Neue Nationalzeitung
- Journal
- Neue Nationalzeitung
- Volume
- XIV (1912)
- Issue
- Heft 22 (8.11.1912)
- Date
- 1912-11-08
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22 vorkommen, einer hoch und kurz, einer lang und niedrig, und dieser Typus findet sich bei Mischehen beider Typen meistens wieder rein bei den Kindern. Ein Vergleich der Schädelkurven von Juden, Griechen und Türken ergibt dieselben Typen in nahezu parallelen Kurven. Man kann daher nicht von einem jüdischen, sondern nur von einem orientalischen Typus sprechen. Vortragender Ring dann auf die Frage ein, wie die vorsemitische Bevölkerung ausgesehen hat. Sie hatte extrem hohe, kurze, breite Schädel mit mächtiger Hakennase, wie er an zahlreichen Lichtbildern auf alten Reliefs, namentlich aus Sendschirli und Bogashkoi, nachweist. Hier findet man auch schon die Schläfenlocken an einem König aus dem ersten Jahrtausend vor Christo, desgleichen auf einem Siegesmonument Assarhadons bei einem König von Sydon. Auch der älteste Oesetzgeber Hamurabi zeigt den nämlichen Typus, wie ihn ebenso ein Offizier des Königs Sardon aufweist. Besonders charakteristisch sind Reliefs von Sendschirli aus dem Jahre 1500 v. Chr., wo noch kein semitischer Einfluß bei den Hethitern vorhanden war. Auf afrikanischem Boden findet man bei Ramses II, der eine hethitische Mutter hatte, dieselbe Hakennase und Schädelbildung, die man auch heute noch bei den Herrschern der Neger findet. So findet man einen Zusammenhang nicht nur räumlich, sondern auch anthropologisch der semitischen und hamitischen Gruppen, die mit der indogermanischen auch darin übereinstimmen, daß sich alle drei zu einem grammatischen Geschlecht aufgeschwungen haben. An zahlreichen Lichtbildern von Griechen, Armeniern, Juden aus Jerusalem, sowohl spaniolischen wie russischen, zeigt er dieselben Typen, die auch die alpine Rasse zeigt, die in vereinzelten Gemeinden abgelegener Täler Savoyens, Graubündens und Tirols sich rein erhalten hat. Es hat sich demnach auch in Europa ein Urstamm erhalten, der in Vorderasien vor den Semiten dort gesessen hat. Zum Schlüsse geht er auf die Zukunft der Juden ein, die nach seiner Meinung parallel läuft der der europäischen Kulturvölker in den Großstädten. Wie hier Tuberkulose, Alkoholismus und Syphilis die Städter dezimiert, und nur der Zuzug vom Lande neues Blut herbeischafft, so geht es den Juden. Je mehr sie sich vom Ghetto entfernen, um so mehr verlieren sich ihre sozialen, anthropologischen, rassehygienischen Eigenschaften. Sie gehen an denselben Seuchen zugrunde, indem sie das musterhafte Familienleben des Ghetto aufgeben. Hiezu kommt auch bei den großstädtischen Juden das Zweikindersystem, an dem sie ebenso Anteil haben wie die Christen. Für die Juden ist der unkultivierte Osten das, was für die Großstädter das Land ist. Liste der Ausgetretenen. Vom 23. Oktober bis 4. November 1912. (Nr. 497—529.) Beck Karl, Mechanikergehilfe, gcb 11. Jänner 1891. Wien VII, Zieglergasse 81. Beck Otto, Kellner, geb. 4. September 1895, Wien V. Wiedener Hauptstraße 118. Epelbaum Eliaser, geb. 8. Jänner 1884 a. St.. Krementschny, Rußland, Wien II, Kleine Sperljiasse 5. Epelbaom Marie geb. Fiedler, geb. 14. Dezember 1S78 a. St., Kiew, Rußland, Wien 11, Kleine Sperlgasse 5. Fleischmann Antonie, Kleidermacherin, Wien XVII, Nattergasse 20. Grossmann Elisabeth, geb. 21. September 1886 in Roßdorf, Preuß.-Schlesien, Wien IX, Liechtensteinstraße 24. Horvath Jeanette, Kaufmannsgattin, geb. 7. Dezember 1854, Szill, Somogy, Ungarn, Wien VIII, Albertgasse 5. Dr. Moritz Kapp, Distriktsarzt in Döschen, Bezirk Jamnitz, ist zur protestantischen Kirche (Augsburger Konfession) übergetreten. Korei Dr. Hans Leopold, Advokaturskandidat, geb. 5. November 1885. Wien XIX, Greinergasse 23. I.echtier Hedwig geb. Jerusalem, Private, geb. 6. Jänner 1883, Wien VII. Siebensterngasse 33. Lechner Haas Heinrich (Kind), geb. 17. April 1908, Wien VII, Siebensterngasse 33. Placzek Rosatte, Gemischtwarenhändlerin, geb. 24. Juni 1879 in Brunowitz, Wien XVI, Albrechtskreithgasse 20. Reiner Dr. Fritz, Ingenieur, geb. 7. Oktober 1886, Rohoncz, Wien VII, Stollgasse 4. Rosenkranz Louise Friderike geb. tlütter, Private, geb. 14. September 1865, Wien IX, Liechtensteingasse 24. Schiller Emma, Private, geb. 6. Juni 1875, Wien IX, Fuchsthallergasse 11. Schneeberger Helene geb. Bunzel, gesch., Advokatensgattin, geb. 10. Jänner 1865 in Prag, Wien I, Ebendorferstr. 10. Rosenfeld Erwin, ledig, geb. 5. Mai 1893, Wien III, Untere Viaduktgasse 43. Nascher Philipp, ledig, Kaufmann, geb. 9. September 1S89, Wien I, Schellinggasse 3. Kaufmann Jakob Markus, verh., Kaufmann, geb. 8. August 1861 in Suczawa, Wien I, Weihburggasse 18. Brodt Rudolf, verh., Kassier, geb. 1. Jänner 1881 in Brünn, Wien V, Hundsturmplatz 2. Stern Julius, verh., geb. 31. Jänner 1864 in Budapest. Wien I, Landesgerichtsstraße 18. Stern Malvine geb. Tafler, geb. 3. Februar 1870 in Budapest, Wien I, Landesgerichtsstraße 18. Llebel Valerie, ledig, Sängerin, geb. 10 Oktober 1886, Wien IX, Wasagasse 52. Lowy Emma, ledig, Lehrerin, geb. 31. Jänner 1886, Wien XVIII, Währingersträße 156. Roth Ernst, ledig, Privatbeamter, geb. 9. November 1873, Wien VI, Köstlergasse 10. Löwner Max, ledig, k. k. Rechtspraktikant,, geb. 23. Jänner 1882 in Böhmen, Wien IX, Alserstraße 14. Tintner Elsa, ledig, Kontoristin, geb, 4. Juni 1886, Wien IX, Brünnlbadgasse 1. Kuh Rudolf, verh., Agent, geb. 30. März 1878 in Kralup, Wien 11, Nordbahnstraße 38. Stern Max, ledig, Steinschleifer, geb. 10. Juli 1889, Wien XVII, Mayssengasse 25. Marcus Margarethe, verh., Private, geb. 2. Jänner 1882 in Berlin, Wien VIII, Piaristengasse 11. Fürst Eleonora, ledig, Beamtin, geb. 21. März 1882, Wien IX, Bleichergasse 11. Löhner Friederike geb. Pokorny, verh., Kaufmannsgattin, geb. 27. November 1884 in Prag, Wien IX, Bleichergasse 6. Tausky Melanie geb. Trenkle, verh., Bankbeamtensgattin, geb. 12. April 1859 in Karlstadt (Kroatien), Wien I, Rathausstraße 8. Personalnachrichten. Bezirksrichter Alfred Pick, der bekannte Strafrichter des Bezirksgerichtes Leopoldstadt, wurde zum Landesgerichtsrat ernannt. — Oberkontrollor Heinrich P o 11 a k vom Arbeitsministerium wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen auf statistischem Gebiete mit dem Titel eines kaiserlichen Rates ausgezeichnet. In Krakau ist kürzlich der Präsident der Handels- und Gewerbekammer Moritz Dattner verschieden. Derselbe war ein Selfmademan im wahrsten Sinne des Wortes. Als Rechnungsfeldwebel vom Militär verabschiedet, widmete er sich dem Kaufmannsstande und brachte es zu Reichtum und den höchsten kaufmännischen Ehrenämtern. Allerdings, als Jude hat sich der Verstorbene nie bemüht. — In Radautz starb der k. k. Notar Dr. Phoebus Mayer, ein langjähriger Freund unseres Blattes und warmer Anhänger der jüdisch-nationalen Richtung. Briefkasten der Redaktion. Rabbiner Dr. S. S. Viel Dank für Ihre freundliche Zuschrift und Ihre Aufmunterung. Sind Sie unbesorgt. Die Drohung mit der „Wiener Advokatenkammer" kann uns nicht einschüchtern. Wir sind für alle Fälle gerüstet. Mediziner. Dr. P. ist zum Generalstabsarzt noch nicht an der Tour. Jurist. Wir raten Ihnen jedenfalls, sich zu bewerben. Es sind Hunderte Stellen frei. Geben Sie uns das Resultat bekannt. P. K. Wenden Sie sich an die Hofbibliothek. Dort ist das Buch gewiß zu bekommen.