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Neue Nationalzeitung · 1912-10-25 · Heft 21 (25.10.1912) · p. Seite 10

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XIV (1912)
Issue
Heft 21 (25.10.1912)
Date
1912-10-25
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „Neue Liste der Ausgetretenen. Vom 9. bis 22. Oktober 1912. (Nr. 472-496.) Deutsch Olga, geb. 5. Juni 1885, Budapest. Eisenlohr Rosa geb. Grünbaum, Privatbeamtcnsgattin, Wien, II., Ennsgasse 23. Fischer Stefan, Privat, geb. 18. Oktober 1891, Wien, XIII., Töpfelg. 8. Hoffmann Johanna, Kontoristin, geb. 16. Oktober 1892, Wien, IX., Berggasse 20. Landesberger Marianne, Private, geb. 27. August 1893, Wien, IX., Porzellangasse 5. Reis Gisela, Klavierlehrerin, geb. 29. August 1869, Wien, II., Rembrandtstraße 14. Rosenfeld Gisela, Private, geb. 26. August 1887, Spasza, Ungarn, XVIII., Schulgasse 31. Singer Rosa geb. von Kramer, Private, geb. 1. November 1870, Budapest, IX., Pulverturmgasse 15. Sprinzeles Josef, geb. 10. März 1886, Seyrnig, N.-Ö., XVI., Koppst. 26. Weinberg Walter, Bankbeamter, geb. 29. Jänner 1881. Wien, VII., Blindengasse 38. Dr. Floch Philipp Bernhard, ledig, Gymnasiallehreraspirant, geb. 22. August 1887. IX., Servitengasse 17. Zeiner Gisela, Postoffizialsgattin, geb. 9. Juni 1879, IV.. Wiedner Hauptstraße 52. Kaiser Emil, ledig, Posamentiergehilfe, geb. 18. Mai 1888 in Kelt-Szenicz, XIV., Ortnergasse 3. Bodenstein Marie, ledig, geb. 21. April 1889, II., Josefinengasse 2. Schir Hersch, verh., Apothekergehilfe, geb. 19. Februar 1884 in Rußland, II., Sperlgasse 5. Steiner Gisela, ledig, geb. 6. Jänner 1875 in Ungarn, II., Große Schiffgasse 30. Taukner Margarethe, geb. Szarvas, verh., Advokaturs-Konzipientensgattin, geb. 21. Mai 1887, XVIII. Hofstallgasse 14. Jiszda Hermine, ledig, Private, geb. 14. August 1895, XXI., Leopoldauerstraße 81. Dr. Haß Otto, ledig, Rechtskonsulent der österr. Zcntralboden- Kreditbank, geb. 28. Jänner 1881, IX., Pichlergasse 6. Eltbogen Leopoldine, ledig. Schneiderin, geb. 8. September 1881 in Herzogenburg, XV., Moezvingasse 16. Konocz Vilma, ledig, Sängerin, geb. 10. November 1886, II., Körnergasse 7. Sander Sofie, ledig, Geschäftsinhaberin, geb. 3. Oktober 1880, VI. Mariahilferstraße 18. Putschin Ignatz, ledig, Privatbeamter, geb. 11. Oktober 1894, IV., Wiedner Hauptstraße 10. Hauser Helene, ledig, Private, geb. 4. Juni 1S87, XIII., Linzerst. 400. Schames Johanne, geb. 20. Mai 1898. ßüchereinlauf. Dr. Bernhard Wachstein: Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien. Im Auftrage der historischen Kommission der israelitischen Kultusgemeindc in Wien. Mit 202 Textabbildungen, 15 Tafeln und einem Friedhofsplane. I. Teil. 1540 (?) — 1670. Verlag Wilhelm Braumülfer, Wien und Leipzig 1912. Rabbiner Dr. M. Hoffmann: J u d e n t u m und Kapitalismus. Eine kritische Würdigung von Werner Sombarts „Die Juden und das Wirtschaftsleben". Diuck und Verlag von H. Itzkowski, Berlin 1912. Dr. J. Münz: Moses ben Maimon (Maimoni des). Sein Leben und seine Werke. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt am Main 1912. Dr. Heinrich Loewe: Die Juden in der katholischen Legende. Jüdischer Verlag, Berlin 1912. Pogrom. Text von Ellegaard Leisner-Ellerbek. Zeichnungen von A. Kurmaerker. Ozean-Verlag, Charlottenburg 1. The American Jewish Year Book 5673. Von Herbert F r i c d e n w a 1 d, für das American Jewish Committee. Philadelphia. The Jewish Publication Society of Amerik i 1912 (Englisch). Maurice Maeterlinck: Weisheit und Schicksal. Verlegt in Jena bei Eugen Diederichs. -Zeitung" Nr. 21 LITERATUR. Heinrich Löwe: „Die Juden in der katholischen Legende." Jüdischer Verlag, Berlin 1912. In diesem Buch wollte der Verfasser an einem Legendenstoff zeigen, „welche Regungen der Volksseele unbewußt an der Gestaltung der Judengeschichte im Mittelalter mitgewirkt haben" und es gelingt ihm in der Tat zu veranschaulichen, wie die uralten Volksvorstellungen, daß die fremden Religionsgemeinschaften im geheimen allerhand Greuel gegen Glauben und Leben der herrschenden Majorität verüben, von größtem Einfluß auf die Schicksale der Juden waren. Diese Wirkung erstreckte sich nicht nur auf die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse, auf die Siedlungsgeschichte, sondern auch auf die Literatur und Kunst sowohl der Juden wie Nichtjuden. In den mittelalterlichen Illustrationen, Holzschnitten wimmelte es von Darstellungen jüdischer Ritualmorde und Hostienschändungen. In der Literatur hat sich manches erhalten, was auf die mittelalterlichen Legenden zurückgeht. Wir brauchen nur an die Liebesgeschichte eines Klerikers mit einer Judenmagd in Wassermanns; »Die Juden von Zirndorf", welche schon im XII. Jahrhundert erzählt wurde, zu erinnern. Die sieben Abbildungen sind nach aiten Originalen reproduziert. NOTIZEN. E. T. A. Hoffmanns Werke. In fünfzehn Teilen, herausgegeben von Georg Ellinger. Goldene Klassiker-Bibliothek; Deutsches Verlags haus Bong & Co., Berlin W 57. In der berühmten alten Weinstube von Lutfer & Wegner in Berlin gibt es ein kleines Bild von unbekannter Hand, das eine sozusagen klassische Situation darstellt. Da sitzen am Weintisch, jeder vor seiner Flasche Champagner, der Dichter E. T. A. Hoffmann, klein von Gestalt, mit fratzenhaften Gesicht, und der Schauspieler Eduard Devrient, von männlich-schöner Erscheinung, jener still und beinah schüchtern mit der Hand seine Rede begleitend, dieser mit allen Gliedmaßen stürmisch gestikulierend und scheinbar im Begriff aufzuspringen. Wahrscheinlich ist eine Debatte über Devrients heutige schauspielerische Leistung im Gange, und die Aufregung des Mimen ist die Folge der sarkastischen Bemerkungen, mit denen der andere Kritik übt. Das ist die Situation, in welcher der Dichter im Andenken der Nachwelt geblieben ist. Seinen Werken ist jetzt d e verdiente stattliche Ausgabe im Rahmen der Goldenen Klassike - Bibliothek zuteilgeworden. Die dankbare Aufgabe lag in den besten Händen, da der bekannte Hoffmann-Biograph Professor Georg Ellinger als Herausgeber zeichnet. Er hat denn auch keine Mühe gescheu , um allen Bedürfnissen des Lesers und des Literarhistorikers gerech: zu werden. Die Urdrucke und erhaltenen Handschriften wurden mit größter Sorgfalt für den Text benutzt und dadurch im ganzen wie im einzelneu viel Neues gewonnen. Vor allem wird hier zum erstenmal eine vollständige Sammlung der musikalischen Aufsätze geboten, von denen nicht weniger als fünfzehn noch nicht wieder abgedruckt sind, andere zum erstenmal unverkürzt gegeben werden. „Meister Floh" erscheint zum erstenmal in einer Gesamtansgabe in ungekürzter Fassung mit dem vom Herausgeber wiederentdeckten Stück, das Hoffmann aus politischen Gründen streichen mußte. Einleitungen und Lebensbild führen nicht nur den naiven Leser in das Verständnis der Werke ein, sondern leisten auch dem Fachmann wertvolle Dienste. Die Ausgabe bringt neben erklärenden Anmerkungen auch Lesarten, soweit sie zur Erkenntnis von Hoffmanns dichterischer Eigenart notwendig sind. Zahlreiche wertvolle und vorzügliche wiedergegebene Bilderbeilagen, darunter auch die oben erwähnte Handzeichnung, zieren die Bücher. Da die ganze Ausgabe, auf holzfreiem Papier gut gedruckt und in fünf geschmackvolle Leinenbände gebunden, für den geringe:] Preis von M. 2 pro Band zu haben ist, so dürfte sie vor allen ähnlichen Unternehmungen geeignet sein, E. T. A. Hoffmann nicht nur zu einem der meist gelesenen, sondern auch der meist gekauften Dichter zu machen. Interieurs ___■■ ■ ■ ■ - zeitgemäß ■ ff Möbelfabrik und Architektur: möbliert ä „Merkur Büros IllUUlltfl I preiswert yplfI U I HUI (Zentralpalast).

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