnngen will Ahltvaröt demnäMt Anhänger für seine Partei werben. Oberstabsarzt Dr. Rosenchal. Mit Oberstabsarzt Dr. Rosenthal, der am 16. ös. Mts. in Rom im 82. Lebensjahre gestorben ist, ist ein treuer Sohn des Judentums dahingegangell, dessen Jllteressen er nach jederRichtung hin zu fördern jederzeit bestrebt lvar. Er zählte auch zu denjenigen deutschen -Aerzten, die -sich frühzeitig des Stndillnls der Gesundheitspflege angenommen haben. Die ersten seiner einschlägigerl Arbeiten fallen noch -ganz irr dte -Zeit, wo die!Gosundheitsplege noch weit davon entfernt war, als Mssenschat, -öder -gar vollends als akademtscher Lchrgegenstand allerkannt zu werden. Man rveitz, wie schwer Pettellkoser fiir die Durchsetzung der.wissenschaftlichen Hygiene zu kämpfen Hatte. Eine neue Zeit für die Hygiene brach erst an, als durch die batteriologtschetl Mechoden für die Erforschung hygiellischer Fragen ein neuer mächttger Anstoß kam. Ms dahin rvar, abgesehen von der wissenschaftlichen hygienischen Arbeitsstätte, die Pettenkofer in Minchen geschaffen hatte, nur eine Zentralstelle