Neue Nationalzeitung
- Journal
- Neue Nationalzeitung
- Volume
- XV (1913)
- Issue
- Heft 17 (22.8.1913)
- Date
- 1913-08-22
- Page
- Seite 132 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 132 „^ueJJa^alj^tTing" Nr. 17 Donnerstag, den 4. September 10 Uhr vormittags: Beginn der Vormittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Fortsetzung und Schluß der Generaldebatte. 11 Uhr vormittags: Vortrag im Beethovensaal; 3 Uhr nachmittags: Versammlung des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina im Beethovensaal. 3V2 Uhr nachmittags: Beginn der Nachmittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Die Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds seit dem Zehnten Kongreß: Justizrat Dr. M. J. B o d e 11 h e i in e r-Köln; Die zionistische Arbeit in Palästina: Dr. Arthur R u p p i n- Jaffa; Der jüdische Kulturfonds Kedem: M. Feldstein-Warschau; Debatte; V28 Uhr abends: Hebräische Theatervorstellung än der Neuen Wiener Bühne: 8 Uhr abends: Meeting; 8 Uhr abends: Lichtbildervortrag im Beethovensaal Vortragender: Dr. Heinrich Loewe). Freitag, den 5. September 10 Uhr vormittags: Beginn der Vormittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Fortsetzung der Debatte über die Referate Dr. Bodenheimers, Dr. Ruppwrs und M. Feld Stenns; 11 Uhr vormittags: Matinee des Jüdischen Gesangvereins Czernowitz 'im Beethovensaal; 3Vs Uhr nachmittags: Beginn der Nachmittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Fortsetzung und Schluß der Debatte; Abends: Gottesdienst. Samstag, den 6. September Vormittags: Gottesdienst; 8 Uhr abends: Akademischer Festakt in der Katharinenhalle; 8 Uhr abends: Meeting im Beethovensaal. Sonntag, den 7. September 10 Uhr vormittags: Gang zum Grabe Herzls; 3 Uhr nachmittags: Turnfest auf dem Vienina-Sportplatz, Hohe Warte; 81/a Uhr abends: Konzert im Musikvereinsgebäude (Mitwirkende: Frl. Margery ©entwich, Herr Leo Gollanin, der Jüdische Gesangverein Czernowitz); 8V2 Uhr abends: Lichtbildervortrag des Herrn Pilichowsky über „Jüdische Kunst" im Beethovensaal; 8V2 Uhr abends: Meeting im Sofiensaal (Nationales Judentum und körperliche Regeneratio 11). Montag, den 8. September 10 Uhr vormittags: Beginn der Vormittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Jüdische Kulturarbeit in Palästina: M. U s s i s c h k i n-Odessa; Die Frage der Gründung einer jüdischen Univers tat in Palästina: Prof. Dr. Ch. W e i z m a n n-Manchester; Debatte. 11 Uhr vormittags: Musikalische Matinee im Beethovensaal (Mitwirkende: Frl. Margery Bentwich, Herr Leo Gollanin); 3 Uhr nachmittags: Sportfest auf dem Vienna-Sportplatz, Hohe Warte. Dienstag, den 9. September 3V2 Uhr nachmittags: Beginn der Nachmittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Fortsetzung und Schluß der Debatte. 8 Uhr abends: Lichtbildervortrag für Vertrauensleute des J. N.-F. im Beethovensaal (Vortragender: Dr. Heinrich Loewe); 8 Uhr abends: Dreißig Bezirksversammlungen. 9 Uhr abends: Kommers der Jüdischen Turnerschaft im Sofiensaal. 10 Uhr vormittags: Beginn der Vormittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Die Tätigkeit der zionistischen Bankinstitute seit dem Zehnten Kongreß: Dr. N. Katzenelsoh n-Libau; 11 Uhr vormittags: Vortrag im Beethovensaal; 3 Uhr nachmittags: Generalversammlung des Jewish Colonial Trust; 4V2 Uhr nachmittags: Beginn der Nachmittagssitzung des Kongresses im Musikvereinssaal. Etat für das Verwalüungsjahr 1913/14; Wahlen. S Uhr •abends: Meeting im Sofiensaal (Redner: die Mitglieder des neuen E. A. C); S Uhr abends: Meeting im iBeethovensaai (iRedner: die Mitglieder des neuen E. A. C). Zu noch zu bestimmenden Stunden: Führungen durch das jüdische Museum und die Adria-iAusStellung. An sämtlichen Kongreßtagen sind ferner die Ausstellungen des Jüdischen National-Fonds und des Bezalel, die Spitzenausstellung des Verbandes Jüdischer Frauen und der Jüdische Verlag geöffnet. Reisenotizen. Von Nachum Hamaschgiach. In meiner Jugend beschäftigte die Belletristik des XVIII. Jahrhunderts viel meinen Geist. Klopstock. Tieck, Wieland, Schlegel, Rabener, Weisse usw. waren meine Götter. Daß ich mich auch heute noch dem Einflüsse dieser Romantiker nicht entziehen kann, beweist meine besondere Vorliebe für das Faulenzen. Denn die Ideen, welche Schlegel in „Lucinde" zum besten gibt, hausen noch fest in meinen Knochen. Diesem Umstände ist's auch zuzuschreiben, daß ich mich Ihren geschätzten Lesern so selten melde. Da mich aber anläßlich meiner jüngsten Reise nach Preßburg einer meiner Bekannten mit den Worten apostrophierte „Herr Nachum Hamaschgiadh! Sie lassen Ihre Feder ganz verrosten", beschloß ich endlich, den geehrten Lesern der „Neuen National- Zeitung" von meinem holden und allen Sterblichen wichtigem Dasein dadurch Kunde zu geben, daß ich ihnen, allerdings in meiner nicht allzu zudringlichen Weise, erzähle, was ich hier und dort gesehen, gehört und mit mehr oder weniger Appetit genossen habe. Es war ein schöner lachender Sonntagsmorgen, dem Pluto insoferne hold und gewogen war, als er es für gut fand, ihn diesmal mit seiner feuchten nassen Mildtätigkeit zu verschonen. An einem sahönen Morgen, wo es an den Ufern des Donaukanals von reizenden Wesen des schönen Geschlechtes wimmelte, des schönen Geschlechtes, das stets das sogenannte starke Geschlecht besiegt, beherrscht und ihm Sklavenfesseln auflegt, benützte ich den Donaudampfer Wien—Budapest, um einen Ausflug nach Preßburg zu unternehmen, dessen altehrwürdige jüdische Kulturstätten so vielfach gerühmt werden. Mich leitete vornehmlich das Interesse, die Verhee-