Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 15 (23.2.1906)
- Date
- 1906-02-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Die,, Nationale" ” muss in jedem öffentlichen Lokale aufliegen! Seite 4 Nationalzeikmg Nr. 15 Wort und Schrift vertraten. Da fließ es also, gegen die vielgeschmühtcn As-similatttet, abrüsten, denn im eigenen Lager mären Gegner erstanden. Ein Zionist mokierte sich über Iargongymnasien, er malte das jüdische Ghetto, das die jungen Leutchen mit ihren Wahlrechtsversaminlungen wiedererrichtcn wollen, in den düstersten Farben, neue Programme und Anschauungen mit rinnt hervor geholt und Gesinnungen wechselte man wie die Hemden. Viele sprachen, wenige wußten, was sie wollten. Und in diesem Wirrsal war auch unter den wirklichen Zionisten, die gegen „Gesinnungsgenossen" kämpfen mußten, guter Rat teuer . . . Was ist übrigens ein Zionist? Was m Jüdischnational? Lachen Sie nicht, geehrter Herr Redakteur! In unserem vielgelobten Indenlande, das viele Klein-Jerusalem am Prath nennen, hört man diese Frage öfter. Nicht deswegen, als ob diese Bezeichnungen hier unbekannte Begriffe waren. Man wird nur an den Trägern derselben nicht selten irre und stellt desfjtftKmit Grund die obigen Fragen. Ursprünglich gab es hier nur Deutsche mosaischer Konfession. Bloß einige jugendliche Brauseköpfe nS der „Hasmonaea", wie man sie hier nannte, waren die Träger des' nationalen Gedankens'.. Jahre ernster, anfopfernngsvollster Arbeit legte diese Verbindung zurück und erzielte ein schönes Resultat: ein Hänschen Iüdischnationaler war gewonnen worden. Heute sind bereits 5 jüdischnationale akad. Verbindungen ttt der Bukowina, eine Unzahl von Zionsvereinen und — ein Heer von Personen, welche jüdischnational zu sein vor geben. Diese schwimmen mit dem Strom. So lange das Wort Zionist ein Schmäh- und Schreckwort war, mied man deren Vertreter. Nun aber viele sich so nennen, schämt man sich nicht, selbst Präsident eines Zionsvereines zu werden. „Die jungen Leute sprechen so schön, eine wirklich so edle Begeisterung! Werden Sie Mitglied! Ich bin es schon. Mein Sohn will es so. Man hat dem Burschen ganz den Kopf verdreht. Uebrigens kann es nicht schaden, am allerwenigsten vor Wahlen. Man zahlt.den Beitrag, auch einen Schekel, so nennt man es dort, und mutz zum jüdischen Volksfest oder zur Makkabäerfeier manchmal hingehen. Aber sonst nichts. Den Christbaum 'können Sie den Kindern zu Weihnachten trotzdem machen. Picken Sie darauf Chanukalrchtlein und erzählen Sie dann von den Makkabäern . . . ." Ein Abschnitt aus der jüdischen Landesgeschichte der Bukowina. Die nationale Epoche unserer jüdischen Intellektuellen. Die Zahl jener, die wirklich national fühlen und denken, ist leider noch sehr gering. Außer Alten Herren und Aktiven der studentischen Verbindungen und einem Hänschen jüdischnationaler Arbeiter, wenige,, sehr wenige. Viele zählt man auf, auf wenige kann man rechnen. Und wenn Einzelne einen Erfolg erringen, partizipieren daran alle so gern. Es jubeln die jüdischen Intellektuellen bei jeder Errungenschaft ihrer Volksgenossen und prahlen oft: Das ist unser Volk! Doch ich wollte Rekri'minationen vermeiden. Nicht rechten wollen wir mit diesen jüdischen Intellektuellen. Sie, die schon auf das Aussterbeetat gesetzt waren, können ja nichts dafür, daß sie Nachwuchs aus dem jüdischnationalen Lager erhalten haben. Diese Zeilen gelten vielmehr jenen Männern, die berufen sind, den wahrhaft nationalen Gedanken unter unseren jüdischen Intellektuellen zu wecken: den Alten Herren der j ü d i s ch n a t i o n a l e n Verbindungen! Mögen diese zu einer Organisation eines Ge samt verbanöes znsammentreten, an den später anderen wirklichI'üdischnatüonalen, die einer Verbindung nicht angehört haben, sich anzugliedern unbenommen bleibt. Jeder A. H.-Verband bleibt nach wie vor ein Sepavatverband, insolange es stände. Judentum und Rlomantik kulminieren in ihm gerade da, wo sie in ihrere 'Unplastik und körperlosen Sinnlichkeit, ihrer kühlen Kritik und erhitzten Träumerei züsammentreffen. Und mehr als Goethe hat Heine „vom Blute Christi genossen". Einer der Menschen aus zweiter Hand, die aus Kulturtreuzungen hervorgegangen sind, empfindet er alles mittelbar, alles reflektiert und nmgebogen in der Selbstbeobachtung. Er erlebt die Liebe in bleichen Visionen von Traum, Tod und Marmor, letzte Daseinserhöhungen im Schmerz, tiefste Erregungen in Träumen. Unter den bunten Farben einer lebensbejahenden Weltanschauung birgt er alle seelischen Bedürfnisse der Nazarener: in seiner Knlturverfeinerung lebt die asketische Vergeistigung jener fort. Diese Kontraste sind nicht die Irrungen des suchenden Intellekts, auch nicht Vibrationen der Stimmung, sondern die Gegensätze geistiger Forderungen und physischer Gegebenheiten. Ohne Heines vielfarbiges Denken in Systeme zwängen zu wollen, darf man sagen, daß seine theoretische Weltanschauung die Einheit errungen hat. Er läutert das menschliche Ideal des Sensualismus und das Kulturelle des Hellenentums zu immer höherer Wertung und umfassenderer Geltung, bis der hellenische und der modern--allseilige Mensch, Goethe und Shakespeare eins zu. werden,' — er stellt ihnen als endgültigen Gegensatz den „Nazarener" entgegen. Und in der begeisterten Synthese eines dritten Reiches weiß er demokratische Forderungen und edel-menschliche Träume, materielle Herrlichkeit und religiösen Schwung zu Bildern von schimmernder Schönheit zu vereinen." Die „Köln. Ztg." hilft sich über diesen Punkt folgendermaßen weg: die Angelegenheit der betreffenden Studentenverbindung, deren Tätigkeit zu kontrollieren er berufen ist, angeht. Die diversen Gegensätze antcr dett einzelnen Verbindungen anszngleichen, überlasse matt den Studenten. Gewisse scheinbare Gegensätze eifern übrigens wohlttiend an und der Kamps stählt. Nur daß er nicht ansarte, sei non den älteren überwacht. In getneinsamen Fragen hat man bis jetzt zumeist eine Einigung erzielt, und das wird wohl auch in Hinkunft möglich sein, I bis zu jener Zeit, wo ein einiges Iiing-Iuoa ' auch das Bukowinaer! Territorium sein eigen! nennen wird. Die einzelnen A. H.-Berbände — ' vorläufig kommen Hier bloß 2 Verbindtutgen ttt I Betracht — bilden dann einen Gesatntverband, i der völlig tt n abhängig von Verbindungs-; interesscn, nach und nach jene Kerntruppe heranziehen soll, welche allein nach Jahren die jüdische : Führung, die unser ausgezeichneter Abgevrdne-; ter Tr. Stra n che r, von wenigen Intellck-! tuellen anfangs unterstützt, und deshalb alleilt l auf sich bauend und sich allein vertrauend, in ne! hat, zu übernehmen berufen fein wird. Die | überaus großen Verdienste Dr. Strauchcrs um! die Bukowinaer Indenschaft sind einzig und allein! sein Werk, die Arbeit eines Mannes. Von; einer jüdi s ch e n Partei kann bei uns bis ■ jetzt nicht die Rede sein, sie fehlt im Gemeinderat, sie fehlt im Landtage. Es sitzen wohl jüdische! Vertreter darin, mit jüdischen Stimmen Gewählte.! sie sind aber nichts weniger als nationale Ber- , treter, ja es wird of nicht einmal bei Abstimtnutt-; gen das Dekorum gewahrt. Jeder stimmt nach : Belieben. I Der Gesamtverband der A. H. A. H. müßte ' nur in öfteren Sitzungen zu jeder jüdischen Frage Stellung nehmen, in gegenseitiger Aussprache eine Einigung erzielen nnd dann mit einer b e - s ch l 0 s s c n e n Forderung der Iüdischnationaien in der betreffenden Angelegenheit, durch ihre : Sprecher vor die Oeffentlichkett, in Volksveri samwlungen usm. hintreten. Mit dieser geschlosse- : nen Gruppe wird man im öffentlichen Lebert rech-! nen, dem Wunsche dieser gewählten Sprecher des : Gesamtverbandes wird als demWillen alleMationalen auch der gehörigeNachdruck verliehen werden. Die Organisation der Juden des Landes wird Fortschritte machen, denn die einzelnen Männer, die aus den Verbindungen ins Leben treten uttd m der Provinz ihr Domizil aufschlagen, trerdcu die Vertrauensmänner des Verbandes sein, dem sie ihre wirksame Unterst'iitzung leihen müssen. Bei Mangel eines Zusammenschlusses der Jüdischnationalen aber wird nach wie vor die völlige Desorganisation ihre Früchte zeitigen. In Ezernorvitz beispielsweise wird jeder jüdischnativnale junge Doktor nach Gutdünken dem einen oder anderen politischen Programm in Wort und Schrift seine Unterstützung leihen. In der Provinz ivird der Eine das. Wohln.nnd Wehe der Juden von einem Zusammengehen mit den Rumänen, der andere in einer anderen Stadt mit den Rulhenen abhängig machen n!>w. propagieren, > wenn auch dies vielleicht für die G e s a m t judenschast der Bukowina manchmal direkt schädlich ist. Und jede einzelne Publikation oder mündliche Stellungnahme wird dann für sich die Beachtung in Anspruch nehmen, als: „e in e Stim m e a u s de m j ü d ischn atio na le n Lager". Eine solche Zerfahrenheit hat sich bei der letzten Reichsratsergänzungswahl in der Bukowina, wo Dr. Aurel Onciul gewählt wurde, deutlich genug gezeigt. Jeder zweite Jude geihörte einer anderen Parteirichtung an. Es kann nun bei solchen Wahlen Vorkommen, daß man die Wahl jedem freigibt, indem man berücksichtigen könnte, daß in manchen Ortschaften Inden unier Rumänen, in änderet, unter Ruthenen leben nsf. Aber dies alles muh zuerst ein Exekutivkomitee beratschlagen und die Inden des Landes mlüssen eine Direktive erhalten. Es würde zu weit führen, alle jene Mö- ,/Heinrich Heine war freilich ein Jude, und so liegt die Frage nahe: was hat ein Jude und noch dazu ein Jude, der im Anfang des 18. Jahrhunderts heranlwnchs, mit den Urguellen deutschen Volkstums zu tun, für das er höchstens ein geschickter Nachahmer gegebener Vorbilder sei? Das ist denn auch gesagt worden. Man hat darauf hingewiesen, daß er die alten deutschen Volkslieder wohl gekannt und eben ihren Tvn getroffen habe. Er Hat aber ihren Ton nicht nur getroffen, er hat sie auch nicht bloß etwa modernifiert, wie ein trivialer Ausdruck lautet, sondern sie in die Atmosphäre einer neuen Kultur versetzt, sie mit dieser verwoben. Aus seinem Buch der Lieder, dringt uns eine Miufik von ganz eigentümlichem Schmelz entgegen, weht es uns an nicht mit Waloesduft, wohl aber wiederholt mit dem Duft kostbarer Rosen,- nicht über Felder und Auen, sondern durch Prachtgärten führt er uns, in denen andere Vögel als die Lerche andere Lieder singen. In den Volksliedton mischt sich eine verführerisch lockende Melancholie, jene Melancholie, die ein Teil des Modernen Menschen ist und im Gegensatz steht zu den naiveren Ausdrttcksweisen des eigentlichen alten Volksliedes. Das alte Volkslied sieht Heiteres und Trauriges als Menschen schick sal und findet sich tnit ihm als mit Selbstverständlichkeiten des Daseins harmlos fröhlich oder gottergeben ab. Derlei strebt auch die literarische Romantik an, die sich ganz in das Mittelalter versetzt. Bei Heine aber klingt über die Naivität hinweg durch die Zatlber der Vergangenheit ejn süßer Klagetvn, der sich da urtd dort steigert zmn schnterzlich höhnischen Aufschrei, mit dem der Sänger die Harfe niederwirst, erkennend, daß er Träume träumt, die für ihn keine Wirklichkeit mehr werden können. Die schmerzliche Selbstenttäuschung ist dieser echt moderne Klang, der durch HeineS Lieder zit-! mente hervorzuheben, welche einer jüdischenOrgaj nisation im a «gedeuteten Sinne dasWort sprechen. , Es wird manchen vie!eicht als Zukunftsntnsik er- ' scheinett. Mag sein. Bei der Landeshatiptsiadi aber muß der Anfatig endlich gemacht werden. Nnd dies einznleiten, ist Sache der Iüdischnationalen. 80—K0 junge jüdischnationale Intelleltnelle können hier viel für ihr Volk schaffen. Meii:ttngsverschiedenheite11 tuen der Sache keinen Abbruch. In gemeinsamen Sitzungen, in längeren Debatten des proponierten Gesamtverbandes wird so manche Divergenz ausgeglichen werden. Jene stör ende tt Elemettte aber, ob sie nun jndischnatiottalen Verbindungen auch einmal angehört haben oder niM„die sich in Versammlungen breit machen oder in Artikeln dett Mnttd voll nehmen itn Namen des jüdischen Voltes, ohne auch nur von 2 Personen hierzu ermächtigt zu feilt, jene bornierten Fanatiker, die in letzter Zeit mstzusvrechen sich erdreisten, ohne vom öffentlichen Lben auch nur eine Ahttnng zu haben, tverden verschwindetr müssen, oder matt wird tnit tne», mitleidigen Lächeln über sie hinweggehen. Denn die Iüdischnationalen werden ihre a tt t o r i i i c u r e n Spre ch e r haben, die auch wissen werden, was sie wollen. Und Dr. Straucher, der ein;o wartnftihlender Jude ist, der sich stolz zu den illatimtale'n zählt, wird gewiß nicht ermangeln, die Bestrebungen eines jüdischnationalen Gesaintvcrbandes der A. H. A. H. der Verbindungen, ans deren Mitte tatkräftige nnd verläßliche Mttarbeiter ihm ertvachsen tönnten. eifc'gst zu fördern. >Solche jüdische Intellektuelle werden der Stolz der Bukowinaer Jndenschaft sein, und Hand tu Hand mit den jüdischen Vvkksmassen, 5nt jüdischen Arbeitern, die sich bereits ancinaud rznschließert begonnett haben, wird von ihnen die L r g a n i sa t i o n d e r I u d e n d e s L a n d e s. der so oft und in so schönen Phrasen vergeoltch aas Wort geredet wttrde, endlich wirllich in Aniff genommen werden. Ans Werk drum, ihr jungen DoktorcS, Professoren, Beamte, Redakteure ufw. n >m., die ihr eine so stattliche Anzahl Iüdischnationaler bikdet, von den Alltagssorgnr, frut Mühen des Berufes, sei eine Stinche täglich für den Dienst des jüdischen Volkes abgeipart! Die Iudenschaft des Landes hat spezielle Anfordcrutrgen, sie bietet euch ein schönes Feld der Tätigkeit und ist auch berechtigt, von euch Arbeit zu verlangen. Ihr habt es in zahlreichen Versammlungen als Studenten begeistert und begeisternd den. jüdischen Massen zugerusen, bei verschiedenen Festlichkeiten gelobt, als Männer müßt ihr es nun hallen! Die Kuliusgemetnde der Landeshauptstadt geht daran, ein großes Gem>eindehaus zu bauet,. Im Frühjahr 1606 soll der Grundstein bereits gelegt werden. Die Rumänen haben hier rhretr „Palatnl National", die Ruthenen ein „Naridim Dvm" und selbst das kleine Häufchen Polen ihren „Dom Polski". Die Juden hatten bloß einige nngcnügende Räume für die Gemeindekattzlei und ein älimodi'sches Sitzungszimmer für den Kultusmt. Dies alles als Nebenträki der jüdischen Schule, die ebenfalls einer Ausgestaltung bedarf. Nun soll ein großes Haus gebaut werdert ttnd in einem schwungvollen Aufruf wendet fich der Kttliusrat an die nationalen Iv'den, u.ttt Beistenerung Alt deni Prachtbau, der nicht bloß für Kanzleiräumlichkeiten geschaffen werden soll. Eine Volksbibliothek soll darin ttntergebracht werdett, Klnbzimmer für sämtliche jüdische Vereine, für die jüdisch nationalen akademischen Verbindungen, ein. Sprechfaal für dieselben, ein Sitzungssaal für den Kultusrai, ein großer Reprälseniaiiottsfaal durch zwei Stockwerke mit 16 Vogen uff. Der Name des Bauwerkes: „Iü d i f ch e s Hau s". Die Schaffung dieses jüdischen .Heims wird eines der schönsten Wahrzeichen ernster Arbeit unter der tert und den jeder Jüngling in banger Ahnung in sich aufnimimi, der Jüngling, den das Leben lockt und der dies Leben mit verlegen ztveifelnden Attget, ansieht, der 'Gefühle voll Süßigkeit und Schönheit in sich trägt ttnd sich dieser Gefühle schämt, weil er ringsun, sieht, daß die Menschen sie als Torheit ansehett. Im Mondschein 'wandert Heine, um Kirchen schleicht er herum uttd lacht sich selber aus, daß er nicht im bequemen Bette liegt und daß er sich noch von Mysterien locken läßt, an die er ja doch nicht glauben kann. Uttd das ist etwas, was die besten Menschen heitnlich in der Brust trägen, tvas besonders dem Deutschen im Gemttte sitzt: die Sehusttcht nach einem schönen Glauben, vergällt von der Erkenntnis der Welt. Das alles ist nicht Sache des Juden, das ist Sache des Rheittländers. Rheinische Zatlber grüßen uns nicht Nur aus dem Btrch der Lieder^ sondert, aus dem Wintertnärchen, aus detn Buche Le Grand, aus dem Romanzero, und ohne die Rheinlande und ohne jenen besonderen Duft, den rheinisches Leben gerade in Heines Jugendzeit hatte, ist es gar nicht zu denken. Andere rheinländische Dichter derselben Zeit haben diesen Nheinzauber mehr oberflächlich mit feuchtfröhlicher Gegenwartsfreude oder mit der Vergangenheit inalerisch tändelnd dichterisch atlsgenützt,' er zieht einen wetteret, Lireis, ihm gestaltet sich aus wallettden Ikebelt, des Rheinstromes ein Vaterlandsbild, ein Weltbild, eiy Mettschheitsbild, ttnd darum wirket, die Zauber seiner Gesänge über die Rheinlande hinaus über eilte bestiututte Zeit hinweg, sie sind Ratten füngersänge, die tnit unvergleichlichem Zauber die Seelen an sich locken, und sie führen durch das Wechselspiel von Traun, und Wirklichkeit, das der Menschheit süßes, beklagenswertes Geschick ist." - (SGuKf«.) 5